Your Song (Elton John) Bitte um ehrliches Feedback

Vocal Voyage

Vocal Voyage

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Hallo zusammen!
Ich will gerade einen neuen Song aufnehmen.

"Your Song" (Elton-John Cover)
Wir haben es ruhig und vierstimmig, sowie gänzlich ohne Percussion umgesetzt.
Jedoch mit zwei Konzertgitarren und einem Akkordeon. Auch um uns möglichst weit vom Original zu bewegen.

Ist glaube ich auf 'nem ganz guten Weg, aber noch nicht ganz rund m.E.n.

Bevor ich es finalisiere & veröffentliche, wollte ich externe Meinungen und EIndrücke einholen.
Man ist irgendwann betriebsblind, wenn man zu lange über ein und demselben Stück hängt...

Danke für euer Feedback und viel Spaß beim Hören.

 
Grund: MP3-Player eingebunden
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"Gänsehaut" ;) :great:
 
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Mir gefallen die Spuren einzeln sehr gut. Im Miteinander, fand ich, beißt es sich manchmal.

In einem ersten Durchgang habe ich vielleicht mit zuviel Lautstärke gehört - da fand ich die Flöte im Intro absolut aufdringlich und zu nah, auch die Gitarren eine Spur zu laut und nah. Wenn man bei mittlerer Lautstärke hört, passt es besser - vielleicht lässt sich das noch besser räumlich staffeln.
 
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Soooooooo schön! Eines der schönsten Lieder überhaupt und ganz toll von Euch interpretiert! Vom Gefühl her finde ich, ist es sehr "trocken" gemischt... Vielleicht eine kleine Portion mehr Raum noch drauf? Allerdings... am Handy gehört, aber das ist wohl das Teil, womit die Meisten Musik entdecken...
Ich habe es mal meiner Frau zum Valentinstag geschickt 😊 ... Was würde ich drum geben, so singen zu können... Naja, im nächsten Leben dann vielleicht 😁. LG, Frank
 
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Tolles Arangement. Stimmen auf den Punkt und abslout schön. Die Männerstimme ist an manchen Stellen etwas zu flat - ich weiß nicht, wie ich's besser ausdrücken soll - würde die Töne nicht immer so exakt auf den Punkt singen sondern lieber etwas zu dem Ton gleiten.
 
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Hmmm… es wurde ja nach „… ehrlichem …“ Feedback gefragt, was ich dahingehend verstehe, dass auch kritische Meinungen erlaubt sind. Es bleibt ja auch eine rein subjektive Meinung. ;)

Wenn man sich an riesengroße Werke der Musikgeschichte herantraut, dann muss m. E. alles perfekt sein, sonst lässt man es - wie gesagt: nur meiner Meinung nach - besser sein. Die Instrumentierung eurer Version finde ich okay, wobei ich die o.a. Kritik an der Flöte teile. Das Akkordeon gefällt mir überhaupt nicht, das „beißt“ fast schon in den zarten Song.

Den weiblichen Gesang finde ich sehr schön, leider kommt - für meine Ohren - der männliche Gesang nicht ganz mit. Das hört man auch beim gleichzeitigen Singen. Auch ich hätte gerne ein wenig mehr Hall / Raum insb. auf den Stimmen, aber das ist wirklich nur eine Geschmacksfrage.

Alles in allem hört es sich ordentlich bis schön an. Aber den Zauber des Originals höre ich nicht.
 
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gesanglich gut.....okay....akkordeon, naja, wenns sein muß.

ich hätte die männliche stimme mit deutlich weniger low end gemischt, einfach um ein gleichgewicht zu weiblichen stimme zu schaffen.
 
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Also mir gefällt das Akkordeon :D. Der Gesang ist IMHO zu exakt/gerade und wirkt dadurch etwas "angestrengt", auch was die englische Sprache betrifft.
 
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auch was die englische Sprache betrifft.
Das ist mir auch als erstes aufgefallen, die Aussprache bei der männlichen Stimme ist doch sehr "deutsch", für mich zu sehr. Ansonsten ist es stimmig, Instrumentierung finde auch ok. Für meinen Geschmack ein bisschen kitschig :) Ich höre allerdings nur zwei Stimmen, nicht vier?
 
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  • #10
Wow - erstmal vielen lieben Dank fürs Reinhören und kommentieren.
Genau dafür liebe ich das Forum: ehrliche, hilfreiche Rückmeldungen zu Songskizzen, bevor sie poliert und finalisiert sind.
Ich finde dabei die kritschen Feedbacks ganz besonders hilfreich - das kann ich garnicht oft genug betonen! Also traut euch ruhig.
Die Summe der Feedbacks kristallisiert auch immer sehr klar, wann es sich um Fragen des reinen pesönlichen Geschmacks handelt, und wo es wirklich hakt.
Beispiel 1: das Akkordeon: Die einen nervt und stört es, die anderen finden es toll = Geschmack
Beispiel 2: und immer wiederkehrendes Problem: meine schlechte dilektische englische Aussprache, die wenn es angesprochen wird, stets als störend empfunden wird.
Beispiel 3: Und dann gibt es noch die feedbacks, die mich in dem bestätigen, wo selbst noch ein kleines Störgefühl hatte (Flöte am Anfang zu laut). Diese Bestätigungen helfen mir, den inneren Kompass zu justieren

Ich gehe hier und da nochmal einzeln auf die Kommentare ein:
Mir gefallen die Spuren einzeln sehr gut. Im Miteinander, fand ich, beißt es sich manchmal.

In einem ersten Durchgang habe ich vielleicht mit zuviel Lautstärke gehört - da fand ich die Flöte im Intro absolut aufdringlich und zu nah, auch die Gitarren eine Spur zu laut und nah. Wenn man bei mittlerer Lautstärke hört, passt es besser - vielleicht lässt sich das noch besser räumlich staffeln.
Sehr guter Hinweis!
Soooooooo schön! Eines der schönsten Lieder überhaupt und ganz toll von Euch interpretiert! Vom Gefühl her finde ich, ist es sehr "trocken" gemischt... Vielleicht eine kleine Portion mehr Raum noch drauf? Allerdings... am Handy gehört, aber das ist wohl das Teil, womit die Meisten Musik entdecken...
Was ein Drama. Die Soundqualität eines Handys liegt weit unterhalb der Soundqualität eines "Küchenradios" (die Älteren von uns erinnern sich :) ).
Das Problem hierbei: Bässe und mitteltiefe Klänge werden teils vollständig entfernt. Da kann nur ein unausgewogener quäkiger Klang übrigbeiben. Und gerade die Flöte geht im Gesamtklang durch die Decke.
Selbst mit in-ears ist das Klangerlebnis deutlich kastriert. Zunehmend viele Menschen hören Musik über den Handy-"Lautsprecher" oder mittelmäßigen in ears. Vielleicht ist in Vergessenheit geraten, was Kopfhörer (schon im unteren Preissegment) leisten. Ich weiß es nicht..

Ja, das mit dem fehlenden Hall ist Z. Zt. eine Marotte von uns. Ich mag dieses Unmittelbare - sehr direkte. Das macht die Person/Stimme nahbarer, intimer. Passt für mein persönliches Empfinden super zu dem Song.
M.E.n. eine Geschmacksfrage.
Ich habe es mal meiner Frau zum Valentinstag geschickt 😊 ... Was würde ich drum geben, so singen zu können... Naja, im nächsten Leben dann vielleicht 😁. LG, Frank
Ach wie süß :love:
Tolles Arangement. Stimmen auf den Punkt und abslout schön. Die Männerstimme ist an manchen Stellen etwas zu flat - ich weiß nicht, wie ich's besser ausdrücken soll - würde die Töne nicht immer so exakt auf den Punkt singen sondern lieber etwas zu dem Ton gleiten.
Super, vielen Dank für den Hinweis. Wir arbeiten derzeit genau an diesem Thema! Wir haben seit längerem rein klassischen Gesangsuntericht. Da lernst Du die Töne direkt auf den Punkt anzusteuern. Es sei denn, ein Glissando (reinschmieren) steht in der Anweisung (Noten). Das hat in der Oper seine Berechtigung, ist im Popgesang aber überwiegend unüblich. Heikes Stimme kann im grós so bleiben, bei mir war es erst eine Skizze. Ich singe das zumindest stellenweise nochmal richtig ein. Und Dein Hinweis an dem Punkt ist sehr hilfreich. Vielen Dank!
Hmmm… es wurde ja nach „… ehrlichem …“ Feedback gefragt, was ich dahingehend verstehe, dass auch kritische Meinungen erlaubt sind. Es bleibt ja auch eine rein subjektive Meinung. ;)
Alles gut - immer her damit, musst Dich ncht entschuldigen! :)
Wenn man sich an riesengroße Werke der Musikgeschichte herantraut, dann muss m. E. alles perfekt sein, sonst lässt man es - wie gesagt: nur meiner Meinung nach - besser sein.
Ich kann deinen Gedankengang gut nachvollziehen; ich hatte selbst lange denselben Standpunkt. Ich würde ihn aber an das jeweilige Ziel koppeln: Wenn du ein Original wirklich 1:1 kopieren willst, dann darf es tatsächlich nicht „weniger“ sein.

Wir haben schon einiges gecovert und sind am Anfang genau in diese Falle geraten. Unsere Lösung war: Mach es so anders wie möglich – also etwas Eigenes daraus. Dann musst du dich nicht am Original messen lassen, sondern machst dein Ding und nimmst dem Publikum den direkten Vergleichsmaßstab.

Wenn man genauer hinschaut, liegt der eigentliche Haken aber oft woanders: Mit vielen „großen“ Hits sind persönliche Erinnerungen und starke Gefühle verknüpft. Darum geht es im Kern – und diese Emotionen hängen fast untrennbar am Original, besonders an der Originalstimme. Covers lassen einen deshalb häufig kalt, weil sie diesen Trigger nicht auslösen. Sie sind eben nicht das Original. Genau deswegen versucht kaum jemand ernsthaft, es klanglich genauso hinzubekommen wie das Original.
Die Instrumentierung eurer Version finde ich okay, wobei ich die o.a. Kritik an der Flöte teile. Das Akkordeon gefällt mir überhaupt nicht, das „beißt“ fast schon in den zarten Song.
Das ging mir anfangs (vor 3 Monaten) so. Hatte das Akkordeon von einem Freund bekommen. Wir haben viel zusammen gemacht. Es passte immer sowas von gut. Ich fand den Sound im Kontext rein klanglich eher störend. Wir waren beide irritiert und wussten nicht weiter. Dann ist die Akte "Your song" nach unten gewandert. Dann habe ich es mir vorige Tage nochmal angehört und fand's zu meiner eigenen Verwunderung eigentlich ganz schön. Mir ist dere innere Kompass gerade völlig abhanden gekommen. Die Melodielinien snd teils sehr schön. Vielleicht ist ein anderes Instrument die Lösung, oder eine Veränderung des Klangs mittels EQ. ich weiß es nicht.
Den weiblichen Gesang finde ich sehr schön, leider kommt - für meine Ohren - der männliche Gesang nicht ganz mit. Das hört man auch beim gleichzeitigen Singen. Auch ich hätte gerne ein wenig mehr Hall / Raum insb. auf den Stimmen, aber das ist wirklich nur eine Geschmacksfrage.
Beim Hall ja. Und ja, Heike hat ein besonderes Timbre in ihrer Stimme. Das hat man oder nicht. Ich versuche meinen Teil auch nochmal in schön einzusingen, kann aber nicht zaubern 🙃

gesanglich gut.....okay....akkordeon, naja, wenns sein muß.
ich hätte die männliche stimme mit deutlich weniger low end gemischt, einfach um ein gleichgewicht zu weiblichen stimme zu schaffen.
Mmmh OK. Da bist Du jetzt der erste. Ich kenne Dein Lautsprecher oder headphone Setting nicht. Wir haben bislang ausnahmslos und unaufgefordert das Feedback erhalten, dass unsere beiden Stimmen zusammen ganz besonders schön klängen. Ich nehme das mal zur Kenntnis und vergesse es nicht.
Also mir gefällt das Akkordeon :D. Der Gesang ist IMHO zu exakt/gerade und wirkt dadurch etwas "angestrengt", auch was die englische Sprache betrifft.
Jupp 🙃 Am zu geraden arbeite ich, das mit dem echten Engl*änder wird in diesem Leben nichts mehr.
Wobei... ich muss es doch nochmal thematisieren. Es gibt sooo viele Dialekte. Dann haben wir noch das englische, australische, amerikanische Englisch. Und viele Dialekte. Ein Freund von mir war letztens in Edingburgh. Er spricht wirklich perfekt Englisch. Er sagte, er hätte dort kaum ein Wort verstanden.
Ich will nicht von meinem schlechten Englisch ablenken, frage mich nur immer, welche Sorte eigentlich gewünscht ist. Oder ist das zweitrangig, weil mein Englisch gar ncht geht? Könnte ja sein.
Das ist mir auch als erstes aufgefallen, die Aussprache bei der männlichen Stimme ist doch sehr "deutsch", für mich zu sehr. Ansonsten ist es stimmig, Instrumentierung finde auch ok. Für meinen Geschmack ein bisschen kitschig :) Ich höre allerdings nur zwei Stimmen, nicht vier?
Oh ja, zweistimmig. Mein Fehler. Adlerauge 🤟

Also, vielen Dank zusammen! Ich nehme alle Anregungen mit werde in 1-2 Wochen nochmal ein Update reinstellen.

Viele Grüße
Micha
 
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  • #11
Bei so schöner Musik gebe ich gern mein Feedback: Bravo! Gefällt mir sehr gut.
Ich möchte auch gar nichts korrigieren oder vorschlagen. Was ich aber spielerisch versuchen würde, säße ich am Mixer, wäre ein "Liveconcert-Feeling" reinzumischen. Über mein Lexicon wäre das ein Knopfdruck. Ich würde auch das superklare Panorama verringern, also "verschlechtern". Ihr habe jetzt ein Superprofi-Betriebspanorama gemischt, aber das ist m.E. zu viel der Klarheit.
Das, was ihr macht, muss man erstmal nachmachen!! Wie erläutert, ich würde als Produzent mehr "Dirt" reinpacken. Der Mann ist nicht Robbie. Mir fiel spontan der Spruch ein: "Wenn du nur Zitronen hast, mach Zitronenlimonade daraus".
Ich würde gerne ein anderes Lied noch hören. Wo finde ich das?
Viel Erfolg!
PS. Die Frau hat ein wunderbares Timbre. Lädt zum mehrmaligen Hören ein. Wer schafft das schon?!
 
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  • #13
Starke Band, starke Cover. Danke für den Link, ich weiß gar nicht, was und wo eine Signatur ist. Leider ist bei einem Cover das Original immer nur ein Click entfernt. Die sollten mal ein Cover von mir machen. Lotto gewinnt nur der, der einen Lottoschein ausfüllt.👍 Der eigene Song darf kein Deut schlechter sein als das beste Cover. Eigen bedeutet nicht "selbst".
 
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  • #14
Signatur ist das, was bei einem Nutzer hier UNTEN unter jedem Beitrag zu sehen ist... Ggf. bei kleinen Handybilschirm nur im Querformat sichtbar (bei mir zumindest 😊)... LG, Frank
 
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  • #15
Starke Band, starke Cover. Danke für den Link, ich weiß gar nicht, was und wo eine Signatur ist. Leider ist bei einem Cover das Original immer nur ein Click entfernt. Die sollten mal ein Cover von mir machen. Lotto gewinnt nur der, der einen Lottoschein ausfüllt.👍 Der eigene Song darf kein Deut schlechter sein als das beste Cover. Eigen bedeutet nicht "selbst".
Hallo Poppotov,
Freut mich, dass Dir unser Zeuchs gefällt.
Hast Du was online von Dir? Wir haben auch schon unbekannte, aber starke Acts gecovert.
Z.B. Tom Harris aus den USA. Hat 19 Follower, macht fantastische Songs (Singer Songwriter) und hat eine fantastische Stimme.
Wir spielen oft "Pendulum" von ihm.


View: https://www.youtube.com/watch?v=4SkEO5PklJ8

VG
Micha
 
  • #16
Wir haben schon einiges gecovert und sind am Anfang genau in diese Falle geraten. Unsere Lösung war: Mach es so anders wie möglich – also etwas Eigenes daraus. Dann musst du dich nicht am Original messen lassen, sondern machst dein Ding und nimmst dem Publikum den direkten Vergleichsmaßstab.

Das unterstellt das Publikum würde ausschließlich Klangqualität und Arrangement vergleichen.

Tut es aber nicht.

Wenn man genauer hinschaut, liegt der eigentliche Haken aber oft woanders: Mit vielen „großen“ Hits sind persönliche Erinnerungen und starke Gefühle verknüpft. Darum geht es im Kern – und diese Emotionen hängen fast untrennbar am Original, besonders an der Originalstimme. Covers lassen einen deshalb häufig kalt, weil sie diesen Trigger nicht auslösen. Sie sind eben nicht das Original. Genau deswegen versucht kaum jemand ernsthaft, es klanglich genauso hinzubekommen wie das Original.

Nach meiner Ansicht löst Ihr mit Eurer Coverversion den Trigger zumindest bei mir nicht aus weil Ihr keine "starken Gefühle" rüberbringt. Eure Version klingt nach gebügeltem Hemd mit gesteiftem Kragen.

Ein so tolles Liebeslied muss nicht perfekt klingen oder super abgemischt sein. Es muss Liebe vermitteln.

*
 
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  • #17
Wir haben schon einiges gecovert und sind am Anfang genau in diese Falle geraten. Unsere Lösung war: Mach es so anders wie möglich – also etwas Eigenes daraus. Dann musst du dich nicht am Original messen lassen, sondern machst dein Ding und nimmst dem Publikum den direkten Vergleichsmaßstab.

Das unterstellt das Publikum würde ausschließlich Klangqualität und Arrangement vergleichen.
Tut es aber nicht.
Nein, das unterstellt es nicht, war auch nicht kommuniziert.
Den Vgl. von Klangqualität und Arrangement hast Du selbst ins Spiel gebracht.
Nach meiner Ansicht löst Ihr mit Eurer Coverversion den Trigger zumindest bei mir nicht aus weil Ihr keine "starken Gefühle" rüberbringt. Eure Version klingt nach gebügeltem Hemd mit gesteiftem Kragen.
Ein so tolles Liebeslied muss nicht perfekt klingen oder super abgemischt sein. Es muss Liebe vermitteln.
*
Ja, da bin ich ganz bei Dir.
 
  • #18
Wir haben schon einiges gecovert und sind am Anfang genau in diese Falle geraten. Unsere Lösung war: Mach es so anders wie möglich – also etwas Eigenes daraus. Dann musst du dich nicht am Original messen lassen …
Diesen Ansatz finde ich grundsätzlich gut - fast schon zwingend. Denn wenn ein Cover nur eine „Kopie“ ist, dann wird sie im Vergleich mit einem musikgeschichtlich herausragenden Original nahezu immer verlieren. Bestenfalls ist das Cover dann eine technisch gut gemachte Kopie. Macht man aus dem Original dagegen etwas „eigenes“, d.h. bringt eine maßgebliche eigene künstlerische Note hinein, dann steckt eigene schöpferische Kreativität drin - die sich auch so bewerten lässt.

Jedoch: Den Vergleich mit dem großen Original wird der Hörer trotzdem immer anstellen. Auch ein stark veränderter Song wird sich deshalb der Frage stellen müssen, ob er nur „anders“ ist, oder ob die Kreativität zu etwas tollem Neuen geführt hat.

Es gibt m.E. große Musikwerke, die funktionieren nur genau so, wie sie gemacht wurden. Bei „Your Song“ ist das m.E. nicht der Fall: Arrangement und Instrumentierung sind toll, aber nicht unausweichlich zwingend. Insofern kann ich mir durchaus vorstellen, dass „Your Song“ (z.B.) mit Gitarren und mehrstimmigem Gesang ein wundervolles eigenes Werk sein kann. Aber, und damit bin ich wieder am Anfang, die (musikalische) Latte hängt dann eben trotzdem immer noch extrem hoch. ;)
 
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  • #19
Hallo Poppotov,
Freut mich, dass Dir unser Zeuchs gefällt.
Hast Du was online von Dir? Wir haben auch schon unbekannte, aber starke Acts gecovert.
Z.B. Tom Harris aus den USA. Hat 19 Follower, macht fantastische Songs (Singer Songwriter) und hat eine fantastische Stimme.
Wir spielen oft "Pendulum" von ihm.


View: https://www.youtube.com/watch?v=4SkEO5PklJ8

VG
Micha

Ja, ich habe ca. 100 eigene Songs online. Das ist ein Bruchteil meiner Lieder. Keinerlei Cover. Durchproduzierte Songs mit diversen Vocals, die ich teils auch recorded habe, aber mehr noch "freie" Backings, wo ich quasi nur den Song als Studiomusiker für Studiomusiker freigebe und vorgebe. Die reifen dann durch andere Musiker zur Blüte.
Bei Cover gilt ja die Regel: er wird gecovert, weil er gecovert werden kann, weil er "einmalig" ist. Es ist der Song, nicht der Interpret. Im Prinzip ist ein Coversong so gut, dass man ihn nicht covern muss, es sei denn, man ist selbst auf diesem Niveau unterwegs.
Ich betrachte online-Songs als Visitenkarte. Da muss nicht der ganze Lebenslauf draufstehen. Poppotov ist mein Zweitkünstlername.
Da ich schon öfter "gecovert" worden bin, weiß ich, dass das teils wunderbar geklappt hat.
Starker Song, Pendulum Swings. Hat ja was von "Halleluja". Meine das positiv. Wir stehen auf den Schultern von Giganten.
 
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  • #20
Es gibt m.E. große Musikwerke, die funktionieren nur genau so, wie sie gemacht wurden. Bei „Your Song“ ist das m.E. nicht der Fall: Arrangement und Instrumentierung sind toll, aber nicht unausweichlich zwingend. Insofern kann ich mir durchaus vorstellen, dass „Your Song“ (z.B.) mit Gitarren und mehrstimmigem Gesang ein wundervolles eigenes Werk sein kann. Aber, und damit bin ich wieder am Anfang, die (musikalische) Latte hängt dann eben trotzdem immer noch extrem hoch. ;)
Und wie!!! 🤟

Weißt Du was?
Wir lieben einige Songs so sehr, dass wir sie covern mussten, schon für uns. Das ist 'ne Herzensangelegenheit.Wir haben erst zu Corona mit Musik angefangen und waren noch recht unerfahren. Also haben wir nach Covern gesucht, um uns Umsetzungsideen zu holen. Boys Avenue fanden z.B. wir sehr stark.
Wir haben dabei sehr oft festgestellt, dass uns die Cover wesentlich besser gefallen haben als die Originale. Zum einen lag es daran, dass sie besser gesungen waren (Bsp. You've got an friend von Carol King. Carol hatte da 'nen Hit gelandet. Aber beinahe jedes Cover ist besser gesungen als das Original von Carol.
Oder Neil Young. Der hat in den 70ern kaum einen Ton getroffen. Der schwamm aus anderen Gründen oben auf. Wie viele andere aus der Zeit auch.
Was Elton John betrifft. Ich mag ihn ehrlich gesagt nicht. Kann nur mit sehr wenigen seiner Songsüberhaupt etwas anfangen. Wie z.B. "Sorry". "Your song" ist auch ok.
Aber ich mag seine eigenen Umsetzungen nicht. Elton ist mir in allem was er macht zu laut und zu schrill. Von allem 90% weniger.... dann vielleicht. .. naja, dann wäre es aber nicht mehr Elton.
Heike steht ihm wesentlich näher. Von ihr kam die Idee mit Your song. Ich kannte den Song bis dahin nicht. Wir hörten uns ein paar Cover an, die schön umgesetzt waren, und das hat mich dann auch aktiviert.
Womit wir beim nächsten Aspekt sind, nämlich dass die Schönheit im Auge des Betrachters liegt.
Deswegen hängt die sprichwörtliche Latte - und jetzt komme ich auf Deine Einlassung zurück - eher unterschiedlich hoch.

____
Wir machen unsere Musik in erster Linie für UNS. Weil WIR darin aufgehen. Zu 90% zuhause auf der Bettkante, und wir haben dabei oft Spass wie Bolle.
Jetzt haben wir durch die Aufnahmen, die auch online stehen, ein, zwei Fans (im echten Leben mehr). Ja und bestimmt auch viele, die mit unserm Kram nix anfangen können. Ist wohl immer so.
Wir freuen uns zutiefst darüber, wenn wir Menschen mit unserer Musik berühren. That's it!
Wir haben keine Ambitionen mehr Follower, Likes oder sonstwas zu bekommen. Musik funktioniert am besten, wenn sie authentisch / ehrlich ist.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ja, ich habe ca. 100 eigene Songs online. Das ist ein Bruchteil meiner Lieder. Keinerlei Cover. Durchproduzierte Songs mit diversen Vocals, die ich teils auch recorded habe, aber mehr noch "freie" Backings, wo ich quasi nur den Song als Studiomusiker für Studiomusiker freigebe und vorgebe.
Cool! Ich konnte Dich bei YT unter Poppotov ncht finden. Spendest Du uns einen Link? Ich bin neugierig....
VG
Micha
 
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