ziehen oder drücken - welches Tremolo und welche Einstellungen

Dylon

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Hallo zusammen,
ich habe gestern auf Youtube ein Konzert von Jeff Beck gesehen, ich hatte den Eindruck, dass er den Hebel in beide richtungen bewegen kann! Die Aufhängung könnte ich mir nicht erklären, aber...wer weiß!? Gibt es so etwas? Wenn ja, was für ein Gitarrentyp wäre das? Die Bewegungen sehen sehr easy und locker aus!
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Grüße Dylon
 
Be-3

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HFU
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Hallo Dylon,

es ist zwar schon ewig her, dass ich eine Gitarre mit "Tremolo"-Hebel in der Hand hatte, aber definitiv lässt sich der Hebel sowohl ziehen als auch drücken:
Im Prinzip handelt es sich um eine Wippe, die durch Federn in einer "normalen" Mittelstellung gehalten wird. Diese Wippe lässt sich in beide Richtungen auslenken, und zwar mit folgenden Auswirkungen:
  • Ziehen bewirkt eine höhere Saitenspannung, wodurch der Ton höher wird
  • Drücken verringert die Saitenspannung, so dass der Ton tiefer wird
Viele Grüße
Torsten
 
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Dr Dulle

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Ja gibt es seit 1954 und heißt Fender Stratocaster. Wenn es schwebend eingestellt ist =>
Mar16_PG_CLM_Guitar-Shop-101_photo2_WEB.jpg

kann man das Tremolo in beide Richtungen bewegen und den Ton verändern.
 
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Bholenath

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Wenn es schwebend eingestellt ist

Genau es geht also weniger um die Art des Trem sondern viel mehr um die Art wie es eingestellt ist.

Können tut das glaube ich jedes sofern man die Federspannung (Anzahl der Federn oder Zug derselben) so wählt das die Saitenspannung es in "Schwebe" bringt.
Der englische Terminus lautet dann "floating" im Gegensatz zu "decked".

"Decked" --> Das ist dann ein Trem das so viel Federspannung hat das es in "Null lage" gezogen wird und nur in die "Down" Richtung bewegt werden kann.
 
stoffl.s

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Hallo @Dylon, hab mal den Titel angepasst und den Thread in ein passenderes Sub getan.

mfg stoffl - für die Moderation
 
Dylon

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Ja okay, danke!
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...also, ich wiederhole noch einmal,... es ist eine "Einstellungssache" und man könnte es bei jeder E Gitarre mit Tremmelo machen?
 
Dr Dulle

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Jedes Tremolo reagiert etwas anders. Jeff Beckstyle geht gut mit Standard Stratocaster Tremolo oder Floyde Rose Trem.
Mit einem Bigsby, das ganz anders reagiert, wird das schwierig .....
 
Dylon

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Das würde mich ja mal interessieren,-wie das aussieht
 
Bholenath

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Das würde mich ja mal interessieren,-wie das aussieht
Floating wird dein Trem wenn du weniger Federn (2 statt 3?) nimmst oder welche mit niedrigerer Spannung.
Dann wird die Saitenspannung in Relation zu der Federspannung stärker und wird das Trem aus der Ruhestellung hochziehen.
Im Bild im Post von @Dr Dulle schön zu sehen.
Ziehst du nun am Arm des Trem anstatt zu drücken geht das Trem zurück in Richtung "body" und der Ton wird höher.
Drücken kannst du natürlich ebenfalls und so hast du ein "floating" Trem.
 
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Na das ist ja cool, das wäre interessant mal auszuprobieren. Federn raus oder andere Federspannung...erst mal erforschen, ne Gitarre hätte ich ja! Bei weiteren Fragen...hier weiter machen?
Grüsse Dylon
 
Bholenath

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hier weiter machen?
Wo sonst wenn nicht hier....... :engel:

Stimm die Saiten runter, nimm eine Feder raus (wenn drei drin sind-was Standard wäre),
stimm wieder hoch, schau wo das Trem landet.

Es sollte normalerweise schweben.

Das war, bei mir, bei allen Gitarren bis jetzt so das 2 Federn zum schweben geführt haben.
Ich habs noch nicht so oft probiert aber die paar mal war das Ergebnis so.

EDIT: Ich nehme an du hast eine Strat?
 
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B.B

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Floating wird dein Trem wenn du weniger Federn (2 statt 3?) nimmst oder welche mit niedrigerer Spannung.

Na das ist ja cool, das wäre interessant mal auszuprobieren. Federn raus oder andere Federspannung...erst mal erforschen, ne Gitarre hätte ich ja! Bei weiteren Fragen...hier weiter machen?
Grüsse Dylon

Bezüglich Strats:

Es besteht kein Bedarf die Federn zu tauschen. Man kann den Federzug ja auch verändern indem man das Blech ( an dem die Federn eingehängt sind) weiter ins Holz schraubt, oder eben weiter raus, je nachdem.

Dadurch kann man auch die Intervalle bei Vollauslenkung anpassen, wie es Beck, Scott Henderson, Carl Verheyen etc machen um den Arm auch für melodische Linien nutzen zu können.

Inho macht nur so ein freischwebendes-Tremolo so richtig Sinn.

grüße B.B
 
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Man kann den Federzug ja auch verändern indem man das Blech ( an dem die Federn eingehängt sind) weiter ins Holz schraubt, oder eben weiter raus, je nachdem.

Nachdem ich einmal einen Body sah wo dadurch (reinschrauben) ein Riss entstanden ist rate ich das niemanden mehr sondern würde es nur sehr vorsichtig selbst machen.
Man muss hier wohl mit sehr viel Gefühl vorgehen.
Aber du hast natürlich recht das nur damit Feineinstellungen möglich sind.
 
Dr Dulle

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Mit Gewalt eine Holzschraube reinzudrehen ist nie eine gute Idee. Aber bei vernünftigen
Bohrlöchern gibt es da keine Probleme (jedenfalls nicht bei Erle oder Ahorn) ........
 
B.B

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Außerdem muss man die Schrauben meistens rausdrehen um es freischwebend zu bekommen und nicht rein.....

Die meisten Strats kommen ab Werk/Laden ja nicht wirklich freischweben, und wenn, dann nicht so wie Jeff Beck sie spielt. Mit einer kleine Terz nach oben auf der G-Saite...
 
B.B

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danke @Blazer81

den hatte ich selbst schon wieder vergessen. Hast du das mal ausprobiert? Ich dachte den hat nie jemand wahrgenommen.

Wobei es da ja doch hauptsächlich um die Harmonischen/Melodischen Möglichkeiten geht.

Wie allerdings der Jeff Beck genau das macht was er macht, ist mir bis heute unerklärlich, aber ich denke damit bin ich nicht allein....

Manchmal habe ich den Eindruck er hat eine kleine Terz auf der G-Saite, manchmal meine ich ist es ein große. Ich glaube Scott Henderson stellt auf eine große Terz auf der G-Saite. Bei 9-42/9-64 sind die die Intevalle die Verheyen verwendet meistens recht sauber einzurichten und man über alle Saiten halbwegs definierte Anhaltspunkte. Ich glaube, Beck agiert da intonationsmäßig etwas mehr im "freien Raum"
Lukather macht auch in jüngerer Zeit viele solche Sachen, wie der Setup-mäßig unterwegs ist weiß ich garnicht.

grüße B.B
 
Dylon

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Ich habe eine Strat, aber ich überlege gerade, ob ich mir eine " Strat-Versuchsgitarre" zulege.
Sollte ewas schief gehen,...das wäre "blöd"! Aber da ich es ja probieren will, erscheint mir das sinnvoll. So könnte ich in aller Ruhe es ausprobieren und hätte trotzdem noch 'ne Strat. Eröffnet- Federn zu wechseln mit einer anderen Zugkraft und Saitenstärke usw, usw.! Ich könnte auch den Tremmelohebel mal anders "hinbiegen oder umformen" ...passend zu meiner Hand und Spieltechnik.
Grüße Dylon
 
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"Verheyen" und Workshop, das ist ja ne tolle Sache.
Grüße Dylon
 

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