Wunder der KI

Die Maschinen fahren jetzt schon oft besser Auto (z.B.) als wir und halten sich vor allem an die Geachwindigkeitsbeschränkungen!
Die Stärke des Menschen sehe ich eben gerade darin, dass er sich nicht an Einschränkungen hält, wenn er sie nicht für sinnvoll empfindet. Wenn wir uns immer an gesellschaftliche Vorgaben gehalten hätten, würden wir jetzt wahrscheinlich noch in Höhlen leben... (Ich will damit nicht sagen, dass man immer so schnell fahren soll, wie man Lust hat.) Für was brauch ich ein selbstfahrendes Auto? Ich kann ja selbst fahren. Die können von mir aus ein paar Sensoren einbauen, damit ich keine Leute über den Haufen fahre, dazu bräuchte es wahrscheinlich nicht mal KI. KI führt doch in vielen Fällen nur zur weiteren Verblödung der Menschen. In vielen Fällen bringt sie keinen Mehrwert.

Das interessante bei Suno finde ich, dass die selbst schreiben, man wird damit nicht das Orchester für die Filmmusik ersetzen... Im Prinzip sagen sie damit doch, dass das alles minderwertige Qualität hat. Ich denke das ganze System kann nur minderwertiges Zeug produzieren. Ich weiss nicht wie Suno funktioniert, aber ich habe schon den Eindruck, die zerlegen doch einfach Stücke in einzelne Spuren und bilden z.B. anhand der Töne, die Hendrix spielt, durch Interpolation den Hendrix Sound nach... Ähnlich wahrscheinlich beim Gesang. Das geht halt physikalisch auf hohem Qualitätslevel nicht, weil einem die Informationen fehlen. Da bringt auch KI nichts. Es ist nicht möglich, ein Signalmix wieder perfekt in die einzelnen Signale zu trennen, schon alleine wegen der IMD nicht. Du kannst auch nicht am Tag die Sterne in hoher Qualtität beobachten, indem Du einfach das Tageslicht der Sonne rausrechnest. So etwas wird es nie geben, nicht mit der Physik, die wir bis jetzt beschrieben haben. Um eine hohe Tonqualität zu erreichen, wird man um virtuelle Instrumente nicht herumkommen. Macht man ev. schon?

Suno ist ungefähr so kreativ, wie wenn ich zu einer Band gehe und ihnen den Auftrag gebe, ein Stück nach meinen Vorgaben zu machen. Ich könnte mir vorstellen, dass ich mich von ki insprieren lasse, wenn ich an einem Stück arbeite. Aber einfach alles von ki erstellen lassen, da kann ich auch auf der Bank die Knöpfe drücken, um mein Geld zu kriegen. Ich seh den Sinn für mich daher nicht.

Interessante Doku, war jetzt nicht so viel Neues für mich dabei, weiss nicht, ob ihr das bei Euch in DE sehen könnt: https://www.srf.ch/play/tv/dok/vide...rf:video:59498230-c2df-4ecc-af55-50b17af007a6

LG
 
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Die Stärke des Menschen sehe ich eben gerade darin, dass er sich nicht an Einschränkungen hält, wenn er sie nicht für sinnvoll empfindet.
Ja, kann man so sehen, nur ist der Mensch halt nicht allein auf der Welt und jeder findet seinen Sinn (anders) selbst … aber das ist OT.

Suno ist ungefähr so kreativ, wie wenn ich zu einer Band gehe und ihnen den Auftrag gebe, ein Stück nach meinen Vorgaben zu machen.
Da käme dann u.U. je nach Auftrag!, Band, also musikalischer Erfahrungen der Bandmitglieder, einigen Zufällen, Assoziationen .. vielleicht was interessantes raus. Vielleicht auch nicht. Ich sehe da prinzipiell keinen Unterschied.

Den Unterschied mache ich, nämlich welcher Band (oder welcher KI) ich welchen Auftrag gebe.
 
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Ob irgendwann ein Roboter Gitarre spielt?
Und dann hast Du und jeder andere Deinen Hendrix oder Benson Roboter. Was bringt das? Eine Michelangelo Statue aus der CNC Fräse kannst Du Dir in den Garten stellen. Hat halt mit Kunst trotzdem nichts zu tun. Egal was man entwickelt, es verschiebt nur die Messlatte. Stell Dir ein Leben vor, in der jede Anstrengung sinnlos ist, weil für alles schon die perfekte, vorgefertigte Lösung immer, überall und billig zur Verfügung steht. Ich möchte in so einer Welt nicht leben. Wir Menschen brauchen Herausforderungen.
 
Ob irgendwann ein Roboter Gitarre spielt?
die Robotik hinkt weit hinterher, alles was mit Feinmotorik zu tun hat, liegt wohl noch in weiter Ferne. U.a. weil uns Menschen noch überhaupt nicht klar ist,
wie diese funktioniert. Seh ich also vorerst nicht, das Roboter Gitarre spielen.
 
Maschinelles Git.
naja, maschinelles Klavierspielen gab es schon im 19Jahrhundert. Um ein Instrument sagen wir mal auf dem Durchschnittsniveau hier im MB
zu spielen, braucht es aber schon deutlich mehr, was gerade die Feinmotorik und Flexibilität anbelangt.
 
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Mir ist gerade ein Artikel über KI über den Weg gelaufen, hier im Business Bereich:
Da wird unterschieden zwischen denen, die KI als Werkzeug einsetzen und es zu nutzen wissen (Piloten) und andere, die KI einfach so abfeuern, weil sie zu faul sind, selber zu arbeiten (Passagiere).
Vielleicht ist der auch für den einen oder anderen Interessant.

Ich selber habe KI beruflich genutzt, um mich in eine neues Tool einzuarbeiten. Mit konkreten Anfragen und angeforderten Beispielen bin ich recht schnell zum Ziel gekommen, wobei eine Antwort acuh für sofort als wertloser und fehlerhafter Quatsch erkennbar war. Eigenen Überblick sollte man bei allem behalten.
 
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@chris_kah , sehr interessanter Artikel(y). Ich schrieb es ja schon, Musiker/innen, die die KI einsetzen um Kompositionen umzusetzen, hauen das nicht in 2 Stunden raus. Jedenfalls wenn sie einen gewissen Anspruch haben und für sie zumindest was neues machen wollen. Kann dann Wochen dauern.
Ich verstehe das so, das das alles nur Sinn macht, wenn man sich mit der Problemstellung genauestens auseinander setzt und gezielt mit Hilfe einer KI eine Lösung anstrebt. Du scheinst das ja so zu machen. Für mich heisst das, ich will keine Probleme lösen, (als Rentner, welche denn:ROFLMAO:?), mit Hilfe von KI.
Meine Musik mache ich auch lieber von Hand, geht, glaube ich, auch schneller, da oft intuitiv:m_git2:.
Danke für den Beitrag.
 
:unsure:
"In nachgelagerten Stationen sind Mitarbeitende dann gezwungen, das Abgelieferte zu interpretieren, zu korrigieren oder gleich komplett neu zu machen. "

Also wenn ich eine KI -hübsch gemachte Präsentation bekomme, wo der Inhalt nicht stimmt, dann geht die genauso zurück wie eine schlecht gestaltete, wo der Inhalt nicht stimmt ...

Der Aufwand ist in beiden Fällen, dass man erstmal dahinterkommen muss, dass da Fehler oder Nix drin sind...

Für das ganze Bild muss man aber auch die positiven Ergebnisse mit einrechnen, und die Gesamtbilanz fällt vermutlich positiv aus.
Dazu kommt, dass ein Unternehmen die MA auch entsprechend schulen muss, was den Umgang mit KI angeht.
 
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Ich sehe in nächster Zeit die große Gefahr, dass wir mit KI generiertem Müll geflutet werden. Das geht jetzt schon los bei Werbeanzeigen ...
... wenn man dann aus diesem Müll raus will, kostet das Anstrengung und ew wird schwerer, echtes von Müll zu unterscheiden.

Aber auf diese Weise macht ja ein gewisser Herr T. Politik. (und nicht nur der) (oh da war es wieder das böse Wort) Wenn man nur mit genug Müll zugeworfen wird, weiß irgendwann niemand mehr, was richtig ist.

Die Müll Methode gibt es schon länger, aber mit KI kann man ohne großen Aufwand die Schlagzahl drastisch erhöhen.
 
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Ich finde das auch eine höchst beunruhigende Entwicklung.
Zerstören geht immer schneller als etwas aufbauen, und die Zerstörer haben Werkzeuge an der Hand, die ihnen praktisch unbegrenzte Mengen von störenden "Agenten" an die Hand geben.

Und vermutlich ist eine große Anzahl von Menschen weltweit schlicht zu ungebildet bzw hat kaum eine Chance, um sich diesem Angriff zu entziehen.
 
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"Tim Lauth, Geschäftsführer von The Radio Group, begrüßt den Einzug von KI-Musik ins Radio. „Wir sehen den Einsatz von KI-generierten Inhalten als logischen nächsten Schritt in der Evolution des Radios“, schreibt er in seiner Stellungnahme. In erster Linie stehe der Unterhaltungswert im Vordergrund, der auch von den Hörern bislang positiv aufgenommen werde.

Dass es Radiosendern in puncto KI-Musik nicht nur um Unterhaltungswerte geht, macht die Stellungnahme von BLM-Präsident Schmiege deutlich. Schmiege erwähnt, dass für KI-generierte Musiktitel keine Gebühren bei der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) anfallen."

Hauptsache billig ...
 
Ich schätze mal in wenigen Jahren wird es kaum noch Radiosender geben. Irgendwelche KI-Apps die KI-Musi, Podcasts, Kultur, Nachrichten usw. auf Wunsch des Users je nachdessen Interesse und Voreinstellung erstellen werden das und vlt. sogar TV, wie wir es kennen, ersetzen.
...
Zu dem Thema mal kurz Gemini gefragt und siehe da, 2026 gibt es schon mehrere tausend iNet-Kanäle die ausschließlich K.I.Musik spielen.
Und 2026 wird es einen Trend zu "Radio-in-a-Box" - Diensten geben:

... Diese Dienste kombinieren mehrere KI-Technologien zu einer sogenannten "Radio-in-a-Box"-Lösung. Hier sind die Details zur Funktionsweise und den Anbietern:

Funktionsweise​

Ein KI-Radiosender basiert auf der nahtlosen Integration von drei Säulen:
  1. Musik-Generierung: Tools wie Suno oder Udio erstellen die Tracks. Über APIs werden diese direkt in die Playlist eingespeist.
  2. KI-Moderation (Voice & Skript): Large Language Models (wie GPT-4) schreiben die Moderationstexte basierend auf aktuellen Wetterdaten, Nachrichten oder Song-Informationen. Text-to-Speech-Systeme (z. B. ElevenLabs) verleihen dem Bot eine menschlich klingende Stimme.
  3. Automatisierungs-Software: Plattformen wie Radio.co oder Airtime Pro verwalten den Stream und sorgen für die 24/7-Ausspielung.

Bekannte Anbieter und Tools​

  • RadioGPT (von Futuri Media): Einer der Vorreiter, der lokale Inhalte scannt und daraus Moderationen generiert. Er wird bereits von großen Funkhäusern für Randzeiten genutzt.
  • AudioSalad & TuneCore: Diese Dienste bieten mittlerweile Integrationen an, um KI-generierte Kataloge effizient zu verwalten und zu streamen.
  • Cloud-Plattformen: Anbieter wie Live365 ermöglichen es, gegen eine monatliche Gebühr (oft ab ca. 30 $) einen Server zu mieten, auf dem KI-Bots die komplette Sendeplanung übernehmen.

Kostenstruktur​

Der Betrieb ist mittlerweile extrem günstig:
  • Server/Hosting: ca. 15–50 $ / Monat.
  • KI-Guthaben (Stimme/Texte): Je nach Umfang ca. 10–30 $ / Monat.
  • Musik: Bei Nutzung eigener KI-Modelle entfallen Lizenzgebühren an Verwertungsgesellschaften wie die GEMA oft (rechtliche Grauzone), was die Kosten massiv senkt.

Warum das zunimmt​

Der Hauptgrund ist die Hyper-Personalisierung. Es entstehen Nischensender wie "Lo-Fi Hip Hop für Programmierer mit Wetterberichten aus Berlin", die für einen menschlichen Betreiber wirtschaftlich nicht rentabel wären, als vollautomatisierter Bot jedoch profitabel laufen können.

Schöne neue Welt ...

Ich bleib trotzdem lieber bei Musi von echten Leuten und wenn mir etwas gefällt kauf ich's bei Bandcamp, oder auf'm Konzi.
 
Hauptsache billig ...
Klar, KI ist ein Geschäftsmodell. Ich denke nicht, die Absicht dahinter ist, den Menschen etwas Gutes zu tun. Wenn man den Preis von etwas genügend senkt, fragt "keiner" mehr nach der Qualität. Deshalb wird es langfrisitig bei nicht sicherheitsrelevanten Aufgaben zweitranging sein, ob KI den Job wirklich besser machen kann als ein Mensch. Wenn die Kasse stimmt, wird es niemanden interessieren.

KI wird gerne mit der industriellen Revolution verglichen. In meinen Augen ist aber die Ausgangslage eine komplett andere. Im Prinzip leben wir bei uns schon im materiellen Überfluss. Wir haben eher ein Verteilungsproblem. KI wird das nicht verbessern. Alles einfach billiger zu machen, ist keine Lösung.
 
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Schmiege erwähnt, dass für KI-generierte Musiktitel keine Gebühren bei der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) anfallen."
Mal abwarten, wann die "Anfütterungsphase" der KI-Erfinder zu Ende ist und dann knallharte Gebühren für KI-Erstelltes anfallen. Bis jetzt sieht es ja noch so aus, als hätten Suno und Co kaum finanzielle Interessen. Ich glaube, daß sich eine Menge Anwälte bereits auf rosige Zeiten vorbereiten.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Irgendwelche KI-Apps die KI-Musi, Podcasts, Kultur, Nachrichten usw. auf Wunsch des Users je nachdessen Interesse und Voreinstellung erstellen werden [...]
Fände ich traurig, da es dann keine Chance mehr gäbe Neues zu entdecken, da dieses ja nicht dem "Beuteschema" entspricht.
 
A propos Anfütterungsphase: Bei den "Trainingsdaten" der KI im Netz wundert es mich nicht, dass viele KI generierte Inhalte Schreibfehler enthalten ... Vermutlich zu viele Social Media Posts in den Trainingsdaten ;):D:whistle:
 
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