[Zubehör] Guitars Upgrade - Tremmory / Tremolo-Stabilisator

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Warum einen Tremolo-Stabilisator in eine E-Gitarre mit einem Tremolo System (mit Federkammer à la Floyd Rose oder Fender-Style) einsetzen?

Seit ~1980 spiele ich eine Ibanez mit einem Ibanez eigenen Floyd Rose (FR). Seit dieser Zeit gibt es für mich keine besseren Tremolo Systeme als FR's! Wobei ich nicht nur das original FR meine, z.B. ist für mich das ABM Katana System ein erstklassiger Ersatz! Was mich aber immer störte, war das Nachgeben des Systems aufgrund der "frei schwebenden" Federkonterung -> bendet man eine Saite, zieht man quasi an allen Saiten und diese verstimmen sich nach unten. Im Laufe der Jahre hatte ich in meinen FR-Gitarren verschiedene Tremolo-Stabilisator Systeme verbaut, um dieses Verstimmen einigermaßen in den Griff zu bekommen. Sie sind alle wieder raus geflogen! Geblieben sind die sichtbaren Nachteile dieser Tremolo-Stabilisatoren -> Schraubenlöcher - zwar nur im Federfach und dadurch nicht offensichtlich, aber dennoch im Nachhinein ärgerlich. Hätte mir da so einiges - von der Ästhetik bis zum Geld - ersparen können.

Durch Threads hier im Musiker-Board bin ich auf das Guitars Update Tremmory System aufmerksam geworden. Weitere Recherchen im Netz, besonders das Schauen einiger Videos bei You Tube ließen meine Skepsis gegenüber dem Tremmory System weichen. Dazu die Beschreibung auf der Produktpage im Netz... ...ist es wirklich so einfach und genial?!

Was mich lange überlegen lies war der Preis. ~110,- € ist schon eine Hausnummer! Dennoch überwog Neugierde und der Gedanke "Kann es wirklich so einfach sein?" -> Bestellt!


Welches Tremmory sollte ich bestellen?

Das Tremmory System wird in 3 Größen, den jeweiligen Größen der Federfächer Eurer Gitarren geschuldet, angeboten:
  • 71 mm
  • 76 mm
  • 81 mm

Die für Euch in Frage kommende Größe könnt Ihr mit Hife dieses Bildes ermitteln

Image_002.jpg

Ihr messt bei Eurer Gitarre den Abstand zwischen dem Federhaken und der Kante des Tremoloblocks (Länge A) -> Ihr addiert 3-5 mm dazu -> und vergleicht das Ergebnis mit den 3 Bereichen für die Größen S, M und L (schwarze Zahlen).

Sollte Euer Maß sich als "nicht passend" erweisen, soll/kann man laut der beiliegenden Anleitung ohne Mehrkosten beim Hersteller individuell passende Tremmory's bzw. Komponenten zum Auswechseln bekommen.


Unboxing

Es kommt in einem kleinen Pappkarton. In diesem findet man die Einbauanleitung und den obligatorischen Aufkleber zum Produkt. Das machen ja mittlerweile zahlreiche Firmen. Ich finde die Aufkleber praktisch: Ich klebe sie mir so auf mein Equipment (z.B. Rack-Komponenten), dass ich weis wo vorne/hinten oder oben/unten ist ;)

Dann hält man einen kleinen zugeschnürten Stoffsack in den Händen, schnürt man den auf kommt...
  • ...das Tremmory System
  • ...eine zusätzliche Feder
  • ...zwei selbstklebende Filzstücke (diese könnten ein wenig größer sein)
  • ...eine Inbusschraube
  • ...ein Inbusschlüssel
...zum Vorschein.

Ich packe das Tremmory System aus und sehe es mir einfach an. Dank meines erst erlernten Berufes (ein Metallbearbeitender), habe ich ein Gefühl für gute Metallqualität: Das Tremmory System ist absolute High-End Spitzenqualität (!) ...aber es muss ja auch sinnvoll funktionieren-> nur so viel vorab: Tut es!!!


Einbau

Zum Einbau könnt Ihr neben dem Lesen der beiliegenden und ausgezeichneten (!) gedruckten Anleitung auch das folgendes Video ansehen. Ich empfehle aber auch das Lesen der Anleitung, die ist wahrlich sehr gut!



Die beiden selbstklebenden Filzstücke sollen zum einen über den mittleren Haken der Federkralle und zum anderen an dem Tremolo-Block geklebt werden, so das nicht Metall an Metall liegt.

Beachtet bitte, das Ihr vor dem Einsetzen des Tremmorys Euer Tremolo System in Balance eingestellt habt und die Gitarre sauber durchgestimmt ist. Wenn Ihr die Rändelschraube oder die mitgelieferte kleine Inbusschraube festzieht, reicht es "handwarm" völlig aus! Nach fest kommt ab! "Handwarm" bedeutet das Reindrehen bis zum Anschlag und dann nur ein klein wenig fest ziehen OHNE Kraft. Das reicht, das hält!

Update: In der Praxis kann es allerdings nach dem Festziehen des Tremmorys zu einer Verstimmung der Gitarre kommen. So auch bei mir. Sollte die Gitarre nach dem Festziehen des Tremmory Systems verstimmt sein -> lasst das Tremmory festgesetzt und stimmt die Gitarre noch mal kurz nach. Lasst bis zum nächsten Saitenwechsel das Tremmory festgesetzt und stimmt die Gitarre wie gewohnt. Bei mir funktioniert das.

Das System ist extrem schnell eingesetzt - und bei Bedarf noch schneller wieder aus dem Federfach entnommen -> An der Gitarre verändert sich nichts!

Image_003.jpg


Ihr seht das Federfach meiner Stratocaster mit einem ABM Katana Tremolo System. Die Rändelschraube habe ich mittlerweile gegen die Inbusschraube getauscht. Ich möchte mein Federfach wieder verschließen.
In die Abdeckung werde ich mir eine Aussparung fräsen, damit ich die Inbusschraube mit dem Inbusschlüssel bedienen kann. Nach einem Saitenwechsel, dehnen und stimmen der Saiten werde ich die Inbusschraube immer kurz lösen, neu stimmen und wieder anziehen.

Noch ein Wort zur beigelgten Feder: Lest zu dieser unbedingt die beiliegende Anleitung - es sind Warnhinweise zu beachten! Diese Feder soll das System insgesamt "noch strammer" machen -> ich wechsel sie nicht aus. So wie mein System ist, so ist es gut!


Pro versus Contra

Vorteile:

  • Absolute Spitzenqualität des Materials! Das System besteht laut Hersteller aus Edelstahl. Edelstahl ist häufig doch recht weich. Dieser hier ist es nicht: Er ist fest, er ist hart! Ich verorte es bei mindestens einer VA4-Qualität.
  • Keine Veränderungen an dem Material der Gitarre! Man muss nichts fräsen oder irgendwelche Schrauben in den Corpus der Gitarre drehen.
  • Das System lässt sich rückstandslos wieder aus der Gitarre entnehmen.
  • Das Tremmory hält das Tremolo so stabil in Position, das beim normalen Spiel der Gitarre sofort das Gefühl da ist, dass man auf einer Gitarre mit einer festen Brücke spielt! Das ist Phantastisch!
    Das Benden der Saiten zieht das Tremolo-System nicht (!) mit. Alle anderen Saiten bleiben in ihrer Stimmung. Einfach nur sehr gut!
  • Benden von Saiten wird mit einem Schlage leichter, weil man nicht mehr die nachgebenden Federn des Tremolos mit Kraft kompensieren muss.
  • Das Tremolo System ist in der Ruheposition so fest, das die Saiten für sich alleine schwingen!
    Besonders bei der tiefen E-Saite ist dieser - wie soll ich es nennen/beschreiben? - "Doo-ing"-Effekt kurz nach dem Anschlag der Saite weg. Diese leichte Verstimmung des Tones nach unten, wenn die Saite beginnt zu schwingen.
  • Insgesamt schwingen alle Saiten für sich "sauberer"/harmonischer. Das "Mit-Vibrieren" des Tremolos ist nicht mehr!
  • Die tiefe E-Saite eben mal auf Drop-D stimmen -> ohne Probleme möglich!
  • Das Sustain der Gitarre bleibt!
  • Insgesamt verbessert sich die Bespielbarkeit der Gitarre deutlich!
  • Sollte mal eine Saite reißen -> kein Problem! Die restlichen Saiten bleiben in Stimmung!

Nachteile:
  • Das Bedienen des Tremolos wird schwerer, aber daran gewöhnt man sich innerhalb weniger Minuten - jedenfalls ich.
  • Der Flutter-Effekt ist nicht mehr möglich.
  • Ein kleiner Nachteil ist ein mehr an Gewicht von ~30 g in der Gitarre (abhängig von der Größe, mein S-System wiegt 27 g).
  • Hoher Preis!

....ich hoffe jetzt alle Punkte erwähnt zu haben, die mir seit dem Einbau aufgefallen sind!


Fazit: Absolute Kaufempfehlung!

Meine Stratocaster lässt sich um Welten besser spielen! Insgesamt ist sie tonal wesentlich sauberer wahrzunehmen. Keine "Flirr-Effekte" durch das "Mitzittern" des Tremolo-Blockes! Es bringt richtig Spaß (y)
Der hohe Tremmory-Preis relativiert sich sehr schnell: Ich schaue mit einem weinenden und lachenden Auge drauf, wobei jetzt nach wahrlich intensiven stundenlangen Spielen doch mehr das Lächeln, das Lachen gewonnen hat! Die Vorteile überwiegen nach meinem Dafürhalten eindeutig!
 
Grund: Update für User nachgetragen - Pie-314
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So, ich habe nun auch ein Tremmory, das ich gerne einbauen und testen möchte.

Das System ist extrem schnell eingesetzt

Das kann ich jetzt nicht ganz bestätigen. 😄
Ich habe schon gefühlt eine Viertelstunde herumgefummelt, bis das Ding drin war. 😄

Beachtet bitte, das Ihr vor dem Einsetzen des Tremmorys Euer Tremolo System in Balance eingestellt habt und die Gitarre sauber durchgestimmt ist.

Beide beschriebenen Voraussetzungen hatte ich erfüllt - Ausbalanciert und durchgestimmt.
Nach dem Einbau ist das Instrument komplett verstimmt.
Richtig so, oder liegt ein Einbaufehler vor? :unsure:
 
Moin Pie 👍

Das kann ich jetzt nicht ganz bestätigen. 😄
Ich habe schon gefühlt eine Viertelstunde herumgefummelt, bis das Ding drin war. 😄

O.K., aber ich habe das Tremmory immer schnell wieder eingesetzt. Ich brauche keine Minute. Ich hatte das System jetzt die Tage mehrmals draußen, weil ich verschiedene Tremolo Federn ausprobiert hatte.

Ich setze zuerst die Öse an den Haken der Hakenkralle. Das System ist zusammengesteckt ABER (!) mit gelöster Rändel- bzw. Inbusschraube -> zum Einhaken in den Tremolo Block nehme ich eine zweite Tremolo Feder und benutze diese mit dem Block Haken als Werkzeug zum Einhängen. Das geht bei mir total easy und schnell.

Beide beschriebenen Voraussetzungen hatte ich erfüllt - Ausbalanciert und durchgestimmt.
Nach dem Einbau ist das Instrument komplett verstimmt.
Richtig so, oder liegt ein Einbaufehler vor? :unsure:

Jepp! Du hast Recht -> genau das passiert! ...aber ich habe es erst beim 1. Saitenwechsel nach dem Einsetzen des Tremmorys genauso erlebt.

Als ich es erhalten und eingesetzt hatte, war es anders: Eingesetzt -> Gitarre gestimmt -> das Tremmorysystem festgesetzt -> alles gut.

Dann kam der erste Saitenwechsel vor ca. 2 Wochen und da war es auf einmal genauso wie Du es beschreibst. Ich habe mir die Augen gerieben. Ich habe dann einfach nach dem Festsetzen des Tremmorys über die Feintuner nachgestimmt und es so gelassen -> es war alles gut. Ich wollte dann den nächsten Saitenwechsel abwarten und schauen, ob es nur ein Eintagsfliege nach einem Saitenwechsel war.

Was mich nur irritiert ist, Du schreibst "komplett verstimmt". Es es denn bei Dir erheblich verstimmt? ...bei mir ist es verstimmt, aber nicht doll :unsure:

Das Tremmory System habe ich ab dann nicht mehr angefasst und es funktionierte die zurückliegenden ~2 Wochen tadellos!

So eben gerade bin ich mit einem neuen Saitenwechsel fertig geworden. Es ist geblieben -> nach dem Saitenwechsel und Eindehnen das Tremmory System lösen -> Stimmen -> das Tremmory System festsetzen und dann noch mal nachstimmen -> ab jetzt bis zum nächsten Saitenwechsel das Tremmory System nicht mehr anfassen und die Gitarre bei Bedarf nachstimmen.

Das funktioniert! Das Tremmory System arbeitet - bei mir - zu 100% so wie es arbeiten soll! Ich will es nicht mehr missen!

ABER @Pie-314 , ich müsste noch mal in mein Review und das nachtragen. Oder könntest/würdest Du da was machen?!
 
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Hey @LPK, danke für Deine Antwort! :)(y)





Erst mal zum Organisatorischen:

(...) ich müsste noch mal in mein Review und das nachtragen. Oder könntest/würdest Du da was machen?!

Das müsste sogar ich machen, denn Beiträge können nur maximal 12h von Dir selbst bearbeitet werden.
Du kannst mir aber per PN schicken, was Du wo editiert haben willst, dann mach ich das jederzeit gerne für Dich! :giggle:




Jetzt zum Thema "Tremmory":

(...) zum Einhaken in den Tremolo Block nehme ich eine zweite Tremolo Feder und benutze diese mit dem Block Haken als Werkzeug zum Einhängen.

Schlau! :unsure:(y)
Die Idee hätte mir viel Zeit erspart, aber da bin ich nicht selbst drauf gekommen. 😄

Was mich nur irritiert ist, Du schreibst "komplett verstimmt". Es es denn bei Dir erheblich verstimmt? ...bei mir ist es verstimmt, aber nicht doll :unsure:

Ja, schon so richtig. 😕
Daher auch mein Nachfragen, denn das hat mich echt irritiert.
Du schriebst ja, Einbauen und fertig, und die Homepage der Firma suggeriert ebenfalls Einbauen und Loslegen.

Na gut:
Ich stimme die Geige dann mal morgen nach dem Frühdienst durch, bin gespannt, ob danach dann an der Einstellung des Floyd Rose was angepasst werden müsste. :unsure:

Ich werde berichten und vielleicht noch den einen oder anderen Tipp benötigen - Danke dafür im Voraus! :giggle:
 
Du kannst mir aber per PN schicken, was Du wo editiert haben willst, dann mach ich das jederzeit gerne für Dich! :giggle:

Machen wir so 👍 Ich schreibe da bis morgen was dazu.





Du schriebst ja, Einbauen und fertig, und die Homepage der Firma suggeriert ebenfalls Einbauen und Loslegen.

Ja, das suggeriert die Homepage nicht nur, sondern sie sagt es auch so ;) ...wie auch so einige Videos bei YouTube.

Und beim ersten Einsetzen war es bei mir auch genau so. Erst nach dem ersten Saitenwechsel nach dem Tremmory Upgrade trat der Effekt der Verstimmung nach dem Festsetzen auf. Ich habe mich auch zuerst sehr gewundert und erst mal das Tremmory wieder gelöst -> erneut gestimmt -> festgesetzt -> wieder verstimmt... ...das war dann so ein paar mal. Ich habe dann den Tremmory festgesetzt gelassen und final nachgestimmt -> über 2 Wochen keine Probleme mit dem Finetuner Gesamtsystem -> ich habe nur an den Finetunerschrauben nachgestimmt. Alles gut, bei mir lief das System zur vollsten Zufriedenheit.
 
Also, irgendwas stimmt mit mir und dem Tremmory so gar nicht. :unsure: :confused:

Entweder, es liegt an meinem Einbau, oder an der Hardware, oder ich check mehr Grundlegendes an dem Dingsi nicht. 😵‍💫

So sieht mein Vibrato im Ausgangszustand, passend eingestellt und bei gestimmter Gitarre aus:

IMG_20260307_201948489_HDR.jpg


IMG_20260307_201442193.jpg


Das ist das Tremmory ausgebaut:

IMG_20260307_201611738_HDR.jpg


Ist doch unauffällig, da ist doch nichts kaputt dran, oder?
Okay, der vordere Ring zum Aufhängen an der Federkralle ist zurück gerutscht, aber das sollte ja nichts machen.

So sieht es dann eingebaut aus:

IMG_20260307_200138728_HDR.jpg


Diese Situation verstimmt die Gitarre schon mal massiv.

Wenn ich die Gitarre weitgehend stimme - und da bin ich noch sehr!! grob gestimmt -, dann macht das Vibrato den hier:

IMG_20260307_200155141.jpg


Das heißt, da müsste sämtliche Federspannung komplett neu ausjustiert werden, und das soll doch beim Tremmory eigentlich so einem krassen Umfang gar nicht nötig sein?!
Es heißt doch: Einbauen, und ab geht's.
Davon bin ich aber ganz weit weg.

Kann jemand von Euch (@LPK, @gitarrero! ) da irgendwelche Fehler erkennen? :unsure:
Ich vermute ja eher schon, dass das Problem am Anwender liegt.

Bin für jeden Tipp und Denkanstoß dankbar. :confused:
 
Kann jemand von Euch (@LPK, @gitarrero! ) da irgendwelche Fehler erkennen? :unsure:

Ich meine ja ;)

Das Tremmory System ersetzt NICHT eine Tremolo Feder! Du musst also mit 2 Federn Dein Tremolo in Balance bringen*** ODER Deine 3 Federn so setzen, das Du den mittleren Slot für das Tremmory System hast.

*** Ich vermute Du hast Standard Federn am Start -> wenn Du nur mit 2 Federn arbeiten willst, dann würde ich 2 Federn mit strammen bzw. festeren Zug nehmen -> das System neu ausbalancieren und dann das Tremmory einsetzen. ABER: Du wirst Deine Federkralle neu positionieren müssen -> das kann bedeuten, das das Grundmaß Deines Tremmorys nicht mehr zu dem gemessenen Abstand Federkralle <> Tremolo Block passt.

Belasse es erst mal bei 3 Federn. Setze einfach 2 nebeneinander bei den Bass-Saiten, dann das Tremory und die 3. Feder kannst Du ja denn schräg lassen. Bringe zuerst das System neu in Balance mit dem neuen Feder-SetUp -> dann setze das Tremory ein und schau mal ob es dann läuft - aber es müsste dann eigentlich laufen 😉

Das mit den 2 Federn kannst Du Dir ja immer noch überlegen.





Ich hatte eigentlich immer genauso wie Du @Pie-314 drei Federn am Start. Ich habe ja das Katana Tremolo von ABM in meiner Strat und dieses hat sehr feste Federn. Ich konnte locker von 3 auf 2 Federn wechseln (die mittlere habe ich weg gelassen) und musste nur die Federkralle etwas weiter reinschrauben. Dadurch hatte ich das Maß für das Tremmory S -> alle anderen hätten nicht gepasst.
 
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Das heißt, da müsste sämtliche Federspannung komplett neu ausjustiert werden, und das soll doch beim Tremmory eigentlich so einem krassen Umfang gar nicht nötig sein?!
Kleiner Tipp: Federspannung=Saitenspannung. Funktioniert immer. Auch hier. Deiner Annanhme nach müsste das Tremmory „wissen“, was die exakte Zugkraft der explizit von Dir verwendeten Federn ist. Das halte ich für ziemlich unrealistisch und können wir getrost als Annahme streichen. Pi mal Daumen (Pun intended) gemittelte Annäherung, ja. Nahtloser Drop-in,nein. Das wäre purer Zufall. Ein bissel Eigenanteil bei der Einstellung ist da dann schon auch dem User vorbehalten. Und mit Blick auf Dein Foto ist das auch in der Tat lediglich ein marginaler Eingriff. Also alles, wie in der Produktbeschreibung versprochen. Schraubendreher raus und los geht‘s.
 
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Ok, ich sehe meinen Denkfehler:

Ich hatte vermutet, dass das Tremmory quasi durch das Feststellen die Spannung "hält", die die Feder vorher verursachte.
Aber bei näherer Betrachtung schon verständlich, kann ja so nicht gehen.

Jetzt ist die Frage, wenn ich mit drei Federn wie bisher weiter mache, wie platziere ich die am besten?
Zwei neue härtere Federn mag ich (vorerst mal!) nicht kaufen.

Was meint Ihr, wäre besser:

So?

So_gemeint.jpg


Oder so, wie die obere Feder eigentlich verläuft:

Oder_so.jpg



Bzw. spiegelverkehrt, denn @LPK meinte ja,

Setze einfach 2 nebeneinander bei den Bass-Saiten, dann das Tremory und die 3. Feder kannst Du ja denn schräg lassen.

Damit müssten die zwei parallelen Federn oben sein, denn so wie auf meinen Fotomontagen platziert, wären die ja bei den hohen Saiten.

Dann würde ich das voraussichtlich morgen nochmal antesten.

Danke für Eure Tipps soweit! :giggle:
 
Ich hatte vermutet, dass das Tremmory quasi durch das Feststellen die Spannung "hält", die die Feder vorher verursachte.

Das Tremmory stabilisiert nur die Position des Tremolo Blocks ;) ...die Federn sind nach wie vor dazu da, das System in Balance zu halten.

Ich würde die Federn so setzen...

Pie_Federfach_001.jpg


Rot wären die Federn, Grün das Tremmory.

Im Breich der Bass-Saiten würde ich 2 Federn setzen 😉

Federn "umhängen" -> System in Balance bringen -> Tremmory einsetzen and have fun 😄
 
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So, die Einbauaktion kann beginnen.
Diesmal hoffentlich richtig. 😄😄





Ich habe also zunächst die Federn so umgespannt, wie von Dir @LPK vorgeschlagen.
Ganz schönes Gefi**e, die Federn sind schon härter zu spannen als die bei meiner Les Paul Shred. 🖕😅

Aber ich lass die jetzt auch dauerhaft so drin, Tremmory oder nicht.
Gefällt mir schon mal, jetzt vorerst auch noch ohne Tremmory, tremolieren mit dieser Bestückung fühlt sich auch gut an.

Neu Einstellen oder Stimmen musste ich nach dem Umfedern nicht - klar, an der Federspannung ändert sich durch diese Aktion ja auch nahezu nichts.





So, dann als nächstes das Tremmory rein wie in #1 von @LPK beschrieben, und siehe diesmal:
Wenn man es richtig macht, funktioniert es auch.
Kein Eintarieren und Nachstimmen nötig diemsmal - Tremmory rein und los geht's.

IMG_20260309_104447214_HDR.jpg


Erster Eindruck - Klappt geil!

Das Tremolieren geht eigentlich nicht sonderlich schwerer, die anderen Saiten bleiben beim Bending in Tune - Gefällt mir soweit echt gut.
Bin gespannt, was der "Langzeittest" sagt, aber auf den ersten Blick hat der Hersteller nicht zu viel versprochen.

Danke für Eure Tipps und Hilfestellungen! :giggle:(y)
 
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So, dann als nächstes das Tremmory rein...

...und hast Du jetzt immer noch so lange gebraucht beim Einsetzen 🤣 ...ich denke nicht - oder 😂

Schön das es geklappt hat! Ich finde, durch das Tremmory wird das Tremolieren doch schon schwerer, aber mir ist die Stabilität des Tremolo Blocks wichtiger. Ich hatte es ja im Review geschrieben: Die Gitarre lässt sich spielen wie mit einer festen Brücke - dieses Feeling habe ich über Jahre bei den Tremolo Stabilisierungssystem gesucht, aber nie in der Form gefunden wie es das Tremmory möglich macht.
 
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Also, ich habe meine persönliche Testphase (waren knapp zwei Wochen, darin zwei Bandproben) mit dem Tremmory abgeschlossen - Das Ding bleibt unbedingt!! drin.

Danke für Deine Vorarbeit hier im Board, @LPK , das war wirklich sehr sehr hilfreich! :)(y)





Könnte man jetzt theoretisch das Tremolo System eigentlich auch wieder "weicher" bekommen, wenn man eine gleiche Anzahl weicherer Federn einsetzt? :unsure:
 
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Also, ich habe meine persönliche Testphase (waren knapp zwei Wochen, darin zwei Bandproben) mit dem Tremmory abgeschlossen - Das Ding bleibt unbedingt!! drin.

Jepp! ...mir ging es aber eigentlich schon sofort nach dem Einbau so 😂 ...habe aber natürlich auch eine "Testphase" - wie Du so schön schreibst @Pie-314- "nachgeschoben -> da war eine Probe mit bei und sowieso jeden Tag spielen über mehrere Stunden. Z.Zt. ist meine Strat zum Plekken.Hoffentlich kann ich sie in der nächsten Woche wieder spielen 😉

Danke für Deine Vorarbeit hier im Board, @LPK , das war wirklich sehr sehr hilfreich! :)(y)

Bitte! War ja Dein Tip in einem anderen Thread und ich dachte why not -> es hat großen Spaß gemacht, das Review zu erstellen 👍
 
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Kann mal jemand von euch was zur Funktionsweise sagen? Wie genau wirkt das System, so daß das Tremolo beim Benden / Saite reissen oder andere Stimmung nicht nachgibt, beim Bedienen des Tremolohebels aber schon?

Ist das so ne Art zusätzliche Feder mit einstellbarer Vorspannung? Wozu ist das Rädchen, was wird da eingestellt? Auf der Webseite des Herstellers konnt ich das auch nicht rauskriegen, dort laufen die Unterseiten in's Leere.
 
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@Perkeo

Ich bin gerade im Dienst und kann daher leider nicht ausführlich schreiben.
Aber hier wird ein klein wenig auf die Funktionsweise eingegangen.

Vielleicht hilft Dir das schon mal weiter!
 
Ok, im Inneren dieses Zylinders ist nochmal eine Feder, die den äusseren Federn entgegen wirkt? Ich glaub dann hab ich es verstanden.
 
Moin @Perkeo - meine Strat ist gerade beim Plek-Service und ich habe sie nicht vor Ort. Denn am einfachsten - so denke ich - würde es ein Video erklären, welches ich heute gemacht hätte... ...aber ich versuche es mal mit Worten 😉

Zum Grundverständnis: Das Tremmory ersetzt NICHT (!) eine der vorhandenen Federn, die das Tremolo-System mit dem Saitenzug in Balance halten! Daraus resultiert eine Grundvorausetzung für den Einsatz des Tremmolos: Bringe mit Deinen vorhandenen Federn Dein Tremolo in die optimale Balance und lasse dabei den mittleren Slot zwischen Federkralle und Tremolo Block frei -> denn hier soll das Tremmory eingesetzt werden.

Man sieht am Tremmory 2 Federn - eine 3. ist in dem längeren Zylinder der am Tremolo Block anliegt. Wir haben also 3 Federn im System.

In den größeren Zylinder geht ein beweglicher Kolben hinein -> dieser drückt auf die innere unsichtbare Feder.

Die sichtbare kleinere Feder hat nach meinem Verständnis keine Funktion mit ihrer Federkraft. Diese Konstruktion dient der Fixierung an der Kralle, wenn das System in Bewegung ist.

"Die Arbeit" verrichten die beiden anderen Federn - die sichtbare größere und die unsichtbare im Zylinder 😉 Ist das System eingesetzt UND (!) festgesetzt, dann sind diese so "stark", das sie den Tremolo Block fixiert in/auf einer Position halten. Diese Kraft ist so bemessen, das Verschiebungen im normalen Kräfteverhältnis zwischen Saitenzug und Federzug der "normalen" Tremolo Federn beim Spielen mit intensiven Bendings verhindert werden -> der Tremolo Block bleibt in seiner Ur-Stellung. Das gilt auch für das einmalige tiefer Stimmen der E-Saite zum Drop-D und/oder falls mal eine Saite reißen sollte.

An dieser Stelle ist es wichtig zu verstehen, das die Federn des Tremmorys in Null-Stellung sind - sie sind sozusagen neutral!

Einzig und alleine die Kraft am Tremolo Hebel des Spielers geht über die Kraft der Tremmory Federn hinaus und bringt sie aus ihrer "Neutralität"...
  • drückt man den Tremolo Hebel nach unten - Drop down -, so wird die große sichtbare Feder auseinander gezogen
  • zieht man den Tremolo Hebel nach oben - Up Bend -, so wird die unsichtbare Feder im Zylinder über den Kolben zusammen gedrückt
  • lässt man den Tremolo Hebel los, so geht das Tremmory wieder in seine neutrale Nullstellung und fixiert somit den Tremolo Block auf neue
...und daraus resultieren auch Nachteile wie ein höherer Kraftaufwand beim Tremolieren und das "Flutter"-Effekte nicht mehr möglich sind.

Das für mich die Vorteile einer "stabilen/festen" Brigde jedoch bei weitem überwiegen, habe ich im Verlauf dieses Threads schon erwähnt.

Ich hoffe, die Funktion des Tremmorys verständlich erklärt zu haben. Vielleicht "schiebe" ich noch ein Video nach, weis aber nicht wann ich nach dem Wiedererhalt meiner Strat Zeit habe. Heute hätte ich Zeit gehabt - aber sie ist ja zum Plekken... Schauen wir mal 😂





Noch ein Wort zur unsichtbaren Feder im großen Zylinder: Diese kann gegen eine beiliegnde festere Feder getauscht werden, falls einem das Tremmory nicht "fest genug arbeitet" -> CAVE: Das System steht unter Druck und kann Verletzungen beim auseinander nehmen verursachen -> unbedingt (!) die beiliegende - extrem gute! - Anleitung lesen!
 
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