Zoom UAC 8 (Review)

von Stephan 1234, 07.02.20.

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  1. Stephan 1234

    Stephan 1234 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.20   #1
    Ich möchte hier einmal das Zoom UAC 8 vorstellen. Ein 8 Kanaliges USB 3.0 Interface des japanischen Herstellers Zoom aus dem Jahr 2015, meines wissens nach auch aktuell noch unverändert.



    Ich hab das Zoom UAC 8 jetzt seit Ende 2016 bei mir im Studio laufen, das UAC 8 bietet wenn man alle Möglichkeiten an Erweiterungen mittels ADAD und S/PDIF ausnutzt 20 Ausgangs und 18 Eingangskanäle es ermöglicht die Simultane Aufnahme und Wiedergabe von 8 Spuren.
    P_20200207_221114.jpg

    Das Gehäuse des Zoom UAC 8 ist ein 19" Metallgehäuse mit festen Rackohren, es wirkt hochwertig verarbeitet, hat keine scharfen Kanten und ein externes Netzteil. Einziges Manko ist der Einschalter auf der Rückseite, mir ist dies aber egal, da das Zoom bei mir im Rack verbaut ist und ich die Stromversorgung fürs Rack allgemein separat schalten kann. Die verbauten Kombibuchsen auf der Vorderseite wirken Hochwertig und halten gerade Klinkenstecker sehr sehr fest (fast schon zu fest) wirkt aber alles Stabil und wertig. Der glänzende Streifen auf der Oberseite des Gerätes, der die Inschrift "UAC 8 USB 3.0 Audio Converter" trägt ist leider etwas anfällig für Fingerabdrücke, sehe ich aber durch den verbau im Rack auch nicht mehr ;) . Die Drehregler wirken ebenso Hochwertig und eiern nicht. Das selbe gilt für die Buchsen auf der Rückseite.

    Auf der Rückseite des Zoom befindet sich ein Schalter, mit dem man es in den Standalone Betrieb umschalten kann, dann kann man es als Mixer betreiben, diese Funktion habe ich aber noch nie getestet.

    Über die Steuersoftware lassen sich alle Eingangssignale auf die Ausgänge regeln, es sind ein paar Hall-Effekte integriert ( noch nie verwendet), die beiden Kopfhörenrausgänge lassen sich separat belegen und die Gainpegel der Preamps und die Phantompower so wie die Hi-Z Eingänge lassen sich zu und ab schalten. Es lassen sich auch die Lautstärkepegel, der angeschlossenen Mikrofone bzw. Line Signale für den Monitormix einstellen. Die Software verfügt auch über ein Automatisches Tool zum einpegeln, der Preamps, das habe ich einmal bei Drums probiert, wo es wirklich gut und schnell funktioniert hat, einfach aktivieren und los spielen und das Zoom passt die Eingangspegel der Mikrofone selbstständig so an, dass nichts mehr übersteuert, vorausgesetzt, man wir nicht extrem lauter. Auch lassen sich über die Software die Phasen der Eingänge umkehren. Das Zoom ist mit einer geringen Latenz angegeben (2,0 ms Roundtrip @ 96 kHz / 32 Samples) was ich auch nur bestätigen kann. Ich hatte jedenfalls mit dem Treiber und dem Interface am Studiorechner in den letzten 3 Jahren keinerlei Probleme.
    zoom UAC8.JPG

    Die Wandler und Preamps des Zoom lösen mit maximal 24bit und 192 kHz auf und sind meinem Erachtens nach recht neutral und rauscharm, sie bieten +60dB Verstärkung, was eigentlich für die meisten Mikrofone reichen sollte. Phantomspeisung von 48V liegt ebenfalls vor, allerdings nur für je 4 Kanäle gleichzeitig schaltbar, diese habe ich aber noch nie probiert, da ich mein Zoom nur mit Line Signalen füttere (aus den Tape Outputs meines Tascam M3700). Das Zoom läuft bei mir im Studio mit einem Behringer ADA 8000 Ultragain auf 18 Output und 16 Input Kanälen bei 24bit und 44,1kHz mit anschließendem digitalem Upsamling. Die gleichzeitige Aufnahme von 16 Kanälen hat bisher problemlos funktioniert, hierbei habe ich aber nur über die beiden Monitorausgänge des UAC 8 ausgegeben.
    P_20200207_221138.jpg

    Auch bietet das UAC 8 einen Midi Eingang und einen Midi Ausgang, welche ebenso problemlos funktionieren. Auch ein Word-Clock Ein- und Ausgang sind vorhanden.

    Das Zoom hat alle 8 Eingänge an der Front, die ersten beiden Eingänge lassen sich auch über einen Hi-Z-Schalter für das Direkte anstecken von Gitarre oder Bass nutzen. Es befinden sich ebenso zwei getrennt steuerbare Kopfhörer Anschlüsse auf der Vorderseite, bei welchen auch die Signalquelle in der Steuerung des Zoom verändert werden kann. Ebenso findet man einen großen Regler für das Mastervolumen der Monitorausgänge auf der Vorderseite des Zoom.
    P_20200207_221058.jpg


    Gegenüber anderen Rezessionen im Netz habe ich mit dem Treiber auf Win 8.1 und in Kombination mit Cubase 8 und 9 Pro, Acid 7 Pro, Sampetute 2013 und Wavelab 7 keinerlei Probleme. Auch lastet der Treiber und die Steuersoftware bei mir den Rechner so gut wie nicht aus (i5, 12GB Ram, 1,5TB SSD).
    Sound Beispiele für die Preamps des Zoom habe ich nicht, da ich es schwierig finde hier aussagekräftige Beispiele zu erstellen (Signalweg, Raum, etc…).


    Fazit:
    Den Kauf des Zooms bereue ich nicht, ich bin der Meinung, dass es in dieser Preisklasse ein tolles Interface ist und den Vergleich zu Produkten der Konkurrenz nicht scheuen muss. Es läuft zuverlässig, schnell und ruhig und erfüllt alle meine Wünsche an ein solches Interface. Ich würde jedem der ein Interface dieser Größenordnung sucht raten, das Zoom zumindest mal zu testen, es gibt übrigens auch eine Thunderbolt Version (Zoom TAC 8). So weit mein Fazit.

    Aktueller Preis: 594€ (02.2020)

    Ich bin mit dem Zoom voll und ganz zufrieden, wenn wer Fragen dazu hat nur her damit.
     
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