Wie setzt man dieses Intro Live um? Sequenzer? ARP?

von Dr.Pepper, 09.10.16.

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Casio
  1. Dr.Pepper

    Dr.Pepper Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.16   #1
    Hallo !
    wollte eigentl. nur mal wissen ob es ein Fachbegriff dafür gibt ; das Intro was man im Video 0:00 bis 0:40 hört ; ist das ein sample / loop ? Man könnte es theoretisch 50 Sekunden selbst spielen , was ich im Video aber nicht glaube ! ?
    Wie haben die das gemacht , mit einem Sequenzer etwa ?

    Gruss :coffee:


     
  2. Ben zen Berg

    Ben zen Berg Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.16   #2
    Das hört sich nach Apreggios via FM-Oszillatoren an -> Synthesizer. Wahrscheinlich live auf dem Keyboard gespielt, da es sehr einfach zu spielen ist.
     
  3. egoldstein

    egoldstein HCA Synthesizer HCA

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    Erstellt: 09.10.16   #3
    FM-Synthesizer und Arpeggiatoren waren 1971 (Studio-Version) und selbst 1977 (Live-Version im Video) noch nicht wirklich weit verbreitet. Der Intro-Sound von Baba O'Riley ist recht berühmt und stammt von einer Lowrey Berkshire Deluxe TBO-1:

    Hier hat das jemand mal mit einem ähnlichen Modell nachgebaut.

    Die TBO-1 wurde nebenbei auch im Intro zu "Won't Get Fooled Again" verwendet, da allerdings in Verbindung mit dem Filter eines EMS VCS 3.

    In dem Video konnte ich keine Orgel erkennen, die Haupt-Bandmitglieder scheinen auch mit anderen Instrumenten beschäftigt zu sein. Theoretisch wäre es natürlich denkbar, dass außerhalb des Sichtfelds noch ein Organist sitzt, aber für den Live-Einsatz sind derart sperrige Heim-Orgeln eigentlich auch eher unbeliebt gewesen. Daher würde ich fast tippen, dass der Sound im Vorfeld aufgenommen und dann von einem Tonband abgespielt wurde. Auch wenn das damals noch deutlich riskanter und aufwendiger war als heutzutage.
     
  4. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.16   #4
    im 'Making Of' wird erwähnt, dass solche Parts vom Band eingespielt wurden... und der Bediener desselben jedesmal Blut und Wasser geschwitzt hat, ob das Ding auch funktioniert, wenn er den Knopf drückt... :D

    cheers, Tom
     
  5. Ben zen Berg

    Ben zen Berg Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.16   #5
    Oops ja, das wurde ja vor 45 Jahren aufgenommen. Wie würde man es den heute machen?
     
  6. Dr.Pepper

    Dr.Pepper Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.16   #6
    Ok ...danke für die Infos @ all ! :great:
     
  7. egoldstein

    egoldstein HCA Synthesizer HCA

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    Erstellt: 10.10.16   #7
    Der Synth-Sound an sich ist nicht so kompliziert und lässt sich mit den meisten subtraktiven Synths einigermaßen nachstellen. Hier gibt es beispielsweise ein Tutorial für den Sound mit Arturias Mini V. Da kann man noch feinjustieren, aber die grobe Richtung stimmt schon mal.

    Wichtiger ist eher die Noten-Abfolge mit den teils etwas unterschiedlichen Wiederholungen. Händisch würde ich das ohnehin nicht spielen, Arpeggiatoren sind meist nicht komplex genug und selbst mit reinen Hardware-Sequencern könnte das recht mühselig werden. Ich würde da eher ein Midi-File besorgen oder hier raushören und selbst bauen.
    Die Midi-Datei lässt man dann die Klangerzeugung eines Hardware/Software-Synth ansteuern. Entweder, indem man die Midi-Datei auf einem Laptop abspielt (beispielsweise mit Ableton Live, wo man auch gleich einen Software-Synth laden kann) oder über eine Workstation mit .midi-Import-Funktion (die meist auch eine subtraktive Synthese-Engine an Bord hat).
    Man kann natürlich auch Laptop/Ableton Live nur die Noten abspielen lassen und die Klangerzeugung eines weiteren Synths über ein MIDI-Interface bzw. MIDI-Kabel nutzen.

    Alternativ kann man das natürlich auch einfach auf obige Weise eine Audio-Datei erzeugen und diese dann live als Playback abspielen, wieder über Laptop oder Workstation.
     
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  8. Tolayon

    Tolayon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.16   #8
    Man könnte die Sequenz bei deutlich reduziertem Tempo trotzdem manuell einspielen und anschließend mit einem Faktor von 90 bis 95 Prozent quantisieren (32stel Noten). Fürs Playback wird das Tempo des Sequenzers dann wieder auf den nötigen Wert hochgefahren.
     
  9. Martman

    Martman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.16   #9
    Idealerweise hätte man eine Kombination aus einem Sequencer, der stur die Quint-Oktav-Figur mit 50% Notenlänge spielt, und einem Monosynth, der dem Sequencer immer Priorität zugesteht. Das heißt, wenn man auf dem Monosynth per Hand eine Taste drückt, erklingt diese Note nur, wenn der Synth keine Note vom Sequencer kriegt, unabhängig davon, ob die händisch gespielte Note höher oder tiefer als die vom Sequencer ist oder vor oder nach der vom Sequencer ausgelösten Note gespielt wird.

    Alternative: Nord Modular, wegen des Aufwands wahrscheinlich eher ein G2. Man baut zum einen den Sound der Berkshire zweimal identisch nach. Dann nimmt man einen Sequencer, der die Grundton-Quint-Oktav-Figur spielt und die Tonhöhe steuert. Zusätzlich wird im Sechzehnteltakt die Verstärkerhüllkurve getriggert, die nicht mehr als Release hat. Bei der zweiten Instanz des Sounds wird die Tonhöhe mit der Tastatur gespielt, und ein Sequencer auf Zweiunddreißigstel-Rate gibt genau zwischen den Sechzehnteln ein Triggersignal an die Verstärkerhüllkurve dieser zweiten Instanz.

    Ich hatte auch schon darüber nachgedacht, wie man das mit einem multitimbralen Analogen oder VA mit mindestens einem transponierbaren Stepsequencer pro Part (Alesis Micron, Akai Miniak, Dave Smith Tetr4...) machen könnte. Das Problem war hier, einerseits beide Sequenzen ständig am Laufen zu haben, damit sie immer synchron sind (Einstarten im Sechzehntelraster geht meines Wissens nicht), andererseits aber zu verhindern, daß beide Sequenzen ständig hörbare Noten erzeugen.


    Martman
     
  10. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.10.16   #10
    Alles viel zu kompliziert gedacht. Alles, was man braucht, ist ein simpler Arpeggiator (oder LFO-Retrigger), der bei gehaltener Taste die 32stel durchspielt - und zwar polyphon und ohne starres Taktraster, sondern pro Taste unabhängig getriggert.

    Dann reduziert sich das spieltechnisch auf ein Minimum und kann durchaus live minutenlang ohne Anstrengung gespielt werden. Können sogar etliche Heimorgeln aus den 60/70ern - und tatsächlich wurde das Original auch auf einer solchen (Lowrey TBO) eingespielt.

    Im Video sieht man das ab ca. 1:30:



    PS:
    Kleine Korrektur: der "Arpeggiator" arbeitet doch etwas anders. Bestimmte Tastengruppen haben feste, aber von Taste zu Taste unterschiedliche "Phasen" im Notenraster. Lässt sich aber dennoch mit LFOs / Arps etc. ganz gut nachbauen...
     
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