Wo setzt ihr Prioritäten bei der Budgetverteilung eines Homestudios?

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Hephaistos
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Hi,

Ich möchte endlich mit eigenem Equipment aufnehmen und habe mir ein paar Favoriten zusammengestellt:

http://www.musik-service.de/rode-nt-1-a-anniversary-set-prx395770354de.aspx

http://www.musik-service.de/beyerdynamic-dt-770-pro-prx1658de.aspx

http://www.musik-service.de/e-mu-0404-usb-prx395757407de.aspx

Dazu noch einen K&M Popkiller (20€), K&M Mikrostativ (ca 35€) und Cordial Kabel (12€).


Natürlich hat jetzt jeder eine bestimmte Meinung über die einzelnen Produkte, aber da ich mich seit Tagen durch den Wust an Information im Board und Netz kämpfe, hab ich eingesehen dass die Unterschiede wirklich eher vom jeweiligen Glück der PC-Komponenten, Treiberserie, Geschmack etc abhängig sind. Darum glaube ich nicht, dass es wirklich übereinstimmende Meinungen über die einzelnen Komponenten gibt (abgesehen vielleicht vom Rode NT1, wo ich allerdings das Gefühl habe, dass die meisten eher wiederholen was andere sagen, obwohl sie selbt gar keine Erfahrung haben *g*).

Viel mehr als die Bewertung der einzelnen Geräte interessiert mich eure Meinung zur Preisverteilung innerhalb meiner Kaufwünsche. Haltet ihr es sinnvoll für Zubehör wie Stative und einen Kopfhörer verhältnismäßig so viel Geld auszugeben, um dann beim Interface zu sparen? Meine Idee war, dass mir bequemes Arbeiten (passende Kopfhörer^^) wichtiger sind als die paar winzigen Verbesserungen in der Aufnahmequalität besserer AD-Wandler beispielsweise. Haltet ihr das für gerechtfertigt oder wäre ich besser bedient wenn ich mir Zubehör unter 15 Euro besorge und dafür bessere Signalverarbeiter?

Abhörmonitore hab ich bisher ignoriert in meiner Planung, weil ich sie mir einfach nicht leisten kann und nicht so dringend brauche wie das andere Equipment selbst. Oder liege ich da falsch? Auch hier argumentier ich erstmal mit dem Arbeitsablauf, wo mir gutes Zubehör und bequemer Einspielmöglichkeit mehr Pluspunkte in der Performance bringen als vielleicht Genauigkeiten beim Mixen durch transperente Abhörer die Spielfehler durch Frustration wieder gutmachen^^.


Her mit euren Meinungen! (Bitte *g*) Ich gespannt wo ihr die größten Prioritäten setzt. Gerne auch völlig andere Komponenten mit einbeziehen, die ich jetzt nicht beachtet habe (Software, Plugins, andere Hardware...).
 
Eigenschaft
 
ich würd beim interface vll sogar noch weiter runtergehen. ich denke das micro ist ein guter einstieg, ich mchte es nicht so, aber man kriegt auf jeden fall was ordentliches raus.
Software und so geschichten sind am anfang wirklich nicht so wichtig, freeware liefert durchaus gute sachen.
Bei monitoren bin ich der meinung dass sie schon nützlich sind, aber du hast schon recht, solange man nciht bereit ist, etwas kohle reinzustecken, reichen wohl auch kopfhörer.
zubehör find ich sehr wichtig. ein guter ständer und ein gutes kabel halten einfach und man hat normal keine probleme.
auch können die sachen selbst bei späteren upgrades noch blieben.
(ich hab auch die erfahrung gemacht, dass es nciht unbedingt ein K&M sein muss, solange man nicht die billigsten 10euro-teile nimmt, gehts eigentl. für den heimgebrauch)
und im übrigen ist beim Rode schon ein Popkiller dabei...so sparst du dir schon mal geld ohne große abstriche
 
Popkiller und Kabel sind in dem NT1A Paket doch schon dabei?
 
Hallo, Hephaistos,

ich halte Deine Auswahl für wohlerwogen. Weiter sparen lohnt sich m. E. nicht - die Wandlerqualitäten in der unteren Preisklasse geben sich, denke ich, nicht soviel, als daß man da großartige Unterschiede hören würde, da macht ein Mikrofon, das das Quellmaterial ordentlich einfängt, schon mehr aus.
Ansonsten bin ich durchaus Deiner Meinung, was "bequemes" Arbeiten angeht - ein Kopfhörer, der klingt, aber Dich tragekomfortmäßig quält, bringt nichts. Bei den Stativen ist K & M halt Standard, man muß sich nicht damit rumärgern. Billigstative _können_ bei vorsichtiger Anwendung halten, oder vielleicht auch nicht - und dann such' Dir mal Ersatzteile dafür...
Für den Anfang ist auch Mischen über Kopfhörer nicht tragisch - ist nicht das Nonplusultra (Stichwort: Im-Kopf-Lokalisation - das klingt schon anfangs sehr anders, wenn Du Dir eine über KH erstellte Mischung über die normale Anlage anhörst...), aber wenn man sich dran gewöhnt hat und immer mal über normale Boxen gegenhört, durchaus machbar, bis Du Dir mal eine amtliche Abhöre leisten kannst oder möchtest.
Lieber ordentliches Material, dafür weniger, statt alles und schlecht. Dann kaufst Du nachher mindestens doppelt ein...

Viele Grüße
Klaus
 
Danke schonmal! Das beruhigt mich zu hören. Ja ich finde eben auch, dass so ein Billigzubehör durch das Nervenaufreiben im Endeffekt das Ergebnis schlechter macht als die Technik das ausgleicht *g* (hatte schonmal bei meinem geliehenen Sachen einen Millenium Ständer, wo das Mikro trotz fast angenieteter Flügelschraube immer wieder runtergerutscht is xD).

Also bei dem Popschutz ging es mir vor allem darum, dass dieses Set einen Popkiller hat, der direkt an der Spinne sitzt und ich dem ganzen nich so sehr vertraue. Ich will schon, dass ich das Ding genau so positonieren kann, dass ich mich wohlfühle und es hält. Ok, Kabel mag noch ok sein, aber ich brauch sowieso mal ein weiteres, weil ich ja auch noch ein dynamisches Mikro hab, dass ich nicht ständig umstöpseln will eventuell oder auch mal zwei Mikros für die A-Gitarre. (Belehrt mich eines Besseren was den Popkiller angeht...eventuell spar ich mir den vorerst noch bis der andere seinen Dienst aufgegeben hat^^)

Bei dem Interface hab ich so überlegt, dass ich es möglichst Gebrauchsfreundlich und stabil wollte, aber eben auch mit allen Funktionen, die es hat. Mein geliehenes Tascam Fireone beispielsweise war sehr instabil was die Potis angeht und erscheint mir daher nicht so gut, selbst wenn ich später mal upgrade. Dann kann ich das Emu ja noch als fieldrecorder oder für Mitschnitte im Proberaum mit einem Mikro etc benutzen.

Software wollte ich mir dann als nächsten Schritt Cubase Essentials leisten wegen einigen schönen Plugins und der Benutzeroberfläche. Aber bis dahin komm ich auch mit der LE Version gut aus denke ich. Das teuerste Plugin ersetzt mir nicht das Gitarreüben *g*, von daher.

Danach kann ja sowas in Frage kommen:
http://www.musik-service.de/Recording-Studio-Monitore-ESI-nEAR-eXperience-prx395749863de.aspx
(Plus Subwoofer, falls es den passend dazu gibt. Bin schon sehr an den Subwoofer-Sound durch meine Anlage gewohnt.)
Viel weiter werde ich vermutlich nie ins Recording einsteigen, was den Anspruch angeht. Will ja nur mich selbst und eventuelle Bands von mir aufnehmen und nicht wirklich Produktionen verkaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann kann es ein wenig problematisch werden, da der Popschutz in dem Mikrobundle an der Spinne angebaut ist... Habe gehört, dass man die nicht entfernen kann. (Außer gewaltsam abbrechen)
 
Ok, dazu würde ich zugern nochmal einen Erfahrungsbericht hören: Wie ist denn die Spinne und der Popschutz beim NT-1 wirklich verbaut? Ich will da ungern eingeschränkt sein, zudem ich vermute dass in in so einem günstigen Bundle die Qualität des Zubehörs weit unter der des Mikros liegt. Von daher wäre ich schon bereit das durch höherwertiges auszutauschen. Aber ich würde mich auch überzeugen lassen, wenn mir einfach jemand ein Bild empfehlen kann wo man mal sieht wie das ganze räumlich angeordnet ist. Hat sowas hier schonmal jemand in einem Thread hochgeladen?


EDIT: http://www.redcoon.de/res/shop/cataloge/product_200/B205610.jpg

Sieh dieses Bild! Sehr klein, aber soweit ich das erkennen kann ist das alles fest und relativ statisch ohne Schwanenhals montiert. Das gefällt mir gar nicht! Ich will doch auch mal 20 cm Platz haben zum Mikro eventuell.
 
Hallo,

auf dem Bild sehe ich zwischen Spinne und Popschutz aber eine Schraube... sollte sich also entfernen lassen!

Viele Grüße
Klaus
 
Bei diversen Rezensionen findet man sowas wie: "Ein Kritikpunkt am Set ist jedoch die Anbringung des Popshields an der Spinne, die Position ist nicht verstellbar, es kann nur hochgeklappt oder runtergeklpaat werden und nicht in der Höhe verstellt werden außerdem brach das Popshield noch einiger Zeit vom Hoch und runterklappen ab. Die spinne ist jedoch nur vertikal verstellbar und nicht drehbar.
n.gif
", "Die Spinne ist nicht so gut einzustellen - d.h. ist das Mikrofon nicht stufenlos ausrichtbar. Das Problem liegt am Übergang zwischen Stativ und Spinnen, dieses "Scharnier" oder wie man es nennt lässt sich nur mit mühe vernünftig ausrichten..." Größeres Foto: http://www.derringers.com.au/img_products/lge/NT1-A_SM6.jpg
Ok, vielleicht habe ich doch irgendwelchen Mist gelesen, aber ich würde mir doch einen Extra-Popschutz kaufen, für alle Fälle. :D
 
Hab die gleichen Kopfhörer und n EMU 0202 ( mein Budget war noch knapper), damit machste definitiv nix verkehrt. Das Rode hat unser Sänger für Home-Aufnahmen benutzt, allerdings nicht an meinem Equipment, aber das klang extremst ordentlich und steht auch bei mir auf der Liste. Am Kabel würd ich allerdings nicht sparen und vielleicht ein Sommer The Spirit Kabel nehmen? (Wobei das vielleicht nur ein klein bißchen besser ist, aber ich würde zwischen Mikro und Wandler um jeden µ ringen).
Stativ und Pop-Schutz kriegste vielleicht auch in der Bucht etwas günstiger? oder nen DIY-Popschutz?( Stickrahmen und Strumpfhose? )
 
Habe das EMU 0404 im Betrieb. Ist ein echt super stabiles Gerät. Hatte bisher weder Treiberprobleme, noch Probleme anderer Art. Auch die Potis sind ordentlich stabil. Hab die Investition bis heute nicht bereut. Also damit machst du definitiv nicht verkehrt. ^^
 
Für mich persönlich käme das EMU 0404 nicht in Frage, da es nicht gleichzeitig ASIO und WDM Anwendungen laufen lassen kann.
 
das stimmt zwar einerseits, aber andererseits erspart es dir den Aufwand, Systemsounds von Hand abzuschalten, sobald du Aufnahmen machst. Die werden einfach nicht wiedergegeben und wenn du mit ASIO-Betrieb fertig bist, sind sie wieder da - find ich so gesehen sehr praktisch.
Hab auch das 0404 (und auch den Kopfhörer) und kann das definitiv empfehlen für den Anfang. Ich hab damals beim Mikro gespart und mir stattdessen das MXL2006 gekauft. Ist nochmal günstiger und auch sehr brauchbar.
 
Systemsounds sollten auf nem Recording PC erst gar nicht aktiviert sein :) Stimme da ars tultima nur zu.

Mal nebenbei erwähjnt zur Budgetverteilung, Soundkarte, bzw Interface sollte schon hohes Niveau bekommen bei der Zusammenstellung alles ist immer so gut wie das schwächste Glied in der Kette, das muss man immer bedenken, eine RME Karte bringts nicht mit nem Behringer Mic am Ende :) als kleines Beispiel.
 
Systemsounds abschalten ist eine der ersten Dinge die ich mache, wenn ich Windows neu auf meinem Rechner gespielt habe. Auch wenn ich den Rechner gar nicht zum Recorden einsetze. Ich finde sie nervig und sinnlos :)
Dafür dient mir mein Computer aber auch als Übungsamp für zuhause. Ich spiele also E-Gitarre mittels Software-Modelling. Aber nicht unbedingt einfach so - sondern ich lasse dazu oft GuitarPro laufen (was ja durchaus dazu gemacht ist, dass man dazu mitspielt), oder einfach Musik aus Foobar2000. Und das würde dann eben nicht funktionieren. ICh glaube ich bin nicht der einzige, der das so macht; das ist also keine exotische Ausnahmeanwendung.

Das heißt ja nun aber nicht, dass die EMU0404 schlecht ist, sollte man halt nur wissen.
 
Danke nochmal für alle Tipps! Sehr hilfreich :)

WDM brauch ich nicht unbedingt, ich mach alles in der DAW-Software intern...auch die GuitarPro Spuren importier ich lieber als Midiguidetrack direkt da rein.

Und joa, dann bleib ich dabei mir den Popkiller dazu zu kaufen.

Sommer Spirit benutz ich als Gitarrenkabel bisher mit größter Zufriedenheit, wusste aber gar nicht dass es die auch als XLR gibt oder soll man das selbstlöten? Ich würds mir lieber kaufen, ehrlich gesagt, da ich mir nichtmal ein Lötkolben ausleihen könnte bei Bekannten^^.

EDIT: Ich nehm' das nochmal zurück mit den Kabeln*g*, hab gerade gesehen dass es ja Sommerkabel als XLR gibt...halt für 30 Ocken. Darüber denk ich nochmal nach, ob das Cordial nicht auch halbwegs gut ist. Bei Gitarrenkabeln hat man schon einen guten Unterschied feststellen können was das Handling und die Haltbarkeit angeht, also sollte ich da wohl nicht so knauserig sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also, so wie ich gehört habe, sollen die Cordial-Kabeln alle besser sein als die Sssnake-Kabeln. Qualitativ sowie optisch... Und anhand der Fotos, die ich bisher gesehen habe, kann ich das auch bestätigen :D
Ich hab mich für eine Cordial entschieden, fürs Anfang, glaube ich, reicht es auch.
 
Hallo,

eigene Erfahrung: Cordial, Klotz, Sommer... das wären mal so die amtlichen Marken für den Hausgebrauch ;) Wenn da noch Neutrik-Stecker dran sind, ist eigentlich alles bestens. Von Sssss.... habe ich nur Patchkabel im Einsatz, die fast nie bewegt werden, da geht es. Aber bei den Mikro- und Instrumentenkabeln besser zur guten Marke greifen - es lohnt sich. In meinen "Anfangszeiten" hatte ich auch schon mal Sssss... -Gitarren- und Mikrofonkabel im Einsatz. Nicht ordentlich trittfest, kontaktunsicher, relativ schlecht gefertigt = Lehrgeld bezahlt.

Viele Grüße
Klaus
 

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