Wie sollte die optimale Probe aussehen?

von 36 Tankian, 31.12.07.

  1. 36 Tankian

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    Erstellt: 31.12.07   #1
    Ich hoffe ich poste nix was schon dagewesen...

    Wie sollte eine optimale probe aussehen?
    Ich probe mit meiner Band, es sind auch schon Songs vorhanden, nur kommen wir irgendwie nie auf nen grünen Zweig. Und mein gitarrist hat jetzt ne 2. Band wo schon bereits nach 5 Proben 2 lieder stehen. Ich weiss nicht.

    Wie sehen eure proben aus? Wie sollte man es machen?
     
  2. Timmey_the_P

    Timmey_the_P Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.12.07   #2
    Das hängt meiner Meinung nach ganz stark von der Art der Band aus, also sowohl Repertoire als auch Persönlichkeiten der Musiker. Schreibt ihr eigene Songs oder covert ihr? Wenn eigene Songs, schreibt ihr alle zusammen im Proberaum, oder schreibt einer Material, dass er mit den anderen zusammen umsetzt? Wenn Coverband, ist jeder fähig sich seine Noten im Vorfeld selbst zu beschaffen/herauszuhören?

    Allgemein habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, wenn man halbwegs verbindliche Absprachen trifft, wie zum Beispiel "Von einer Probe auf die nächste sollte ein leichtes Coverstück so gut vorbereitet sein, dass man sich damit vor Publikum nicht blamieren würde", und zusätzlich arbeitet man einige Proben lang an einem Stück, dass zu komplex ist, als dass man es in einer Probe ausreichend gut hinbekommt, arbeitet.

    Hin und wieder wird es Zeiten geben, in denen man diese Ziele nicht zu 100% erreicht, aber sie sind ein Ansporn, und wenn man sich nicht daran hält, bekommt man ganz schnell ein schlechtes Gewissen den Bandkollegen gegenüber... das kann Beine machen! ;)

    Bei Bands, die gemeinsam kreativ sind, ist dieses System nur sehr bedingt anwendbar, und ich vermute hier gibt es auch kein entsprechendes "Patentrezept". Ideen müssen nun einmal gut sein und nicht aus Zeitgründen durchgepeitscht werden, komme was wolle. Das hat allerdings auch viel mit Selbstdisziplin zu tun, denn je zäher es vorangeht, desto mehr sinkt auch die Motivation zum produktiven Arbeiten. Diese Abwärtsspirale habe ich schon in mehreren Bands miterlebt, und sie kann eine Gruppe im Extremfall vollständig demotivieren und somit Grund für eine Auflösung sein. Das zu verhindern ist sicher auch vielfältig lösbar, beispielsweise durch eine Kreativpause oder einfach mal zum Songwriting mit nur sehr begrenztem Instrumentarium auf Zimmerlautstärke (Akustikgitarre, leiser Bass, ggf. Cajon o.ä. für den Drummer), was einen ganz anderen Kang und somit neue Ideen auf den Plan ruft.


    Hoffe meine Ausschweifungen und thematisch nicht allzu eng verwandten Aussagen helfen dir irgendwie weiter! :D
     
  3. BenChnobli

    BenChnobli Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 31.12.07   #3
    Ausserdem könntest du dir mal noch die beiden Threads durchlesen:
    - Band professionall aufziehen
    - Lieder einstudieren

    Dort und in anderen Threads hier in diesem Subforum sind zu deinem Thema mMn schon einige gute Infos zusammen getragen worden.

    Ausser den genannten Themen würde ich darauf achten, dass euer Proberaum unter dem Motto "gute Arbeitsvoraussetzungen schaffen" sich auch für die Art eignet, wie ihr arbeitet. Wenn ihr z.B. am besten arbeitet, indem ihr um einen grossen Tisch herumsitzt und die Köpfe zusammen steckt, dann sollte so ein Tisch da sein. Wenn ihr mit Computer arbeitet, dann sollte ein PC da sein, alte Mühle reicht schon. Persönlich finde ich eine Tischhupe wichtig; so ein kleines batteriebetriebenes Casio-Keyboardchen oder schlimmstenfalls sogar eine poplige Melodica, die man schnell in die Chill-Zone oder an einen Arbeitstisch oder sonstwohin mitnehmen kann, um sich rasch ein paar Harmonien vorzuspielen oder sonst ein musikalisches Problem zu lösen, ohne den sonstigen Arbeitsfluss zu unterbrechen.

    Dazu kommt eine minimale Ordnung, die nicht steril sein soll. Aber nichts killt die Kreativität mehr als wenn man mitten drin anfangen muss, irgendwas blödes zu suchen, einen Satz Batterien für irnxwas, ein Notenblatt, eine doofe Tintenpatrone, ein Plek, einen Kuli....:evil:

    Beobachtet einfach mal, wie ihr arbeitet und richtet eure Bude darauf aus. Alles soll da sein, was euch fördert und nichts, was euch behindert. Unnötiger Ballast raus und Kreativität rein :)

    Gruss und guten Rutsch
    Ben
     
  4. Michaluis

    Michaluis Registrierter Benutzer

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  5. 36 Tankian

    36 Tankian Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.12.07   #5
    dankesehr!
     
  6. Drummer1987

    Drummer1987 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.08   #6
  7. Starfox99

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    Erstellt: 17.01.08   #7
    da ich und ein paar freunde jetzt auch ne band aufziehen wollen, habe ich auch noch ein frage zu dem thema:

    da man ja nicht jeden tag probt, müssen ja die sachen zu hause eingeübt werden. bei gitarristen, bassisten und vokalisten ja kein problem. aber was soll der drummer machen (wenn er keine 2 drumsets hat)?
    beim drummer proben ist bei uns auf grund von lautstärke und "intolleranten" nachbarn nicht möglich :)
    aber wenn der jedes mal sein drumset herumtragen muss, wirds ihm wohl auch zu viel (kein auto, da alle noch keinen führerschein) und das taxi "papa/mama" hat auch nicht immer zeit.
     
  8. jox

    jox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.08   #8
    Wir haben das so gelöst, dass wir für den Proberaum ein zweites Schlagzeug gekauft haben. Ein gebrauchtes Millenium, das neu wahrscheinlich schon nur 250 gekostet hat, haben wir vom Vater unseres Gitarristen um 100,- bekommen (eigentlich eh eine Frechheit, aber ja :rolleyes: )
     
  9. Starfox99

    Starfox99 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.08   #9
    das wäre die perfekte lösung ja...
     
  10. BumTac

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    Erstellt: 22.01.08   #10
    Das ist ein immerwährendes Thema für uns Schlagwerker! Manche Gitarreros können einfach nicht nachvollziehen, daß wir ein prinzipielles Transportthema haben. Dazu ist es erheblich schwieriger, seine Drumparts ohne die Band einzuüben, wir sind ein Rythmusinstrument, kein Melodieinstrument.
    Natürlich kann man mit Playalongs oder zur CD spielen (wenn man covert!), das ist aber ein ganz anderes feeling - hat aber auch den Vorteil, timingmäßig auf den Punkt zu kommen!

    Ich selbst habe mein set im Proberaum stehen (ein ständiger Auf- und Abbau käme absolut nicht in Frage!!!), kann aber jederzeit dahin - wenn ich denn Zeit und Lust dazu habe.

    Es bleibt wohl nur der Griff in die Geldbörse - ein eDrum muß her!

    ...jaja, wir habens schon schwer! :o

    BumTac
     
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