Yamaha MX, Mo(X) und E-Pianos

von microbug, 06.02.19.

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Casio
  1. microbug

    microbug Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.02.19   #1
    Hallo allerseits,

    Nachdem ich mir die Tage einen MX61 gegönnt habe, um meinen Kurzweil nicht mehr zu Sessions schleppen zu müssen, hab ich das Problem, daß die Rhodes und Wurlis zwar ziemlich gut klingen, aber beim Einsatz des Sustainpedals eher unnatürlich und synthetisch.

    Ich würde da gerne an den entsprechenden Parametern schrauben, kenne aber die Parameter nicht gut genug und möchte auch das Rad nicht neu erfinden, daher die Frage an die Experten: habt ihr einen heißen Tip, nach welchen Parametern ich schauen und anpassen sollte? Das Sustainpedal müßte ja auch die Hüllkurve einwirken, nur gibts da ja vielfältige Möglichkeiten.

    Falls es Soundsets im Netz mit besseren E-Pianos geben sollte, wäre das für mich auch ok.

    Danke schonmal.
     
  2. schmatti

    schmatti Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.19   #2
    Das Sustainpedal hat eigentlich nur eine Haltefunktion? Hüllkurven könntest du mit einem Controlerpedal wie FC7 o.ä. beeinflussen.
     
  3. microbug

    microbug Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.02.19   #3
    Das ist nicht der Punkt.

    Es geht darum, das Verhalten beim Einsatz des Sustainpedals zu ändern, falls überhaupt möglich. Normal ist das ja eine Modulationsquelle. Oder ich bin da vom Kurzweil zu sehr verwöhnt.

    Vielleicht kann ja @Jean-M.B. wws dazu sagen.
     
  4. schmatti

    schmatti Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.19   #4
    Da versteh ich dich wohl nicht. Das Sustainpedal simuliert doch nur gleichen Effekt wenn du eine Taste gedrückt hältst? Da wird nichts moduliert? An oder aus.
     
  5. microbug

    microbug Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.02.19   #5
    Kommt auf das Gerät an. Normal kann man einstellen, wo das Sustainpedal wirkt. Bei Kurzweil zB kann man damit auch den Leslie-Effekt schalten, ist die Standardeinstellung bei deren Orgelsounds, und es ist ja ein MIDI Controller und somit auch mögliche Modulationsquelle.
     
  6. jazzundso

    jazzundso Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.19   #6
    Ich weiß auch nicht so recht, was du meinst. Im Normalfall werden einfach die Töne gehalten ;) Bei moderneren Pianos hast du vielleicht noch Samples, die beim Treten und Loslassen des Sustainpedals getriggert werden oder ne Simulation von sympathetischer Saitenresonanz (z.B. bei manchen KONTAKT-Libraries). Das gibt's aber bei Motif / MO / MX nicht. Und du fragst ja auch nach E-Pianos. Also mir ist nicht klar, was dir da vorschwebt.
     
  7. egoldstein

    egoldstein HCA Synthesizer HCA

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    Erstellt: 09.02.19   #7
    Laut Referenzhandbuch, Seite 52 sollte ein Footswitch/Sustain-Pedal schon als Modulationquelle funktionieren. So abwegig wäre das also nicht.

    Ist natürlich die Frage, ob man damit auch etwas mehr "Natürlichkeit" reinbringen könnte. Falls das Synthetische am Klang daran liegt, dass die Sounds zu kurz geloopt sind und nur wenige Samples verwendet werden (was bei begrenztem Speicher immer noch öfters der Fall ist), könnte sich das bei mehreren ausklingenden Noten bemerkbar machen - man hört dann den gleichen, kurzen Loop mehrmals in unterschiedlichen Geschwindigkeiten/Tonhöhen, was recht unnatürlich klingt.

    Ich bin mir nicht sicher, ob die Hüllkurven da der richtige Ansatz sind, zumindest nicht im klassischen Aufbau für Lautstärke und Filter. Dort die ADSR-Zeiten oder -Level per Sustainpedal zu verändern, hat vermutlich wenig Einfluss auf diesen Effekt. Es würde etwas anders klingen, aber das Zusammenspiel mehrerer Noten wäre vermutlich immer noch ähnlich.

    Bei VA-Synths habe ich ab und zu ein ähnliches Problem: einzeln klingen die Noten ganz ordentlich, aber bei vielen Noten gleichzeitig wird es eher dünner als dicker und klingt recht digital. Da kann es helfen, wenn man die einzelnen Noten über einen Zufalls-LFO (pro Note) minimal in ihrer Tonhöhe moduliert. In der Regel als LFO-Wellenform Sample & Hold mit reichlich Slew und relativ langsamer Geschwindigkeit, so dass man unvorhersehbare, aber nicht abrupte Veränderungen in der Tonhöhe hat. Und das für jede Note unterschiedlich. Bei Synths wird das teilweise auch "Oscillator Drift" genannt.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das beim MX in deiner Situation auch funktionieren könnte. Ein LFO moduliert die Tonhöhe der Noten der E-Piano-Samples - allerdings zunächst mit einer Intensität/Amplitude von 0. Das Sustainpedal wird dann als Modulationsquelle für die Intensität/Amplitude des LFOs eingestellt, so dass der LFO erst hörbar wird, wenn das Sustain-Pedal gedrückt ist. Die Noten sollten dann in ihrem langen Ausklang ein bisschen lebendiger wirken. Ohne gedrücktes Sustain-Pedal ändert sich aber nichts.

    Mangels MX kann ich das leider nicht ausprobieren, vielleicht klingt das in der Praxis auch nicht so verlockend wie in der Theorie. Aber einen Versuch könnte es wert sein. :)
     
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  8. microbug

    microbug Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 11.02.19   #8
    Es sind schon die Hüllkurven, denn bei einigen Presets ist das Ausklingverhalten durchaus natürlich, wie zB beim ersten Rhodes Preset "Vintage 74", bei anderen Presets dagegen ist diese einfach zu lang bzw falsch eingestellt, weil sich weder Timbre noch Lautstärke groß ändern. Werde mir die Einstellungen dort mal genauer anschauen müssen, und daß man das Sustainpedal als Quelle einstellen kann, ist schonmal gut, Danke, auch für den Tip mit dem LFO.

    Be VAs ist es einfach der zu exakte/synchrone Verlauf der Hüllkurven, der das Ganze dünn erscheinen läßt. Bei den polyphonen Analogen waren die Hüllkurven, sofern noch mit den CEM oder SSM Chips realisiert, selbst bei wirklich gutem Abgleich nie wirklich 100% synchron im Ablauf, was an den Toleranzen der als Zeitkonstante verwendeten Kondensatoren lag. Sobald man an dieser Stelle einen leichten Versatz reinbringt, kommt Leben in die Bude, gibt aber nur wenige Synths, bei denen man da überhaupt etwas an dieser Stelle machen kann. Der einizige Hardwaresynth mit einem Hüllkurven-Slop ist der nach wie vor nur als Prototyp existierende Relic-6, und es gibt ein Video, wo der Entwickler das auch vorführt.

    Oscillator Drift gibts als Parameter bei den alten Novas und der KS-Serie von Novation, zusammen mit dem Parameter OSC Start Phase kann man da einiges Leben in die Sounds bringen.
     
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  9. strogon14

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    Erstellt: 13.02.19   #9
    Mit jedem Synth, bei dem sich die Envelope-Zeiten mit einer polyphonen Random-Quelle modulieren lsassen, ginge das. Beispiele sind z.B. alle Waldorfsynths oder, wenn ich mich richtig erinnere, Alesis ion/micron bzw. Akai Miniak. Bei Novations müsste man mal nachschauen.
     
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  10. microbug

    microbug Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.02.19   #10
    Der Accelerator kann das, bei der Supernova müßte ich selbst erst nachschauen, da hab ich bisher noch wenig mit der Modmatrix gemacht.
     
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