Wie stimmt ihr euer (Streich-)Instrumente? Wie viel Hz?

von murmichel, 10.02.19.

  1. Stollenfiddler

    Stollenfiddler Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    03.06.12
    Zuletzt hier:
    19.09.19
    Beiträge:
    660
    Zustimmungen:
    746
    Kekse:
    13.266
    Erstellt: 06.03.19   #21
    Bis auf ein paar Exoten (sbip, Aquila) sind auch E-Geigen aus Holz. Die eigentliche Frage kann sicherlich @fiddle beantworten. Ich vermute, die Streuung ist vorhanden, aber geringer. Unbenommen bleibt, dass der Klang einer Geige (egal ob A- oder E-Geige) neben dem Bogen vor allem vom Spieler geprägt wird. Und bei der E-Geige ist die Signalaufbereitung (Equalizer, Effekte, Amp, Lautsprecher) noch prägender als das Instrument.

    "Klassiker" spielen technisch meistens auf einem deutlich höheren Level, können fließend vom Blatt spielen, beherrschen es dabei auch den Dirigenten im Auge zu halten, kämpfen um Nuancen im Ausdruck und haben grundsätzlich ein extremes Pensum an Übungsstunden hinter sich. Studierter Musiker im klassischen Genre kann man nur werden, wenn man mit sich sehr "streng" umgeht.

    Bei den "Pop-Geigern" sind Fähigkeiten gefragt, die bei den Klassikern keine große Rolle spielen: Improvisation, Entwickeln eigener Stimmen im Bandkontext, Bühnenpräsenz, Spielen nach Gehör, dieses auch im musikalischen Dialog - und das alles mit vergleichsweise einfacher Spieltechnik :-)

    Dann gibt es auch noch die "Jazz-Geiger", die sind oft technisch auf hohem Niveau, und bringen die Fähigkeiten von Klassik und Pop recht nah zusammen.

    Jedes der Genres benötigt unterschiedliche Fähigkeiten, es gibt zwar auf allen Seiten ein paar Leute, die (warum auch immer) auf die Anderen herabschauen, aber letztlich sind wir alle irgendwie Musiker, jeder macht es mit Herz und so gut er kann.




    Anmerkung: Geigenspieler, du feuerst hier eine Frage nach der anderen ab. Ist ja fein, wenn diese Ecke vom Forum auflebt, aber du kannst hier auch viele Stunden in alten Diskussionen stöbern, da findest du nicht nur Antworten auf deine Fragen, sondern auch ganz viele Antworten auf Fragen, die dir sicherlich bald in den Sinn kommen werden.
     
    gefällt mir nicht mehr 3 Person(en) gefällt das
  2. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    11.04.04
    Zuletzt hier:
    18.09.19
    Beiträge:
    6.226
    Ort:
    Tranquility Base
    Zustimmungen:
    730
    Kekse:
    19.345
    Erstellt: 06.03.19   #22
    Jaja :p
     
  3. suamor

    suamor Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    13.09.06
    Zuletzt hier:
    2.09.19
    Beiträge:
    625
    Ort:
    Südwestdeutschland
    Zustimmungen:
    189
    Kekse:
    3.008
    Erstellt: 20.06.19   #23
    Ja, eine klare Antwort gibt es natürlich nicht. Spielst Du mit Klavier, meistens 442 Hz, im Orchester 443 (oder sogar höher, gefällt manchen Leuten, da "brillianter", da kommt dann immer meine Bratschenseele zum Vorschein ;) ) Und dann Orgeln.. 440 Hz zu bekommen ist schon Glückssache, genauso ofter kann dich aber eine Barockstimmung treffen oder sogar weniger.
    Da wir in der Regel ja mit einer Stimmung unterwegs sind, klingt das Instrument häufig in der anderen Stimmung nicht mehr so gut. Und ja, Bläser sind inflexibel, da kann ich mich schon an viele "Kämpfe" erinnern. Einmal konnte die Bläsergruppe nicht so tief wie das Klavier und wir Streicher waren irgendwo dazwischen... gruselig.
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  4. Amateurdiva

    Amateurdiva Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.06.13
    Zuletzt hier:
    19.09.19
    Beiträge:
    351
    Zustimmungen:
    135
    Kekse:
    1.371
    Erstellt: 23.06.19   #24
    Ganz pragmatisch: Zum Üben alleine gehe ich oft her und stimmte nach dem, was die E-Saite gerade anbietet. Diese ist aus Stahl und hält die Stimmung am stabilsten. Solange kein anderes Instrument mitspielt und der der Spieler nicht absolut hört, geht es nur darum, dass die Quinten rein sind. Diese Vorgehensweise setzt allerdings voraus, dass du ohne Stimmgerät nach offenen Quinten stimmen kannst.

    Kommt ein anderes Instrument dazu, muss man sich einigen. Im Trio mit meinem Kind und meiner Schwester haben wir schon - auch pragmatisch - nach dem a' des Cellokindes gestimmt, einfach weil wir Erwachsenen schneller und routinierter im Umstimmen sind. Wenn ein Klavier dazukommt, ist auch klar, nach wem gestimmt wird - Klavierstimmer sind selten zur Hand;)

    Bei einer Playback CD ist es - zumindest im Klassikbereich - üblich, dass vorher ein Stimmton angespielt wird.
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  5. cello und bass

    cello und bass Mod Streicher/HipHop Moderator

    Im Board seit:
    04.12.06
    Beiträge:
    10.182
    Ort:
    Sesshaft
    Zustimmungen:
    3.434
    Kekse:
    64.220
    Erstellt: 24.06.19   #25
    Da bin ich anderer Meinung, denn das Gehör gewöhnt sich an eine Stimmung. Ein sehr tiefes a über einen längeren zeitraum, und die 440 Hz klingen komisch...

    Wobei in deinem Fall das "Schülerinstrument" sicherlich (fast) wöchentlich auf 440 oder so gestimmt wird...
     
  6. Amateurdiva

    Amateurdiva Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.06.13
    Zuletzt hier:
    19.09.19
    Beiträge:
    351
    Zustimmungen:
    135
    Kekse:
    1.371
    Erstellt: 24.06.19   #26
    @cello und bass
    Unter 440 Hz geht es hier nicht, eher etwas drüber. Das Kinderinstrument wird wöchentlich auf ~ 442 Hz gestimmt.
     
Die Seite wird geladen...

mapping