Wieviel ist ein CVP 203 noch Wert? Macht es überhaupt Sinn?

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frafu
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Hallo,

Ich habe in einer Kleinanzeige ein Clavinova CVP 203 entdeckt. Laut Besitzer, den ich nicht kenne, wurde er neu gekauft und nur zwei Jahre benutzt. Wieviel würdet ihr dafür ausgeben? Worauf muss geachtet werden, um festzustellen, ob das Instrument noch in Ordnung ist. Leider haben wir alle nicht viel Ahnung. (Ich habe nämlich gelesen, dass es auch nicht gut ist, wenn ein Digital Piano lange nicht gespielt wird.)

Das Instrument wäre eigentlich für eine Mutter und Tochter gedacht. Sie nehmen seit ein paar Jahren Musikunterricht; die Tochter spielt auch Akkordeon seit zwei Jahren; die Mutter singt in einem Chor.

Die Mutter sagt immer, sie bräuchte ein kleines Keyboard um Vernunftig Musikunterricht zu lernen. Ich frage mich jedoch, ob es nicht besser ist gleich etwas vernünftiges zu nehmen, denn wer weiß, ob die Tochter in ein paar Jahren nicht vielleicht Klavier spielen möchte. (Wenn sie bei Freunden mit einem Keyboard ist, versucht sie manchmal drauf zu spielen.) Oder ist es vielleicht besser doch noch zu warten? Wahrscheinlich hängt das auch vom Preis des gebrauchten Clavinovas ab.

Macht es überhaupt Sinn, sich unter diesen Umständen den CVP anzuschaffen. Ich nehme an, ein CVP macht mehr Sinn als ein akkustisches Piano. Wie hoch sind die Kosten um ein akkustisches Piano in Stand zu halten. (Zum Beispiel, muss er ja regelmäßig gestimmt werden.)

Vielen Dank im Voraus für jede Hilfe, Vorschlag und Bemerkung.

MfG
 
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Vielleicht hilft Dir folgender Link etwas bei Deiner Entscheidung:
http://testberichte.ebay.de/Yamaha-Clavinova-Geraete-von-1997-2010_W0QQugidZ10000000019690721

Das CVP 203 wurde demnach erstmalig im Jahr 2001 produziert. Nach Angaben des Autors des Links fanden noch nennenswerte Verbesserungen in den nächsten Jahren statt.

Leider geht aus Deiner Anfrage nicht so wirklich klar hervor, welche Ansprüche ihr an das Instrument stellt. "Kleines Keyboard für die Mutter" - da ist das CVP 203 klar drüber - es hat eine klaviermäßig gewichtete 88-Tastatur und eine Begleitautomatik. Für den Anfang würde meiner Meinung nach das Instrumentaufgrund der Tastatur auch als Klavierersatz für die Tochter taugen, bis klar ist, in welche Richtung die Reise geht.

Mehr als für ein aktuelles Gerät der Einstiegsklasse würde ich für das CVP 203 allerdings nicht bezahlen. Das wären so vielleicht 500 bis 600 Euronen. Dann müsste es aber auch technisch einwandfrei sein. Dafür hättest Du ein "Klavier mit vielen Keyboard-Funktionen".

Alles kommt also auf den Preis und den Zustand des Teils an.
 
Hallo,

Sorry für die späte Antwort, aber vielen Dank für die hilfreichen Informationen.

Das Clavinova 203 soll laut privatem Verkäufer im Jahre 2003 neu erworben und nur 2 Jahre benutzt worden sein. Preislich will er etwa 20 % mehr als Ihre Preiseinschätzung.

Wenn du sagst, dass für den Anfang der Clavinova auch als Klavierersatz taugen könnte, frage ich mich für wie lange? Für das erste Jahr? Für die ersten 3 oder 4 Jahre? Der 203 hat nach den technischen Daten eine GP-Tastatur; würde eine GP3-Tastatur einen Unterschied machen, in Bezug auf wie lange ein Clavinova als Klavierersatz dienen kann?

Im CVPUG Forum gibt es eine Übersicht mit den Eigenschaften der CVP Modelle der Jahre 1997 bis 2007. Da ich sie hilfreich finde um die einzelnen Modelle schnell miteinander zu vergleichen, habe ich die Seite hier verlinkt, in der Hoffnung, dass sie auch anderen Personen nützlich sein könnte.

MfG
 
Wenn du sagst, dass für den Anfang der Clavinova auch als Klavierersatz taugen könnte, frage ich mich für wie lange? Für das erste Jahr? Für die ersten 3 oder 4 Jahre? Der 203 hat nach den technischen Daten eine GP-Tastatur; würde eine GP3-Tastatur einen Unterschied machen, in Bezug auf wie lange ein Clavinova als Klavierersatz dienen kann?

MfG

Das Problem ist, dass Deine Aussage, dass die Mutter ein "kleines Keyboard" bräuchte und die Tochter möglicherweise Klavier spielen möchte, ziemlich vage in Bezug auf die wirklichen Anforderungen ist. Ich denke, aufgrund des Verhaltens der Tochter, dass sie bei Freunden versucht, auf deren Keyboard zu spielen, kann man nicht zwingend ableiten, dass sie später mal Klavier spielen möchte. Vielleicht ist ihr Verhalten reine Entdeckerfreude, alle möglichen Klänge und Rhythmen mal auszuprobieren. Und warum wünscht sich die Mutter ein "kleines Keyboard"? Kennt sie die wesentlichen Unterschiede zwischen einem Keyboard und einem (Digital-)Piano?

Das CVP 203 ist ein ziemliches Möbelstück! Nach den von Dir gemachten Angaben würde ich sagen, dass das Teil für die Ansprüche eher überdimensioniert ist.

Kommt es letztlich zu einem regulären Klavierunterricht, so ist das CVP 203 meiner Einschätzung nach aber für mehr als ein Jahr zu gebrauchen, was die Tastatur angeht. Wie lange genau kommt auch wieder auf die Ansprüche an, die allerdings ziemlich schnell steigen :). Und da nimmt man dann bestimmt z. B. gerne eine bessere Tastatur und eine höhere Polyphonie und einen "echteren" Klang, ganz zu schweigen von den Features, die erst nach 2001 Eingang in die Digitalpianos gefünden haben.

Vielleicht kennst Du ja einen Bekannten, der Klavier spielt und lässt ihn an dem Gerät mal probespielen oder klimperst mal selbst in einem Geschäft auf aktuellen Digitalpianos herum und vergleichst den Klang mit dem CVP 203 (keine falsche Angst, wenn Du nicht spielen kannst - nutze die Kopfhörerbuchse ;)). Auf rein theoretischem Weg wirst Du vermutlich nicht zu einer vernünftigen Entscheidung kommen...
 
Und warum wünscht sich die Mutter ein "kleines Keyboard"? Kennt sie die wesentlichen Unterschiede zwischen einem Keyboard und einem (Digital-)Piano?

Bei ihr geht es im Augenblick hauptsächlich um Intervalle und Diktate für den Musikunterricht zu üben.

Das CVP 203 ist ein ziemliches Möbelstück! Nach den von Dir gemachten Angaben würde ich sagen, dass das Teil für die Ansprüche eher überdimensioniert ist.

Diesen Eindruck habe ich auch zur Zeit und frage mich ob ein Yamaha PSR nicht vielleicht eine vernünftigere Lösung ist. Außerdem, mit dem Entdeckergeist haben Sie vielleicht auch ins schwarze getroffen: wenn ich darüber mit der Tochter spreche, sagt sie, dass die Klänge und Rythmen sie bei diesen Instrumenten interessierten.

Kommt es letztlich zu einem regulären Klavierunterricht, ...
gerne eine bessere Tastatur und eine höhere Polyphonie und einen "echteren" Klang, ganz zu schweigen von den Features, die erst nach 2001 Eingang in die Digitalpianos gefünden haben.

Soll das heißen, dass Digitalpianos auch für fortgeschrittenen Klavierunterricht taugen? Sind Tastaturen von Digitalpianos den Tastaturen von analogen Pianos ebenbürtig (um die Frage etwas einzugrenzen, habe ich bei dieser Frage analoge Klaviere für den typischen Unterricht im Sinn)?

klimperst mal selbst in einem Geschäft auf aktuellen Digitalpianos herum und vergleichst den Klang mit dem CVP 203 (keine falsche Angst, wenn Du nicht spielen kannst - nutze die Kopfhörerbuchse ;)). Auf rein theoretischem Weg wirst Du vermutlich nicht zu einer vernünftigen Entscheidung kommen...

Ein Besuch in ein Musikgeschäft hatten wir für diese Woche vor; leider mussten wir es verschieben. Vielleicht finden wir übernächste Woche Zeite.

Jedenfalls, vielen Dank für Ihre Hilfe und Erläuterungen.

MfG
 
Ok, besucht einfach das Musikgeschäft und lasst Euch beraten - das ist der richtige Weg!

Und übrigens - Sie können mich ruhig Duzen :D, wie ich Sie auch schon die ganze Zeit geduzt habe...
 

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