Wieder mal: Plagiat oder nicht ... ?

von turko, 04.07.18.

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  1. turko

    turko Helpful & Friendly User HFU

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  2. Carle

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    Erstellt: 04.07.18   #2
    Das ist doch Quatsch. Die Lieder sind so unterschiedlich.
    In den Kommentaren steht ja auch das Seven Nation Army nach Bruckner Symphony No 5 klingt. Bei Minute 21:30 hört man es echt.

    Ja tut es und?
     
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  3. MrC

    MrC Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.18   #3
    Mal abgesehen davon, dass ich überzeugter ESC-Hater bin: ich hab mir vorhin mal beide Songs angehört, und da brauchte ich schon ordentlich Phantasie, um da Ähnlichkeiten in einem größeren Umfang rauszuhören. Und dass ein Rhythmus eines Songs leicht angelehnt am Rhythmus eines anderen Songs ist ... so what?! Daraus einen Plagiatsvorwurf zu konstruieren, halte ich persönlich für ziemlich absurd.

    BTW: fällt Bruckner eigentlich noch unter den Urheberschutz? Der läuft doch 70 Jahre nach dem Tod des alleinigen Urhebers aus ...
     
  4. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.18   #4
    Also ich kann da auch keine Gemeinsamkeiten erkennen. Aber der ESC Song ist schon ziemlich anstrengend. Wenn ich den nicht gekannt hätte, wäre es auch nicht schlimm gewesen:evil:
     
  5. Prof.Reverb

    Prof.Reverb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.18   #5
    Klar bei 1.26 ist das schon ziemlich offensichtlich, dass es da Paralellen gibt. Ob bewusst oder nicht sei mal dahin gestellt. Ob das aber für einen plagiatsvorwurf ausreichend ist, bezweifel ich allerdigs. Soweit ich da richtig informiert bin, reicht es im Grunde schon, eine einzige note zu ändern. Bei der entsprechenden Stelle, auf die sich die Vorwürfe beziehen, fehlt auch eindeutig eine Note. Daher kann man es streng genommen nicht als Plagiat werten. Aber ich bin auch kein Experte. Ich hantiere hier mit gefäjrlichem halbwissen.

    Plagiatsvorwürfe finde ich bspw. im Vergleich zum Lana Del Ray und radiohead Fall, vergleichsweise lächerlich.
     
  6. revolverband

    revolverband Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.18   #6
    Naja, das Riff ist schon deutlich rauszuhören, bei Bruckner Ton für Ton und bei Toy ist die Assoziation sofort da (1:11 im Video) ;-)
    Die Frage ist für mich, was das bringen soll, bei "Fünf-Töne-Melodien" ein Urheberrecht zu schützen. Es gibt sicher keine solche Melodie, die nicht schon vor hunderten von Jahren in einem der Werke der Meister vorkam. Die ganze Diskussion um so einen läppischen Scheiß ist Zeitverschwendung, jemand lässt sich "Alle meine Entchen" bei der GEMA schützen und verlangt Tantiemen von jedem, der eine Tonleiter benutzt.
     
  7. Beyme

    Beyme Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.07.18   #7
    Bei Bruckner ist es ja egal, weil der schon zu lange tot ist, als dass da ein Urheberrecht geltend gemacht werden könnte.
     
  8. Kante

    Kante Registrierter Benutzer

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  9. revolverband

    revolverband Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.18   #9
    Geil :-)
     
  10. DandyKong

    DandyKong Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.07.18   #10
    Zitat aus Link #1

    Nettas "Toy" soll White-Stripes-Lied "Seven Nation Army" zu sehr ähneln Wien – Den Komponisten des heurigen Song-Contest-Siegerliedes droht ein Verfahren wegen Plagiatsvorwürfen. Die Universal Music Group wirft ihnen vor, für Nettas "Toy" bei dem White-Stripes-Lied "Seven Nation Army" abgekupfert zu haben, berichteten israelische Medien am Dienstagabend. - derstandard.at/2000082807095/Song-Contest-Musikfirma-erhebt-Plagiatsvorwuerfe-gegen-Siegerlied



    Wenn erlaubt, würde ich meine Meinung dazu äussern.

    Schon interessant, wie regional unterschiedlich der Wortgebrauch seien kann. Nun ist ein Plagiat von der Métonymie nicht ausgenommen. Klärender Sachverhalt wäre, welche Intention liegt nun vor. Und weil es wettbewerblich offensichtlich kein Nachteil für die Vortragende war, wäre noch zu klären ob denn nun dieses spezielle Plagiat einen Vorteil bewirkte und wie sich denn ein Vorteil/Nachteil auf den/die UrheberIn auswirkt.

    Es ist gewiss Aufgabe des Management der KünstlerIn vorab und danach mit den KünstlerInnen über den Umgang mit Plagiaten zu diskutieren. Allein schon um der Sorgfaltspflicht zu genügen.
    Stehen die KünstlerInmanagementleute sich nahe, oder sind vielleicht sogar aus dem selben Haus, gibt es sowas wie gerechtfertigte Vorteilnahme und rechtswidrige Beanspruchung gerichtlicher Leistungen zum Zwecke wettbewerbsverzerrender Profite. Mit wettbewerbsverzerrend meine ich jetzt nicht den ESC, sondern den Finanz- und Gütermarkt, der von diesem Zusatzmarketing profitiert.

    Hier in unserer Region hätte es wohl Ärger um ein Plagiat, oder ein Plagiatvergehen, gegeben, oder vielleicht wäre es auch nur ein harmloses Gesprächsthema; manchmal sehr launisch, die Nachbarschaft.
    Ein Verfahren wegen Plagiatvorwurf würde ich dahingehend interpretieren, dass derjenige, der behauptet, dass XYZ ein Plagiat ist, angeklagt wird. Zu behaupten, das könnte ein Plagiat seien, ist ein Unterschied zu einem: Das ist ein Plagiat. Was genau ist mit abkupfern gemeint? Eine Wertsteigerung oder -minimierung wessen Eigentum? Insofern verstehe ich nicht so ganz jetzt, wer Kläger und wer Angeklagter ist und wer in diesem Streit, falls es denn einer ist, vermitteln soll. Zu klären wäre noch welche und wessen Rechte von diesem Abkupfern verletzt wurden. Markenrecht, Recht am geistigen Eigentum, Vetreterrecht, Vortragsrecht, ...

    Im französischen ist eine Hommage ein Kompliment (PONS Micro Robert Poche). Ich denke, das ist das , was mir beim Hören einfiel. Satire geht anders.
     
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