Your Song (Elton John) Bitte um ehrliches Feedback

Vocal Voyage

Vocal Voyage

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Hallo zusammen!
Ich will gerade einen neuen Song aufnehmen.

"Your Song" (Elton-John Cover)
Wir haben es ruhig und vierstimmig, sowie gÀnzlich ohne Percussion umgesetzt.
Jedoch mit zwei Konzertgitarren und einem Akkordeon. Auch um uns möglichst weit vom Original zu bewegen.

Ist glaube ich auf 'nem ganz guten Weg, aber noch nicht ganz rund m.E.n.

Bevor ich es finalisiere & veröffentliche, wollte ich externe Meinungen und EIndrĂŒcke einholen.
Man ist irgendwann betriebsblind, wenn man zu lange ĂŒber ein und demselben StĂŒck hĂ€ngt...

Danke fĂŒr euer Feedback und viel Spaß beim Hören.

 
Grund: MP3-Player eingebunden
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"GĂ€nsehaut" 😉 :great:
 
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Mir gefallen die Spuren einzeln sehr gut. Im Miteinander, fand ich, beißt es sich manchmal.

In einem ersten Durchgang habe ich vielleicht mit zuviel LautstÀrke gehört - da fand ich die Flöte im Intro absolut aufdringlich und zu nah, auch die Gitarren eine Spur zu laut und nah. Wenn man bei mittlerer LautstÀrke hört, passt es besser - vielleicht lÀsst sich das noch besser rÀumlich staffeln.
 
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Soooooooo schön! Eines der schönsten Lieder ĂŒberhaupt und ganz toll von Euch interpretiert! Vom GefĂŒhl her finde ich, ist es sehr "trocken" gemischt... Vielleicht eine kleine Portion mehr Raum noch drauf? Allerdings... am Handy gehört, aber das ist wohl das Teil, womit die Meisten Musik entdecken...
Ich habe es mal meiner Frau zum Valentinstag geschickt 😊 ... Was wĂŒrde ich drum geben, so singen zu können... Naja, im nĂ€chsten Leben dann vielleicht 😁. LG, Frank
 
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Tolles Arangement. Stimmen auf den Punkt und abslout schön. Die MĂ€nnerstimme ist an manchen Stellen etwas zu flat - ich weiß nicht, wie ich's besser ausdrĂŒcken soll - wĂŒrde die Töne nicht immer so exakt auf den Punkt singen sondern lieber etwas zu dem Ton gleiten.
 
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Hmmm
 es wurde ja nach „
 ehrlichem 
“ Feedback gefragt, was ich dahingehend verstehe, dass auch kritische Meinungen erlaubt sind. Es bleibt ja auch eine rein subjektive Meinung. 😉

Wenn man sich an riesengroße Werke der Musikgeschichte herantraut, dann muss m. E. alles perfekt sein, sonst lĂ€sst man es - wie gesagt: nur meiner Meinung nach - besser sein. Die Instrumentierung eurer Version finde ich okay, wobei ich die o.a. Kritik an der Flöte teile. Das Akkordeon gefĂ€llt mir ĂŒberhaupt nicht, das „beißt“ fast schon in den zarten Song.

Den weiblichen Gesang finde ich sehr schön, leider kommt - fĂŒr meine Ohren - der mĂ€nnliche Gesang nicht ganz mit. Das hört man auch beim gleichzeitigen Singen. Auch ich hĂ€tte gerne ein wenig mehr Hall / Raum insb. auf den Stimmen, aber das ist wirklich nur eine Geschmacksfrage.

Alles in allem hört es sich ordentlich bis schön an. Aber den Zauber des Originals höre ich nicht.
 
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gesanglich gut.....okay....akkordeon, naja, wenns sein muß.

ich hÀtte die mÀnnliche stimme mit deutlich weniger low end gemischt, einfach um ein gleichgewicht zu weiblichen stimme zu schaffen.
 
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Also mir gefÀllt das Akkordeon :D. Der Gesang ist IMHO zu exakt/gerade und wirkt dadurch etwas "angestrengt", auch was die englische Sprache betrifft.
 
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auch was die englische Sprache betrifft.
Das ist mir auch als erstes aufgefallen, die Aussprache bei der mĂ€nnlichen Stimme ist doch sehr "deutsch", fĂŒr mich zu sehr. Ansonsten ist es stimmig, Instrumentierung finde auch ok. FĂŒr meinen Geschmack ein bisschen kitschig 🙂 Ich höre allerdings nur zwei Stimmen, nicht vier?
 
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  • #10
Wow - erstmal vielen lieben Dank fĂŒrs Reinhören und kommentieren.
Genau dafĂŒr liebe ich das Forum: ehrliche, hilfreiche RĂŒckmeldungen zu Songskizzen, bevor sie poliert und finalisiert sind.
Ich finde dabei die kritschen Feedbacks ganz besonders hilfreich - das kann ich garnicht oft genug betonen! Also traut euch ruhig.
Die Summe der Feedbacks kristallisiert auch immer sehr klar, wann es sich um Fragen des reinen pesönlichen Geschmacks handelt, und wo es wirklich hakt.
Beispiel 1: das Akkordeon: Die einen nervt und stört es, die anderen finden es toll = Geschmack
Beispiel 2: und immer wiederkehrendes Problem: meine schlechte dilektische englische Aussprache, die wenn es angesprochen wird, stets als störend empfunden wird.
Beispiel 3: Und dann gibt es noch die feedbacks, die mich in dem bestĂ€tigen, wo selbst noch ein kleines StörgefĂŒhl hatte (Flöte am Anfang zu laut). Diese BestĂ€tigungen helfen mir, den inneren Kompass zu justieren

Ich gehe hier und da nochmal einzeln auf die Kommentare ein:
Mir gefallen die Spuren einzeln sehr gut. Im Miteinander, fand ich, beißt es sich manchmal.

In einem ersten Durchgang habe ich vielleicht mit zuviel LautstÀrke gehört - da fand ich die Flöte im Intro absolut aufdringlich und zu nah, auch die Gitarren eine Spur zu laut und nah. Wenn man bei mittlerer LautstÀrke hört, passt es besser - vielleicht lÀsst sich das noch besser rÀumlich staffeln.
Sehr guter Hinweis!
Soooooooo schön! Eines der schönsten Lieder ĂŒberhaupt und ganz toll von Euch interpretiert! Vom GefĂŒhl her finde ich, ist es sehr "trocken" gemischt... Vielleicht eine kleine Portion mehr Raum noch drauf? Allerdings... am Handy gehört, aber das ist wohl das Teil, womit die Meisten Musik entdecken...
Was ein Drama. Die SoundqualitĂ€t eines Handys liegt weit unterhalb der SoundqualitĂ€t eines "KĂŒchenradios" (die Älteren von uns erinnern sich 🙂 ).
Das Problem hierbei: BĂ€sse und mitteltiefe KlĂ€nge werden teils vollstĂ€ndig entfernt. Da kann nur ein unausgewogener quĂ€kiger Klang ĂŒbrigbeiben. Und gerade die Flöte geht im Gesamtklang durch die Decke.
Selbst mit in-ears ist das Klangerlebnis deutlich kastriert. Zunehmend viele Menschen hören Musik ĂŒber den Handy-"Lautsprecher" oder mittelmĂ€ĂŸigen in ears. Vielleicht ist in Vergessenheit geraten, was Kopfhörer (schon im unteren Preissegment) leisten. Ich weiß es nicht..

Ja, das mit dem fehlenden Hall ist Z. Zt. eine Marotte von uns. Ich mag dieses Unmittelbare - sehr direkte. Das macht die Person/Stimme nahbarer, intimer. Passt fĂŒr mein persönliches Empfinden super zu dem Song.
M.E.n. eine Geschmacksfrage.
Ich habe es mal meiner Frau zum Valentinstag geschickt 😊 ... Was wĂŒrde ich drum geben, so singen zu können... Naja, im nĂ€chsten Leben dann vielleicht 😁. LG, Frank
Ach wie sĂŒĂŸ 😍
Tolles Arangement. Stimmen auf den Punkt und abslout schön. Die MĂ€nnerstimme ist an manchen Stellen etwas zu flat - ich weiß nicht, wie ich's besser ausdrĂŒcken soll - wĂŒrde die Töne nicht immer so exakt auf den Punkt singen sondern lieber etwas zu dem Ton gleiten.
Super, vielen Dank fĂŒr den Hinweis. Wir arbeiten derzeit genau an diesem Thema! Wir haben seit lĂ€ngerem rein klassischen Gesangsuntericht. Da lernst Du die Töne direkt auf den Punkt anzusteuern. Es sei denn, ein Glissando (reinschmieren) steht in der Anweisung (Noten). Das hat in der Oper seine Berechtigung, ist im Popgesang aber ĂŒberwiegend unĂŒblich. Heikes Stimme kann im grĂłs so bleiben, bei mir war es erst eine Skizze. Ich singe das zumindest stellenweise nochmal richtig ein. Und Dein Hinweis an dem Punkt ist sehr hilfreich. Vielen Dank!
Hmmm
 es wurde ja nach „
 ehrlichem 
“ Feedback gefragt, was ich dahingehend verstehe, dass auch kritische Meinungen erlaubt sind. Es bleibt ja auch eine rein subjektive Meinung. 😉
Alles gut - immer her damit, musst Dich ncht entschuldigen! 🙂
Wenn man sich an riesengroße Werke der Musikgeschichte herantraut, dann muss m. E. alles perfekt sein, sonst lĂ€sst man es - wie gesagt: nur meiner Meinung nach - besser sein.
Ich kann deinen Gedankengang gut nachvollziehen; ich hatte selbst lange denselben Standpunkt. Ich wĂŒrde ihn aber an das jeweilige Ziel koppeln: Wenn du ein Original wirklich 1:1 kopieren willst, dann darf es tatsĂ€chlich nicht „weniger“ sein.

Wir haben schon einiges gecovert und sind am Anfang genau in diese Falle geraten. Unsere Lösung war: Mach es so anders wie möglich – also etwas Eigenes daraus. Dann musst du dich nicht am Original messen lassen, sondern machst dein Ding und nimmst dem Publikum den direkten Vergleichsmaßstab.

Wenn man genauer hinschaut, liegt der eigentliche Haken aber oft woanders: Mit vielen „großen“ Hits sind persönliche Erinnerungen und starke GefĂŒhle verknĂŒpft. Darum geht es im Kern – und diese Emotionen hĂ€ngen fast untrennbar am Original, besonders an der Originalstimme. Covers lassen einen deshalb hĂ€ufig kalt, weil sie diesen Trigger nicht auslösen. Sie sind eben nicht das Original. Genau deswegen versucht kaum jemand ernsthaft, es klanglich genauso hinzubekommen wie das Original.
Die Instrumentierung eurer Version finde ich okay, wobei ich die o.a. Kritik an der Flöte teile. Das Akkordeon gefĂ€llt mir ĂŒberhaupt nicht, das „beißt“ fast schon in den zarten Song.
Das ging mir anfangs (vor 3 Monaten) so. Hatte das Akkordeon von einem Freund bekommen. Wir haben viel zusammen gemacht. Es passte immer sowas von gut. Ich fand den Sound im Kontext rein klanglich eher störend. Wir waren beide irritiert und wussten nicht weiter. Dann ist die Akte "Your song" nach unten gewandert. Dann habe ich es mir vorige Tage nochmal angehört und fand's zu meiner eigenen Verwunderung eigentlich ganz schön. Mir ist dere innere Kompass gerade völlig abhanden gekommen. Die Melodielinien snd teils sehr schön. Vielleicht ist ein anderes Instrument die Lösung, oder eine VerĂ€nderung des Klangs mittels EQ. ich weiß es nicht.
Den weiblichen Gesang finde ich sehr schön, leider kommt - fĂŒr meine Ohren - der mĂ€nnliche Gesang nicht ganz mit. Das hört man auch beim gleichzeitigen Singen. Auch ich hĂ€tte gerne ein wenig mehr Hall / Raum insb. auf den Stimmen, aber das ist wirklich nur eine Geschmacksfrage.
Beim Hall ja. Und ja, Heike hat ein besonderes Timbre in ihrer Stimme. Das hat man oder nicht. Ich versuche meinen Teil auch nochmal in schön einzusingen, kann aber nicht zaubern 🙃

gesanglich gut.....okay....akkordeon, naja, wenns sein muß.
ich hÀtte die mÀnnliche stimme mit deutlich weniger low end gemischt, einfach um ein gleichgewicht zu weiblichen stimme zu schaffen.
Mmmh OK. Da bist Du jetzt der erste. Ich kenne Dein Lautsprecher oder headphone Setting nicht. Wir haben bislang ausnahmslos und unaufgefordert das Feedback erhalten, dass unsere beiden Stimmen zusammen ganz besonders schön klÀngen. Ich nehme das mal zur Kenntnis und vergesse es nicht.
Also mir gefÀllt das Akkordeon :D. Der Gesang ist IMHO zu exakt/gerade und wirkt dadurch etwas "angestrengt", auch was die englische Sprache betrifft.
Jupp 🙃 Am zu geraden arbeite ich, das mit dem echten EnglĂ€nder wird in diesem Leben nichts mehr.
Wobei... ich muss es doch nochmal thematisieren. Es gibt sooo viele Dialekte. Dann haben wir noch das englische, australische, amerikanische Englisch. Und viele Dialekte. Ein Freund von mir war letztens in Edingburgh. Er spricht wirklich perfekt Englisch. Er sagte, er hÀtte dort kaum ein Wort verstanden.
Ich will nicht von meinem schlechten Englisch ablenken, frage mich nur immer, welche Sorte eigentlich gewĂŒnscht ist. Oder ist das zweitrangig, weil mein Englisch gar ncht geht? Könnte ja sein.
Das ist mir auch als erstes aufgefallen, die Aussprache bei der mĂ€nnlichen Stimme ist doch sehr "deutsch", fĂŒr mich zu sehr. Ansonsten ist es stimmig, Instrumentierung finde auch ok. FĂŒr meinen Geschmack ein bisschen kitschig 🙂 Ich höre allerdings nur zwei Stimmen, nicht vier?
Oh ja, zweistimmig. Mein Fehler. Adlerauge đŸ€Ÿ

Also, vielen Dank zusammen! Ich nehme alle Anregungen mit werde in 1-2 Wochen nochmal ein Update reinstellen.

Viele GrĂŒĂŸe
Micha
 
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  • #11
Bei so schöner Musik gebe ich gern mein Feedback: Bravo! GefÀllt mir sehr gut.
Ich möchte auch gar nichts korrigieren oder vorschlagen. Was ich aber spielerisch versuchen wĂŒrde, sĂ€ĂŸe ich am Mixer, wĂ€re ein "Liveconcert-Feeling" reinzumischen. Über mein Lexicon wĂ€re das ein Knopfdruck. Ich wĂŒrde auch das superklare Panorama verringern, also "verschlechtern". Ihr habe jetzt ein Superprofi-Betriebspanorama gemischt, aber das ist m.E. zu viel der Klarheit.
Das, was ihr macht, muss man erstmal nachmachen!! Wie erlĂ€utert, ich wĂŒrde als Produzent mehr "Dirt" reinpacken. Der Mann ist nicht Robbie. Mir fiel spontan der Spruch ein: "Wenn du nur Zitronen hast, mach Zitronenlimonade daraus".
Ich wĂŒrde gerne ein anderes Lied noch hören. Wo finde ich das?
Viel Erfolg!
PS. Die Frau hat ein wunderbares Timbre. LÀdt zum mehrmaligen Hören ein. Wer schafft das schon?!
 
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  • #13
Starke Band, starke Cover. Danke fĂŒr den Link, ich weiß gar nicht, was und wo eine Signatur ist. Leider ist bei einem Cover das Original immer nur ein Click entfernt. Die sollten mal ein Cover von mir machen. Lotto gewinnt nur der, der einen Lottoschein ausfĂŒllt.👍 Der eigene Song darf kein Deut schlechter sein als das beste Cover. Eigen bedeutet nicht "selbst".
 
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  • #14
Signatur ist das, was bei einem Nutzer hier UNTEN unter jedem Beitrag zu sehen ist... Ggf. bei kleinen Handybilschirm nur im Querformat sichtbar (bei mir zumindest 😊)... LG, Frank
 
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  • #15
Starke Band, starke Cover. Danke fĂŒr den Link, ich weiß gar nicht, was und wo eine Signatur ist. Leider ist bei einem Cover das Original immer nur ein Click entfernt. Die sollten mal ein Cover von mir machen. Lotto gewinnt nur der, der einen Lottoschein ausfĂŒllt.👍 Der eigene Song darf kein Deut schlechter sein als das beste Cover. Eigen bedeutet nicht "selbst".
Hallo Poppotov,
Freut mich, dass Dir unser Zeuchs gefÀllt.
Hast Du was online von Dir? Wir haben auch schon unbekannte, aber starke Acts gecovert.
Z.B. Tom Harris aus den USA. Hat 19 Follower, macht fantastische Songs (Singer Songwriter) und hat eine fantastische Stimme.
Wir spielen oft "Pendulum" von ihm.


View: https://www.youtube.com/watch?v=4SkEO5PklJ8

VG
Micha
 
  • #16
Wir haben schon einiges gecovert und sind am Anfang genau in diese Falle geraten. Unsere Lösung war: Mach es so anders wie möglich – also etwas Eigenes daraus. Dann musst du dich nicht am Original messen lassen, sondern machst dein Ding und nimmst dem Publikum den direkten Vergleichsmaßstab.

Das unterstellt das Publikum wĂŒrde ausschließlich KlangqualitĂ€t und Arrangement vergleichen.

Tut es aber nicht.

Wenn man genauer hinschaut, liegt der eigentliche Haken aber oft woanders: Mit vielen „großen“ Hits sind persönliche Erinnerungen und starke GefĂŒhle verknĂŒpft. Darum geht es im Kern – und diese Emotionen hĂ€ngen fast untrennbar am Original, besonders an der Originalstimme. Covers lassen einen deshalb hĂ€ufig kalt, weil sie diesen Trigger nicht auslösen. Sie sind eben nicht das Original. Genau deswegen versucht kaum jemand ernsthaft, es klanglich genauso hinzubekommen wie das Original.

Nach meiner Ansicht löst Ihr mit Eurer Coverversion den Trigger zumindest bei mir nicht aus weil Ihr keine "starken GefĂŒhle" rĂŒberbringt. Eure Version klingt nach gebĂŒgeltem Hemd mit gesteiftem Kragen.

Ein so tolles Liebeslied muss nicht perfekt klingen oder super abgemischt sein. Es muss Liebe vermitteln.

*
 
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  • Ersteller
  • #17
Wir haben schon einiges gecovert und sind am Anfang genau in diese Falle geraten. Unsere Lösung war: Mach es so anders wie möglich – also etwas Eigenes daraus. Dann musst du dich nicht am Original messen lassen, sondern machst dein Ding und nimmst dem Publikum den direkten Vergleichsmaßstab.

Das unterstellt das Publikum wĂŒrde ausschließlich KlangqualitĂ€t und Arrangement vergleichen.
Tut es aber nicht.
Nein, das unterstellt es nicht, war auch nicht kommuniziert.
Den Vgl. von KlangqualitÀt und Arrangement hast Du selbst ins Spiel gebracht.
Nach meiner Ansicht löst Ihr mit Eurer Coverversion den Trigger zumindest bei mir nicht aus weil Ihr keine "starken GefĂŒhle" rĂŒberbringt. Eure Version klingt nach gebĂŒgeltem Hemd mit gesteiftem Kragen.
Ein so tolles Liebeslied muss nicht perfekt klingen oder super abgemischt sein. Es muss Liebe vermitteln.
*
Ja, da bin ich ganz bei Dir.
 
  • #18
Wir haben schon einiges gecovert und sind am Anfang genau in diese Falle geraten. Unsere Lösung war: Mach es so anders wie möglich – also etwas Eigenes daraus. Dann musst du dich nicht am Original messen lassen 

Diesen Ansatz finde ich grundsĂ€tzlich gut - fast schon zwingend. Denn wenn ein Cover nur eine „Kopie“ ist, dann wird sie im Vergleich mit einem musikgeschichtlich herausragenden Original nahezu immer verlieren. Bestenfalls ist das Cover dann eine technisch gut gemachte Kopie. Macht man aus dem Original dagegen etwas „eigenes“, d.h. bringt eine maßgebliche eigene kĂŒnstlerische Note hinein, dann steckt eigene schöpferische KreativitĂ€t drin - die sich auch so bewerten lĂ€sst.

Jedoch: Den Vergleich mit dem großen Original wird der Hörer trotzdem immer anstellen. Auch ein stark verĂ€nderter Song wird sich deshalb der Frage stellen mĂŒssen, ob er nur „anders“ ist, oder ob die KreativitĂ€t zu etwas tollem Neuen gefĂŒhrt hat.

Es gibt m.E. große Musikwerke, die funktionieren nur genau so, wie sie gemacht wurden. Bei „Your Song“ ist das m.E. nicht der Fall: Arrangement und Instrumentierung sind toll, aber nicht unausweichlich zwingend. Insofern kann ich mir durchaus vorstellen, dass „Your Song“ (z.B.) mit Gitarren und mehrstimmigem Gesang ein wundervolles eigenes Werk sein kann. Aber, und damit bin ich wieder am Anfang, die (musikalische) Latte hĂ€ngt dann eben trotzdem immer noch extrem hoch. 😉
 
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  • #19
Hallo Poppotov,
Freut mich, dass Dir unser Zeuchs gefÀllt.
Hast Du was online von Dir? Wir haben auch schon unbekannte, aber starke Acts gecovert.
Z.B. Tom Harris aus den USA. Hat 19 Follower, macht fantastische Songs (Singer Songwriter) und hat eine fantastische Stimme.
Wir spielen oft "Pendulum" von ihm.


View: https://www.youtube.com/watch?v=4SkEO5PklJ8

VG
Micha

Ja, ich habe ca. 100 eigene Songs online. Das ist ein Bruchteil meiner Lieder. Keinerlei Cover. Durchproduzierte Songs mit diversen Vocals, die ich teils auch recorded habe, aber mehr noch "freie" Backings, wo ich quasi nur den Song als Studiomusiker fĂŒr Studiomusiker freigebe und vorgebe. Die reifen dann durch andere Musiker zur BlĂŒte.
Bei Cover gilt ja die Regel: er wird gecovert, weil er gecovert werden kann, weil er "einmalig" ist. Es ist der Song, nicht der Interpret. Im Prinzip ist ein Coversong so gut, dass man ihn nicht covern muss, es sei denn, man ist selbst auf diesem Niveau unterwegs.
Ich betrachte online-Songs als Visitenkarte. Da muss nicht der ganze Lebenslauf draufstehen. Poppotov ist mein ZweitkĂŒnstlername.
Da ich schon öfter "gecovert" worden bin, weiß ich, dass das teils wunderbar geklappt hat.
Starker Song, Pendulum Swings. Hat ja was von "Halleluja". Meine das positiv. Wir stehen auf den Schultern von Giganten.
 
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  • #20
Es gibt m.E. große Musikwerke, die funktionieren nur genau so, wie sie gemacht wurden. Bei „Your Song“ ist das m.E. nicht der Fall: Arrangement und Instrumentierung sind toll, aber nicht unausweichlich zwingend. Insofern kann ich mir durchaus vorstellen, dass „Your Song“ (z.B.) mit Gitarren und mehrstimmigem Gesang ein wundervolles eigenes Werk sein kann. Aber, und damit bin ich wieder am Anfang, die (musikalische) Latte hĂ€ngt dann eben trotzdem immer noch extrem hoch. 😉
Und wie!!! đŸ€Ÿ

Weißt Du was?
Wir lieben einige Songs so sehr, dass wir sie covern mussten, schon fĂŒr uns. Das ist 'ne Herzensangelegenheit.Wir haben erst zu Corona mit Musik angefangen und waren noch recht unerfahren. Also haben wir nach Covern gesucht, um uns Umsetzungsideen zu holen. Boys Avenue fanden z.B. wir sehr stark.
Wir haben dabei sehr oft festgestellt, dass uns die Cover wesentlich besser gefallen haben als die Originale. Zum einen lag es daran, dass sie besser gesungen waren (Bsp. You've got an friend von Carol King. Carol hatte da 'nen Hit gelandet. Aber beinahe jedes Cover ist besser gesungen als das Original von Carol.
Oder Neil Young. Der hat in den 70ern kaum einen Ton getroffen. Der schwamm aus anderen GrĂŒnden oben auf. Wie viele andere aus der Zeit auch.
Was Elton John betrifft. Ich mag ihn ehrlich gesagt nicht. Kann nur mit sehr wenigen seiner SongsĂŒberhaupt etwas anfangen. Wie z.B. "Sorry". "Your song" ist auch ok.
Aber ich mag seine eigenen Umsetzungen nicht. Elton ist mir in allem was er macht zu laut und zu schrill. Von allem 90% weniger.... dann vielleicht. .. naja, dann wÀre es aber nicht mehr Elton.
Heike steht ihm wesentlich nÀher. Von ihr kam die Idee mit Your song. Ich kannte den Song bis dahin nicht. Wir hörten uns ein paar Cover an, die schön umgesetzt waren, und das hat mich dann auch aktiviert.
Womit wir beim nÀchsten Aspekt sind, nÀmlich dass die Schönheit im Auge des Betrachters liegt.
Deswegen hĂ€ngt die sprichwörtliche Latte - und jetzt komme ich auf Deine Einlassung zurĂŒck - eher unterschiedlich hoch.

____
Wir machen unsere Musik in erster Linie fĂŒr UNS. Weil WIR darin aufgehen. Zu 90% zuhause auf der Bettkante, und wir haben dabei oft Spass wie Bolle.
Jetzt haben wir durch die Aufnahmen, die auch online stehen, ein, zwei Fans (im echten Leben mehr). Ja und bestimmt auch viele, die mit unserm Kram nix anfangen können. Ist wohl immer so.
Wir freuen uns zutiefst darĂŒber, wenn wir Menschen mit unserer Musik berĂŒhren. That's it!
Wir haben keine Ambitionen mehr Follower, Likes oder sonstwas zu bekommen. Musik funktioniert am besten, wenn sie authentisch / ehrlich ist.
Beitrag automatisch zusammengefĂŒgt:

Ja, ich habe ca. 100 eigene Songs online. Das ist ein Bruchteil meiner Lieder. Keinerlei Cover. Durchproduzierte Songs mit diversen Vocals, die ich teils auch recorded habe, aber mehr noch "freie" Backings, wo ich quasi nur den Song als Studiomusiker fĂŒr Studiomusiker freigebe und vorgebe.
Cool! Ich konnte Dich bei YT unter Poppotov ncht finden. Spendest Du uns einen Link? Ich bin neugierig....
VG
Micha
 
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