wie kriege ich einen geilen rock bass sound beim recording hin?

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Tobia
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hallo,

ich habe mit meinem nigelnagelneuen pc (windows 7 64 bit, cubase 5 64 bit) aufnahmen mit meinem fender american deluxe jazz bass gemacht. dazu habe ich den bass einfach in mein interface reingestöpselt. das ergebnis war aber außerordentlich langweilig *schnarch*

wie kriegt man einen schönen, röchelnden, angezerrten, perligen rock bass sound auf die platte?

braucht man dafür einen röhrenkompressor und/oder einen röhren preamp?
 
Journeyman
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ordentliche software mit vst effekten + ordentliches interface oder ein gescheiter preamp (muss keine röhre haben...) sollte reichen.
 
sKu
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Erstmal vorweg: Was für Saiten hast du drauf? Warum nennen alle ihren teuren PC, ihren Bass und so weiter und vergessen die Saiten? Dabei ist das der Teil des Equipments mit dem man direkt in Kontakt tritt und die den Ton als allererstes erzeugen...

Zum anderen: Ein "nackter" Bass klingt meistens langweilig....keine Sorge...
Ohne EQ, Preamp, Kompressor und co kommt da meist nicht viel...Röhren brauchen da nicht zwanghaft drin sein. Was drin ist, ist egal, entscheident ist, was hinten raus kommt.

Von daher würde ich Jorneymans Tipps beherzigen: Zuerst ein vernünftiger Preamp und dann mit vorhandenen Plugins/Amp-Simulationen ausprobieren und experimentieren. Da läßt sich ne ganze Menge rausholen...
 
Deltafox
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angezerrt? Rock Sound? --> VT Bass.
 
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Tobia
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Hi, was für nen Preamp würdet ihr denn da empfehlen? Und was für Software?

Ich spiele mit neu aufgezogenen 55er Ernie Ball Saiten.
 
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Hi, was für nen Preamp würdet ihr denn da empfehlen? Und was für Software?
Wie sind deine Ambitionen und wieviel willst du ausgeben?
Da gibts von 100 bis zig tausend Euro alles...
 
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den im Posting über deiner Frage. Tech21 VT Bass. Wirklich. Really.
Ich war total positiv überrascht, da kommt der absolut klassische angezerrte Rocksound raus, inklusive Variationen.
 
Garand
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Wenn es etwas günstiger sein soll, kann ich ich den Behringer BDI21 empfehlen. Ich hab damit schon wirklich ordentliche Sounds hinbekommen.
 
Hellb00m
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Für mich geht der BDI eher in die Metal Schepper Ecke. Alleine schon, wegen des Midscoops.
Für nen richtig guten Rocksound würde ich eher den VT-Bass nehmen.

Ich hab ja beide und kann von daher relativ gut abwägen. :)
 
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Tobia
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Danke für die Tipps,

ich suche auf jeden Fall im Hi End Bereich, kann gerne was kosten.

Die Sache mit Plugins habe ich erstmal aufgegeben, weil ich von den Sounds von Guitar Rig 4 sehr enttäuscht war, abgesehen von der ständigen Latenz...Habe da sogar mit Native Intruments ausgiebig telefoniert...wochenlang troublegeshootet...Fuck off digital!
Habe gerade nochmal Guitar Rig, Amplitube und Ampfarm Samples auf deren Websites angehört...keine Ahnung, wie das irgendein ohr aushalten soll. Unglaublich schlechte, synthetische Sounds.

Den VT Bass werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Habt ihr noch andere Empfehlungen in Bezug auf Preamps?
 
Cervin
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Habe gerade nochmal Guitar Rig, Amplitube und Ampfarm Samples auf deren Websites angehört...keine Ahnung, wie das irgendein ohr aushalten soll. Unglaublich schlechte, synthetische Sounds.

Ich will das nicht zu so ner typischen echt vs. model ausarten lassen (wobei tech21 ja auch nur amps moduliert, aber etwas anders, also hint der vergleich auch ^^).
Aber was ich sagen kann ist, das viele Studios mit solchen Programmen Arbeiten. Hier ist der Anwender mehr das Problem, als das Programm selber. In dem Studio wo wir gerade aufnehmen ist Parallel auch eine Band, bei denen alles mit digitalen Amps gemacht wird. Das Ergebnis ist erschreckend gut. Ich kann dir leider keine Profesionelle Produktion zeigen, aber eine befreundete Band von uns hat deren voriges Album komplett mit Guitarrig gemacht. Hier ist kein einziger echter Amp zu hören, weder bei Bass, noch bei Gitarre.

Hier mal Direktlink zu dem Album (Ein Song ist da auch direkt anhörbar):
http://www.marakesh.de/tbs2010/html/content/discography/music_for_a&rs.html

Beim zweiten Musiker Board Bass Album hab ich ebenfalls guitarrig für bass verwendet.
Allerdings war es bei mir auch ein erstversuch, und ich könnte da mitlerweile ein wesentlich besseres Ergebnis mit rausholen ;)
http://www.myspace.com/MBBassTales Der erste Song "Extempore Inspiration" ist von mir.
Aus Platzmangel geht der bei Myspace dann später in einen anderen Song über, also die erste zwei drittel sind etwa von mir.

Je nach zur verfügung stehenden mitteln bekommt man über sowas also durchaus ein besseres Ergebnis hin.
Wer wirklich einen guten amp, gute box, gutes mikro UND guten raum hat, der wird mit nem amp vllt besser wegkommen.
Aber gerade im hobbybereich find ich so sachen wie guitarrig klasse. Aber leider recht teuer...

VT Kann ich sonst nur utnerschreiben, den spiel ich auch live als preamp :D
 
Crassus
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Die Erfahrung mit dem "platten"/leblosen Sound habe ich auch gemacht ... teilweise lag das am Interface, teilweise natürlich auch an der Software.

Nicht alle Interfaces haben tolle Instrumenteneingänge - ein Bass-Preamp am Line-Eingang ist vermutlich immer die beste Lösung.

Guitar Rig (3) verwende ich auch - mit der Latenz hatte ich nie Probleme (... wenn, dann liegt das sowieso an Rechnerleistung [im betreffenden Fall wohl nicht] und verwendeter Audio-Hardware u. Treibern). Die vorhandenen Bass-Presets habe ich nie benutzt ... da war Tüftelei angesagt. Übrigens finde ich den "High White" für den Bass ziemlich gut ... den benutze ich fast lieber als den "Bass PRO".

Den Sound des MarkBass Plug-ins finde ich (... zumindest der Demo-Version nach zu urteilen) sehr gut - da gibt's zwar keine Effekte, aber der Sound der Amp Models ist sehr "lebendig".

Eine gute und ggf. kostenfreie Lösung (... habe es selbst leider noch nicht getestet) soll folgendes sein:
Ein VST-Plug-in, das Impulse Responses verarbeiten kann (z.B. Voxengo Boogex), in das man dann entsprechende Impuls-Antworten lädt (z.B. gibt's hier welche eines Ampeg V4B: Impulse Response Files).
 
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pitsieben
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wie kriegt man einen schönen, röchelnden, angezerrten, perligen rock bass sound auf die platte?

Der Tech21 VT wurde ja schon genannt.
Reichlich Produktionen sind auch mit Hilfe des Bassdrivers (ebenfalls Tech21) gelaufen.
Den VT hatte ich noch nicht, aber vom Bassdriver kann man auf Anhieb auch erst einmal enttäuscht sein...der entwickelt seine volle Pracht auch gerne mal erst im Zusammenhang mit der restlichen Band.

braucht man dafür einen röhrenkompressor und/oder einen röhren preamp?

Kann man machen...ist aber teuer und in deinem Falle vermutlich etwas drüber.

Hier ist der Anwender mehr das Problem, als das Programm selber.

Ein Satz wie ein Monument...:D
 
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Tobia
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Hier mal Direktlink zu dem Album (Ein Song ist da auch direkt anhörbar):
http://www.marakesh.de/tbs2010/html/..._for_a&rs.html
Der Song ist ja derart synthetisch, dass man fast nicht mehr erkennt, dass da überhaupt ein Gitarrist am Werk ist...

http://www.myspace.com/MBBassTales Der erste Song "Extempore Inspiration" ist von mir.
Ich möchte dich nicht beleidigen...Daher sag ich besser nichts dazu.

Mann, ich falle immer wieder auf das Internet rein: Ich lasse mich immer wieder von Aussagen verunsichern, die höchst kompetent erscheinen, aber in Wahrheit ist nichts dahinter. Viele Leute haben einfach ein beneidenswertes Selbstbewusstsein...Das soll jetzt kein expliziter Bezug auf deinen Beitrag sein, Cervin sein, bitte sei mir nicht böse.

Kann mir nicht vielleicht doch noch jemand einen guten Recording Preamp für Rock Bass Sound nennen? Für professionellen Anspruch?
 
Cervin
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Bei sowas macht immer der ton die musik. ;)

ES kommt immer auf den Anspruch, auf die Vorstellungen und tatsächlich auf das Wissen an.
Aber es ging die ja um Bass, und im ersten genannten Link ist halt ein ganz guter Rockbasssound mit drin. Über die gitarren kann man sich streiten, der sound wär auch nciht ganz meins. (Und ich hoffe beim zweiten bist du über 0:23 hinweg gekommen ^^)

Als der VT Bass raus kam, gab es in einem anderen forum einen blindtest, einmal original Ampeg SVT vollröhre und einmal Tech21 VT Bass.
Die leute sollten versuchen die echten SVT rauszuhören. Die meissten dann das VT Sample für den echten SVT gehalten.
Sowas wirst du auch bei digitalen simulationen finden. So lange man weiß, was dahinter steckt, hört es sich mieß an.
Aber ich gebe die hoffnung für digital noch nicht auf
Zweiter versuch:

http://thebonnysituation.bandcamp.com/album/robot-says-i-love-you

Was sagst du im Vergleich zu dem Sound? Speziell Gitarre und Bass (das Keyboard syntetisch klingt ist klar) Selbe Band :) Kommst du damit eher klar?

Ich muss dich ja auch nicht überzeugen, aber wenn man sich die liste anschaut:
http://www.native-instruments.com/#/de/products/guitar/guitar-rig-4-pro/?page=954
Ich denke nicht das die alle so scheisse auf ihren Alben klingen ;) Aber ja, was die sagen und was wirklich gemacht wird weiß man nie. Daher nehm ich beispiele wo ich das einfach aus erster Hand weiß.

Ansonsten: Wenn du dir selber so hohe ansprüche stellst, was spricht dann gegen einen normalen Amp? via Analog reaming bekommste dann ja den bereits eingespielten Bass in die Platte. Bevor du aber weiter suchst, solltest du dann den VT einfach mal testen. Richtig rotzig ist halt schwer zu simulieren,
aber der VT macht das eigentlich ganz gut. An richtigen Amps kansnt du grob mal bei Ashdown schauen, der charakter ist eher etwas dreckig. Ampeg kann auch gut dreckig klingen, ist aber (je nach amp) "cleaner" als man erwartet.

EDIT:// Zum VT hab ich auch noch ein eigenes Beispiel. Der sinn war hier zwar der Bassound durch die verschieden PU settings, aber es zeigt ein wenig wie der VT klingen kann. Ist natürlich nicht total representativ, da es einfach one take in ein billiges behringer rauschinterface gespielt ist, aber wenn der ampcharakter in etwa der ist, den du suchst, hilft es vllt:
https://www.musiker-board.de/e-baesse/390222-welches-pickup-setting-fuer-musicman-sterling.html
Keine nachbearbeitung, also über nen multiband EQ kann man da noch richtig viel rausholen. Ist natürlich so sehr MM lastig (wieso nur, wenn es ein Sterling sample ist ^^)
 
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Golo
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Hi,
ich bin zwar nicht übermäßig erfahren was sowas angeht, aber bei den letzten Aufnahmen mit meiner Band haben wir ganz amtliche Sounds für den Bass (Vorsicht: subjektiv!) per Re-Amping hinbekommen. Erst den Bass trocken per Interface eingespielt (Effekte nur aufs Monitoring) und später das Signal nochmal durch Amp/Preamp/Box/Bodentreter gejagt und aufgezeichnet. So hatten wir alle Möglichkeiten entweder das trockene Signal Software-seitig (in diesem Fall Logix + Plug-Ins) zu bearbeiten, oder das re-ampte (klingt komisch) Signal zu nehmen. Zum Teil haben wir auch eine Mischung aus beiden Signalen genommen.
Da Du aber sagt, Du bewegst Dich im professionellen Bereich, erzähl ich Dir damit wahrscheinlich nix neues.
Was Preamps angeht, kann ich mangels Erfahrung nicht viel empfehlen. Ich mag den Sound von meinem Rocktron Bass mAXE und die Samsamps klingen meiner Meinung nach auch gut. Aber da hilft, denke ich, nur selbst anhören.

Gruß

Golo
 
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Schon mal daran gedacht, das Signal zu splitten?

Ein Weg direkt ins Pult, damit du die "Randfrequenzen" ganz oben und ganz unten sauber drauf hast. Wegnehmen kann man im Zweifelsfall immer noch.

Und dann ein Weg über Amp/Box abgenommen mit einem einfachen Mikro, muss nix Besonderes sein und darf auch ruhig ein bisschen nach Telefon klingen. Das, was den Sound nachher lebendig, perlig und rotzig macht, sind zum größten Teil die Mitten, und genau die sammelst du mit diesem Signal ein. Wie gesagt, darf ruhig derbe dengeln und rotzen, völlig egal.

Dann beide Signale nach Belieben miteinander mischen - voilà! Ich persönlich hab' damit zumindest sehr gute Erfahrungen gemacht, auch ohne irgendwelche PlugIns und Gedöns. :)
 
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Für "nur mal so"-Aufnahmen nutze ich gerne ein Line6 GX Interface mit dazugehöriger Software. Das Ergebnis hört sich in meinen Ohren ganz brauchbar an.
Wenn ich aber den Sound meiner Amps bzw. Preamps aufnehmen will nehme ich gerne ein Behringer BCA2000 als Interface.
Als Recording-Preamp kann ich den Hughes & Kettner Fortress oder den Warwick Quadruplet empfehlen. Beide arbeiten sehr sauber und rauschen nur minimalst (abhängig von den Einstellungen natürlich). Der Quadruplet ist zudem noch sehr vielseitig einsetzbar und deckt eine große Bandbreite an Sounds ab.
 
pitsieben
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Lasst ihn doch erst mal sein Zeug hochladen. Dann kann man doch hören, wo's hakt.

Wenn ich (!) mit dem Bass direkt in's Interface gehe und es klingt trocken schon langweilig, dann liegt das eher selten am Sound.


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So geht's mir nämlich auch.

Für professionellen Anspruch?

Insbesondere dahingehend.
 

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