Wie IEM in Rock Band Mischen?

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Hallo Zusammen,

Altes leidiges Thema aber mal die Frage:

Wie macht ihr es ?


Wir sind eine Rock Band im Klassischen Sinne. Zwei Gitarren Bass Drums und vocals.

Wie mischt ihr beim IEM die beiden Gitarren?

Also gerade was Panning angeht. Wir haben theoretisch beide Gitarren in Stereo am Mischer.


Varianten wäre ja z.B.

Mono
Gitarre 1 Hard L - Gitarre 2 Hard R

Stereo
Gitarre 1 L und R Hard Pan
Gitarre 2 L und R z.B. 80% Pan

Gitarre 1 L Hard und R 40%
Gitarre 2 L 40% und R Hard

Usw.

Was macht ihr ? Würde uns sehr helfen !
 

Bei uns (6-köpfige Band) mischt sich jeder sein eigenes Monitoring, ganz individuell, schließlich haben wir am X32 genügend Busse dafür,

Ich als Bassist habe die Gitarren auf ca. 80 % links / rechts verteilt.
 
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Es ist halt immer auch Geschmackssache, aber guter Startpunkt ist: das eigene Instrument sollte zentral wahrgenommen werden, alles andere klar zuzuordnen auf die Seiten verteilt.

Gitarre 1 nach links und Gitarre 2 nach rechts ist schon ganz richtig wie in deinem ersten Beispiel. Wenn man es nicht so extrem mag, lässt sich das auch gut wie in deinem letzten Beispiel machen.

Aber die Sache, die Gitarren "breit" klingen zu lassen und die linke und rechte Spur desselben Instruments weit auseinander zu pannen (dein mittleres Beispiel), das ist eher eine Regel für den Mix zum konsumieren und oft nicht hilfreich beim Musizieren im IEM. Da will man lieber das Instrument klar verortbar haben.
 
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Interessant für den TE wäre wohl auch was bei euch jetzt anders ist und warum das so ist.

Aber ich denke, egal welche Ausgangskonfiguration gewählt wird, jeder Musiker muss auch schon bereit sein, sich den Mix für seine Anforderungen zurecht zu rücken bis dann eine persönlich ideale Variante raus kommt. Das ganze ist halt nicht mit einmal einstellen und fertig getan. So ein Mix ist ein laufender Optimierungs-Prozess und was heute als gut und richtig erscheint ist es vielleicht irgendwann nicht mehr so.
 
Man kann es auch abhängig machen von der Aufstellung im Proberaum/Bühne. Das kann eine natürliche Wahrnehmung der Gitarren mit sich bringen.
 
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Wir spielen in der gleichen Besetzung, auch mit der Möglichkeit, für jeden einen separaten Mix zu erstellen.
Folgender Ansatz war für uns super:

Kick, Snare in die Mitte, Overheads hart L/R für jeden.
Dann bekommt jeder von uns drei Saitenquälern und Sängern alles von sich selbst durch die Mitte, alles von Kollege B von Links und alles von Kollege C von rechts.
Der Drummer bekommt es so, wie er es vor sich sieht, auf den drei Positionen hart L, Center, hart R.

Das ist dann schon sehr aufgeräumt und die hier und da nicht ganz passende räumliche Zuordnung (z.B. steht unser Sänger links neben mir, ich hab ihn aber aufm rechten Ohr) stört uns da ehrlich gesagt nicht, da wir uns eh auch mal auf der Bühne hin- und her bewegen.
 
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Was macht ihr ? Würde uns sehr helfen !
ist immer sehr individuell, ich kann dir genaue werte nicht aus dem Stehgreif sagen, ich hab das Ban eingestellt, dass ich alles so höre wie ich es brauche und nie auf die Werte geschaut, aber ich schätze grob irgendwie sowas:

Samples: Hard Pan L/R
Overheads: Hard pan L/R

Snare/Bassdrum: Mitte

Gitarre1 (Ich): 30-50%Links
Klicktrack: 30-50% links

Bass: <C> - 20%rechts
Gitarre 2: 20-40% rechts
Vocals: 40-50% rechts

für die Korrekten Werte kann ich nochmal nachschauen.

Hintergrund des Ganzen:
Alles was ich am Linken Ohr höre kann ich fokussierter wahrnehmen, also sind da die für mich relevantesten Sachen drauf. Alles was am rechten Ohr ankommt ist da und ebenfalls wichtig, wird aber mehr als Hintergrund von mir wahrgenommen. Wenn da fehler passieren nehme ich das weniger wahr und flieg auch nicht aus der Spur, der klick wiederum ist links und hämmert unermüdlich straight den Takt durch, weswegen ich quasi nie aus der Spur fliege.

am ende muss aber jeder selber rausfinden wie er die einzelnen teile des Mix am sinnvollsten wahrnimmt.
 
Das schöne am Monitormix: Man muss als Tech nichts wissen, sondern nur die Akteure fragen, wie sie es gerne hätten.
Ein grundsätzlich hilfreiches Konzept für jeden ist jedoch, dass jeder Akteur sein eigenes Instrument in der Mitte hört und die anderen Instrumente nach den persönlichen Vorlieben im Panorama verteilt - das hilft dabei, das eigene Instrument ohne allzu hohe Lautstärke klar aus dem Mix herauszuhören.

Bei den Stereogitarren könnte jeder Gitarrist seine eigene Gitte auf 10 und 14 Uhr im Panorama hören, die andere dagegen voll L/R. Und umgekehrt.
 
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  • #10
Bei den Stereogitarren könnte jeder Gitarrist seine eigene Gitte auf 10 und 14 Uhr im Panorama hören, die andere dagegen voll L/R. Und umgekehrt.
Ich lehne mich mal aus dem Fenster und würde empfehlen, die Gitarren mono auf dem IEM zu fahren. Zumindest die jeweils „andere“ Gitarre.
 
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  • Ersteller
  • #11
Erstmal vielen Dank an alle für die rege Diskussion !

Grundsätzlich ist es natürlich für jeden individuell nach Vorlieben zu wählen, da stimme ich der Masse zu.

Die Option von Mix4Munich funktioniert im Stereo Gitarren Sound ziemlich gut. Hab es getestet. Wir werden uns mal durch eure Optionen durchbewegen.

Grundsätzlich ist es halt echt anders zumischen als im Studio, das ist aktuell die Herausforderung :)
 
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