Wie habt ihr angefangen Gitarre zu lernen?

von Ponti, 03.04.19.

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  1. Ponti

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    Erstellt: 03.04.19   #21
    Ja, ich denke halt, dass Kinder vor 25 - 30 Jahren anders in der Schule unterrichtet wurden als heute. Das Pädagogische Konzept hat sich halt auch mit der Zeit weiter entwickelt. Oder nicht? Jüngere Lehrer kennen eher das modernere Konzept.
     
  2. stoffl.s

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    Erstellt: 03.04.19   #22
    Das ist schon richtig - aber ich hab in der Schule meiner Tochter junge Lehrer erlebt die "alt" waren und ältere, die sehr "jung" waren. Darum darf man das nicht verallgemeinern. Ist bei Gitarrelehrern sicher ähnlich. Da hilft nur anschauen, treffen und sehen ob das Konzept passt.
     
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  3. Ponti

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    Erstellt: 03.04.19   #23
    Okay, danke für den Hinweis!
     
  4. Marschjus

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    Erstellt: 03.04.19   #24
    Meiner Ansicht nach "Quatsch", für viele ist es der Anfang und es kann bestimmt auch Spass machen. Aber das es die Grundlage sein soll....hmm...für mich eher nicht. Bzw. es kommt darauf an was unter nachspielen verstanden wird. Stures nachklimpern der Noten/Tabs/Akkorde (wie damals in der Musikschule) oder auch das Material analysieren.
    Bei letzterem bringt das natürlich viel...aber dazu braucht man nicht unbedingt bekannte Songs.
    Also ich vor knapp 2 Jahren dann doch wieder anfangen wollte zu spielen und einen richtigen Lehrer suchte war es mir wichtig das wir nicht nur Lieder nachspielen, ich will die Technik lernen und ich für meinen Teil hab da doch recht viel Spass dran mich auszubrobieren was passt und was nicht.
    Mir geht es eigentlich ähnlich. Mit 16 hatte ich in er 4er Gruppe 1/2 Jahr Unterricht, dann ist der Lehrer zu einer anderen Musikschule gewechselt und aus der 4er wurde einer 2er Gruppe. Wir haben Lieder nachspielen sollen....und was für Zeug. REM...absolut nicht meins.
    An sich kam ich mit dem Unterricht nicht so wirklich zurecht,hat mir kein Spass mehr gemacht. Mit Freunden habe ich ne kleine 3 Man Band gegründet und eigenes zeug gespielt. Ganz einfache Sachen. Powerchords reichten mir aus. Ergo wurde ich auch nicht wirklich besser.
    Covern konnte ich damals nicht wirklich und es fällt mir heute noch schwer, hier und da reizt mich ein Riff, wo ich einfach wissen will wie es gespielt wird. Und ich versuche mich auch Stück für Stück mal an einem Song.


    Gruß Marcus
     
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  5. nasi_goreng

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    Erstellt: 03.04.19   #25
    Hi,
    ich verstehe das nicht ganz. Willst Du beim Gitarrelernen gleichzeitig eigene Lieder komponieren?
    Auf was willst Du raus?

    Gruß
     
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  6. Marschjus

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    Erstellt: 03.04.19   #26
    Ich denke mal er meinte das eben bekannte Songs herangezogen werden. So war es zumindest bei mir damals. Das man zumindest am Anfang nicht gleich mit eigenen Sachen loslegen kann ist klar.
    Aber ich denke ab einem gewissen Punkte geht das schon.
    Das zum erlernen auch Übungsstücke notwendig sind ist eigentlich klar. Aber da gibt es auch andere z.T. wesentlich kürzere Übungsstücke als ein ganzes Lied. Mein Lehrer nimmt noch immer Lehrmaterial was er auch an der Musikhochschule in Berlin benutzt hat.
    Oder halt andere eher "unbekannte" Stücke.
    Am Ende ist es recht individuell, und jeder muss schauen das er/sie den für sich besten Weg findet und auch geht.
     
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  7. micharockz

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    Erstellt: 03.04.19   #27
    Bei mir ging's los, als ich mit zwölf beim Kindergottesdienst herumgekaspert habe. Ich sollte der Leiterin die Gitarre reichen. Dann spielte sich folgender folgenschwerer Dialog zu:
    “Ich kann Gitarre spielen, hihi“
    “Wirklich?
    “Neee, hihihi“
    “Willst du es lernen?“
    “Warum eigentlich nicht?“
    “Dann bleib mal nacher noch kurz etwas länger“ :D

    Ein halbes Jahr lang habe ich dann von einem Gruppenleiter Akkorde Schrummeln gelernt und lange Songs nach Akkorden vom Blatt begleitet. Dann gab es eine Gitarren-AG an meiner Schule. Zum Schrummeln kamen dann noch Pickings und die Pentatonik.
    Für mich waren in dem Alter Songs völlig okay, mit 16/17/18 suchte ich dann immer mehr die Herausforderung darin, Akkorde und vor allem Riffs und Soli herauszuhören. Übung macht den Meister, musste ich lernen, und es war schon manchmal spannend, wenn ich mir nach längerer Zeit ein Stück nochmal vorgenommen habe. Das Vermögen, feine oder auch nur grobe Details herauszuhören und zu antizipieren braucht einfach Zeit und Training.

    Als ich mit ab um die 18 eigene Bands mit eigenen Songs hatte, habe ich im Wesentlichen nur noch Fragmente fremder Songs gelernt, um mir eine Spieltechnik, Sounds, Riffs oder ein bestimmtes Feeling draufzuschaffen.
    Es gibt kaum Songs, die ich heute spontan komplett originalgetreu nachspielen könnte (bis auf meine eigenen, die teilweise auch nicht ganz ohne sind), eine solide Begleitung geht natürlich schon. Ich bin alles andere als ein “kompletter“ Gitarrist. Aber mit meinem Mix aus Faulheit und Fähigkeit komme ich ganz gut klar und kann auch kreativ sein, wenn ich genügend Zeit habe.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass jemand der sich ein solides theoretisches Fundament erarbeitet und eine Vielzahl von Songs und Licks aus dem Effeff kann, kreative Ergüsse seines Gehirns viel effizienter und treffsicherer aus dem Ärmel schüttelt. Bei mir sind es hingegen oft die Fehler und Zufallstreffer auf dem Griffbrett, aus denen sich Neues ergibt.

    Jetzt zu dir, @Ponti: Was soll der Gitarrenlehrer dir denn beibringen? Irgendein Medium braucht ihr ja. Klar, statt Songs wären auch kürzere Abschnitte möglich. Im Prinzip ist es aber schon sinnvoll, auch Songs zu üben. Gut, er könnte dich auch darin unterstützen, deinen eigenen Songs gut zu spielen und Spieltechnik, Timing und Feel daran zu perfektionieren. Blöd ist vor allem, wenn man größtenteils Songs nachspielt, deren Gitarrenparts einem überhaupt nichts bringen. Ich war allerdings schon in Situationen, wo ich für Freunde zu Schlagermusik Gitarre einspielen sollte. Die Gitarrenparts als Solospur wären garnicht klar diesem Genre zuzuordnen gewesen. Teilweise verstecken sich recht amtliche Hardrock- bis Metalgitarren ziemlich weit hinten im Mix von Schlagermusik. Nicht, dass ich darauf stehen würde - ich will nur versuchen eine Lanze für die Okayheit verschiedener Musikstile zu brechen. Die Situationen, in denen ich am meisten gelernt habe, waren tatsächlich solche, bei denen ich in für mich fremden Stilen klarkommen und so gut wie möglich spielen musste, und das war oft bei Freundschaftsstudiojobs im semiprofessionellen Bereich und in der Backingband für ein paar Rapper, wo ich Parts anderer Instrumente des Playbacks auf die Gitarre übersetzen oder Gitarrenparts nachspielen musste, auf die ich so niemals gekommen wäre.
    Ich würde sogar sagen, eigentlich ist es relativ egal, was du spielst. Auch wenn es nur ein Akkord ist, kannst du versuchen, den möglichst gut zu spielen, da gibt es durchaus mehrere Dimensionen die eine Rolle dabei spielen. Wenn du deine ganze Aufmerksamkeit auf verschiedene Facetten der Musik richtest, kommt es weniger zu gähnender Langeweile als wenn du einfach nur als technischen Ablauf die Noten des Songs in der richtigen Reihenfolge herunterspielst. ;)
    Grundsätzlich kann ich deine Bedenken schon nachvollziehen. Ich würde mir für mich auch einen Gitarrenlehrer wünschen, der auf meine Wünsche eingeht. Songs durchspielen zu können und die Wechsel zwischen verschiedenen Parts hinzubekommen ist auf jeden Fall erstrebenswert. Nur - können das nicht auch Songs deiner Wahl sein? Hat der Lehrer das ausgeschlossen? Wäre er bereit, live mit dir zusammen einen Song deiner Wahl herauszuhören und dich dabei zu unterstützen, falls das überhaupt in deinem Interesse ist?

    _________
    Edit:
    Ach ja, zum Thema "Auswendiglernen": Du musst auch eigene Stücke auswendig lernen. Meine Erfahrung zum Thema: Je mehr Spielpraxis ich hatte und je mehr ich mir draufgeschafft habe, desto schneller klappte das Auswendiglernen. Mit anderen Worten: Lernen kann man Lernen. Ist zwar etwas mühsam, vor allem am Anfang, aber wirkt. Wenn dir irgendetwas anderes beigebracht wird, lernst du es doch auch auswendig. Da müsstest du mir nochmal genauer erklären, was daran blöd ist.
     
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  8. Ponti

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    Erstellt: 03.04.19   #28
    Ich denke gerade darüber nach, ob es für mich doch sinnvoll ist Stücke zu lernen. Vielleicht habe ich einfach die Befürchtung, dass ich es mit der Disziplin nicht hin bekomme. So war es ja eigentlich bei meinem letzten Gitarrenunterricht.

    Ich finde eure Anregungen echt gut!
     
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  9. Marschjus

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    Erstellt: 03.04.19   #29
    Mein Kernproblem beim nachspielen ist einfach, das fast alles Songs die mir richtig gute gefallen entweder zu schnell,zu schwer oder zu komplex sind. Die Songs wo das nicht der Fall ist, leben einfach auch vom Gesang bzw. dem Zusammenspiel Gitarre /Bass/Schlagzeug, da fehlt dann einfach was. Dann langweilt es mich schnell.
    Ich weiß das manch einer hier dann mehrer Spuren einspielt und sich Drumloops zurechtlegt usw. usf. aber das ist mir dann irgendwie auch zu viel Aufwand.
     
  10. stoffl.s

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    Erstellt: 03.04.19   #30
    Ich kann wahrscheinlich keinen einzigen Song originalgetreu nachspielen. Aber ich kann jedem Song mein Feeling mitgeben und wenn mich der Song berührt, dann krieg ich ihn wahrscheinlich auch authentisch hin.
    Im übrigen gibt es viele große Musiker, die ihre eigenen Songs immer wieder anders spielen. Siehe Dylan oder Deep Purple in den 70er Jahren. Und auch das ist große Kunst.
    Und genau so macht es auch Spass Songs nachzuspielen, wenn es vor allem darum geht, sie zu erfassen und dann was eigenes daraus machen. Dazu braucht es natürlich auch eine gewisse Übung und Routine. Darauf würde ich wahrscheinlich heute bei einem Gitarrenlehrer achten.
     
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  11. Luckie

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    Erstellt: 03.04.19   #31
    Oder weil sie ihr eigenen Songs nicht reproduzieren konnten. ;)
     
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  12. nasi_goreng

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    Erstellt: 03.04.19   #32
    Wenn ich nur Etüden und Übungen gespielt hätte, hätte ich die Gitarre wohl bald wieder an den Nagel gehängt.
    Für mich war der Praxisbezug, also das Spielen von "richtigen" Stücken ein großer Teil meiner Motivation.
    Noch viel mehr wenn man zusammen musiziert hat.
    --- Beiträge zusammengefasst, 03.04.19, Datum Originalbeitrag: 03.04.19 ---
    Nichts anderes haben ja "die Großen" auch gemacht.:opa:
     
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  13. stoffl.s

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    Erstellt: 03.04.19   #33
    Bin ich jetzt also auch ein Großer? :D Eher nicht, eher begeisterter Dilettant.
     
  14. Luckie

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    Erstellt: 03.04.19   #34
    Der Unterschied zwischen Dilettant und Genie liegt eben manchmal nur bei einem Akkord oder Note. :D
     
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  15. rmb

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    Erstellt: 03.04.19   #35
    das ist doch Unsinn, da wurde z.B. viel improvisiert, und das heisst ja eben genau, das man nicht die Stücke 1 zu1 immer wieder spielt, sowas nennt man auch Kreativität und Spontanität. Heute wollen viele ein Stück original kopieren, das ist mMn total daneben, hat jedenfalls mit Rock `n Roll und Blues nichts mehr zu tun:rolleyes:.

    solong
     
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  16. Luckie

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    Erstellt: 03.04.19   #36
    Du hast aber schon den Zwinker-Smiley gesehen?
     
  17. rmb

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    Erstellt: 03.04.19   #37
    hab ich schon gesehen, aber wir befinden uns hier im Einsteigerbereich, und da sind die Leute eh unsicher, wie sie das ganze angehen sollen, und dann sollte man eben auch sagen, das es nicht darum geht, irgendwelche Stücke zu kopieren. Daher auch meine Skepsis bei Lehrern, die meinen, man könne Gitarre nur lernen, in dem man erstmal Stücke nachspielt. Ich finde, deren Aufgabe ist es, ein klares Bild von der Gitarre zu vermitteln und einem z.B. Anschlagstechniken, alternative Akkorde (wo sind die Töne???) usw. verständlich zu machen. Wie Stücke gehen, kann man heutzutage zur Genüge im Internet finden, dazu braucht man keinen Lehrer.
    Nichts für ungut:)

    Micky
     
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  18. startom

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    Erstellt: 04.04.19   #38
    Hoi @Ponti
    Vielleicht hast du den Gitarrenlehrer auch missverstanden.
    In meinem Gitarrenunterricht geht es nicht darum, ganze Lieder vom Intro bis zum vielumjubelten epischen Fade-Out auswendig zu lernen. Vielmehr entwende ich, aus meiner Sicht, pädagogisch / methodisch wertvolle Songteile für den Unterricht.

    Beispiele:
    • Für den Einstieg in das Fingerpicking verwende ich jeweils die Pickingmuster aus "Everybody Hurts" von R.E.M.
    • Als Rhythmusübung für fortgeschrittene E-Gitarristen hole ich "T.N.T" von AC/DC aus der Schublade. Die rhythmische Challenge hier ist, das Intro-Riff zu spielen und passend zum Song "Hoi" zu sagen.
    • Fortgeschrittenes Riffing inkl. Harmonics auf der E-Gitarre übe ich oft mit Hilfe von Van Halens "Panama" - Intro.

    Ich erfinde nicht jegliche Uebung neu für meinen Unterricht, aber ich spiele aber selten ganze Songs von A-Z nach. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, z.b. falls der/die Schüler/in in einer Band spielt und einen Song komplett mit mir anschauen und üben will.
    Schliesslich gilt auch beim Gitarrenunterricht: Der Kunde ist König!
     
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  19. bluesbreakers

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    Erstellt: 04.04.19   #39
    Verstehe das irgendwie nicht. Lieder nachspielen, na ja ok, aber auch eigene Sachen muß man auswendig lernen, ohne geht nun mal nicht. Ansonsten ist es ja irgendwie nur Rumgeklimper ohne Sinn und Ziel.
     
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  20. Rotor

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    Erstellt: 04.04.19   #40
    Nur zum Verständnis: um weiter zu kommen, braucht es Disziplin. Egal, ob man nachspielt oder nicht. Hapert es vielleicht grundsätzlich daran, das du nur ne "Ausrede" suchst, keine bekannten Stücke zu machen ? Nicht falsch verstehen bitte. Ich kenne das zu gut. Wenn ich z.b. mich total auf Soli/Skalen/Theorie fokussieren soll, geht das in die Hose. Hab ich keinen Bock drauf. Bin da zu ungeduldig. Das müsstest du für dich rausfinden, wie du am gescheitesten "Dran bleibst". Ich finde, @startom hat es -auch aus Sicht eine Lehrers - sehr gut beschrieben. Ich finde es aber gerad für Anfänger sinnvoll, um mit Spass bei der Sache zu bleiben, vielleicht auch ein Bekanntes Stück zu nehmen. Dann hört man eben den Erfolg. Ich vergleich das mal mit Fußball: Mit den kleinen am Anfang brauchst du keine Taktik und Konditionsübungen zu machen, die müssen spielen !
     
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