XLR-Kabel: Welches ist gut?

von phil199516, 27.04.10.

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  1. phil199516

    phil199516 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.04.10   #1
    1. Einleitung


    Wie ihr oben schon seht möchte ich in diesem kurzen "Kaufberater" darstellen, welche XLR-Kabel brauchbar sind und was sie ausmacht. Zumal möchte ich sagen, dass alles, was ich hier schreibe, auf meine eigenen Erfahrungen beruht, d.h. es kann sein, dass ich hier Marken ganz außen vor lasse, weil ich sie nicht kenne.


    2. Was macht ein gutes Kabel aus?




    Diese Frage ist durchaus berechtigt, denn nicht jeder kann auf Anhieb wissen, was ein gutes Kabel denn für Eigenschaften hat. Also, um es kurz zu halten, hier die Eigenschaften in stichpunktartiger Form:
    • Gute Wickeleigenschaften, denn keiner möchte nach dem Gig ewig wickeln
    • Lange Lebensdauer (=Qualität) des Kabels UND des Steckers/Kupplung
    • 2 Adern+Masse (wichtig für symmetrische Kabelführung)
    • Guter und genug dimensionierter Mantel, denn ist er zu hart wickelt es sich nicht schön. Ist er zu weich, behält das Kabel seine Form nicht und kann leicht eingeschnitten werden
    • Vertretbare Audiowerte/Adernquerschnitte

    3. Das Kabel im Vergleich zur Anwendung



    Das ist schon ein etwas komischer Punkt an der Sache. Ich möchte hiermit nur schon mal vorbeugen, dass nachher nicht die Schreie kommen, dass ich hier Bands im Anfangsstadium die teuersten Kabel empfehle. Wenn ihr euch Kabel kauft, überlegt wofür es gemacht sein soll. Ist es "nur" für den Proberaum bestimmt, so reicht meist auch ein günstiges (NEIN! Kein BILLIGES) Kabel aus. Wenn ihr allerdings vorhabt damit auch durch die Clubs zu touren, so solltet ihr zur Mittelklasse greifen. Die Verleiher und prof. arbeitenden unter uns, werden dann doch eher zum sehr guten Kabel greifen. Euch sollte allerdings doch bewusst sein, dass es eine Mindestgrenze gibt, denn es gibt Kabel, die kann man einfach NICHT verwenden.


    4. Wie erkenne ich ein gutes Kabel?


    Das ist etwas, was sich im Laden schlecht beurteilen lässt. Im Allgemeinen kann man sagen, dass die teureren Kabel meist die besseren Kabel sind. Außerdem zahlt sich hier Qualität (=Marken) aus. Man sollte auf die Punkte oben achten und außerdem seiner Erfahrung mit einer Marke vertrauen. Kauft man sich zum ersten Mal ein Kabel empfehle ich zwei Punkte weiter unten zu lesen und zu schauen, ob was für sich selber dabei ist. Ich habe es früher immer so gemacht:
    Ich habe mir ein Kabel einer Marke bestellt und einfach mal geschaut, ob es denn zu mir passt, bzw. wie die Eigenschaften sind. Hat es mir nicht gefallen, ging es per Post zurück. Nun habe ich, wie im nächsten Punkt zu sehen, schon einige Kabel in der Hand gehabt und kann die Spreu vom Weizen trennen. Meistens hilft es auch, das Kabel mal anzufassen, den Mantel zu "spühren" und das Kabel 2 oder 3 mal zu wickeln. Dann weiß man meist gleich, ob das nicht wirklich völliger mist ist.


    5. Fertig oder Selber Löten?


    Ich bin definitiv für das selber löten, denn hier bekommt man genau das Kabel, was man braucht hat keine Probleme mit Kalten Lötstellen und kann über die Kabel und Steckerqualität selber entscheiden. Ich brauche für ein XLR-Kabel knapp 7 Minuten. Sollte jemand mehr brauchen, sollte er sich lieber fertige Kabel kaufen, denn sonst lohnt es sich einfach nicht. Ein weiterer Punkt, der für's selber Löten ist, ist, dass es evtl. billiger sein kann, wenn man zu sehr hochwertigen Kabeln greift. (s.u. sc Primus)


    6. Hot oder Schrott?

    Hier nun eine kleine Auswahl an Kabeln, die ich selber kenne


    Kabel der Marke sssnake vom Thomann:

    Schrott, weil bescheiden wickelbar, nicht haltbar, nicht strapazierbar und teils schlecht verlötet. Ich halte von diesem Kabel NICHTS.

    2/10 Diese Kabel sind noch nicht einmal für den Proberaum zu gebrauchen!


    Kabel der Marke stagg; N-Serie:

    Diese Kabel sind brauchbar, auch wenn der Mantel teils störrisch ist und es im kalten Zustand recht schlecht zu wickeln ist. Die Stecker sind in Ordnung, auch wenn's keine "richtigen" Neutriks sind.

    4/10 Dieses Kabel ist für den Proberaum und "Ab-und-zu-Gigs" vollkommen ausreichend.


    Kabel der Marke DAP Audio; Serie MC 216:

    Diese Kabel sind ebenso brauchbar, hier ist der Mantel etwas weicher als das Optimum. Es lässt sich gut wickeln und ist auch von der Qualität gut brauchbar und haltbar. Hier sollte man allerdings wirklich selber löten, denn ich hatte auch schon Kabel, die kalte Lötstellen hatten. Ich benutze das Kabel sehr gerne, da es für den Preis richtig gut ist. Der Preis auf der HP ist die UVP. Ich bezahle nicht mehr als 40 cent pro Meter. Dafür ist Kabel in Ordnung! Die DAP-Stecker sind auch für 'nen Euro ausreichend.

    6/10 Dieses Kabel ist für den Proberaum und "Ab-und-zu-Gigs" vollkommen ausreichend.


    Kabel der Marke Cordial; Cordial CMN 220:

    Diese Kabel sind ebenso brauchbar, wie das DAP Audio Kabel, doch sind hier die konfektionierte Lösungen besser. Leider gefallen mir die Stecker nicht wirklich und reparieren kann man die auch nicht, weil man die Stecker nicht abbekommt. Es ist die Standertempfehlung des Boards in der Bugetklasse.

    5/10 Das Kabel an sich ist brauchbarer, als man bei dem Preis erwartet, doch finde ich die Steckerlösung nicht sonderlich. Schade!


    Kabel der Marke Cordial; CMK222 (konfektioniert):

    Einfach ein gutes Kabel. Lässt sich gut wickeln. Die fertigen sind gut verlötet. Dieses Kabel ist etwas für den Wochenendgebrauch, nichts für den harten, tägl. Toureinsatz, da mir der Mantel nicht so gefällt.

    8/10 Alles gut. Nur der Mantel ist nicht das Beste.


    Kabel der Marke Sommercable; stage22highflex

    Das ist eins meiner Lieblingskabel von meiner absoluten Lieblingsmarke. Gut zu wickeln, Eigenschaften gut. Der Mantel ist auch i.O. Was will man mehr? Dann auch noch zu einem sehr attraktiven Preis, da ich für das selber löten bin. Der Meter kostet noch nicht einmal 'nen Euro. Dazu Neutriks und man ist glücklich. Das Kabel hält einiges aus!

    9/10 Fast spitze. Meine klare Empfehlung an die (Semi)profis


    Kabel der Marke Sommercable; Primus

    Das ist mein allerliebstes Kabel. Der Preis schreckt zwar etwas ab, es lohnt sich aber. Es ist von der Qualität einfach spitze. Ich würde sogar 'nen Auto mit abschleppen. Es lässt sich sehr leicht verlöten. Außerdem zahlt sich der Querschnitt mit 0,5mm² bei langen Strecken wirklich aus (anbei: Ich habe eine Aufnahme einer Orgel gemacht und da brauchte ich je 40m Kabel pro Seite. An der einen war das Primus, auf der anderen stage22highflex, das Primus gab am Pult mehr Pegel ab ;) ). Bei diesem Kabel wird man vom Preis des fertigen Kabels quasi gezwungen selber zu Löten, denn es ist fertig einfach nicht bezahlbar.

    10! Es ist einfach mein liebstes Kabel. Ein Kabel für die Profis, leider gehöre ich nicht dazu, habe aber dieses Kabel ;).



    So. Das war's. Ich hoffe es lässt sich jetzt noch besser lesen (Danke an guitar_master für die Vorschläge :great:) und verstehen. Falls Fragen seien sollten, einfach fragen. Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Außerdem kann ich auch mal Fehler machen. Macht mich also bitte ganz lieb darauf aufmerksam ;-).

    _____________________________

    LG Philipp
     
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  2. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.09.11   #2
    Hallo zusammen,

    da Philipp diesen schönen Erfahrungsbericht geschrieben hat, möchte ich auch ein paar teilen. Außer den von Philipp angesprochenen Möglichkeiten sind nämlich noch ein paar andere mehr oder weniger interessante Angebote auf dem Markt.

    Ich fange an mit Adam Hall Liveline Standard, oft auch unter verschiedenen Hausmarken im Verkauf.
    http://www.adamhall.com/de/ah_Cables_Liveline_Serie_-_Mikrofonkabel_XLR_male_auf_XLR_female_6_m.html
    Damit habe ich vor einigen Jahren angefangen. Gut an diesem Kabel ist, dass es preislich nicht weit über den ganz günstigen sssnake und Konsorten liegt, im Vergleich zu denen jedoch mit deutlich robusteren Steckern ausgerüstet ist. Ob das Kabel selbst so viel besser ist, darüber lässt sich streiten - der geflochtene Schirm ist leider recht anfällig gegen Brüche, was noch dadurch begünstigt wird, dass das Kabel zur Schlaufenbildung neigt.
    Für den Einstieg bietet dieses Kabel schon mal vernünftige Stecker für kleines Geld, ich würde es mir selbst aufgrund der angesprochenen Probleme mit der Abschirmung nicht mehr kaufen.

    Eine Liga drüber ist das Adam Hall Liveline Premium, ebenfalls unter verschiedenen Hausmarken im Angebot.
    http://www.adamhall.com/de/ah_Cable...krofonkabel_XLR_male_auf_XLR_female_10_m.html
    Gegenüber der einfachen Liveline-Serie sind die Premium-Stecker zwar schicker aber sonst komplett baugleich. Die große Verbesserung ist das verwendete Kabel, das ich für sehr gelungen halte. Gut zu wickeln, gut zu verarbeiten, die Innenleiter noch extra mit einer Art Schrumpfschlauch isoliert und robust - was will man mehr. Ich habe meine sogar auf Neutrik XX bzw. Amphenol AC umgebaut, da ich steckerseitig was Besseres wollte, mit dem Kabel selbst aber super-zufrieden war und und keinerlei Defekte hatte.

    Derzeit mein Lieblingskabel aus dem günstigen Segment ist die Schulz MOD-Serie.
    http://www.schulz-kabel.de/de/Konfektionierte-Kabel/Mikrofonkabel-XLR-/-XLR/MOD-10.html
    Zum einen scheint mir das verbaute MK6 Kabel recht gut gelungen, trotz des Geflechtschirms problemlos zu wickeln und recht robust. Zum anderen hat Schulz die besten Günstig-Stecker, die ich kenne. Die Zugentlastung ist praktisch 1:1 einer Neutrik-Spannzange nachempfunden, was bedeutet, dass die Klemmung mit Kabeln verschiedenster Stärke zuverlässig zupackt. Genau das fehlt den anderen Günstig-Steckern.
    Langzeiterfahrungen habe ich mit den Schulz aber noch keine - so lange gibt es die hier noch gar nicht.

    Auch wenn ich mit Philipp die Vorliebe fürs Sommer The Stage 22 teile, ist mein Standardkabel von der Rolle dennoch ein anderes: Das CAE Mikrokabel in 0,22mm2
    http://www.cae-vertrieb.de/SUCHE_3/Kabelmeterware/Mikro_Kabel_symmetrisch.htm
    Ich verbaue das CAE seit ein paar Jahren, da ich das einfach im Laden "ums Eck" schnell und unkompliziert für ca. 80¢ pro Meter bekomme, und hatte mit dem Kabel noch nie ein Problem. Auch im Vergleich zum sehr guten Stage 22 kann ich über das CAE nichts Negatives sagen: Es lässt sich ebenso gut verarbeiten und hält auch. Das Sommer lässt sich jedoch nochmals besser aufwickeln und ist daher unterm Strich ein Stückchen überlegen.


    Noch ein Wort zu Steckern:
    Unbestritten gut sind die aktuellen Neutrik-Stecker aus der XX-Serie. In meinen Augen sind das die derzeit besten XLR-Stecker auf dem Markt, einerseits funktionell tadellos, andererseits faszinierend präzise verarbeitet.
    http://www.neutrik.com/de/de/audio/204_42012003/XX_Serie_productlist.aspx

    Doch es gibt auch etwas günstigere Alternativen, die dem Platzhirsch kaum nachstehen:

    Fast überflüssig zu erwähnen, wäre da zum einen die alte X-Serie von Neutrik, die durch die neuen Stecker keinen Deut schlechter geworden ist, wohl aber etwa bei Thomann ein Stückchen günstiger als die XX-Serie ist. Gerade wenn man gleich einen Schwung Kabel fertigen möchte, kommen durch den Unterschied doch ein paar Euro Ersparnis zusammen und die Neutrik-Qualität gibt es trotzdem.
    http://www.neutrik.com/de/de/audio/204_232811/X_Serie_productlist.aspx

    Noch günstiger und ähnlich gut wie die Neutriks sind die AC-Stecker von Amphenol. Wenn man sich mal ansieht, was etwa AWEO für das Paar verlangt, braucht man über die meisten billigen Importstecker nicht einmal mehr nachdenken. Die Differenz zu Neutriksteckern ist recht ordentlich, ohne dass man sich über große Einbußen in Funktion und Haltbarkeit ärgern müsste. Auch die Zugentlastung im "Krokodil"-System hält bombenfest, obwohl ich die klassische Neutrik-Spannzange universeller finde, da sie selbst bei kleinen Kabeldurchmessern fest zupackt.
    http://www.amphenolaudio.com/Amphenol_Metal_XLR_Cable_Pin.html

    Soll es noch günstiger werden, kann ich die bereits erwähnten Schulz S100 / S101 empfehlen, die öfters mal bei eBay in größeren Mengen günstig zu haben sind. Sie heben sich von anderen günstigen Steckern durch die bessere Zugentlastung ab. Abstriche gegenüber den Markenprodukten muss man bei der Temperaturfestigkeit der Einsätze machen. Sie verbiegen sich zwar nicht so schlimm wie bei Billigsteckern, Neutrik & Amphenol sind dennoch resistenter gegen (zu) langes Braten mit dem Lötkolben.
    Eine ähnlich gute Zugentlastung fiel mir kürzlich an den hauseigenen XLR-Steckern meiner frisch gekauften DAP-Audio Hybridkabel für Signal und Strom auf. Mehr kann ich dazu momentan jedoch nicht sagen.
    http://www.schulz-kabel.de/de/Buchsen-Stecker-Adapter/XLR-Verbinder/S-100.html
    http://www.schulz-kabel.de/de/Buchsen-Stecker-Adapter/XLR-Verbinder/S-101.html
    http://www.highlite.nl/index.php/hi...chassis/xlr_3p_connector_female_black_housing


    Und da wir schon bei Steckern sind:
    Den Titel "bester Klinkenstecker auf dem Markt" wird man weder den Neutrik C bzw. X, noch den Amphenol T so einfach streitig machen können.
    http://www.neutrik.com/de/de/audio/204_4911/6.35_mm_prof._Klinkenstecker,_C-Serie_productlist.aspx
    http://www.neutrik.com/de/de/audio/...rof._Klinkenstecker,_X-Serie_productlist.aspx
    http://amphenolaudio.com/Amphenol_Phone_Plugs_Tseries.html

    Für einfachere Aufgaben wie Rackverkabelung, evtl. auch Aux- oder Insertwege am Pult, Adapter oder das kurze Stückchen vom Keyboard zur DI-Box müssen es für mich aber nicht unbedingt die schweren Geschütze sein. Bei manchen dieser Aufgaben riskiere ich persönlich auch lieber ein defektes Kabel als eine defekte Buchse im Gerät, denn die Hebelwirkung dieser amtlichen Klinkenstecker ist enorm und ein Nachgeben steckerseitig nicht zu erwarten ;) Umso mehr habe ich mich gefreut, herauszufinden, dass es auch unter den einfachen Klinkensteckern ein paar gute Angebote gibt.

    Amphenol M oder Neutrik/Rean NYS 201/202 sind nicht viel anders konstruiert als die Standard-Blechstecker, sind aber deutlich robuster und massiver dimensioniert, außerdem lassen sie sich ein bisschen besser löten. Bei einem Euro pro Stecker finde ich "richtige" Billigangebote nicht mehr interessant. Super finde ich bei Amphenol die Knickschutztülle und den platzsparenden, günstigen Winkelstecker.
    http://amphenolaudio.com/Amphenol_Phone_Plugs_Mseries.html
    http://www.neutrik.com/re/en/audio/204_41/1_4__Plugs_productlist.aspx

    Auch von Schulz gibt es was, nämlich den S1 bzw. S2. Die Qualität wirkt ganz ordentlich, wenn auch nicht so sauber verarbeitet wie die beiden oben genannten. Wie gut die Stecker auf Dauer halten, wird sich noch zeigen müssen - ich habe sie erst kürzlich entdeckt. Cool ist die vorgeknickte Zugentlastung, die so auf die gebräuchlichsten Kabeldurchmesser präzise zuschnappt.
    http://www.schulz-kabel.de/de/Buchs...enverbinder/Monoklinkenstecker-63-mm/S-1.html


    Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass dieser Beitrag auf meinen persönlichen Erfahrungen basiert und keinen Anspruch auf die absolute Wahrheit erhebt :)
     
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  3. SB

    SB Licht | Ton | Elektro Moderator HFU

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    Erstellt: 26.09.11   #3
    Von denen kann ich nur ausdrücklich abraten - hatte ganz am Anfang auch nen Schwung davon gekauft, da im örtlichen Musikhaus extrem billig zu haben. Mittlerweile ist noch ein "ungekürztes" übrig, der Rest glänzte durch immer wieder auftretende Kurschlüsse zwischen weißer Ader und Abschirmung (teilweise 5x (!!) in nem 10m-Kabel). Eventuell ist das das genau das von dir angesprochene Problem mit der gebrochenen Abschirmung, da sich die weiße Ader dann immer zwischen rein gedrückt hat, wobei eben die Isolierung gerissen und der Kurzschluss entstanden ist. Kurzschlüsse zwischen der roten Ader und dem Schirm hatte ich interessanterweise noch nie, kann aber Zufall sein. Auf meinen Kabeln steht "7114 Professional Microphone Cable OFC", vielleicht wird ja mittlerweile ein anderes verbaut. Bei denen waren tatsächlich das einzig Brauchbare die Stecker.

    Bin jetzt auf die günstigen Cordials mit der CMN-Strippe und den REAN-Steckern umgestiegen und seitdem ist Ruhe. Den Selbstlötern sei Sommer Stage 22 highflex empfohlen, das macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Das etwas günstigere Cordial CMK222 tuts auch, ist aber nicht ganz so flexibel.
     
  4. phil199516

    phil199516 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.09.11   #4
    Hallo in die Runde,

    danke an Andi für die Ergänzung.

    Ich nehme das ganze mal als Anlass ein paar Langzeiterfahrungen zu posten:
    In meinem Gäng Case ECO60 für XLR-Kabel ruht folgendes an Kabeln:
    2 stagg 1m
    5 sc Clubseries 1m
    5 DAP Audio MC216 3m
    2 sc Primus 6m
    2 stagg 6m
    10 sc Clubseries 6m
    5 DAP Audio MC216 10m
    5 sc Primus 10m
    3 sc clubseries 10m
    4 sc Clubseries 15m

    Alle sc (sommercable) sind mit Neutrik x-Serie bestückt. MC216 hat DAP-Audio-Stecker und das Stagg gab's mit Nigbo Neutrik fertig.

    Nach nun 2 Jahren (>25 Einsätze) habe ich kaum Ausfälle und Defekte zu verzeichnen. Ein männlicher DAP-Stecker ist mir mal beim Schlag auf Stein verbogen und war dann Müll. Eigesetzt werden die Kabel für alles mögliche. Fast nur Live, wo es auch mal härter zugeht.
    Dem Primus merkt man seinem Preis schon an, denn die sehen immernoch aus, wie neu (Abgesehen vom teilw. abgeriebenen Aufdruck und teilw. Dreck). Sie lassen sich noch einwandfei wickeln.
    Die Staggs halten immernoch (was mich ehrlich gesagt etwas wundert).
    Beim DAP-Audio muss ich sagen, dass wenn es ein paar mal draussen gelegen hat und kalten geworden ist, lässt es sich schlechter wickeln. Wenn es kalt ist, ist es fast unmöglich das Kabel richtig zu wickeln. In der Wärme geht es dann wieder.
    Das Clubseries ist absolut top. 2 bekommen langsam ein paar Problem, weil sie falsches Wickeln (Durch z.B. Musiker) nicht verkraftet haben, aber damit kann ich leben, wenn halt nicht alles "Rund" ist.

    Ansonsten werde in der Kiste irgendwas zu tauschen. Ich bin rund um zu frieden mit dem Kabelpark und kann mich nicht beklagen...

    Im Verleih für irgendwelche Hobby-Bums-Klack-Sachen gibt's bei mir ein paar sc stage 22...Was soll man sagen. Einmal falsch gewickelt und man kann's vergessen, aber ansonsten kein Ausfall :great:.
     
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