Wie lange hält eine Simmung

von trillerpfeife, 27.10.07.

  1. trillerpfeife

    trillerpfeife Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.07   #1
    Servus,
    bin ein völliger Frischling hier im Forum.

    Ich habe ein Hohner Concerto I. Das ist schon etwas betagt und leider auch nicht mehr so richtig gestimmt.
    Da es mir eigentlich auch zu klein ist, bin ich am überlegen, ob ich mir nicht ein neues, etwas größeres, Instrument kaufe.
    Oder soll ich doch das Alte zum Stimmen bringen?
    Eventuell mache ich auch beides!

    Wie lange hält eine Stimmung auf dem Akkordeon normalerweise?
    Wenn ich mir ein neues Instrument kaufe, wann muss das zum ersten Mal zum Service?

    Vielen Dank

    Trillerpfeife
     
  2. Wil_Riker

    Wil_Riker Helpful & Friendly Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 27.10.07   #2
    Hallo Trillerpfeife,

    wie stimmstabil ein Akkordeon ist und in welchen Zeitabständen es gestimmt werden sollte, hängt maßgeblich von der Verarbeitung, Pflege und Lagerung ab, und davon, wie oft es gespielt wird.
    Ich habe ebenfalls ein Hohner Concerto I (ca. 50 Jahre alt), das noch nie gestimmt werden mußte, weil seine Stimmung wirklich über diese lange Zeit erhalten geblieben ist. Meiner Erfahrung nach gilt ähnliches für alle älteren Hohner Instrumente. Ein neueres Concerto III S, was ich zwischenzeitlich mal hatte, mußte ich ca. alle 5 Jahre nachstimmen lassen...

    Meiner Ansicht nach lohnt sich das Stimmen Deines Concerto I auf jeden Fall.

    Gruß,
    Wil Riker
     
  3. trillerpfeife

    trillerpfeife Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.07   #3
    Servus Wil Riker,

    richtig lagern bedeutet temperiert, also warm und trocken?

    Die Stimmung verliert sich eher, wenn ich viel spiele oder es ruhig in der Ecke liegt?

    Danke
    Trillerpfeife
     
  4. senseo

    senseo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.07   #4
    Ja, Lagerung bei Zimmertemperatur, trocken und ohne allzu hohe Luftfeuchtigkeit. Generell kann man sagen, dass es für ein Akkordeon und seine Stimmung eher besser ist, wenn es regelmäßig gespielt wird, als wenn es nur herumsteht. Habe das selbst bei meinem Akkordeon erlebt, dass nach 15 Jahren herumstehen einige Töne nicht mehr richtig ansprachen (verzögert, was insbesondere bei den mehrchörigen Registern unschön ist) und einige Töne nicht mehr ganz sauber waren. Dieses Problem läßt sich durch regelmäßiges Spiel reduzieren.

    Gruss, Senseo
     
  5. kolumbus100

    kolumbus100 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #5
    Meine inzwischen etwa 50 Jahre alte concerto II (davon 30 Jahr in meinem Besitz) mußte noch nie gestimmt werden. Sie wurde in all den Jahren auch nur sehr selten gespielt und immer in "normalen" Räumen aufbewahrt.
     
  6. Ydufree

    Ydufree Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #6
    Hallo Leute,
    ich habe eine alte Cantulia Bambi sehr günstig erworben und selber repariert. Die war auch recht verstimmt. Aber je mehr ich darauf spiele desto besser stimmt sie wieder. Es reicht mir im Moment für den Hausgebrauch... Viel spielen kann also die Stimmung verbessern. Wenn das zu wenig hilft muss halt vom Fachmann nachgestimmt werden.
    Gruss, Ydufree
     
  7. Balgseele

    Balgseele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #7
    hi Ydufree,

    vorsicht das könnte ein bekannter psychoakustischer effekt sein.
    Mir fällt die korrekte Bezeichnung dafür nicht mehr ein aber es ist so das sich jemand mit der Zeit an die Stimmung "seines" Instrumentes gewöhnt und diese dann als richtig empfindet. Das gilt natürlich nur für geringe Abweichungen einzelner Töne von der korrekten Stimmung. Und damit ist man bei der schwierigen Frage wann ist eine Stimmung "korrekt". Ich selbst bevorzuge eine wohltemperierte Stimmung einer Stimmung mit dem Stimmgerät = gleichstufig. Ich kann das aber nicht selbst sondern lasse stimmen.

    Ich bezweifle das sich durch spielen eine Stimmung verbessert, in der Regel verstimmen sich einzelne Stimmzungen durch den gebrauch.

    Neulich wurde vom bending geschrieben, das ist der Tod für eine korrekte Stimmung.

    Hat man "weiche" Zungen und spielt dynamisch mit hohen Kräften muss man öfters nachstimmen, ist so.

    schöne Grüße Balgseele
     
  8. Ydufree

    Ydufree Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.07   #8
    Hi Balgseele,
    das stimmt nur bedingt. Die Cantulia hatte unterschiedliche Tonabweichungen beim Stossen und ziehen bei einzelnen Tönen. Das könnte durch Ablagerungen auf den Zungen verursacht werden (Staub, Tabakrauch). Solche Ablagerungen können sich durch das Spielen wieder verflüchtigen und die Stimmung verbessert sich! Ich besitze übrigens ein Stimmgerät und kann das sogar messen. Tonabweichungen höre ich auch sehr gut. Ich merke immer wenn ich meine Zithern nachstimmen muss....
    Gruss, Ydufree
     
  9. Heber

    Heber Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.07   #9
    Ich hab da auch von so einem "Akkordeon-Guru" gehört.

    Der spielt ein verstimmtes Akkordeon bis Tabak- und Staubreste verschwunden sind und es wieder stimmig ist. Soll ganz fix gehen!

    Gruß Heiko
     
  10. Ydufree

    Ydufree Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.07   #10
    Hallo Leute,
    ich habe heute in der untersten Oktave das G nachgestimmt. Jetzt tönt es auf Zug und Druck beinahe gleich. Das Instrument genügt mir für kleine Plauschkonzerte und zum üben.
    Gruss, Ydufree
     
  11. Sir_Falk

    Sir_Falk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #11
    Frage Ydufree, wie funktioniert das Nachstimmen eigentlich in der Praxis?
     
  12. Ydufree

    Ydufree Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.07   #12
    Hallo Sir Falk,
    da musst Du den Balg abnehmen, die Tonblöcke ausbauen und dann an der richtigen Stimmzunge am richtigen Ort Material abkratzen. Dann kontrollieren. Ist nicht ganz ungefährlich. Ich habe die Anleitung bei den Mundharmonikas gefunden:
    http://www.harponline.de/index.php
    Gruss, Ydufree
     
  13. horschd

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    Erstellt: 10.11.07   #13
    Hallo Ydufree,

    Du bist ja ein "echtes Tier" was Reparaturen von Akkordeen anbelangt,vermutlich ein Handwerker.
    Ich für meinen Teil werde mich auch mal an ein Gerät wagen.
    Ich warte nur noch auf das Buch von Toni Schwall, kennst Du das?
    Mit was für Kleber hast Du die losen Ventile befestigt
     
  14. Ydufree

    Ydufree Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.07   #14
    Hallo horschd aus dem Badnerland,
    ich bin kein Handwerker. Gelernt habe ich ursprünglich Chemielaborant und arbeite jetzt in der Informatik. Handwerken und Basteln sind bloss ein Hobby, so wie die Musik auch. ich habe die losen Ventile mit gewöhnlichem Holzleim befestigt an den Stimmplatten. Und die halten immer noch! Das ist halt der Vorteil, dass ich früher mal in einer Firma die Klebstoffe herstellt, im Labor gearbeitet habe.
    Das Buch von Toni Schwall kenne ich nicht. Mein Wissen über Akkordeon habe ich fast ausschliesslich vom musiker-board und den Links darin! Das ist super was man hier lernen kann! Ein grosses Dankeschön allen die andere unterstützen! Ich gebe mein Wissen auch gerne weiter.

    Gruss, Ydufree vo Soledurn
    --------------------------------------------------------
    Solothurn, die schönste Barockstadt der Schweiz
     
  15. horschd

    horschd Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.07   #15
    Hallo Yudfree,

    Der Tip mit dem Holzleim ,echt gut, wer denkt schon daran das Holzleim Metall und Kunststoff verbindet.
    Wie würest Du Filz kleben?
    Den Tip für das Buch habe ich von musiker-bord ,soll gut sein das Buch aber nicht ganz billig.
    Ich hab es zur ansicht bestellt und wenn es meinen Erwartungen entspricht werde ich es bestellen.
    Vielleicht kann ich Dir dann auch mal einen Tip geben.
    Du hast ein Stimmgerät? was kostet so was?
    Wie gehst Du beim Stmmen vor? Baust Du die Stimmplatte immer wieder ein und aus oder wie gehst Du vor?

    So. Ski schon gewachst ? Skilaufen und Akkorden passt gut zusammen ,finde ich.

    Hier bei uns im Schwarzwald schneit es z.Z.
     
  16. hannosch

    hannosch Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.07   #16
    tut er nicht! zumindest nicht der normale Weißleim (z.B. Ponal und Abarten), wenn die kleinste dynamische Beanspruchung auftritt, geht das ab, ganz übel sind Scherbeanspruchungen.
    In diesem Fall ist Holzleim nicht besser "Mehlpappe".

    wenn der Filz dick genug und flexibel ist, dann wäre hier der Weißleim ok, sofern das auf Holz aufgeklebt wird - wenn der Filz eher dünn ist, dann ist die Gefahr groß, daß der Leim den Filz durchtränkt und hart macht.
     
  17. Ydufree

    Ydufree Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.07   #17
    Hallo hanosch,
    Holzleim ist nicht 'Mehlpappe'. Weissleim auf Dispersionsbasis klebt nicht nur Holz, Papier und Karton. Das geht durchaus auch um Leder auf Metall zu kleben. Es kommt immer auf die Beanspruchung drauf an. Die Ventilklappen sind so flexibel, dass die Klebstelle nicht sehr stark beansprucht wird.
    Das wichtigste für eine gute Verklebung ist eine absolut fettfreie, saubere Klebestelle! Sicher würde auch ein Nitrocellulosekleber wie Cementit oder Uhu halten.
    Nitrocellulosekleber wäre auch gut für den Filz. Wässerige Kleber durchnässen gerne den Filz und machen ihn hart! Auf jeden Fall den Leim auf das Holz auftragen und den Filz dann drauflegen.
    Gruss, Ydufree
     
  18. horschd

    horschd Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.07   #18
    Hallo Akkordeonfreunde ,

    hier kann man echt was lernen.
    Danke
     
  19. Heber

    Heber Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.07   #19
  20. horschd

    horschd Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.07   #20
    Hallo Heber,

    bitte entschuldige das Dich nicht erwähnt hatte.

    Der richtige Text muss lauten.

    Den Tip für das Buch habe ich von Heber ,im musiker-bord.
     
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