Yamaha CP-33 Erfahrung, Soundproblem?!

von Mediwuschel, 06.05.08.

  1. Mediwuschel

    Mediwuschel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.05.08   #1
    Einen schönen guten Abend an alle,

    ich bin schon seit einer ganzen Weile auf der Suche nach einem guten Stagepiano gewesen, welches ich im Gegensatz zu einem Klavier bei mir in der Studentenbude auch aufstellen kann.
    Nun habe ich heute einen kompletten Tag im Musicstore verbracht. Nach eingehendem Studium der diversen Kaufempfehlungen hier im Forum waren die Kandidaten auch recht schnell herausgefunden.

    Roland FP-4, FP-7
    Yamaha P-140, CP-33
    Casio PX-320
    Kawai MP5
    und zum Schluss Masterkeyboard + Gem-RP-X

    Nachdem ich alle angespielt, verschiedene Pros und Contras gesammelt habe kamen in die engste Wahl das FP-4 und das CP-33.

    Vom Klang gefiehlen mir beide sehr gut, allerdings empfand ich die Tastatur gerade in leisen Passagen beim CP-33 einen Tacken besser.
    Kurzum hab ein Ausstellungsstück mit Ständer und einem Anschlusskabel für die Stereoanlage ergattert für 1065€ komplett. (Music-Store)

    Nun habe ich das Piano gerade hier aufgebaut und auch mal an meinen Receiver angeschlossen.
    Folgendes Problem tritt hier auf:

    1. Ich habe eine Verzögerung drin, die ich deutlich wahrnehmen kann. Tastendruck und Ton kommen nicht "gleichzeitig"
    2. Der Sound hört sich nicht allzu sauber an. Recht dumpf, sehr basslastig.

    Angeschlossen ist das Piano an einen Onkyo TX-SR504E über ein doppeltes Klinke-> Chinch Kabel.
    Daran hängt ein Teufel Concept G.

    Über die Kopfhörer ein alter Phillips SBC-HP1000 klingt das Piano viel "frischer" und es ist keine Verzögerung festzustellen. Klang gefällt mir hier gut, kann aber nicht dabei singen :rolleyes:

    Was habe ich falsch gemacht? Was kann ich ändern?


    Noch ein Wort zu dem RP-X, der Klang war super. Habe nur den ersten Sound angetestet also den Flügel?! Aber der war klasse. Leider war kein anständiges Masterkeyboard im Laden vorhanden. Daher ging mir die Tastatur vor.
    Einzige was mir da aufgefallen ist, wenn man richtig in die Tasten langt, war der Flügelsound vor allem im Bereich des Basses sehr sehr schön voll und harmonisch. Wenn ich jedoch leise Passagen angespielt habe, dann fehlte sehr viel von der Ausdrucksstärke.
    Keine Ahnung wie ich das beschreiben kann, aber irgendwie war es als ob man ein Kissen drauflegt (dumpfer, Vielfalt fehlte).

    Kann das an den Einstellungssachen gelegen haben? Ist es möglich so einen Expander später mal ordentlich am CP-33 zu betreiben?

    Hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen

    Simon
     
  2. Tripsilein

    Tripsilein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.05.08   #2
    Gibt jemand hier im Forum, der das CP33 mit RP-X betreibt und voll zufrieden ist.
     
  3. stuckl

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    Erstellt: 06.05.08   #3
    Das ist Dana.!

    Tja, ansonsten, RP-X, für mich klingt das Teil von den Demos her "künstlich". Wenn ich dann hier auch davon lese, wie viel einige da konfigurieren, bis sie mit dem Sound zufrieden sind: Also das wär nichts für mich.

    ABer das CP 33 von dir müsste wohl mal überprüft werden. Allerdings: Teufel, dass ist ja H-iEnd-Bereich, hat aber weniger mit Studio-Monitoren oder so zu tun, richtig?
     
  4. lucjesuistonpere

    lucjesuistonpere Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.05.08   #4
    Das liegt wahrscheinlich an der Klangerzeugung des RPX. Soweit ich weiß hat es kein eigenes Sample für leisen Anschlag, sondern legt einfach ein bißchen Cut-Off ("abschneiden" der hohen Frequenzen) drauf. Da ich das Teil aber immer noch nicht angespielt hab, werd ich mich davor hüten, hier irgendwelche definitiven Aussagen zu machen. ;)
     
  5. Mediwuschel

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    Erstellt: 07.05.08   #5
    Guten Morgen,

    danke ersteinmal für alle Antworten.

    Die Frage zu dem RP-X Modul war eigentlich rein aus Interesse meinerseits.

    Vieleicht habt ihr noch ein paar Vorschläge, was ich bezüglich der Latenz und des Klangs aus den Boxen verändern kann?!

    Teufel stellt zwar sehr hochwertige Systeme her, aber ein Concept G ist eigentlich nur ein kleines aktives System für den Pc. Also nichts was im Preis bei zig 1000enden Euros liegt.


    @Stuckl: Warum muss ich das CP-33 überprüfen lassen? Funktioniert doch. Ich vermute eher, dass ich irgendwie auf der Strecke Keyboard -> Receiver -> Box mir eine "Schlaftablette" einfange. Nur bin ich in der Materie nicht fit genug um zu sagen da liegt das Problem.
     
  6. stuckl

    stuckl Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.05.08   #6
    Wenn du es ausschließen kannst, dass es am cp 33 liegt, musst du es natürlich nicht überprüfen lassen.

    "Teufel" ist auf Wiedergabe von CD usw. ausgelegt, kann sein, dass es daher nicht passt?

    Auf der Messe empfahl zum Thema Boxen bei Yamaha jemand, man solle Studio-Abhören verwenden für z.B. ein Keyboard. Monitor-Boxen aus dem PA-Bereich seien anders "ausgelegt" und würden kein natürliches Klangbild liefern, sondern eher "Plastik".

    So verstehe ich das mit der "Auslegung"...
     
  7. Mediwuschel

    Mediwuschel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.05.08   #7
    Also wenn ich das richtig verstehe, dann wären Studioboxen empfehlenswert. Und nicht irgendwelche aus dem PA-Bereich? Im Music-Store hatte ich nach Boxen gefragt und die hatten ein "SUUUPER ANGEBOT" glaube eine Crate Box 15W für 50€.

    Angeschlossen angespielt und meine Ohren klappten sich entsetzt ein. Was für Boxen sind denn da empfehlenswert die auch noch bezahlbar sind!

    Was sein kann warum die Boxen dumpf klingen bei Teufel, hier fehlen ja mehr oder weniger die guten Mitteltöner. Aber ich weiß nicht in wie weit dies die Latenz zwischen gedrückter Taste und Ton erklärt.
    Was für ein Frequenzband sollte die Box denn wiedergeben können?

    Achso was mich immer schon interessiert hat, einige rollen wahrscheinlich jetzt mit den Augen: Was heißt dieses PA?! Bei PA-Equipment oder dergleichen?!
     
  8. stuckl

    stuckl Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.05.08   #8
    Hi,

    die Empfehlung auf der Musikmesse an mich war: Studio-Abhöre. Die wurden dann auch vorgeführt, klangen toll und machten trotzdem richtig "Druck".

    PA, ja, damit ist die Anlage gemeint, die den Sound nach draußen zu den Leuten bringt bzw. zugehörig zur PA ist die Monitoranlage, auf die du dir vom Tontechniker eine Mischung geben lässt mit den Instrumenten, die du da so hören willst.

    Und über diese Monitore hieß es eben bei der Beratung auf der Musimesse, dass die eben auf "Laut" und auf "Druck" ausgelegt sind und der Klang im Vergleich zur Studioabhöre "Plastik" ist (diese Vergleiche sind natürlich immer etwas komisch).

    Wenn es um Riesen-Lautstärke geht, sind natürlich wieder die PA-Monitore besser...

    Aber dir geht es ja um natürliche Wiedergabe. Da sollte man bei "Teufel" meinen, dass die das hinbekommen, AAABER es sind eben keine "Studio-Abhören" sondern HighEnd-Dinger, die, wie du auch vermutest, WIEDER eine etwas andere Erwartung erfüllen wollen.

    Experten, bitte überlegt noch mal mit, ob ich mit dieser Empfehlung hier richtig liegen könnte?

    http://www.musik-service.de/yamaha-hs-80-prx395753207de.aspx
     
  9. Tripsilein

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    Erstellt: 07.05.08   #9
    Die Yamaha Teile sind gut, für seine Zwecke sollten aber auch die ESI Near 05 oder Syrincs M3-220 ausreichen. Letztere sind keine absoluten Monitore, aber klingen am Stagepiano echt Klasse.

    Gruß
     
  10. Boogie_Blaster

    Boogie_Blaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.05.08   #10
    Klaviersound über Lautsprecher ist eine ganz heikle Angelegenheit - auch mit einer technisch und preislich hochwertigen Anlage hat man keinesfalls die Garantie, daß es ideal und natürlich klingt.
    Grund ist glaube ich, daß der "runde, ausgewogene" Klang des Klavieres vor allem im Mittenbereich ziemlich sensibel auf unterschiedliche Frequenzgänge reagiert - fügt die Übertragungsanlage (oder auch nur die räumlichen Gegebenheiten!!) hier irgendwelche Anhebungen oder Absenkungen hinzu, klingt es schnell unnatürlich.
    Bei anderen Klängen, die von natur aus extreme Frequenzpeaks haben (Gitarren, Orgeln, Clavinet, div. Synthsounds) fällt dies viel weniger auf.

    Eine Hifi-Anlage (auch eine teure) ist tendenziell auf "Schönklang" ausgelegt und nicht auf lineare Abbildung des Signals - in der Praxis bedeutet dies häufig eine Überbetonung der Bässe und Höhen. Klavierklänge können da leicht z.B. dünn klingen.
    Aber das ist je nach Klangcharakter wieder unterschiedlich - die Digitalpianos der großen Hersteller sind da relativ neutral und ausgewogen.

    Studiomonitore können eine verläßlichere Alternative abgeben, aber Eigenklang haben auch die. Letztlich hilft nur ausprobieren und wenn nötig dezent mit einem EQ nachregeln.
     
  11. lucjesuistonpere

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    Erstellt: 07.05.08   #11
    @Boogie:
    Das mag sein. Aber dann frage ich mich, wieso klassische Solo-Klavier-CDs auf allen guten Stereoanlagen gut klingen. :D
     
  12. trolls99

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    Erstellt: 07.05.08   #12
    In Anbetracht dieser erheblichen Probleme finde ich auch , daß etliche der in den Digitalpianos eingebauten Lautsprecher schon einen ganz guten Job machen.
     
  13. Tripsilein

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    Erstellt: 07.05.08   #13
    Also mich haben noch keine eingebauten überzeugt.
     
  14. Mediwuschel

    Mediwuschel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.08   #14
    Hallo Leute, danke noch einmal für all eure Empfehlungen.

    Nun hätte ich aber noch eine Frage weiß aber nicht genau in welcher Kategorie ich die einsortieren soll, daher stelle ich sie einfach hier:

    Da ich ja immer noch mit dem Soundmodul liebäugle, habe ich auch nochmal im Bereich der Softwareinstrumente umgesehen.
    Allerdings steige ich da noch nicht ganz durch. Als Pc steht mir ein recht potenter Dualcore zur Verfügung. Allerdings weiß ich nicht genau, welche Software brauche ich um halt einen schönen Flügel per Midi vom CP-33 her anzusteuern.
    Was für eine Soundkarte benötige ich?

    Könnt Ihr mir vielleicht ein paar Komponenten in der Richtung empfehlen?

    Pc läuft mit Vista!
     
  15. Tripsilein

    Tripsilein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.08   #15
    Ich glaube bei Vista wirst du Probleme bekommen. Die meisten internen Soundinterfaces bieten nur Treibersupport für Windows XP oder Mac. Bei den VSTis sieht es glaube ich ähnlich aus, zumindest Akoustik Piano von NI läuft, so denke ich auch nur unter XP und Mac OS.

    Ich persönlich kann dir eine ESI Juli@ Soundkarte empfehlen, mit dieser hast du kaum Latenz beim spielen, wenig Einrichtungsaufwand. (eingebaut und läuft) VSTi Software gibt es einige, The Grand2, Akoustik Piano von Native Instruments, TruePianos oder auch Pianoteq. Welches dir dann am meisten zusagt, ist Geschmackssache.
     
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