wie trainiert ihr euer gehör?

von Fastel, 13.04.05.

  1. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.04.05   #1
    hi. ich will mir etwas mehr musikalisches gehör verschaffen, und da man sowas ja angeblich trainieren kann...
    also mein ziel ist es eine melodie zu hören und dann den passenden "bass-begleit-ton" dazu zu finden... also ich will da gerne eine gewisse intuition reinbringen.

    ich hab jetzt mal einfach E F G A C D als jeweils 2 sekunden lange mp3s aufgenommen. dann lasse ich alle in zufälliger wiedergabe und endlosschleife über den mediaplayer laufen. ich höre den ton und versuche ihn dann richtig nachzuspielen. jetzt die frage ob mich das überhaupt weiterbringen könnte. kann ich nach genug üben auf die art und weise später einen song hören und nach gehör feststellen "ah das ist C" ? :confused:

    ne anderen methode die ich versucht habe war das radio laufen zu lassen und dann immer zu versuchen passend dazu zu spielen... aber meist war es so dass ich dann das radio bzw den bass nicht mehr genug gehört habe um festzustellen dass ein ton wirklich unpassend war :o

    wie trainiert ihr euer gehör? bzw wie habt ihr als bass-grünschnäbel damit angefangen?
     
  2. herbieschnerbie

    herbieschnerbie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.05   #2
    Also ich finde die Idee mit dem Radio garnicht so schlecht... so, bzw so ähnlich mach ich das meistens selbst. Allerdings spiele ich dann Songs ab und zocke dazu.
    Du hörst dann das Radio nicht mehr? Machs lauter :great:
     
  3. Gringo

    Gringo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.05   #3
    mal unabhängig davon find ich es is wichtiger die intervalle im kopf zu haben weil die erste note kannste notfalls auch durch ausprobieren rauskriegen, aber wenn du die intervalle drin hast isses danach locker :)

    ich versuchs einfach immer damit die lines aus liedern rauszuhören, is manchmal ziemlich nervig wemmans eeewig nich schafft aber ich denk mit der zeit hat mans einfach drin, gewöhnungssache. (aber vllt is diese ausgefeilte trainingsmethode auch der grund warum ich immernoch so meine schwierigkeiten hab ;))
     
  4. Fastel

    Fastel Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.04.05   #4
    ich versteh nicht so ganz wie mir das "können" der intervalle helfen soll eine melodie passend begleiten zu können. im moment gehts mir nur darum den richtigen ton zu treffen ohne mich an tabs erinnern zu müssen ... für einfaches begleiten versteht sich
     
  5. Gringo

    Gringo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.05   #5
    :cool:
     
  6. Bleecker Street Boogie

    Bleecker Street Boogie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.05   #6
    Durch saufen und dabei Musikhören.

    Obwohl - Effekt gleich null.

    Nee, das Gehör trainiert man am besten am Klavier, so leid mir das tut, aber das muss ich auch als Bassist einfach mal anerkennen. Und dann tut man sich hinsetzen, nimmt sich eine Taste und spielt sie mehrmals. Dann singt man den Ton nach. Und so macht man das für meinetwegen fünf Minuten. Dann eine Minute Pause, zum Beispiel pinkeln gehen oder was zum trinken holen. Selbes Spiel nochmal, aber die Töne in einer anderen Reihenfolge spielen als vorhin.

    Dann eine Stufe schwerer - man spielt zwei Töne hintereinander und singt sie nach. Hoho, das auf Anhieb richtig zu machen und sie zu treffen ist leichter gesagt als getan. Und so spielt man ab Grundton aufwärts Sekunden, Terzen, Quarten, Quinten, Sexten, Septen, Oktaven, große Terzen, kleine Terzen, alles durch. Das macht man so um die zwanzig Minuten. Dann erneute Trinkpause. Die Pause, auch wenn sie nur kurz ist, ist wichtig und in der Zeit wird nicht an das Spielen und Singen gedacht.

    Und dann fängt man wieder an und spielt - jetzt kommt's - drei Töne hintereinander! Boooooaaaaah! Und singt sie nach.

    Usw.

    Die Reihenfolge der Töne ist egal. Hauptsache ist, dass man weiß was man da gerade spielt, und was für ein Intervall man gerade nachsingt. Und das Singen ist hierbei entscheidend - learning by doing, und außerdem lernt man das auch gleich praktisch. Macht man das einen Monat lang jeden Tag eine halbe Stunde wird man erstaunt sein, was man auf einmal alles hören kann.

    So und nicht anders funktioniert Gehörbildung. Irgendwann kann man das mit seinem eigenen Instrument machen. Aber das Klavier ist dabei das, meines Erachtens, Nonplusultra.

    Falls jemand nicht so recht weiß, wie ein Klavier funktioniert, in meinem Notenworkshop habe ich im Anhang ein wundervolles Beispielklavier aufgezeichnet und irgendwo im Text sind auch Intervalle drin.

    Klickst du misch hier, lan
     
  7. freaky_fnk

    freaky_fnk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.05   #7
    wenn man sich mehr auf intervalle konzentriert ist es einfacher basslines oder melodien rauszuhören, als wenn man ton für überlegt/sucht, das meinte gringo.


    @fastel
    ich hat mal son program damit ging das recht gut, war eigentl. für klavier aber is ja im prinziep egal.
    zu nem lied das du grad hörst zu improvisieren bringt dich mit sicherheit weiter. das dauert aber alles ne weile musikalisches gehör entwickelt sich nicht von heut auf morgen(es sei denn man ist einer der glücklichen mit einem absoluten gehör, das macht es sehr viel leichter). viel proben miier band wird dich auch weiter bringen, kannst ja auch mal versuchen nicht zu gucken was der gitarist spielt sondern nur zu hören was er macht oder du versuchst mal mit der gesangsline mitzugehen. manchen musikern hilfr es weiter dabei die augen zu schließen um sich 100%ig auf sein gehör konzentrieren zu können.
     
  8. Paul Denman

    Paul Denman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.05   #8
    hi.
    Das ist eine gute Möglichkeit. Versuch' das auf Songs zu übertragen. Wenn Du z.B. einen Song hörst und weisst was der Bassist grade spielt (weil Du den Song kennst oder einer Deiner Lieblingssongs ist) spiel' die Basslinie im Kopf mit. Das bringt sehr viel.

    Platten, Platten, Platten, Platten und nochmals Platten. Nachspielen, bzw. mitspielen erweitert das Repertoire, diverse Spieltechniken und auch das Gehör. Es muss ja nicht unbedingt sein das man das so "gecoverte" mit in den Proberaum nimmt.

    Gehörtraining ist nicht einfach, aber man kann es sich erleichtern. Das absolute Gehör aussen vorgelassen (wer hat das schon?) ist es nicht möglich sich den Klang vieler Töne über einen langen Zeitraum zu merken und diese auf Zuruf rauszuhören. Es ist aber hilfreich sich eine Art "Referenzton" anzueignen.

    Einfaches Bespiel: Ton G (Leersaite?) spielen und mitsummen, versuchen den Klang wie er im Raum steht zu erfassen und in sich aufzunehmen.

    Nach ein paar Minuten aufhören, den Bass weglegen, Pause machen und nach einiger Zeit wieder anfangen den Ton zu summen. Dann den Bass nehmen und das "Gesummte" (wieder Ton G) kontrollieren. Man liegt schnell daneben... ;) ...aber so ist eine Annäherung des Gehörs an den Ton möglich.

    Hat man das sicher drauf kommen die Intervalle. Nicht die Intervalle stumpf auswenig lernen sondern die Charakterstik, bzw. das Klangbild einer z.B. gespielten Quinte des G's versuchen zu hören. Macht Spaß! :D

    Habt Ihr einen Keyboarder? Dann spielt doch mal "Töne raten" (den Referenzton nicht vergessen). ;)

    Das eigene Gehör spielt einem gern Streiche. Manchmal schaffe ich es meinen Bass ohne Referenzton nach Gehör richtig zu stimmen und manchmal nicht. Scheint irgendwie von meiner Körpertemperatur oder vom Taurin-Spiegel abhängig zu sein... :)
     
  9. uruz

    uruz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.04.05   #9
    ich mach das so.
    ich schnappe mir ein lied und lass es laufen. krall mir meinen bass, halte kurz inne und konzentrier mich auf die basslinie. dann "schätze" ich den ton und spiel einfach mal ein paar achtel. meistens sitz das sogar beim ersten versuch, vor allem in letzter zeit (training?).
    dann versuch ich eben die gesamte strophe oder sonstwas nur mit achteln durchzuspielen, aber natürlich der basslinie weiterhin zu folgen. ich finde wenn man einmal die tonart raushat, isses kein problem mehr.
    und dann höre ich genauer hin und versuche die linie genau nachzuspielen. dann schreib ichs manchmal auf. vor allem bei liedern, dies nich als tabulaturen gibt...ist schon ein erfolgserlebniss, wenn man das entsprechende lied z.b. mal live im fernsehen oder auf dvd sieht und feststellt, dass der typ das ja genauso macht! :-)
     
  10. onkel_furunkel

    onkel_furunkel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.04.05   #10
    da gibts son programm, das heisst ear-rope (schleichwerbung)


    das is voll geil, das spielt dir intervalle, tonleitern, akkorde, kadenzen usw. vor und du musst dann "raten" was es ist, mann kann alles voll einstellen (zb. welche kadenzen mann ham will oder welche scales, obs gebrochen oder harmonisch vorgespielt wird...)
    ich mach das immer, weil ich da voll den ehrgeiz hab, denn da gibts auch ne high-score (ohne witz)

    gruss onkel f.
     
  11. DrahtEsel

    DrahtEsel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.04.05   #11
    Ich habe von Anfang an versucht Platten nachzuspielen. Das trainiert das Gehör ungemein und je länger man das macht um so einfacher wird es. Man sollte sich natürlich nicht direkt sehr schwierige Songs aussuchen.
    Eine Faustregel für mich ist: Alles was ich mitsingen kann, kann ich auch mitspielen!
    Also höre dir einen Song an (am besten auf CD, da kann man auch mal auf Pause drücken ;) ) achte in erster Linie auf den Bass und versuche die Basslinie mitzusingen. Nicht direkt den ganzen Song, immer Stück für Stück, je nach dem wieviel Du dir auf einmal merken kannst, und dann übertrage das auf den Bass.
    Wenn Du die Basslinie nicht genau mitspielen sondern mehr improvisieren willst dann solltest Du in der Lage sein, die Tonart bestimmen zu können in der der Song geschrieben ist. Also versuche den Grundton rauszuhören und zu bestimmen ob es Dur oder Moll ist. Dann kanst Du in der betreffenden Tonart zum Song improvisieren. Ich halte es aber erst mal für besser, die Basslinie genau rauszuhören. Das trainiert das Gehör mehr.

    Es ist auch nicht notwendig, einen Ton allein vom Klang her korrekt bestimmen zu können - wer kann das schon, außer Leute mit einem absoluten Gehör?!
    Viel wichtiger ist es, mit der Stimme richtig intonieren zu können, also rein nach Gehör! Dafür ist diese Übung am Klavier wie sie @Bleecker Street Boogie beschrieben hat auch sehr gut. Aber man kann das auch auf dem Bass oder Gitarre machen. Aber Klavier ist schon optimal.
     
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