Wie nehmt ihr Gitarrenamp im Studio für recording ab?

von blues62, 12.03.06.

  1. blues62

    blues62 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.06   #1
    Hallo,
    nachtes wochenende fangen wir im Studio mit recording für unsere CD an:great:
    ...klar arbeiten wir auch mit einem profi zusammen, aber ich möchte mich halt schon ein bischen umschauen und erfahrungen von anderen musikern sammeln...:rolleyes:
    Konkret meine Frage; wie nehmt ihr im Studio das signal das aus dem Gitarrenamp kommt auf?
    -welches micro
    -wie ist dass mit den effekten; soll ich den sound der mir gefällt einstellen? ich habe gehört dazumal bei unser demo-aufnahme dass es besser ist clean aufzunehmen und die effekte in einem zweiten moment eizubauen, aber mit diesem resultat war ich nicht sehr zufrieden...
    - weitere tipps?

    Besten Dank für die Hilfe:)
     
  2. Hein

    Hein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.06   #2
    Versuch doch einfach beides!

    Per DI-Box, die "vor" den Effektgeräten geschaltet ist, auf eine Spur das cleane Signal aufnehmen und gleichzeitig per Mic (bei uns Sennheiser e906) den Sound, den Du bevorzugst auf 'ne andere Spur.

    Dann kannst Du direkt vergleichen und wählst Dir das aus, was Dir besser gefällt.

    Im Studio sollte das problemlos möglich sein.

    Bei der Microwahl würde ich mich auf den "Tonmeister" verlassen, er dürfte sich am Besten mit seinem Zeugs auskennen.

    ...es sei denn, Du hast selber SEHR gute, studiotaugliche Mics.

    Auch hier gilt: AUSPROBIEREN! ...wenn verschiedene Mics zur Verfügung stehen.
     
  3. blues62

    blues62 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.06   #3
    Besten Dank für den Tipp!
     
  4. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.03.06   #4
    Das mit den Effekten "erst nachher" ist prinzipiell richtig. Bei Gitarren allerdings sieht das ein bißchen anders aus: Es gibt eben Effekte, die schon zum Gitarrensound und damit "zum Instrument" gehören. Insbesondere, wenn sich das Spielgefühl erst mit dem Effekt ergibt oder man den als Gitarrist gar noch "bedienen" muss (Wah Wah z.B.).

    Andere - wie z.B. viel Hall o.ä. - kann und sollte man eher nachher drauftun, denn man verschätzt sich schnell und einen Effekt, der erstmal drauf ist, kriegt man hinterher nicht mehr runter.

    Dann wieder gibt es "Effekte", die zwar live sehr praktisch sind, beim Recording aber stören (bzw. die man im Studio mit viel besseren Möglichkeiten ersetzen kann): Dazu zählt z.B. ein Noisegate an der Gitarre.

    Fazit: Die Effekte, auf die man beim Einspielen nicht oder nur mit Mühe verzichten kann, dürfen mit auf die Spur. Allerdings lieber etwas sparsamer als zuviel. Am besten auch zwei oder mehr Takes mit unterschiedlichen Einstellungen spielen und wenn die Möglichkeit besteht, das cleane Signal zusätzlich per DI-Box abgreifen.
    Alles andere (allen voran Hall) lieber erst beim Mix drauf.
    Und am besten mit dem Mischer vor Ort absprechen, der kennt sein Equipment und seine bevorzugte Arbeitsweise am besten.

    Jens
     
  5. blues62

    blues62 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.06   #5
    Besten Dank @Jens
    wie siehst Du das mit Overdrive TS-9? und delay?
    nach deiner erklärung dann eher TS-9 Ja da das ein eigenartiger sound ist und delay eher in einem zweiten moment durch mixer. Bin ich da richtig?
    Gruss
     
  6. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.03.06   #6
    Solche Effekte wie Overdrive etc. gehören auf jeden Fall mit zum Gitarrensound.
    Bei Delay kommt es so ein bißchen drauf an: Ein Tap-Delay wie bei Heros del Silencio z.B. würde man wohl auch schon mit einspielen können (oder auch nicht), ein kurzes Delay wie bei Rockabilly-Sachen auch auf jeden Fall schon mit rein, ein langes "Echo" ist eher ein Effekt, das dem Mixing vorbehalten bleibt.

    Kommt immer drauf an, wie sehr der Gitarrist "mit" dem Effekt spielt, wie sehr er also damit interagiert, wieviel Feedback er braucht... Ganz klar ist das bei der Frage nach Verzerrung usw. - die cleane Gitarre spielt sich einfach anders. Bei allem, was hinterher ausschließlich "Zierrat" ist, kann und sollte man soweit wie möglich drauf verzichten.
    U.a. auch deshalb, weil z.B. ein Hall aus dem Gitarrenverstärker ganz anders (und meist schlechter) klingt als ein Hall, der erst nach dem Amp draufgelegt wird.

    Sprich das am besten wirklich mit dem Ausführenden ab und ansonsten nimm als Faustregel: alles weglassen, was du zum Einspielen nicht wirklich brauchst. Du musst dich mit dem Sound wohlfühlen, aber es muss noch nicht so klingen, wie es später mal klingen soll.

    Jens
     
  7. Metus

    Metus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.06   #7
    ich denke generell kann man sagen einfach den Reverb und Delay auf keinen fall mit drauf.
    mavhst du das Delay am PC kannst du es von der geschwindigkeit her mit dem Song synchronisieren.
    Wenn du jetzt Effekte hast, die man am PC nicht oder nur schlecht simulieren kannst, dann kommen die halt mit auf die aufnahme drauf, so finde ich auch Verzerrer, denn ich will ja den Verzerrer Sound haben, den ich Live auch hab.
     
  8. Puncher

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    Erstellt: 13.03.06   #8
    Bei Gitarren hast du ja auch den Sound von Verstärker und Boxen. Das lässt sich zwar im Nachhinein auch hinzufügen (per Simulation), aber wenn du entsprechenden Sound hast und den magst/willst, lohnt es sich durchaus das abzunehmen per Mikro.
     
  9. *JEAN*

    *JEAN* Don Jean Guitars

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    Erstellt: 14.03.06   #9
    bei delay sachen lass ich das meist gelich bei der aufnahme das monitoring an und dann eins (delay) von z.b. cubase.. so kann der gitarist auch mit dem delay spielen und man nimmt nur das "trockene" signal auf!
     
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