WOLBAI: A Love Song (Original)

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Einleitung und Vorgeschichte zum Songprojekt

Über die Jahre hat sich bei mir die Angewohnheit eingeschlichen, einmal fertig gestellte Songprojekte nicht mehr anzupacken. Gute Erfahrungen aus der jüngsten Vergangenheit, haben mich jedoch dazu ermuntert, auch diesen alten Originalsong noch einmal ganz neu anzugehen und ihn in ein neues musikalisches Gewand einzukleiden.

Das Lied ist maßgeblich durch den Gesang und seinen bittersüßen Text geprägt. Im Songarrangement habe ich daher diesmal auf jegliche Soloeinlage verzichtet. Und das ist mir - wenn ich mir meinen „Gitarristen-Hut“ aufsetze - wahrlich nicht so leicht gefallen ;) (Bezeichnenderweise hatte ich in einer frühen Version auch ein Outro-Solo vorgesehen.)

Besonders freut es mich, dass im vorliegenden Songprojekt mein lieber MB-Musikerfreund @JimmyQuango, mit seiner Fingerstyle Akustikgitarre, einen schönen und songdienlichen Platz gefunden hat.



Songarrangement / Instrumentierung

Die Veröffentlichung ist ein typischer Popsong geworden - wie man ihn wohl so in den 70er/80er Jahren veröffentlicht hätte. Er vermittelt, wie ich finde, auch das spezielle Flair dieser Zeit.
Für manche mag er daher angestaubt klingen. Für manche ist er vielleicht aber auch eine kleine (musikalische) Zeitreise, die ein gutes Gefühl hinterlässt …

Das Lied verfügt über eine klassische und über Jahrzehnte erfolgreich erprobte Popsongstruktur, nach folgendem Strickmuster:

Intro - Strophe1 - Strophe2 - Prechorus - Chorus-1 - Strophe3 - Prechorus - Chorus2 - Bridge - Intro (kurz) - Chorus-3 - Outro

Mit 4:56 Min. ist er, nach heutigen Maßstäben, (zu) lang ausgefallen. Das aktuelle Erfolgsrezept für Popsongs empfiehlt eine Songlänge von ca. 3 Minuten (und noch besser darunter).

Wichtig finde ich bei Popsongarrangements - heute wie früher - dass man die Strophen in der Instrumentierung klug variiert bzw. in der Dynamik auch verändert. Im Gegensatz zu früher, ist der heutige Hörer noch viel weniger gewillt (in der Lage?), zu lange vom „Gleichen“ zu konsumieren. Entsprechend viel Zeit und Hirnschmalz sind bei mir in stimmige Variationen der einzelnen Songteile geflossen.

Bei der Songentwicklung auf einer Akustikgitarre ist mir im Intro immer wieder das gute alte Pfeifen in den Sinn gekommen, das ich dann auch schlussendlich für einen passenden Vintage-Einstieg integriert habe.

Der Chorus hat - wie ich finde - eine ordentliche Hookline, die man bei Popsongs einfach auch braucht. Da der Gesangsrefrain etwas längere Pausen aufweist, wurden diese mit Bläser(artigen) Fill-Ins ausgestaltet.
Da ich Backvocals auch schon zu Live-Bandzeiten sehr mochte, habe ich mich bemüht, die Erststimme durch geschmackvolle und passende Backvocals-Variationen zu unterstützen.

Die Instrumentierung und Spielweise von Drums, Bass, A-Piano, Strings, A-Gitarre und E-Gitarre ist eher sparsam-unaufdringlich und soll als dezenter Unterbau für den Gesang und Text dienen.



Recording

Den Akustikgitarrenteil hat Jimmy Quango mit seiner neuen Fender, über zwei Kleinmembranmikrofone (und entsprechend unterschiedlichen Platzierungen) aufgenommen. Er ist als Stereospur in das Songprojekt integriert.

Die Drums wurden mit Toontrack EZ Drummer 2 erstellt. Die verfeinerte Anpassung auf den Song (z.B. bei Breaks oder bei bestimmten Betonungen mit der Snare oder Becken) ging dann in der Cubase DAW vonstatten. Der E-Bass ist wieder mit einem Sire Marcus Miller V7, über einen Marshall JVM410, aufgenommen, der auch die für die E-Gitarre (Sire Larry Carlton L7 GT Goldtop - Bridge Pickup) Verwendung fand.

Die Keys (A-Piano, Strings, Brass-Section) nehme ich weiterhin mit einem Midi-Keyboard und Steinberg Halion 3 Plugins auf.

Der Gesang wurde einmal mehr mit „minimalem Equipment“ über ein RODE NT1-A eingespielt. Die Erststimme im Chorus ist doppelt eingesungen.



Mixing / Mastering

In punkto Einsatz von Mixing/Mastering-Tools hat sich bei mir nichts Wesentliches verändert. (Interessierte können das in anderen Songprojekten, die ich MB-Forum vorgestellt habe, nachlesen.)

Weil mich auch bei dieser Veröffentlichung das Thema „Lautstärke der einzelnen Spuren“ einmal mehr beschäftigt hat, möchte ich darauf im Folgenden jedoch noch etwas näher eingehen.

Ich stelle beim Mixing (und später dann als Folge beim Mastering) mehr und mehr fest, wie wichtig eine gute und ausbalancierte Lautstärke der einzelnen Spuren für einen ausgewogenen Gesamtklang ist. Das klingt zunächst banal - dieser Umstand wird meines Erachtens jedoch häufig vernachlässigt. Und ich habe dabei auch meine eigene Lernkurve durchlaufen.

Eine gute Lautstärkenbalance muss eben nicht unbedingt (und ausschließlich) mit einem Kompressor-Plugin erzeugt werden. Eine gute Lautstärkenbalance in einem Song hat meines Erachtens auch eine größere Bedeutung für den finalen Gesamtsound als das nachgelagerte Mixing/Mastering über EQs, Kompressoren, etc. Umgekehrt betrachtet: eine sehr gut abgestimmte Lautstärke der einzelnen Spuren, macht das verfeinerte Mixing und das nachgelagerte Mastering um einiges leichter. Die individuelle Lautstärke einer Gesangsspur oder eines Gitarren-Solos ist eben nicht nur eine Geschmacksfrage. Das jeweilige Lautstärkenniveau beeinflusst eben auch den klanglichen Gesamteindruck eines Songs bzw. lässt diesen klanglich mehr oder weniger ausgewogen erscheinen.

Im vorliegenden Songprojekt habe ich einmal mehr auch mit Lautstärkenautomatisation gearbeitet, um einzelne Instrumenten- oder Gesangspassagen, die sonst etwas untergehen, über eine 1 - 1/5 dB-Anhebung stärker nach vorne zu schieben. Umgekehrt muss der E-Bass bei diesem Song in den Strophen nicht genauso laut sein wie in den Chorusteilen.

Für die Lautstärken-Editierung von Rohspuren und für eine ausgewogene Lautstärkenbalance der einzelnen Spuren sollte man sich daher auch ausreichend Zeit nehmen. Das zahlt in einen guten Gesamtklang mehr ein als man üblicherweise vermutet.



Audio- / Videoaufnahmen

Nachfolgend hier nun zunächst die Audioaufnahme auf:

SoundCloud:



Spotify:



Für das Video wurden diverse, qualitativ hochwertige Videopassagen der Bilder-/Videoplattform www.pexels.com verwendet. Ich habe versucht, damit die Textpassagen entsprechend bildlich zu unterfüttern und damit ein bittersüßes Entertainment zu erzeugen. Bei den besagten Videoteilen handelt es sich nicht nur um qualitativ hochwertiges, sondern auch lizenzfreies Material. Eine der Nutzungsvoraussetzung ist die namentliche Erwähnung (inkl. Link-Verweis) der jeweiligen Künstler, die sich bei mir im Kommentarbereich des YouTube-Videos befinden. Zur Erstellung eigener (Musik)-Videos kann ich die genannte Plattform daher empfehlen.


Es würde mich freuen, wenn Euch die Veröffentlichung gefällt und ein wenig Freude bereitet!


Für umsonst und drinnen - viel Spaß beim Anhören / Anschauen:

YouTube:




Grüße aus Franken - wolbai :great:
 
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Beschreibung passt 100% :) 🥰

Nur eins:
Mit 4:56 Min. ist er, nach heutigen Maßstäben, (zu) lang ausgefallen. Das aktuelle Erfolgsrezept für Popsongs empfiehlt eine Songlänge von ca. 3 Minuten (und noch besser darunter).
:unsure:
Die 4:56 wären auch schon in den 70ern für eine Single lang gewesen.
Die 3 Minuten stammen ja aus der Vinyl-Zeit.
 
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Hallo und herzlichen Dank für Eure "Gefällt mir" - Rückmeldungen. Das hat mich sehr gefreut :great:
 

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