[Zubehör] - AKG WMS 400 PT B6 Wireless-System

von Schpaddl, 16.10.06.

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  1. Schpaddl

    Schpaddl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.10.06   #1
    Da sich der "Funksysteme fürn Bass"-Thread geößter Beliebtheit erfreut und ich schon ein paar mal auf das vor einiger Zeit von mir gekaufte AKG-Wireless-Teil angesprochen wurde, dachte ich mir ich schreib gleich ein Review darüber.

    Thomann-Link:
    https://www.thomann.de/de/akg_wms_400_pt_ism.htm

    Lange klaffte im AKG-Programm eine Lücke zwischem dem Einsteigermodell AKG WMS 40 und der Highend-Funke WMS 4000, die das veraltete WMS 80 nicht wirklich fülle konnte. Mit dem WMS 400 PT B6 bietet AKG im anspruchsvollen Mittelklasse-Preissegment Frequenzsuche, Infrarotübertragung und Rehearsalfunktion.---------------------------------
    Das WMS kommt in einem ziemlich schlichten, nicht sonderlich stabilen Plastikköfferchen daher, ~ 30 x 45 x 8 cm. Innen sind die Einzelteile zwar gut gepolstert (grober Formfit-Noppenschaum), dennoch hätte ich mir etwas stabileres für den Transport gewünscht, der Koffer hat erst 2 Auftritte hinter sich und eine Ecke ist schon angeknackst. Nicht einmal an den Schnallen ist irgendwas metallisches.


    Inhalt:

    - Empfänger
    - Sender
    - Batterie
    - Verbindungskabel Instrument - Sender (Klinke - Mini-XLR)
    - 2 Antennen
    - Netzteil mir Festschraubbarem Stecker
    - Rackmontagerahmen
    - Gebrauchsanleitung


    Erster Eindruck:

    Nachdem ich alles schön säuberlich vor mir ausgepackt hatte, griff ich als Erstes zum Handbuch. Dieses war allerdings so schrecklich lang, anstrengend und verkomplifiziert, dass ich es nach 2 Minuten weggelegt und seit dem nie wieder angefasst habe. Ich glaub sogar ich habs weggeschmissen, wie dem auch sei, es is grad unauffindbar.
    --> Selbst ist der Mann, ich hab mir die Menüführung selbst beigebracht, alles wesentliche funktioniert gut und flüssig, wenn man sich kurz damit auseinandersetzt.

    Verarbeitung + Features:

    Sender und Empfänger sind beide großteils aus Metall gefertigt und mit einem matten, soften schwarzen Lack überzogen. Die Displays sind Kratzfest. Die Antennen sehr kurz, knicksicher und abnehmbar. Genau wie beim Netzteil kann nix verrutschen, die Anschlüsse werden miteinander verschraubt. Alles in allem ist das ganze Gerät um einiges kleiner und kompakter als ich es mir vorgestellt hab. Der Empfänger verfügt über einen asymmetrischen Klinken- und einen symmetrischen XLR-Ausgang mit -30-Dezibel-Schalter. Über dem Display befinden sich 8 Leds für die Anzeige von Stummschaltung, gerade aktive Antenne, Audiosignal und Clipping.
    Der Sender verfügt über einen stabilen, abnehmbaren Gürtelclip.


    Komfort:



    Die Übertragung der Empfängerdaten erfolg dabei über Infrarot. Man schaltet den Sender auf Mute, stellt sich für 5 Sekunden nahe an den Empfänger - praktischer gehts nicht. Daher gibts beim Sender auch keine weiteren Bedienelemente als den On/Mute/Off Schiebeschalter. Auch die Bedienung des Empfängers ist sehr einfach gestaltet - er kommt mit 3 Menüführungsknöpfen, einem Volumeregler und einem On/Off Schalter aus. Das Display am Empfänger stellt die Trägerfrequenz, die Gruppe, die Kanalnummer und den Künstlernamen dar. Am Display des Senders kann man die Restspielzeit ablesen - leider ohne Hintergrundbeleuchtung. Aber letztendlich entfällt Live der Stressfaktor Batterie, eine 1,5 Volt hält 5-6 Stunden lang. Ärgerlich: 90% aller wiederaufladbaren Batterien haben lediglich eine Spannung von 1,2 Volt, der Sender kann mit solchen nicht betrieben werden.
    Achja: Das Display leuchtet in der Regel grün, wird irgendein Problem entdeckt wechselt die Farbe zu Rot - beispielsweise wenn die (frei wählbare) obere oder untere Squelch-Grenze unterschritten wird.


    Fast hätte ich das wichtigste vergessen:

    Sound:

    Ich würde nicht so weit gehen zu sagen dass es wirklich Dynamikeinbußen gibt, aber anders klingt es schon. Das ist aber alles nichts was sich nicht am Amp-EQ wieder beheben ließe, keine Panik.


    Fotos:

    [​IMG]

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    [​IMG]


    ------------------------

    Das ist mein erstes Review dieser Art, ich hoffe es kommt halbwegs gut an.

    Schreibt ruhig euren Senf rein, ich freu mich über Feedback, Fragen oder was auch immer.
    Wahrscheinlich nehm ich bei der nächsten Gelegenheit bessere Fotos auf, aber hier isses schon dunkel und meine Deckenlampe funktioniert aus unerfindlichen Gründen nicht. Wie dem auch sei.


    Danke fürs lesen!





     
  2. Gast 23432

    Gast 23432 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.10.06   #2
    Wow, das war aber mal sehr ausführlich! :great:

    Zum Batterieproblem:
    Die meisten Supermärkte, z.B. Aldi, verkaufen 8x R6 (Mignon) für knapp 2€.
    Wenn man nur eine oder zwei dieser Funken betreibt, dürfte die Verwendung von Alkali-Batterien aus diesem Preissegment wesentlich preisgünstiger als der Akku-Betrieb sein (Kosten für ein gutes Ladegerät nicht vernachlässigen, und Akkus halten auch nicht ewig!)

    Ich arbeite sehr viel mit Akkus verschiedener Anbieter, GP, Sony, Panasonic, NoName und seit neuestem Fischer Amps. Wenn ich einen Akku unter Last messe und der nur noch die Zellenspannung von 1,2 Volt hat, ist er leer oder defekt. Durchschnitt ist 1,35 - 1,42 Volt. Das hängt auch sehr vom verwendeten Ladegerät ab, das eine (klar fällt mir jetzt der Name nicht ein!) pusht die Akkus sogar auf knapp 1,5V hoch.

    Also ich denke, wenn Du die Akkuausstattung sowieso haben solltest, lohnt sich der Versuch. Aber von einer extra Anschaffung würde ich eher abraten, nur bei größerer Geräteanzahl und sehr häufigem Einsatz würde ich da einen Spareffekt sehen.
     
  3. Cervin

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    Erstellt: 16.10.06   #3
    mit den Monozellen denk ich genauso. Gut nachgeforscht bekommt auch gute für wenig geld (also nciht den aldi mist,d ie batterien da sind nämlich wirklich nur für uhren zu verwenden ^^ [nicht für wecker, das risiko würd ich nciht eingehen -g-]).
    Aber gute Varta bekommt man schon recht günstig, zum vergleich wie weit ihr drücken könnt, der standart Großhandelspreis für Varta High Energy beträgt 0,31 € das stück (und selbst das geht noch weiter runter, wenn man nett fragt).

    Zum Review:
    Juchu, danke ^^. Ich hatte ja schon per PN gesagt das ich sozusagen darauf "warte" und direkt einen tag später ist es da, riesen dank!
    Ist klasse geschrieben und fast alles da was man wissen will, jedeglich dein persönliches fazit würde mich noch interessieren. Also empfiehlst du es weiter, oder denkst du eher, das es vielleicht was "besseres" in dem Preisramen gibt ?!
     
  4. LeGato

    LeGato Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.10.06   #4
    Schönes Review! :great:

    Kannst du noch mal etwas genauer beschreiben, inwiefern das System den Sound beeinflusst? Was regelst du denn genau nach?

    Sind die echt so schlecht? Ich kenn nur die 9V-Blöcke von Aldi, mit denen ich hervorragend klar komme. Sehr günstig, und ein Block hält in meinem Sender ca. drei Gigs à drei Stunden durch. Da sind die teureren "Markenbatterien" auch nicht besser. Ist der Unterschied bei den anderen Batterien so groß?

    LeGato
     
  5. Deltafox

    Deltafox Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.10.06   #5
    ich kenn den Batterienvergleich nur in puncto Discman und da find' ich das schon ziemlich krass, wie kurz die Discounter-Batterien halten

    zumindest vor ein paar Jahren war das noch so
     
  6. Gast 23432

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    Erstellt: 19.10.06   #6
    Nein.
    Die Aldi (Nord) und die Netto - R6 hatte ich im Sommer (Openair-Operette mit 12 Mikroports a 3 Batterien) bei 8 Vorstellungen + 3 Proben testen können.
    Null Problemo.
    8 Stück knapp unter 2€.
    2x 4 Stunden sind kein Thema. Danach ist immer noch was drauf, aber das hab ich natürlich nicht ausgereizt. Für 'ne Probe hätte es sicher noch gereicht, aber bei dem Preis ist kein Risik nötig.
    Nur sicherheitshalber bei allen Batterien vorher den Kurzschlußstrom messen, ein faules Ei kann überall dabei sein. Die Dinger bringen inzwischen einen Ik von 15 bis über 20 Ampere!

    Wenn man natürlich für den gleichen Preis Duracell bekommen kann, ok. Aber der Aldi ist halt gleich um die Ecke, kein Versand etc...
     
  7. elkulk

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    Erstellt: 19.10.06   #7
    Schönes Review, gut geschrieben.

    Noch zum Akkubetrieb: Es gibt für den Sender eine spezielle Ladestation für insgesamt zwei Sender (CU400), so dass man den Akku ohne Entnahme aus dem Sender aufladen kann.
    Und laut Bedienungsanleitung S. 5 kann der PT400-Sender sehr wohl mit Akkus (Typ AA) mit "1,2V" und >2100mAh betrieben werden (alles andere wäre auch ziemlich verwunderlich gewesen).
     
  8. Cervin

    Cervin Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.10.06   #8
    Meine erfahrung ist auch schon was "älter", kann sich also geändert haben.
    Mit Aldi Batterien ist es wie bei Behringer Produkten. Erstklassiges Preis/Leistungsverhäldniss Also die Aldi Batterien kosten ja soviel wie die absoluten Trödelmarkt-Billigdinger und tun dafür ihren dienst. Kommt auf den Einsatzbereich an :)

    Die 9V Blöcke habe ich noch nie von Aldi getestet, darum kann ich dazu auch nichts sagen.
    Wie gesagt, ansonsten kann ich Varta sehr empfehlen.
    Irgendwie mal nen befreundeten Elektriker etc. fragen, was der fürn 10ner Pack haben will.
    Die sind nämlich echt über-kalkuliert :D
     
  9. Schpaddl

    Schpaddl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.06   #9
    Erstmal sorry dass ich so lange nichtmehr reingeschaut hab.

    Also:

    #

    Dramatisiert gesagt:
    Der Sound wird braver, irgendwie zum Einheitsbrei.
    Dreht man die Eckfrequenzen ein bisschen mehr rein, ist wieder alles wieder beim Alten.


    200€ für ein Ladegerät is mehr als Krass, sowas lohnt sich meiner Meinung nach in den seltensten Fällen. Oder ist das Ding wirklich so klasse?

    --------

    Abschließendes Fazit meinerseits:

    Wahnsinnsteil. Extrem viele Features und Komfortfunktionen die in dieser Preisklasse kaum zu überbieten sind.
     
  10. bassometer

    bassometer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.06   #10
    Mir reichen in dieser Preisklasse uind auch bei den Höheren 2 Features. Absolut störungsfreie Übertragung des Basses, hohe Akkuleistung. Naja, Tragekomfort und gutes Design spielt evtl. auch noch 'ne Rolle. Das reicht mir. :)
     
  11. Gast 23432

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  12. Schpaddl

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    Erstellt: 20.10.06   #12
    Der Ansicht bin ich auch, aber es ist einfach schön unkompliziert mit selbstständiger Frequenzsuche, Restspielanzeige, und so weiter.

    Stichwort störungsfreie Übertragung:

    Ich habe es nicht geschafft, aus der Reichweite zu kommen.
    Wir proben in einer Art Bunker, Betonbau mit dicken Wänden. Ich bin raus in den Garten, auf den obersten Balkon... Stets hörte ich das wummern meines Basses. Zwar verzögert (Schallgeschwindigkeit), aber dennoch definiert. Meine Band saß unten und freute sich über gleichbleibend klaren Sound, von Dropouts keine Rede.

    Mein Kinn war am Boden.
     
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