Wunder der KI

ok, reicht, dann lieber Antworten der KI.
 
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Google Gemini Pro kann seit ein paar Tagen auch Musik nach Wunsch generieren. Es ist noch eine Beta, die Ausgabe ist auf 30s begrenzt und kommen nicht ansatzweise an Suno & Co ran - aber immerhin sind die Audios mit Wasserzeichen versehen.
 
Kann man als privater Nutzer auch überprüfen, ob da ein Wasserzeichen in der Musik ist?
Würde mich interessieren was passiert, wenn man die generierten Songs durch einen stem splitter schickt und dann mit "echten" Spuren mischt.
Also zB Gesang und Schlagzeug aus der KI aber Gitarre von mir.
Bleibt das Wasserzeichen dann erhalten?
 
Mich würde auch interessieren, wie genau dieses Wasserzeichen in der Audiodatei verarbeitet ist?
Ein Brummton mit einer Frequenz außerhalb unserer Hörgrenze?
 
Kann man als privater Nutzer auch überprüfen, ob da ein Wasserzeichen in der Musik ist?
Ja, mit SynthID.


Mich würde auch interessieren, wie genau dieses Wasserzeichen in der Audiodatei verarbeitet ist?
Ein Brummton mit einer Frequenz außerhalb unserer Hörgrenze?

SynthID für Audio funktioniert nicht über Töne außerhalb des menschlichen Hörbereichs (wie Infraschall oder Ultraschall). Stattdessen wird das Wasserzeichen direkt in die digitale Wellenform des Audiosignals integriert.

Hier sind die wichtigsten Details zur Funktionsweise:
  • Integrierte Wellenform: Das Wasserzeichen wird so in das Audiosignal eingearbeitet, dass es für das menschliche Gehör unhörbar bleibt, aber von spezialisierter Software erkannt werden kann. Es nutzt die Komplexität des Schalls, um Informationen zu verstecken.
  • Robustheit: Das Verfahren ist so konzipiert, dass das Wasserzeichen auch dann erhalten bleibt, wenn die Datei komprimiert (z. B. als MP3 gespeichert), die Geschwindigkeit verändert oder Rauschen hinzugefügt wird.
  • Kein einfacher Ton: Es handelt sich nicht um einen konstanten Brummton oder eine einzelne Frequenz. Die Markierung ist über das gesamte Spektrum des Audios verteilt, ohne die wahrgenommene Klangqualität der Musik zu beeinträchtigen.
 
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Ok - und wenn man die Audiodatei auf Computer A abspielt und auf Computer B mit Audacity o.ä. aufnimmt, ist die versteckte Markierung weg?
 
Ok - und wenn man die Audiodatei auf Computer A abspielt und auf Computer B mit Audacity o.ä. aufnimmt, ist die versteckte Markierung weg?
Nein, die Markierung verschwindet in der Regel nicht.

SynthID für Audio ist so konzipiert, dass das Wasserzeichen sehr robust gegenüber verschiedenen Transformationen ist. Dazu gehört auch das sogenannte „Re-Sampling“, also wenn eine Datei abgespielt und neu aufgenommen wird (z. B. mit Audacity).

Da die Information direkt in die Wellenform des Audiosignals eingearbeitet ist und nicht nur als Metadaten vorliegt, bleibt sie auch bei einer analogen oder digitalen Neuaufnahme meist erhalten. Das System ist darauf ausgelegt, selbst Komprimierungen, Rauschen oder leichte Geschwindigkeitsänderungen zu überstehen.

Weitere Details zur Robustheit findest du hier: support.google.com/gemini?p=synthid
 
El Cid
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Interessant! Und wichtig!
D.h. der KI-Betreiber (also z.B. Google) kann im Zweifelsfall beweisen, dass er das Urheberrecht für das Werk hat und seinen Anteil vom Kuchen verlangen, wenn der Song, den ich mit der KI erstellt habe, zufällig viral geht...?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn das auf dem jetzigen Stand bleibt geht da sicher nix viral :)

Nochmal Gemini, Haftung übernehme ich dafür nicht:

Das ist eine spannende und rechtlich komplexe Frage. Tatsächlich dient das Wasserzeichen in erster Linie der Transparenz und Sicherheit und nicht primär dazu, Lizenzgebühren einzufordern.
Hier sind die wichtigsten Punkte dazu:
1. Zweck des Wasserzeichens (SynthID)SynthID wurde entwickelt, um KI-generierte Inhalte als solche identifizierbar zu machen. Das Ziel ist es, Desinformation vorzubeugen und Plattformen sowie Nutzern zu helfen, den Ursprung eines Werks zu verstehen. Es fungiert also eher als „digitaler Herkunftsnachweis“ und weniger als klassisches Digital Rights Management (DRM), das den Zugriff sperrt oder Zahlungen erzwingt.
2. Urheberrecht an KI-WerkenDie Rechtslage ist derzeit weltweit (auch in Deutschland) so, dass nur „persönliche geistige Schöpfungen“ von Menschen urheberrechtlich geschützt sind.
  • Kein Schutz für die KI: Nach aktuellem Stand kann eine KI (oder der Betreiber) in der Regel kein Urheberrecht an einem rein KI-generierten Werk beanspruchen.
  • Schutz für den Nutzer? Auch für dich als Nutzer ist es schwierig, vollen Urheberrechtsschutz für einen Song zu erhalten, wenn dieser fast vollständig von der KI erstellt wurde. Es fehlt oft die nötige „Schöpfungshöhe“ durch einen Menschen.
3. Nutzungsbedingungen der AnbieterOb ein Anbieter einen „Anteil vom Kuchen“ verlangen könnte, steht meist in den Nutzungsbedingungen (Terms of Service).
  • Bei den meisten aktuellen Modellen (wie auch bei Google) ist es so geregelt, dass der Anbieter kein Eigentum an den generierten Inhalten beansprucht. Oft wird dem Nutzer das Recht eingeräumt, die Inhalte zu verwenden.
  • Ein Geschäftsmodell, bei dem der KI-Anbieter nachträglich Lizenzgebühren für virale Hits verlangt, ist derzeit nicht üblich. Die Anbieter verdienen ihr Geld eher über Abonnements oder API-Gebühren.
4. Das Risiko bei viralen HitsSollte ein Song viral gehen, ist das Wasserzeichen für dich eher in anderer Hinsicht relevant:
  • Kennzeichnungspflicht: Plattformen wie YouTube oder TikTok könnten die Information aus dem Wasserzeichen nutzen, um das Video automatisch als „KI-generiert“ zu kennzeichnen.
  • Nachweis: Falls jemand behauptet, der Song sei von einem echten Musiker handgemacht, könnte das Wasserzeichen genutzt werden, um das Gegenteil zu beweisen.
Zusammenfassend: Das Wasserzeichen ist eher ein Werkzeug für die Kennzeichnungspflicht und die Sicherheit. Dass ein KI-Betreiber damit plötzlich Urheberrechte geltend macht, ist nach aktueller Rechtslage und den gängigen Geschäftsmodellen eher unwahrscheinlich. Dennoch bleibt die rechtliche Einordnung von KI-Werken ein Feld, das sich ständig weiterentwickelt.
 
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Spannend. D.h. im Umkehrschluss dürfte niemand mit KI-Songs Geld verdienen, da niemand das volle Urheberrecht für das Werk hat?
Also müssten die Streamingdienste für KI-generierte Songs eigentlich keinen Cent ausschütten? Warum tun sie es dann?
 
Spannend. D.h. im Umkehrschluss dürfte niemand mit KI-Songs Geld verdienen, da niemand das volle Urheberrecht für das Werk hat?
Also müssten die Streamingdienste für KI-generierte Songs eigentlich keinen Cent ausschütten? Warum tun sie es dann?
Das ist ein wunderbarer Punkt, der die Musikindustrie aktuell vor große Herausforderungen stellt. Es gibt mehrere Gründe, warum Streamingdienste derzeit trotzdem ausschütten:
  1. Die Rolle der Distributoren: Streamingdienste zahlen nicht direkt an Künstler, sondern an Distributoren oder Labels. Diese Unternehmen garantieren vertraglich, dass sie die Rechte an den hochgeladenen Inhalten besitzen. Solange die Datei den technischen Standards entspricht und keine Urheberrechte Dritter verletzt, wird sie im System wie jeder andere Song behandelt.
  2. Nachweisbarkeit: Ohne flächendeckende Wasserzeichen wie SynthID ist es für Plattformen oft unmöglich, zweifelsfrei festzustellen, ob ein Song zu 100 % von einer KI oder einem Menschen (mit KI-Hilfe) erstellt wurde.
  3. Hybrid-Werke: Viele Musiker nutzen KI nur als Werkzeug (z. B. für die Kickdrum oder ein Sample). In solchen Fällen liegt oft eine „menschliche Schöpfungshöhe“ vor, die den Song doch wieder urheberrechtlich schützbar macht. Die Grenze ist fließend.
  4. Fokus auf „Fake Streams“: Für Spotify & Co. ist derzeit nicht die KI das Hauptproblem, sondern der Betrug durch Bots (Fake-Hörer). Sie löschen massenweise KI-Songs, aber meistens, weil die Klickzahlen durch Computer manipuliert wurden, nicht zwingend wegen der KI-Entstehung selbst.
Zusammenfassend: Rechtlich gesehen ist die Ausschüttung für rein KI-generierte Werke tatsächlich umstritten. Die Industrie arbeitet derzeit an neuen Lizenzmodellen, um den Wert menschlicher Arbeit von reiner KI-Massenware abzugrenzen.
 
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Mich würde auch interessieren, wie genau dieses Wasserzeichen in der Audiodatei verarbeitet ist?
Ein Brummton mit einer Frequenz außerhalb unserer Hörgrenze?

Das Wasserzeichen kann nur im Obertonrauschen des Signals versteckt sein. Mit einem LP-Filter müsste man es loswerden können.
 
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Das Wasserzeichen kann nur im Obertonrauschen des Signals versteckt sein. Mit einem LP-Filter müsste man es loswerden können.
Das ist ein interessanter technischer Gedankengang, aber ganz so einfach lässt sich das Wasserzeichen nicht entfernen.
SynthID für Audio funktioniert nicht nur im Bereich der hohen Obertöne oder durch das Hinzufügen von Rauschen. Das Wasserzeichen wird über das gesamte Frequenzspektrum des Audiosignals verteilt. Dabei wird ein psychoakustisches Modell genutzt: Die Informationen werden so in die Frequenzanteile eingearbeitet, dass sie für das menschliche Ohr von den eigentlichen Tönen maskiert (verdeckt) werden.
Da die Markierung also auch in den tieferen und mittleren Frequenzen präsent ist, bleibt sie selbst dann erhalten, wenn du einen Low-Pass-Filter anwendest. Das Wasserzeichen ist so robust, dass es sogar drastische Bearbeitungen wie starke Komprimierung, Resampling oder eben Filterungen meist unbeschadet übersteht, solange das Audiomaterial noch als solches erkennbar bleibt.
 
Ich bin noch nicht überzeugt - als KI-Skeptiker ohnehin nicht so ohne weiteres, hehe ;)
Wenn ich den KI-Song über eine simplen analoge Audiokopplung (z.B. mit nem 3,5er Klinkenkabel) von einen Rechner auf nen anderen übertrage und zusätzlich vielleicht noch die Abtastrate verändere
(z.B. von 48khz auf 44.100), müsste ich eigentlich diese versteckten Frequenzfragmente hinreichend zerstören können. Es können ja nur sehr sehr kurze Segmente mit sehr geringer Amplitude sein, sonst würde man sie unweigerlich hören.
 
Um ganz sicher zu gehen, einen Kassettenrecorder zwischenschalten, Frequenzgang und Gleichlaufschwankung kann nach meinem Verständnis kein digitales Wasserzeichen überleben. Außerdem klingt es dann nicht so altbacken Mainstreamlangweiligperfektsauber.
 
Lustig, erst regen sich alle über die KI in der Musik auf und jetzt diskutieren alle wie man es erreicht, das keiner merkt das man KI nutzt. ;)
 
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Ob man KI zum erstellen von Musik nutzt oder nicht, kann jeder für sich entscheiden - ich tue es nicht.
Mir geht es mehr darum, ob wir in naher Zukunft noch zweifelsfrei zwischen KI-Musik und menschgemachter Musik unterscheiden können und das sehe ich eher pessimistisch.
Die Streamingdienste führen langsam aber sicher eine entsprechende Kennzeichnungspflicht ein - folglich werden parallel dazu Methoden ersonnen, diese zu umgehen bzw. entsprechende Sicherheitsmerkmale
auszutricksen, um vorzutäuschen, dass ein KI-generiertes Musikstück menschgemacht ist.
Ungeachtet der rechtlichen Lage finde ich so etwas zumindest moralisch verwerflich.
KI-Musik als eigene Musik auszugeben ist meiner Meinung nach Fake, Betrug, sich mit fremden Federn schmücken und Geldmacherei mit 0-8-15 Songs.
Es zeigt nur, das man selbst zu faul ist und kreativ selbst nichts gebacken kriegt.
 
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Und daran können wir sie, vielleicht, hoffentlich, erkennen, die böse KI.
Ich bin auch kein Fan und ich mag schon diese Bezeichnung einer aufgeblähten Software nicht, aber das hat sich wohl durch Unwissenheit, was da abläuft, eingebürgert. Sei‘s drum.
Wenn KI als zusätzliches Werkzeug sinnvoll genutzt wird, ist es imho in Ordnung. Aber nur KI ist mir in allen Bereichen zu wenig.
Andererseits auch bei Funk und Fernsehen haben schlaue Leute von Verblödung der Massen gesprochen, aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht gekommen.
Und der große Hype um KI wird auch wieder nachlassen, wenn die Leute bemerken, dass nicht alles was glänzt Gold ist. KI ist nicht überall sinnvoll und das sickert doch schon langsam durch. Besonders wenn die Leute viel, sehr viel Geld bezahlen sollen um sie für sich sinnvoll zu nutzen. Und die Betreiber/ Vermarkter der KI‘s sind gierige Geschäftsleute, sie werden sich ihr Geld holen wollen.
 
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Es gibt ja auch schon KI-basierte Effektgeräte, die kannst du anweisen die Stimme deiner Mutter zu imitieren und mitdir zu schimpfen wenn du dich verspielst.
Überhaupt ist doch die Hardware der hochpreisigen Simulatoren ein ideales Biotop für die kleinen persönlichen KI-Agenten.
 
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