"Wiring" Gibson Les Paul

von DendeAc, 08.06.18.

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  1. DendeAc

    DendeAc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.18   #1
    Hallo zusammen,

    ich würde meiner Hauptgitarre gerne ein neues "Wiring" verpassen. Momentan ist noch die Werksplatine verbaut, die mittlerweile kratzt, sobald ich die Potis nutze.

    Es handelt sich um eine Gibson Custom Light aus 2016:

    20170506_184713.jpg

    Also klassisch 2x Volume, 2x Tone. Verbaut ist seit geraumer Zeit ein Set Suhr Doug Aldrich.

    Mit dem Sound der PU's an sich bin ich sehr zufrieden, jedoch hätte ich gerne beim zurückdrehen der Volume Potis weniger Mulm (ich weiß, bekanntes Problem. Habe die SuFu genutzt), um bei cleanen Parts am Neck einen schönen klareren Ton zu haben. Die Tone Potis nutze ich eher selten, die Volume Potis umso mehr.

    Im Raum stehen z. B. ein 50's Wiring, ein Treble Bleed Mod zuschaltbar über einen Kippschalter / Push/Pull Poti zzgl. No-Load Tone Poti, Verzicht auf Tone Potis, etc.

    Ich habe noch eine Platine aus einer Gibson Les Paul Futura (Coil-Split + 15db Boost Funktion), welche jedoch leider nicht ins E-Fach passt und über steht

    IMG-20171024-WA0015.jpg

    da die Gitarre sehr schmal gebaut ist:

    20160824_174623.jpg

    Dementsprechend könnte es auch zu Platzproblemen bei konventionellen Push/Pull Potis kommen. Zudem möchte ich auch auf den Verbau einer Platine verzichten.

    Ich weiß, ich könnte mich jetzt einfach für eine Variante entscheiden, wollte hier aber vorher noch nachfragen. Eventuell hat ja jemand eine verrückte Idee und/oder gute Anregungen bzw. Lösungsvorschläge.

    Ich spiele zwar hauptsächlich mit Gain und regel die Dosierung mit den Potis und meinem Anschlag (von Crunch zu vollem Brett), hätte aber noch gerne einen besseren Clean-Sound.

    Ich hoffe, ich konnte mich verständlich ausdrücken und habe aufgrund der späten Stunde keinen Unfug verfasst.

    Besten Dank schonmal vorab!

    Gruß

    Dende
     
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  2. Software-Pirat

    Software-Pirat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.18   #2
    50iger Wiring habe ich mir auch mal überlegt, bin aber doch bei dem Standard-60iger-Wiring geblieben, weil ich eigentlich damit ganz gut zu Recht komm, und die beiden Tone-Potis sowieso eher weniger anfasse. Das heißt aber nicht, daß du es nicht mal probieren solltest. Volume- und Tone-Potis werden sich dann stärker gegenseitig beeinflussen. Im Endeffekt soll das Tone-Potis dann mehr werden, als eine reine Höhenblende. Müßtest du mal probieren, ob es dir dann mehr zu sagt. Ob es aber dein Problem lösen wird, kann ich nicht sagen.
    Dein Problem ist ja, daß der Sound zu dumpf wird, wenn du das Volume-Poti zurück nimmst. Ich denke mal, daß dein Clean-Sound aber bei voll aufgedrehten Poti erstmals okay ist. Grundsätzlich verliert der Sound immer etwas an Höhen, wenn du das Volume-Poti zurück nimmst, und das unabhängig davon ob noch ein Tone-Poti angelötet ist, oder nicht. Ein Treble-Bleed kann da wohl helfen.
    Elektronisch gesehen funktioniert eine Platine genauso, wie eine direkte Verdrahtung. Letztere ist allerdings für Modifikationen wohl einfacher zu handhaben. Ich weiß aber nicht, ob die die jetzigen Potis einfach auslösten und weiterverwenden kannst.
     
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  3. bagotrix

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    Erstellt: 09.06.18   #3
    Hi,

    zu allererst würde ich die PU-Einstellung überprüfen, vor allem am Hals. Hier sollte der PU insgesamt etwas tiefer gelegt werden, vor allem auf der Bass-Seite, dafür sollten die Schrauben höher raus gedreht werden. Das macht den Ton schonmal generell schlanker und klarer.

    Und dann würde ichs mit dem 50s Wiring versuchen. Obwohl ich sonst ein Fan von passiven Schaltungsvarianten wie parallel und Split bin, hat mich das Ergebnis bei LPs nie recht überzeugt. Diese Sounds habe ich meistens mehr als dünn oder blutleer wahrgenommen. Auch dem Treble Bleed ziehe ich das 50s Wiring vor, zumal in gewissen Grenzen ein ähnlicher Effekt erzielt wird. Es bringt aber nur was, wenn Du dann auch wirklich mit den Potis arbeitest.

    Wenn man vom Modern Wiring kommt, erscheint es einem erstmal paradox, aber am besten nutzbar ist das 50s Wiring für mich, wenn der Tonregler generell ein wenig zurückgedreht ist (8-9). Dabei werden gerade mal die höchsten Spitzen erfasst und etwas abgerundet. Eigentlich nichts, was man beim normalen Spiel besonders stark bemerken würde. Nimmst Du jetzt gleichzeitig auch das Volume zurück, passiert etwas interessantes: der Ton wird nicht etwa noch schneller dumpf (wie gewohnt), sondern eher in den Mitten etwas ausgedünnt. Hier findest Du mMn die schönsten Cleansounds. Völlig "un-fenderig", aber mit einer eigenständigen Note. Drehst Du Volume jetzt weiter zu, wirds natürlich auch zunehmend leiser, dabei aber eben nicht gleichzeitig dumpf, sondern ausgeglichener und damit besser nutzbar.

    Nach meinem Eindruck wird der Ton mit dem 50s Wiring auch insgesamt ein wenig schlanker im Bassbereich, also schon voll aufgedreht. Für Hartwurst-Musikanten, denen der maximale Druck am wichtigsten ist, würde ich es deshalb eher nicht empfehlen; wer aber eine größere Bandbreite von Sounds direkt an der Gitarre erzielen will, profitiert davon. Das sind dann Sounds, die man von klassischen Aufnahmen kennt, und die nur mit der Einstellung von Amp und Effekten oft schwer oder gar nicht zu erzielen sind. Zumal es bei Deiner Bestückung auch genügend Reserven in Sachen Low End und Druck geben dürfte.

    Gruß, bagotrix
     
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  4. DendeAc

    DendeAc Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.18   #4
    Vielen Dank euch beiden für eure ausführlichen Beiträge. Ich werde auf jeden Fall nochmal mit der PU-Höhe experimentieren. Aber eine neue Verdrahtung ist unausweichlich.

    Ich werde mich noch ein wenig einlesen.

    Tausend Dank!
     
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