WOLBAI: Memories Of You

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Einleitung und Songhintergrund

Ich habe diesen Vocalsong bereits in 2018 geschrieben, ihn schon einmal aufgenommen und in einer früheren Version teilweise auch veröffentlicht. Obwohl mir der Groove, die in Teilen sphärische Stimmung und das Songarrangement eigentlich immer gefallen hat, ist er mir dennoch irgendwie „aus dem Kopf gefallen“ und nun einige Zeit in Vergessenheit geraten. Bei dem hier vorgestellten Song handelt es sich daher um einen Song-Remix, den ich im Rahmen einer nunmehr offiziellen User-Veröffentlichung näher vorstellen möchte.

Bei der stilistischen Boxeneinordnung tue ich mich meistens schwer: man könnte ihn in etwa als einen 80-iger Jahre Pop/Rock-Song, mit leichtem Discotouch umschreiben.

Als ich vor kurzem wieder in den Song reingehört habe, dachte ich mir, dass die Songqualität schon einen besseren Mix verdient hätte. So bin ich nun noch einmal in diesen Song eingetaucht, habe ihn mit meinen aktuellen Mixing/Mastering-Tools (und einigen ganz neuen - siehe hierzu Abschnitt "Mixing") und mit etwas mehr an Erfahrung komplett neu abgemischt.

Interessanterweise hört man die eigenen Songs dann nach einem größeren zeitlichen Abstand doch ein Stück weit auch anders und nimmt u.a. neue Instrumentierungsdetails (wieder) wahr, die man dann auch anders herausarbeitet als in der ersten Fassung. Einen eigenen Song, nach einigen Jahren Abstand, wieder neu anzufassen, ist somit für mich auch eine spannende Reise in die eigene musikalische Vergangenheit.

Im Zusammenhang mit dem hier vorgestellten Song-Remix habe ich mich in letzter Zeit auch intensiver mit der Thematik „Vermarktung“ (in der konkreten Eigenschaft als Hobby-Musiker und Home-Recorder) eigener und gecoverter Songs auseinander gesetzt. (Den Begriff „Vermarktung“ habe ich bewusst in Anführungszeichen gesetzt, weil es ansonsten aus meiner Sicht eine zu hochtrabende Formulierung für mein Vorhaben darstellen würde).

Und dabei geht es mir im Kern nicht darum, mit meinen Songs jetzt auch Geld zu verdienen.

Als Hobby-Musiker und Songwriter wäre das in der heutigen Zeit, in der Musik überwiegend über Streaming- und Musikdownload-Plattformen vertrieben werden, auch ein ziemlich naives Vorhaben. Die geradezu ernüchternden Cent-Beträge, die man als Autor von Musikstücken (z.B. bei Spotify 0,008 Cent pro Stream von mindestens 30 Sekunden) vereinnahmt, sprechen hier eine sehr eindeutige Sprache: um einen 1 EURO mit dieser TOP-Streaming-Plattform zu verdienen, muss man als alleiniger Autor eines Musikstückes ergo 12.500 Streams erreichen.

Ungeachtet der ernüchternden (und für mich persönlich unwichtigen) monetären Möglichkeiten ist es mir jedoch schon ein Anliegen, dass ich meine Musik - auch als Hobby-Musiker - möglichst vielen potentiellen Hörern zugänglich machen kann. Daher habe ich mich, zur Erhöhung meiner derzeitigen „Reichweite“, dafür entschieden, mit einem unabhängigen Vertriebsdienst für digitale Musik (konkret: DistroKid, ℗ 2021 1282052 RECORDS DK) zusammen zu arbeiten.

Ob sich dadurch die Anzahl der Streamings, Clicks, etc. erhöhen lässt, muss die Zukunft erst noch zeigen. In jedem Falle gilt es auch hier, seine potenziellen Hörer und Fans auf die neuen Streaming-Plattformen, in denen man nun ebenfalls präsent ist, aufmerksam zu machen und sie dort hinzuführen. Von alleine passiert durch eine bloße Ausdehnung der Anzahl an zusätzlichen Streaming-Plattformen nämlich nahezu gar nichts.
Ich betrachte daher meinen neuen „Vermarktungsansatz“ zunächst eher als einen Versuchsballon, bei dem ich wenig zu verlieren habe, aber im günstigsten Falle doch weitere Zuhörer für meine Musik begeistern kann.

Dass ein derartiger Erfolg auch wesentlich durch die Songqualität bestimmt wird, ist für mich selbstredend. Und am Ende muss natürlich jeder für sich selbst die Frage nach dem dafür - aus meiner Sicht - erforderlichen handwerklichen Reifegrad möglichst ehrlich beantworten.

Insgesamt habe ich 7 meiner besten eigenen Songs der letzten 3 Jahre und 1 Coversong über DistroKid seit kurzem auf diverse zusätzliche Streaming- und Musikdownload-Plattformen gebracht. Zu diesem Zwecke wurden davon zwei nochmals neu von mir gemixt, von denen ich einen in diesem Beitrag nun vorstelle.

Und hier nun zunächst der neue Song-Remix, den Ihr zum weiteren Lesen ja schon einmal aufrufen könnt.

https://soundcloud.com/wolbai-music/memories-of-you-remix


Nachfolgend nun noch einige zusätzliche Infos zum aktuellen Song-Remix und ein paar weiterführende Details und erste Erfahrungen zur „Vermarktung“ über die Plattenfirma DistroKid. Viel Spaß und Kurzweil beim weiteren Lesen!



Vermarktung eigener und gecoverter Songs

Ein unabhängiger Vertriebsdienst für digitale Musik

Die Firma DistroKid existiert seit 2013 und gewinnt als unabhängiger Vertriebsdienst für digitale Musik aus meiner Sicht zunehmend an Bedeutung. Dies gilt insbesondere für die steigende Zahl an kleineren (Home Recording)-Musik-Acts, die für sich ein akzeptables handwerkliches Niveau bei ihren Produktionen erreicht haben, bei denen jedoch nur ein geringes finanzielles Budget für den Vertrieb und das Marketing zur Verfügung steht bzw. die einfach nicht mehr dafür ausgeben wollen. Für diejenigen bietet DistroKid aus meiner Sicht einen pragmatischen Einstieg in die digitale Vermarktung von Musikstücken, ohne dafür gleich in merkliche finanzielle und risikobehaftete Vorleistungen gehen zu müssen.
Ich persönlich zähle mich zu dieser Zielgruppe.


Kurzinfos zu Preisen und Vertragskonditionen

Es gibt verschiedene Preis-/Servicepakete mit unterschiedlichen Leistungen. Im Einstiegspaket zahlt man 19,99 USD pro Jahr für den Vertrieb über ca. 20 verschiedene Streaming- und Musikdownload-Plattformen. Die wichtigsten Plattformen sind dabei:

- Spotify,
- Amazon Music,
- Apple Music,
- iTunes,
- Google Play / YouTube Music.

Sämtliche Urheberrechte verbleiben beim Künstler. Das gleiche gilt für etwaige Einnahmen aus Musik-Steamings und Musikdownloads. (Diese sind - wie bereits erwähnt - bei kleineren Music-Acts aus meiner Sicht jedoch ohnehin vernachlässigbar).

Preislich gesehen, in punkto Urheberrechte und etwaiger Einnahmen ist DistroKid meines Erachtens eine attraktive Vertriebsplattform, um einen verlässlichen Zugang zu wichtigen Streaming-Plattformen wie Spotify zu bekommen. Derartige Plattformen setzen in aller Regel ein Plattenlabel als Vertragspartner voraus. (Ein direktes Hochladen als Künstler ist z.B. auf Spotify nicht möglich).

Es gibt natürlich auch eine ganze Reihe anderer Vertriebsplattformen für digitale Musik. Diese unterscheiden sich teilweise merklich bei den Preisen, in der Ausgestaltung der Urheberrechte und dem Einnahmen-Sharing bei Streamings und Musikdownloads.

Mit einem weiteren kostenpflichtigen Zusatzpaket bekommt man auch sehr sprechende und zeitnahe Statistiken (Streams, Follower, Downloads pro Plattform und Song) zu den wesentlichen Streaming-Plattformen und Musikdownloaddiensten.

Auch Coversongs kann man mit DistroKid über die genannten Plattformen vertreiben bzw. dort weiteren Hörern zugänglich machen. Der Anbieter verlangt dafür zusätzlich eine jährliche Gebühr von 12 USD pro Song. Er übernimmt dafür im Gegenzug die monatlichen anteiligen Überweisungen der Streaming- und Musikdownloadeinnahmen an den jeweiligen Urheber des Musikstücks.


Zugänge zu den wichtigsten Streaming-Plattformen und Musikdownloaddiensten

Am Beispiel meines Remix-Songs „Memories Of You“ finden sich im Folgenden einige exemplarische Zugänge zu den wichtigsten Streaming-Plattformen und Musikdownloaddiensten, die ich mir nun über DistroKid zusätzlich erschlossen habe:


Link zur Streaming-Plattform Spotify:
https://open.spotify.com/album/3akqMmwhU7HyupdY9IdEGj


Link zur Streaming-Plattform Apple Music:
https://music.apple.com/us/album/me...90351?uo=4&app=music&at=1001lry3&ct=dashboard


Link zum Musikdownloaddienst iTunes:
https://music.apple.com/us/album/me...0351?uo=4&app=itunes&at=1001lry3&ct=dashboard


Link zum Musikdownloaddienst Amazon:
https://www.amazon.com/-/de/dp/B08W2PXW7L/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&dchild=1&keywords=wolbai+memories+of+you&qid=1612807220&s=dmusic&sr=1-1


Natürlich kann man pro Song auswählen, auf welchen der auszugsweise genannten Plattformen man seine Musikstücke präsentieren möchte. Damit einhergehend stellt sich jedoch auch die Frage, ob man als Künstler seine Musikdownloads kostenpflichtig machen möchte oder nicht. Über diese Frage habe ich, im Zusammenhang mit meinem Bemühen noch mehr Zuhörer für meine Musik zu gewinnen, ein paar Gedankenrunden gedreht und bin dabei für mich zu folgendem Ergebnis gekommen:

Ich nehme schon seit längerer Zeit immer wieder diesen krassen und geradezu zynischen Widerspruch in unserer Gesellschaft wahr, dass man Musik einerseits zwar eine hohe ideelle Bedeutung attestiert. Andererseits darf aber der Konsum der selbigen möglichst nichts kosten. Daraus ableitend muss ich mich dann auch konsequenterweise zu einem kostenpflichtigen Musikdownload bekennen. Wohlwissend, dass ich damit faktisch dennoch kein Geld mit meiner Musik verdiene. Kunst hat, neben dem ideellen, unbedingt auch ihren monetären Wert und es ist wichtig – auch im Kleinen – dies mit Taten zu verdeutlichen.
Und ich sage auch in aller Ehrlichkeit: ich schätze mich überaus glücklich, die schönen Seiten des Musikmachens als Hobby-Musiker genießen zu dürfen und Musik nicht als Beruf und zum Lebensunterhalt gewählt zu haben.


Bereitstellung von Vermarktungstools

DistroKid bietet zum oben genannten Einsteigerpreis, selbstredend, keine aktiven und individuellen Werbemaßnahmen an. Es stellt jedoch bereits im Einsteigerpaket einige Tools zur Verfügung, die man dafür nutzen kann. So werden zum oben genannten Basispreis bereits ein paar aus meiner Sicht interessante Vermarktungstools bereitgestellt: Promocards, ein Mini Teaser-Video und eine Hyperfollow-Page.


Promocard-Beispiel:

promo_card(7).jpg



Und so sieht ein Teaser-Video aus, welches ich auch im weiter unten aufgeführten Song-Video auf YouTube mit verwendet habe:

https://video.distrokid.com/minivid-76883-Z8l7.mp4


Ein für mich spannendes Promo-Tool ist die sogenannte Hyperfollow-Page. Hierbei handelt es sich um eine Art Landing-Page, auf der man alle relevanten Links der verschiedensten Plattformen auf einer einzigen Seite zusammenfassen kann. Für meinen Remix-Song sieht die entsprechende Distro-Kid Hyperfollow-Page wie folgt aus. Ich nutze sie auf diversen Plattformen (z.B. auf SoundCloud) als Verweise zu anderen Streaming-Plattformen, wo man ebenfalls in den Genuss von wolbai-Music ( :D ) kommen kann:

https://distrokid.com/hyperfollow/wolbai/memories-of-you-2


Die oben genannten Vermarktungs-Tools lassen sich natürlich prima in Social Media-Plattformen einbinden - sofern man auf diesen präsent ist.


Erste Erfahrungen


Die Onlineplattformoberfläche macht einen etwas antiquierten Eindruck. Ich finde das aber nicht wichtig. Wichtig ist das verlässliche Funktionieren der Plattform, insbesondere im Zusammenspiel mit den diversen Streaming- und Musikdownloadplattformen. Und das ist aus meiner Sicht bei DistroKid gegeben.

Grundsätzlich ist die Plattform komplett auf digitale Prozesse ausgelegt. Das geht bei diesem agressiven Pricing sicher auch nicht anders. Ich hatte allerdings am Anfang ein paar Irritationen über die Zeitdauer für einen Upload hin zum Streaminganbieter und auch ein paar Uploadabbrüche bei größeren Dateien (WAV-Format mit ca. 85 MB), wo dann eine menschliche Serviceunterstützung gefordert war. Mein Service-Request wurde in der vorab avisierten Reaktionszeit von 1-2 Tagen bearbeitet und er war hilfreich.

Wichtig ist, dass man sich vor dem Hochladen eines jeden Songs, im Klaren über das jeweils endgültige Albumcover, die Audiodatei, den Titel und das Genre ist. Nachträgliche Änderungen der Metadaten, wie Albumcover oder Titel sind grundsätzlich möglich, aber mit Unwägbarkeiten und merklichen Zeitverzögerungen verbunden. Ein nachträgliches Ändern der hochgeladenen Audiodatei ist nicht möglich, sondern nur ein Löschen der aktuellen und ein Reload.

Grundsätzlich sollte man auch etwas Geduld bis zum finalen Upload eines Songs auf die diversen Plattformen mitbringen. Das Zusammenspiel zwischen Künstler, Vertriebspartner und Streaming-Plattformen funktioniert ja vollkommen asynchron und nach den jeweils eigenen Prozessen und deren zeitlicher Taktung. So kann es dann schon zwischen 1-2 Tagen und bei manchen Plattformen auch bis zu 1-2 Wochen dauern, um einen Song auf die jeweiligen Zielplattform zu bringen.

Für weitere Details zum Leistungsumfang, den Preisen und vertraglichen Konditionen verweise ich auf die DistroKid-Website und auf entsprechende YouTube-Videos.



Instrumentierung

Drums/Bass

Die Drumsspuren wurden mit dem Toontrack EZ Drummer 2 Plugin und dem Modern Vintage-Drumkit aus der Basisversion erstellt. Die notwendige Detailarbeit zur genauen Anpassung an das Songarrangement erfolgte dann innerhalb der Cubase-DAW mittels Midi-Editor und weiteren Mixing-Plugins.

Den rollenden E-Basspart spielte ich noch mit einem Midi-Keyboard und dem kostenlosen Ampl Bass P II Lite-Plugin (emuliert einen Fender Precision Bass) ein. Für ein kostenloses E-Bass Plugin, ist es in jedem Falle zu empfehlen. Ich selbst bin allerdings seit geraumer Zeit wieder zurück zum richtigen E-Bass gegangen. Im Gegensatz zu einem Midi-Keyboard macht es mir - als ehemaliger Bassist - einfach auch mehr Spaß. Darüber hinaus kann man basstypische Spielweisen auf einem Midi-Keyboard nur teilweise abbilden.


Tasteninstrumente

Im Songarrangement finden sich eine ganze Reihe an Tasteninstrumenten: A-Piano, E-Piano, Organ, Strings und diverse Bläser. Diese wurden mit einem Midi-Keyboard und entsprechenden Plugins von Steinberg Halion Sonic 3 aufgenommen.


Gitarren

Die diversen Rhythmus-Gitarrenspuren habe ich einerseits eine modifizierte James Tyler Variax JTV69 (teils über Gitarrenmodelling und teils über die magnetischen Pickups) eingespielt. Für die Soloparts wurde eine Warmoth H-S-H verwendet. Als Verstärker kam einmal mehr mein „Wald-und-Wiesen“-Marshall JVM410 zum Einsatz. Das Gitarrensignal wurde dabei über eine Boxensimulation (BLUBOX von BLUGuitar) direkt (also ohne Mikrofonierung) abgenommen.
Den anschwellenden Gitarrenpart in der zweiten Strophe habe ich mit einem Volumenpedal meines Pedalboards erzeugt und für eine der beiden Rhythmusgitarren im Outroteil den WAH-Effekt von meinem Fractal FX8 Multi-FX Board verwendet.


Vocals

Als Recording-Equipment für die Vocals nutze ich aktuell das Rode NT1-A Großmembran-Mikrofon und ein audient iD14-Audiointerface. Die Audioaufnahmen wurden anschließend dann mit einer ganzen Reihe an DAW-internen und externen Mixing-Plugins detailliert nachbearbeitet. Meine Vocalparts waren leider doch sehr schwankend in der Lautstärke aufgenommen, so dass auch einiges an Lautstärkenautomatisation notwendig war, um sie einigermaßen auf einem gleichen Pegel zu halten.



Mixing

Für das Mixing verwende ich seit geraumer Zeit iZotope-Produkte (Neutron 3, Nectar 3, RX7, Nimbus- und R4-Reverbs), die ich als Ergänzung zu den DAW-internen Standard-Plugins nutze.

Des Weiteren hatte ich im Remix auch die Britson Channel- und Buss-Plugins von Sonimus auf den einzelnen Spuren und den Bussen im Einsatz. Sie emulieren die Klangfärbung einer analogen Mixingkonsole. Aus meiner Sicht erzeugen sie in der Tat auf subtile Art und Weise die analoge Wärme und Sättigung analoger Mixingkomponenten und ergänzen damit digitale Mixing-Tools.

Bei einigen Songprojekten mit entsprechend vielen Spuren und Plugins kommt mein Rechner mittlerweile an seine CPU-Leistungsgrenze. Ohne jetzt auf die diversen Optimierungsmöglichkeiten zur Reduzierung der CPU-Last beim Mixing näher eingehen zu wollen, möchte ich in diesem Zusammenhang jedoch auf die sehr hilfreiche Möglichkeit des „Einfrierens“ von Spuren bei Cubase hinweisen. Dies macht dann Sinn, wenn man nicht mehr an die Insert-Plugins ran muss (die Lautstärke, das Panning und die Effekte im Send können dabei weiterhin verändert werden). Das hilft mir persönlich - neben der Anzahl der Audiobuffer - doch sehr.


Baby Audio: Spaced Out-Plugin

Bei den Vocals und ausgewählten Gitarrenspuren (in den Strophenteilen) finden sich im Songarrangement sphärische Klangpassagen. Für diese habe ich ein neues Plugin von Baby Audio (Spaced Out) eingesetzt.
Das Plugin generiert extrem coole Delay- und Reverb-Sounds. Man kann es in der Tat als ein kreatives Mixing-Tool bezeichnen. Die Benutzeroberfläche ist klasse und nach etwas Eingewöhnung auch gut zu bedienen. Es ist speziell für Soundeffekte, die einen tiefen Raum und ungewöhnliche Delay-Einstellungen benötigen, geeignet. Die mitgelieferten 125 Presets für Vocals und Instrumente sind sehr brauchbar. Man darf den Einsatz allerdings nicht übertreiben, sondern sollte es eben gezielt an bestimmten Stellen eines Songs einsetzen. Das Plugin ist mit ca. 40 USD recht erschwinglich. Ich betrachte als es eine gute Ergänzung zu meinen herkömmlichen Delay- und Reverb-Plugins.


Free Plugins Baby Comeback-Delay und Magic Switch Chorus

Auf der Baby Audio-Webseite finden sich unter “Freebies” auch zwei kostenlose Plugins, die ich nicht unerwähnt lassen möchte. Ich habe sie bei einigen Gitarrenparts einmal testweise eingesetzt.
Das Magic Switch Chorus-Plugin ist klasse: es gibt nicht viel einzustellen: Ein/Aus und Mixanteil des analogen Chorus-Sounds. Ich habe es bei der sphärischen Gitarre in den Strophen, zusammen mit dem Spaced Out-Plugin, benutzt. Der Klang erinnert mich an die 80-iger Jahre. Das Baby Comeback-Delay klingt ebenfalls sehr schön. Es kam insbesondere im Outro-Gitarrensolo zum Einsatz.

Eventuell werde ich mir noch die jeweiligen Vollversionen der beiden Plugins zulegen.



Mastering

Ich arbeite mit dem althergebrachten Konzept, das Mixing und Mastering sowohl gedanklich als auch technisch zu trennen. Das hat bei mir allerdings auch einen weiteren und recht trivialen Grund: mein Rechner geht mittlerweile in die Knie, wenn ich beides in einem DAW-Projekt abbilden würde.

Wenn ich mit einem Mix zufrieden bin, erzeuge ich daraus einen Stereo-Mixdown. In einem separaten Schritt mache ich anschließend, auf Basis des Stereo-Remix, dann das Mastering mit Ozon 9 Advanced von iZotope. Dabei habe ich teilweise auch Emulationen von analogem Mastering-Equipment eingesetzt (Vintage Tape, Vintage EQ, Vintage Compressor, Vintage Limiter).



Videoaufnahme

Abschließend hier nun noch die Videoaufnahme zum Song-Remix.

Für umsonst und drinnen – viel Spaß beim Anhören / Ansehen. Über Eure Feedbacks zur meiner User-Veröffentlichung freue ich mich ;)






Winterliche Grüße aus dem verschneiten Franken - wolbai :great:
 
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Mann, Mann, Mann,
das war ja jetzt mal ausführlich.
Und du hast es geschafft, dass ich mir den KOMPLETTEN Text
aufmerksam und interessiert durchgelesen habe.
Sehr interessant und informativ!
Danke dafür, jetzt blicke ich auch mal ein bissle durch
bei der digitalen Vermarktung etc.,
das war für mich bisher ziemlich undurchblickbar.

Und das muss auch noch erwänt werden: "Memories Of You" ist ein Hammer-Song!
 
wolbai
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Schön, dass Dir der Song gefällt und auch in dem üppigen "Beipackzettel" was für Dich Interessantes dabei war :)


Morgendliche Grüße aus Franken wolbai :great:
 

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