Wie nehmt ihr eure Musik auf? Workflow, Tools & Tipps

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Azar
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Ich wollte eigentlich eine weitere Demo von mir für Feedback hochladen, habe mich aber dagegen entschieden. Ich möchte erst noch mehr lernen, bevor ich wieder etwas zur Bewertung reinstelle.

Daher interessiert mich stattdessen:
Wie geht ihr an eure Musikaufnahmen heran?

Mit welchem Setup arbeitet ihr (DAW, Interface, Mikro etc.)?

Wie entwickelt ihr Melodien oder Arrangements?

Was ist euer typischer Workflow – von der Idee bis zum Mix?

Welches Genre ist euch am Liebsten ?

Und welche Tools, Tricks oder Tipps nutzt ihr besonders gern?


Ich bin gerade dabei, mich intensiver mit allem zu beschäftigen.
Derzeit nutze ich Ableton 12 (8-Spur-Version) und Native Instruments Komplete.
Hinzu noch Reaper aber eher weniger

LG:AmoriaSoundProduction
 
Eigentlich gehört die Frage ja ins Recording Forum.
Ich melde mal meinen Beitrag und bitte um Verschiebung dorthin. (Edit: Danke an die Moderation für's Verschieben aus dem Off-Topic Bereich hierher)
Wie geht ihr an eure Musikaufnahmen heran?
Kommt ganz darauf an. Welche Instrumente aufgenommen werden sollen, ob ich allein alles im Playbackverfahren aufnehme oder eine ganze Band im Live Setup (und wenn's im Proberaum ist).
Mit welchem Setup arbeitet ihr (DAW, Interface, Mikro etc.)?
Auch hier gibt es ein "kommt darauf an", aber eher von der Art der Produktion.

Ich arbeite gerne mit Reaper, weil es für mich logisch ist (und in der Home Version doch sehr erschwinglich). Ich brauche auch praktisch keine Plugins und verwende seltenst MIDI Instrumente.

Als Interface nehme ich mein Bandpult Behringer XR18, denn das ist schon da und taugt sehr gut dafür.
Ganz ehrlich, selbst mit solchem "Butter und Brot" Equipment hat man eine Ausstattung, die von der Performance besser ist als manches Studio in den 1970er Jahren zur Verfügung hatte - und da haben die auch schon Hits produziert.
Wenn mir bei einer meiner Aufnahmen etwas nicht gefällt, dann liegt es nicht am Equipment, sondern an meiner Performance an Instrument oder Gesang.

Bei den Mikrofonen wähle ich auch nach Anwendung aus. Das sind mit Ausnahme eines Großmebranmikrofons (Lewitt LCT440 Pure) eigenlich alles Mikrofone, die ich für Live nutze. Und auch da nehme ich manchmal sogar lieber das Sennheiser e945 für meinen Gesang, weil es in manchen Setups meine Stimme besser rausbringt als das Großmembranmikro. Das hat natürlich auch seine Berechtigung, vor allem bei leisen intimen Songs.

Bei Bandaufnahmen wird alles auf einmal auf verschiedene Spuren aufgenommen, wobei ich darauf achte, möglichst wenig Bleed (also ander Signale als die vom Zielobjekt) auf den Spuren zu haben. Dann kann man gezielter abmischen.

Bei Aufnahmen nacheinander im Playbackverfahren nehme ich oft eine Rohspur auf, damit ich eine Orientierung im Stück habe, wenn ich Einzelinstrumente einspiele. Das ist dann mit Klick Track in der Regel Gesang und Gitarre je auf einer eigenen Spur. Die tauchen aber im Endmix nicht mehr auf.
Wenn dann z.B. Bass und Drums/Percussion drauf sind, werden die Gitarrenspur und die Gesangsspur einzeln nochmals richtig aufgenommen.

Wie entwickelt ihr Melodien oder Arrangements?
Sehr unterschiedlich. Meist sind es Cover Songs, und da höre ich gerne mal auch außer den Originalen z.B. Covers von kleinen Bands und schaue mal nach Ideen. Das inspiriert mich dann häufig für mein eigenes Arrangement.

Manchmal habe ich schon Ideen und speile das in der Reihenfolge ein, aber es kann auch sein, dass ich mit einem Teilmix noch experimentiere.

Je mehr Instrumente / Klangquellen im Spiel sind, desto wichtiger ist das Arrangement. Sonst kann es sein, dass durch ein Zuviel eine Aufnahme eher schlechter wird als besser. Daher halte ich es meist eher minimalistisch.
 
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Dazu würde ich gerne den Workflow beschreiben, den wir mit unserer Band zur Aufnahme unserer EP letztes Jahr und auch aktuell zur Aufnahme unseres Albums momentan haben.

Wir spielen Heavy/Speed/Thrash Metal.

Melodien und Arrangements passieren eher "oldschool", unsere Gitarristen/Sänger saugen sich Riffs aus den Fingern, dazu eine grobe oder oft auch schon fast fertige Songstruktur. Dazu dann oft eine Gesangsmelodie und oft auch schon Lyrics. Ich als Schlagzeuger steige da nicht so hinter, dafür fehlt mir die nötige Kreativität. Mein Anteil am Songwriting beschränkt sich meist darauf, an den Arrangements noch etwas mit rumzudoktorn, hier mal noch eine Bridge mit rein oder da noch ein Break, damit der Übergang geschmeidiger wird. Vielleicht "summe" ich auch mal ein Riff vor, das dann evtl. mal in einen Song mit eingebaut wird, aber vom eigentlichen Songwriting bin ich in der Regel eher weiter weg. Meine Drumparts zu den quasi fertigen Songs überlege ich mir aber im Grunde alleine, mit dem gelegentlichen Input der anderen.

Irgendwann sind die Songs dann "fertig", jedem ist klar, was wo gespielt werden soll usw.

Aufnahmen machen wir aktuell so, dass es zu jedem Song am Ende dann ein ausgearbeitetes Guitar Pro File mit Gitarren/Bass als Vorlage gibt und das kommt dann als Scratch Track in die DAW. Hier benutzen wir Reaper.

Dann setze ich mich in den Proberaum an mein mikrofoniertes Schlagzeug (was mich jedes mal wieder ordentlich Zeit und Mühe kostet, wenn ich mein Schlagzeug zwischendurch mal für einen Gig abgebaut habe) und unser X32, stöpsle da mein Laptop mit der Reaper Session an und spiele mehrere Takes von dem Song am Stück ein. Je nachdem, wie gut der Song sitzt, sind das in der Regel zwischen 5-10 Takes, die ich dann habe. Von der Mikrofonierung ein relativ übliches Setup: 2x OH (Glyn Johns gefällt mir hier persönlich am besten), Kick-in/Kick-Out, Close-Mics an der Snare (Top/Bottom) und den Toms, ein "Wurst"-Mic nach Moses Schneider, sowie 1-3 Raummikros (über welche tatsächlich ein nicht unerheblicher Teil des Drumsounds, besonders der Snare, kommt).

Am nächsten Tag höre ich mir die Schlagzeugaufnahme dann mit frischen Ohren an und mache schon mal einen Grobmix, damit ich weiß, in welche Richtung der Sound gehen soll. In der Phase sind mir schon 1-2x Dinge aufgefallen, die mich gezwungen haben, den Song nochmal komplett neu einzutrommeln. Meistens sowas wie dass die Snare etwas zu hoch gestimmt war für das Feeling des Songs, oder dass sie doch etwas mehr oder weniger Dämpfung vertragen hätte können. Dann geht's nochmal zurück in den Proberaum mit den Änderungen.

Dann setze ich mich hin und mache schon mal einen Mix, der ziemlich "final" dem fertigen Drumsound, wie ich ihn mir wünsche, entspricht. Wenn ich dann den Mix der Drumspuren fertig habe, schicke ich das Reaper-Projekt an unseren Rhythmusgitarristen/Sänger weiter. Der holt zu Hause dann seine Frau dazu, die bei uns Bass spielt, damit sie ihre Bassspuren einspielt, danach spielt er ein paar Gitarrenspuren sowie den Gesang ein. Alles über ein Interface mit diversen Ampsims in Reaper.

Dazu gesellt sich dann später unser Leadgitarrist, der dann auch seine Gitarrenspuren und Solos einspielt.

Den weiteren Mix übernimmt im großen und ganzen dann unser Rhythmusgitarrist/Sänger, wobei ich trotzdem die Hand über meinen Drummix halte, wir tauschen uns und die Reaper-Session dazu regelmäßig aus und setzen uns dann nochmal final vor Ort zusammen, um dem Mix gemeinsam den "letzten Schliff" zu geben.

Aktuell mastern wir auch noch selber und fuchsen uns da immer weiter rein. Wenn der ganze Kram dann durch ist, ja dann ist der Song "fertig", so dass wir ihn dann auch irgendwann veröffentlichen können. Diesen weiteren Rattenschwanz, was Veröffentlichung und Marketing angeht, spare ich mir hier aber mal, da wir nur eine kleine Hobbyband sind, die das nebenbei zum Spaß macht. Nur so viel sei gesagt: das ist gefühlt locker noch mehr Arbeit, als die Aufnahmen und das Mixen der Songs selbst.
 
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Ich habe vor einiger Zeit mal einen Workshop geschrieben zur Produktion meines Songs Memento mori:


Inzwischen hat sich meine Arbeitsweise durch neue PlugIns, Soft- und Hardware etc. etwas verändert. Aber vielleicht kannst Du Dir trotzdem das eine oder andere raus ziehen.
 
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Ich habe einen Mac mit Logic X Pro.

Dazu habe ich ein selbstgemachtes Template für einen typischen Rock/Blues/Metal Song in dem schon Spuren für die typischen Instrumente sind, die ich nutze
(Gesangsspuren, Gitarrenspuren, eine Bassspur, Klavier, Organ, Keyboard, Schlagzeugspur bereit für Midi, sowie ein Sessionplayer Drummer um erstmal schnell zu starten). Das ganze hat schon Regionen für die jeweiligen Songteile. Die sind natürlich nicht in Stein gemeißelt und je nach Song wird die Länge angepasst oder es wird etwas geändert. Aber es ist schon ein guter Start. Alle Spuren haben auch schon die notwendigen Plug-ins (EQ, Hall, Delay, Kompressor, etc.). Ich muss also keine Zeit dafür verschwenden in Logic rumzufummeln. Vor allem weil meine Einstellungen zu 98% immer gleich sind und ich sie nicht jedes mal aufs Neue machen will. Bei mir ist auch alles farbkodiert.
Screenshot 2025-07-15 at 18.44.31.pngScreenshot 2025-07-15 at 18.44.25.png

Direkt vor mir ist ein Master Keyboard. Neben mir ist ein E-Piano. Hinter mir hängen meine Gitarren (auch eine akustische) und ein Bass. Ich habe neben mir auch Ablagemöglichkeiten für die Gitarren, die ich dann gerade nutze, weil das bequemer ist als sie jedes mal wieder an die Wand zu hängen.

Auf dem Schreibtisch steht ein Quad Cortex mit einem angeschlossenem Mikrofon. Kopfhörer und Monitorboxen sind auch immer bereit.

Ich muss also nur ein Instrument in die Hand nehmen und in Logic auf Record drücken und kann sofort Ideen einfangen.

Ich bin inzwischen sehr schnell und gut beim aufnehmen meiner Ideen. Der Grund dafür ist:
  1. always on / always available Strategie – ich muss nichts vorbereiten. Es ist immer verfügbar und sofort einsatzbereit.
  2. Ich versuche die Anzahl an Entscheidungen, die ich zu treffen habe, möglichst weit zu reduzieren! Deswegen schon die vorbereitete Songstruktur. Ich spiele auch nie mit irgendwelchen Settings am Modeler oder Keyboard Sounds (da könnte ich mich stundenlang verlieren).
  3. ich bin diszipliniert und verliere mich nicht in Details, die am Anfang irrelevant sind. Ich fange immer mit dem Groben an und gehe erst später und nach und nach ins Detail. Ich denke nämlich immer an den Song.
  4. mein Ablauf sieht in etwa so aus:
    1. es fängt mit einer Idee an. Das kann eine Gesangsmelodie sein, das kann ein Riff sein, oder eine interessante Textpassage. Das nehme ich auf und versuche es auch schon so früh wie möglich innerhalb der Struktur zu positionieren um zu verstehen was mir noch fehlt.
    2. Erst wenn ich eine komplette Idee habe, also eine Strophe und den Refrain, sehe ich es als etwas, das Potential hat. Wenn ich das nicht habe und mir auch nichts einfällt, speichere ich die Idee unter "Riffs" oder "Melodies" ab und verschwende erstmal keine Zeit mehr dafür. Ich habe dafür eine Dateistruktur für meine Logic files. Wobei das eigentlich ein Datengrab ist, weil ich selten alte Riffs durchgehe.
      Screenshot 2025-07-15 at 18.15.50.png
    3. Habe ich Material für eine Strophe und einen Chorus, schicke ich das evtl. schon an meinen Gesangslehrer, an meinen Gitarrenlehrer, an die Band (wenn es für die Band gedacht ist) oder zeige es einfach jemandem um erste Reaktionen zu beobachten. Ich höre es mir auch öfters im Auto an oder bei einem Spaziergang. Da kommen mir dann weitere Ideen für den Text, etc.
    4. Wenn es nicht für die Band ist, dann mache ich auch erstmal viel copy&paste. Vieles ist noch ein Loop, Gesang kann sich zig mal wiederholen, bzw. ich singe das gleiche mehrmals hintereinander, etc. Ich verwende in dieser Phase noch den session drummer in Logic (ausser ich habe schon eine klare Vorstellung wie das Schlagzeug zum Riff sein muss).
      Ist es für die Band, mache ich erstmal kein Arrangement, weil das ja dann in der Band geschehen sollte damit jeder an der Songentstehung beteiligt ist.
    5. Dann widme ich mich langsam den Details, die ich abwechselnd angehe. Also Text schreiben, Drums programmieren (und Session drummer löschen), die einzelnen Passagen besser aufnehmen, an Übergängen arbeiten, ein Solo aufnehmen. Es kommen neue Gitarrenspuren rein, Vocal layer entstehen, ich gruppiere dann Instrumente, ich füge vielleicht Streicher oder neue Keyboard Sounds ein, etc.
      Dabei fängt alles immer irgendwie grob an und wird Schritt für Schritt besser. Aber all das baut schon auf einer Songidee auf und nicht nur an einem Riff oder einem Soundteppich, der vielleicht für sich genommen gut klingt aber eben kein Song ist.
 
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Ich vermeide lange Intros..
 
Ich verwende Reaper und ein PreSonus DAW (ist recht preiswert aber gut genug für mich)

komme damit gut zurecht.

Ich habe ein Mikro und eine Gitarre angesteckt und spiele das Lied ein. Meistens probiere ich mich noch an zweiten Stimmen oder einem zweiten Gitarreninput. Ab und an probiere ich es auch mit einem Bass.

Mein Genre ist Bavindie (Bavarian Indie) Da fühle ich mich wohl. Meist wird es was punkrockiges im Mundartstil. Aber auch gerne Grunge oder Metal, je nach Lied und Laune. Die Texte sind meist humorvoll und zum Mitsingen geeignet.


Melodienentwicklung steht schon bevor ich ein Lied aufnehme. Ich spiele meist random Akkorde auf der Gitarre, solange bis sie eine schöne Melodie ergeben. Dann bauch ich mir langsam ein Thema auf. Manchmal kriegt eine Melodie auch gleich einen Refrain, wenn mich die Lust packt und es gleich stimmig ist. Bei diesen Refrains kann man immer sofort mitsingen, da diese dann recht simpel sind.

Wenn das Lied fertig geschrieben ist, dann nehme ich eine Rohversion auf. Die höre ich mir dann meist 5-10x an und entwickle so Ideen wie man eine zweite Stimme oder ein zweites Instrument einfügen kann, damit es stimmig klingt und das Lied aufwertet.

Alles in allem ist es aber nur probieren. Je länger du rumspielst, desto besser kommst du rein und entwickelst Ideen.
 
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ich fange in der regel mit den drums an. irgendein pattern, daß ich cool finde.....passende BPM ausgewählt.
FL studio gestartet und die drums aufgenommen.
dann gitarrenriffs und bass.
am ende gesang, falls es ein song ist.
und am schluß mixing.

View: https://soundcloud.com/ausgangssperre/world-down
 
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Ich arbeite jetzt seit >15 Jahren mit REAPER (vorher Cubase) und BFD als Drummer.
Gitarren und Bass als echte Instrumente über Amps mit Mikros, aber auch VSTI Synths und Sampler für meine Elektronik-Musik.
Meine akustischen Instrumente wie Westerngitarre, Dobro, Ukulele und Percussion nehme ich alle mit Mikros ab.

Ich benutze seit 25 Jahren keine Outboard-Effekte mehr sondern nur noch Plugins 'in the box'.

Meine Ideen entstehen häufig mit einem Ditto X4 Looper und verschiedenen Tretminen, die ich dann in die DAW importiere und weiter bearbeite bzw als guidetrack mit neuen Spuren ergänze bzw ersetze.
Ich verzichte soweit möglich auf den Einsatz von Kophörern und arbeite soweit möglich mit meinen Monitorboxen.

Wenn ich dann mal einen Song fertig mache, master ich den in Izotope RX.
 
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Ist bei mir ähnlich wie bei harrymudd, Mac mit Audiointerface (+ Monitore und/oder Kopfhörer) und Kemper, Reaper als DAW, EZdrummer 2 und andere als VSTi. Zudem noch ein Keyboard und fertig ist das ganze. Das einzige was "stört", daß der Kemper ewig zum hochfahren braucht, reicht aber locker für meine Ansprüche aus (merkt am Ende eh keiner, womit aufgenommen wurde).
Hab aber zusätzlich noch einen Fireball 25 mit Box hier für's Gefühl.
 
keine ahnung ob von interesse, aber hier etwas gear:

Gibson Gitarren + Gretsch Bariton
Marshall JVM 410h
1960 AV + BV
Pedalboard
Übertragung des Sounds in Stereo über Custom Made Impuls Response Pedale (die beiden Pedale oben links)

Bass:
Epi Thunderbird IV
Pedalboard mit B7K, SpectraComp, BOD400, Ampeg PF800 + 412 BV box mit V30 bestückt + 115 Ampeg Box

Drums:
Mapex Mars Pro
Evans Hydraulik Felle
AKG Session Set Mikros
Grenzflächen Mikro für die Kickdrum

Mischpult:
QSC Touchmix 30

DAW: FL Studio 24

Gesang:
Neumann KMS105
Neumann TLM 102
Lexicon MX400
 
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Mit welchem Setup arbeitet ihr (DAW, Interface, Mikro etc.)?
Ich arbeite mit Cubase Pro. Mein Audiointerface ist ein Steinberg UR44C.
Mikrofone: Avantone CV-12 (Röhrenmikro), Audix OM7 (Dynamisches Mikro), Neumann TLM 102 (Kondensatormikro) und noch ein Bändchenmikro und noch ein dynamisches von Beyerdynamic.
Wie entwickelt ihr Melodien oder Arrangements?
Ich suche mir meist ein paar Akkordfolgen auf der Gitarre. Wenn mir dann etwas gefällt, nehme ich es in Cubase auf.
Was ist euer typischer Workflow – von der Idee bis zum Mix?
Dazu suche ich in Cubase mit dem Metronom die richtige Geschwindigkeit (Bpm). Jetzt baue ich ein paar Drums ein, da ich mit dem 1234 vom Metronom kein Gefühl beim Einspielen der Gitarre habe.
Ich spiele also, einfach um das Thema nicht zu vergessen, die Strophe und den Refrain mit der Gitarre ein. Wenn mir das dann immer noch gefällt, mache ich einen Schnitt zwischen Strophe und Refrain und baue mir dann mit Copy&Paste eine Struktur des Songs auf. Also zB. 2x Strophe, 1x Refrain, 1x Str. 2x Refr. Solopart und/oder wenn ich habe, einen Zwischenteil usw.
Später wird dann die Gitarre nochmal komplett durchgespielt, wenn ich es schaffe. ;)
Dann kommt der Bass dazu, bearbeite die Drums, um den Refrain und die Strophe besser voneinander zu trennen. Überlege mir einen Anfang und das Ende und welche Instrumente ich noch einbauen will.
Zum Schluss kommt der Gesang.
So arbeite ich für Pop, Punk, Rock oder auch Country-Songs.
Wenn ich etwas ganz anderes mache, wie z.B. das Intro und Outro für mein Country und Western Album, lasse ich mich von Sounds und Ideen einfach treiben. Aber das wäre jetzt schon fast eher was für dein Filmmusik-Thema!
Welches Genre ist euch am Liebsten ?
Kann ich nicht sagen, da gibt es zu viele Schubladen.
Und welche Tools, Tricks oder Tipps nutzt ihr besonders gern?
Keine Ahnung. Mal dieses, mal jenes.
LG Jörg
 
Bis zur fertigen Produktion, bekomme ich das zuhause nicht hin. Dafür fehlen mir u.a. tiefgreifendes Wissen in DAW's - P.S. ich bin nicht zu "blöd", mir fehlt schlicht die Zeit :) ...

Ein paar Infos kannst du dir aber hier in diesem Beitrag rausziehen. Von iPhone bis Mini-Produktion (die in diesem Umfang sicher auch zuhause nachzubauen ist) Woodway Studio Mini Session ...


Eine Projektidee entsteht in der Regel spontan und landet in den Sprachnotizen des iPhone. Im Arbeitszimmer (Helix, Mikros und Monitore - das reicht) kommt dann ein Teaser in Garageband (damit es leidlich in Time ist) und die Datei geht an die Jungs der Band, damit die für die nächste Probe schon mal Zeit haben, um sich damit vertraut zu machen.

Kommt es dann zur einer Aufnahme, haben wir die Möglichkeit im Proberaum auch einzelne Spuren aufzunehmen. (E-Drums, Vocals, Sax, E-Git, Bass). Zur Not ginge dies auch "Silent", damit die Spuren kein Übersprechen haben. Einstreuungen hätten wir jedoch primär bei den Vocals - und die nehmen wir meistens eh noch mal getrennt auf. Wichtig an der Stelle sind uns die Rhythmus-Gruppe und die Gitarre (in Einzelspuren).

Ist alles zusammengetragen, wandert das bei mir in Luna ...

Haben wir dann das Gefühl der Song wäre eine professionelle Aufnahme wert ... machen wir Urlaub im Woodway Studio ==> https://www.musiker-board.de/thread...auf-workflow-tools-tipps.761023/#post-9852065

In Summe ist die Band aber auf Live ausgerichtet ... und da sind wir immer wieder erstaunt, wie weit wir mit einem Stereo-Paar Mikrofone vor der Bühne kommen. Im Zweifel im Mix mit im Mixer aufgenommenen Spuren des Auftritts.

Um das etwas tiefer und mit Beispielen zu beschreiben, muss ich mir mal Zeit nehmen und schauen, was ich an Material finde, um das zu untermauern.

Gruß
Martin
 
Geht es um die Entwicklung eines Songs oder um das Recorden an sich?
Was das Recorden einer Band, ob Proberaum oder live angeht, ist man ja heute relativ easy dabei. Im Zeitalter der Digitalpulte, wo diese bereits ein Audio-Interface für Multitracking eingebaut haben, schließt du nur noch ein Laptop, PC, Macbook, etc. per USB an und hast einen Mutlitrack-Mitschnitt im Kasten, den du zu Hause dann in Ruhe aufbereiten kannst. Oft reicht auch eine SD-Karte, USB-Stick oder externe Festplatte für's Aufzeichnen, wobei mir das immer zu viel Aufwand ist, weil ich dann die einzelnen Spuren wieder in die DAW importieren muss. So nehme ich zu Hause mein Macbook, öffne das Projekt des Mitschnitts, setze die Start- und Endpunkte der Songs, bearbeite die einzelnen Spuren und gut. Ich habe diese Arbeitsweise von dem Gitarristen meiner vorigen Band übernommen, der sich einmalig für den Proberaum ein Template erstellt hat, das auf die Situation des Proberaums angepasst ist, wo sich ja üblicherweise nichts ändert. Da war dann bereits das EQing, Dynamics, Effekte schon fertig, lediglich nach der Probe hat er zu Hause die Anfangs- und Endpunkte der Somngs gesetzt, einen Mixdown als MP3 gestartet und für alle zum Download in die Cloud hochgeladen. Das war dann meistens am folgenden Tag verfügbar, je nachdem, wie er Zeit und Lust hatte, manchmal sogar schon am Morgen nach der Probe. So wurde grundsätzlich jede Probe mitgeschnitten.
Im Proberaum geht es bei uns lediglich um Mitschnitte, um Abläufe festzuhalten, vielleicht Feinheiten in Ruhe rauszuhören um dann ggf. Details der Songs anzupassen. Dort ist z.B. das Drumset nur in Sparversion abgenommen, BD, SN und ein oder zwei Overheads, Bassamp geht per DI in's Pult, Gitarren-Amp über Mikro, und zwar ohne dass sie noch über die Proberaum-PA verstärkt werden, Keyboard, Akustik-Gitarre und Vocals werden eh abgenommen weil sie verstärkt werden müssen. Live wird dann i.d.R. alles abgenommen, und man hat dann noch ein paar mehr Optionen für die Bearbeitung. Diese Vorgehensweise hatte auch den Vorteil, dass wir bei Livemitschnitten, wo wir auch Kameras für ein Video mitlaufen lassen haben, nicht nur Top-Sound durch den Multitrack-Mitschnitt hatten, sondern es auch die Option gab, dass man einzelne kleinere Patzer beim Live-Gig durch Schnippsel aus dem Proberaum austauschen konnten. Aud irgendeinem Mitschnitt gab es diese Stelle immer auch ohne Patzer ;)

Für unsere erste eigene 'Produktion' einer Demo CD, ein oder zwei Jahre, bevor wir auf Digital-Pulte umgestiegen sind, hatten wir lediglich ein 8-Spur Audio-Interface zur Verfügung. Da war der Workflow dann wie folgt:
  1. Ein Roughmitschnitt zum Klick (alle hatten Kopfhörer auf) - zwei Spuren für Drum, eine für Gitarre, eine für Bass, zwei für Keys (nicht stereo, sondern pro Key getrennt), eine für Vocals, um die einzelnen Instrumente getrennt im Kasten zu haben.
  2. Recording der einzelnen Instrumente, wenn nötig im Overdub, beginnend mit den Drums. Hierfür bekam der Drummer den Roughmix mit Klick ohne die Drums auf die Ohren und musste die Drums einspielen. Danach folgten alle anderen Instrumente und zum Schluss die Vocals. Das hatte den Vorteil, dass keine Übersprechungen auf den einzelnen Spuren waren. Beim Roughmix kam es da nicht so drauf an, der diente ja nur zur Orientierung
  3. Als alle Spuren im Kasten waren, kam die Bearbeitung in Ruhe zu Hause und zum Schluss ein Mastering, das man auch extern hätte vergeben können, wobei wir mit dem Ergebnis schon so zufrieden waren, dass wir uns das gespart hatten.
 
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Ich bin gerade dabei, mich intensiver mit allem zu beschäftigen.

Eine Beschreibung von "allem" bei mir kann ich Dir leider nicht liefern.
Deine Frage ist ja ein Rundumschlag von der Idee übers Komponieren, Arrangieren, Aufnehmen, Mixen ... und dann noch Tricks und Tips.
Jedes einzelne Thema wird hier im Forum über Jahre hinweg diskutiert und hätte vermutlich bei jedem User hier den Umfang eines Buchprojekts.
Es hängt ja außerdem auch extrem vom Genre ab ... Stoner wird man anders angehen als Komposition, Arrangement und Aufnehmen bei einem Kirchenchor ...

Vielleicht kannst Du etwas konkreter werden in Deiner Frage?
---
EDIT: Ich habe mir gerade in diesem Thread Deine kleine Komposition angehört und die Fragen angesehen.

Ich glaube, dass dir die oben gestellten sehr allgemeinen Fragen nicht so richtig weiterhelfen- falls der Thread so gemeint ist und nicht nur als Off-Topic-Austausch. Korrigiert mich gern, wenn Ihr das anders seht, aber wenn man alles alleine macht, sollte man erstmal die schwächsten Punkte in der ganzen Abfolge angehen, und das ist nach meinem Eindruck nicht die Software oder der Mix, sondern die in dem anderen verlinkten Thread angesprochenen Grundlagen.

Natürlich kann man sich von den Experten was abgucken, keine Frage. Aber mir kommt das so vor, als wenn ich bei Florian Lipowitz anfrage, was er so für Energieriegel isst, welche Strecken er fährt und welche Bremsen er benutzt. ;) 🚲

Zum Beispiel: Was andere für ein Setup benutzen, spielt für Dich eine untergeordnete Rolle. Sinnvoller wäre es, zu beschreiben was Du machen willst und um Hinweise zu bitten, wie Du Dein Setup einrichten sollst.

Wünsche trotzdem viel Erfolg
 
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Über die Jahre hat sich mein Vorgehen leicht geändert. Früher war ich mit Cubase unterwegs. Später dann mit Cakewalk und Audacity und seit einem Jahr mit MacBook Air (13", M3, 2024), Flow 8 und LogicPro. Für schnelle Ideen und Soundbeispiele nehme ich weiterhin Audacity, aber ansonsten arbeite ich mich immer tiefer in LogicPro ein und bin über dessen Möglichkeiten bei relativ niederem Preis echt erstaunt!

Wie gehe ich vor?​

Meist entsteht die Idee mit Gitarre und Gesang.
Wenn ich weiß, wie der Song geht und ich ihn spielen und singen kann, nehme ich als erstes eine Gitarre mit den Akkorden zum Klick auf. Dann den Gesang. Dann oft eine weitere Gitarre, oder die Geige. Dann den E-Bass, dann das Cajon, oder seit neuestem ein passendes Schlagzeug (Session Player SI). Dann Zweit- und Drittstimme und weitere Melodien/Soli.
Natürlich kann sich das Vorgehen auch von Song zu Song in der Reihenfolge wandeln.
Dann kommen die Effekte auf die Spuren und die Lautstärkeeinstellungen. Am Ende noch bissl Mastering-Effekte und fertig ist der Song.
Meist wird er nicht perfekt ausgearbeitet, damit er "lebendig" bleibt.
Ein Beispiel wäre hier beschrieben und auch anzuhören:

GeiGits Beitrag im Thema 'Sing Your #beyerdynamic In-Ear-Song'

Wenn jemand genaueres wissen will, einfach fragen.
 
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