Zahlen der Züge zu Noten

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Andreas E.
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Hallo zusammen. Ich habe mit Anfang 30 nun angefangen das musizieren mit der Posaune zu lernen. Ein guter Freund, Musiker und Vereinskollege versucht es mir beizubringen, was auch recht gut funktioniert, für meine Möglichkeiten. Jedoch fehlt es mir an Zeit Noten lesen zu lernen. Die Notenwerte zu deuten funktioniert, allerdings nicht wirklich die Umsetzung der Note in die Position des Zuges. Gibt es die Möglichkeit mit einem Programm den jeweiligen Zug zur Note hinzuzufügen und das dann auszudrucken? Freue mich auf hilfreiche Tipps und Zuschriften.
 
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Claus
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Jedoch fehlt es mir an Zeit Noten lesen zu lernen.
Zeit ist überhaupt kein Problem, weil man Noten lesen beim Lernen eines Instruments nicht extra üben muss.

posaunenlage.jpg



Du lernst bekanntlich von Anfang an nur einen und dann ein paar Töne, mit denen Du spielen kannst. Dadurch lernt man ganz automatisch Notenbild, Ton und jeweilige Lage/Zugposition zu verbinden - wenn es denn erklärt wurde.

Es braucht nur eine fähige Unterweisung, um die Atemtechnik auszubilden und das Einüben grober Fehler zu vermeiden sowie ein zeitgemäßes Heft mit Material, Posaunenschule genannt.

Gruß Claus
 
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busch62
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Gibt es die Möglichkeit mit einem Programm den jeweiligen Zug zur Note hinzuzufügen und das dann auszudrucken?

Kommt darauf an, mit welcher Notationssoftware du arbeitest. Für MuseScore gibt es ein Plugin, das so etwas kann. Voraussetzung ist natürlich, das du die Noten schon in MuseScore vorliegen hast.

Empfehlen würde ich das aber nicht. Schreib dir für den Anfang die Zugpositionen selbst unter die Noten. Dann lernst du die dabei schon. Wenn man einmal das Pronzip dahinter verstanden hat, ist es ja auch ganz einfach. Eine Zugposition entspricht einem halben Ton tiefer, bis du beim nächst tieferen Naturton angelangt bist. Im Beispiel oben von Claus: f=1, e=2, es=3, d=4 usw. bis wieder B=1.

Mit Anfang 30 ist man dafür noch nicht zu alt.
 
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Claus
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Es ist auch Unfug, gleich eine Tonleiter zu lernen. Sinnvoll ist es dagegen, die zwei leicht erreichbaren Töne der 1. Lage zu lernen, die erste Binde- und Anstoßübung dazu zu lernen und ein paar Übungen mit den einfachen Notenwerten (Ganz, Halbe, Viertel, Achtel) zu lernen.
Dabei erfährt man auch, wie anfangs die Vorbereitung durch das "Atemritual" und der koordinierte Tonanfang mit Metronom funktionieren, damit die Stütze zur Verfügung und ein tragender Ton technisch möglich ist.
Koordiniert Ausatmen, Einatmen und Tonanfang (zuerst ohne Zunge) auf die "Eins" funktionieren nämlich nicht von allein.
Zusätzlich sollte man sich noch angewöhnen, Töne intoniert zu spielen, auch das bedarf einiger Hinweise, Unterstützung und Kontrolle.

Das alles sind Bausteine einer soliden Posaunenspieltechnik und die Frage nach "Noten und Lage identifizieren" stellt sich dabei erst gar nicht.

Wie man sieht, hat man für den Anfang mit nur zwei Tönen in der ersten Lage genug zu lernen (und es gäbe noch mehr).:)
Das Gute daran, man fährt auf diese Weise nicht wenig später vor die Wand.

Gruß Claus
 
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BioMarco
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Das alles sind Bausteine einer soliden Posaunenspieltechnik und die Frage nach "Noten und Lage identifizieren" stellt sich dabei erst gar nicht.
Ganz genau so ist es. Im Gegensatz zu den allermeisten anderen Musikinstrumenten ist es bei den Blechblasinstrumenten nicht damit getan, einfach nur einen "Knopf" zu drücken und das Instrument spielt den Ton dann schon. Bei der Posaune/Trompete/Tuba usw. ist der Körper unmittelbar in die Tonerzeugung eingebunden. Die Lippenmuskulatur bestimmt die Tonhöhe, die Zunge definiert den Tonbeginn und die Atemmuskulatur sorgt für die Stabilität im Ton. Das Trainieren des perfekten Zusammenspiels dieser Muskelgruppen dauert definitiv länger als das Erlernen des Noten lesens. Gerade wegen der Lippenmuskulatur kann man den zur Verfügung stehenden Tonraum nur langsam erweitern. Wenn man es konsequent angeht, erlernt man das Notenlesen und die Umsetzung auf Töne einfach mit der Entwicklung des Tonraums.

Bitte wie durch busch62 angeregt mindestens die Töne selbst unter die Noten schreiben, damit man es nach und nach lernt. Eine Automatisierung, die einem das abnimmt, wäre sehr kontraproduktiv. Noten lesen können ist unerlässlich in der Musik, zumindest wenn man nicht nur allein musizieren möchte...

Vielen Dank & Grüße
Marco
 
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tromboneslave
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Das Trainieren des perfekten Zusammenspiels dieser Muskelgruppen dauert definitiv länger als das Erlernen des Noten lesens.
..das ist wohl der Kernsatz - und es gibt halt auch keine Abkürzungen.

Auch wenn man dann noch die Varianten Alt und Tenorschlüssel dazunimmt - hilft halt nur viel üben (obwohl es da dann verschieden Tricks gibt-wie hier im Forum an einigen Stellen zu lesen ist)

Was ich aber persönliche in den letzten Jahren als Erfahrung machen ist dann aber auch das Auswendigspielen eine wichtige Sache - gerade auch zur Schulung des Gehöres, zum besseren Kennenlernen des Instrumentes und unerlässlich wenn man sich dann wirklich auch der Improvisation zuwenden will.

LG
Bernd
 
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tmbdan
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Hallo Andreas!

Ich habe mal für meine Schüler diese Karten für Violin und Bassschlüssel erstellt. Hier mal die Basskarten.
Du kannst einfach Abends auf der Couch damit die Noten üben. Ausschneiden, falten und auf die Rückseite die Züge aufschreiben!

LG
Dan
 

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Christian_Hofmann
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Auch wenn der Beitrag etwas älter ist würde ich mich gerne mal einklinken.

Ich lerne ja selber nebenbei Posaune. Da hatte ich selber das Problem mit Zugpositionen, Grundtöne und so weiter. Ich war dann auch so clever und habe eine der vielen Tabellen genutzt wo jede Note mit Zugposition angeben ist. Aber wirklich brauchbar war es nicht. Auf einer Zugposition liegen ja mehr als ein Ton und wenn ich nun in meiner Notenzeile ein d habe und schaue sehe ich das es auf Position 4 ist. Genau so liegt dort das g, ces. Wenn ich nun nicht weiß wie der Ton klingen muss wird es kaum möglich sein zu erkennen ob man nun den richtigen Ton spielt.


Ich kämpfe selbst noch immer etwas damit, aber gelernt habe ich das man sich die Töne sehr gut vorstellen muss, dann kommt der richtige vorne/hinten(?) auch raus. Nur dazu muss man die Töne kennen. Da sind Tasteninstrumente etwas einfacher beim Spiel nach Noten. Ich glaube nach Noten spielen macht erst dann wirklich Sinn wenn man zuverlässig die Töne kennt und sich vorstellen kann.

Wie habt ihr das eigentlich am Anfang geschafft?
 
HaraldS
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Ich glaube nach Noten spielen macht erst dann wirklich Sinn wenn man zuverlässig die Töne kennt und sich vorstellen kann.
Wie habt ihr das eigentlich am Anfang geschafft?

Instrumente lernt man, wie alles Vergleichbare, als Kombination aus Sehen, Hören und Fühlen. Jeder Mensch hat unterschiedliche Vorerfahrungen und Umgangsweisen mit diesen Sinneseindrücken, daher macht Einzel-Instrumentalunterricht Sinn. Außerdem bringt jeder Mensch Vorerfahrung im Lernen von rationalen Erkenntnissen mit, die man nutzen kann und sollte.

Fürs Posaunelernen ist es richtig, dass du eine gute Tonvorstellung brauchst, um einen Ton zu treffen. Diese Tonvorstellung ist die Erinnerung an folgende Sinneseindrücke, die du beim Üben gelernt hast: die Position des Zuges (=deines rechten Armes und deiner rechten Hand), der Druck deiner Lippen und der Blasdruck (der durch die Atemmuskulatur erzeugte Luftdruck).

Man kann Posaune ohne Noten oder mit Noten spielen - der Unterschied liegt darin, wie dann bei dir die Tonvorstellungen aktiviert werden. Beim Notenlesen erlernst du, zur Instrumentaltechnik dazu noch ein Notenbild für jeden Ton. Beim Auswendigspielen oder Improvisieren folgst du einem im Kopf selbstgemachten Plan von Tonvorstellungen.

In jedem Fall halte ich es für wichtig, dass man beim Posaunenlernen für jeden einzelnen Ton (!) die folgenden Sinneseindrücke bewusst rational wahrnimmt und so lange übt, bis sie ins emotionale Gedächtnis und ins Muskelgedächtnis übergegangen sind:

...visuell:
- wie eine Note aussieht (Lage im Notensystem unter Berücksichtigung von Vorzeichen)
- wie die Zugposition dazu aussieht (beobachte die Position im Verhältnis zum Schallstück)

...hörbar:
- hör dir an wie der Ton klingt (glegentlich auch auf Klavier o.ä. zur Intonationskontrolle. Höre, wie der gleiche Ton bei deinem Lehrer klingt)

...fühlbar:
- spüre, welcher Lippendruck, welcher Luftdruck und welche Armhaltung für den Ton notwendig sind


Von daher: nach Noten spielen macht nicht erst dann Sinn, wenn man die Tonvorstellungen schon beherrscht, sondern am besten lernt man Tonvorstellungen und Notenlesen gleichzeitig.
 
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