Zweites Paar Kopfhörer fürs Homestudio

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gitarre1994
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Liebes Board,

ich bin derzeit auf der Suche nach einem zweiten Paar Kopfhörer für mein Homestudio. Ich besitze bereits seit einigen Jahren die DT770 Pro 250 Ohm und ich liebe die. In nächster Zeit nehme ich mit verschiedenen Leuten Stücke auf und ich brauche ein zweites Paar Kopfhörer.
Ich habe da drei Kopfhörer in der näheren Betrachtung:

DT770 Pro 250 Ohm ( never change a running system)
Audio Technica MH50X (was neues ist immer gut und hat eine andere Höhenauflösung)
DT990 Pro (etwas offenes)

Für die DT770 Pro spricht natürlich klar: Ich kenn' die Dinger, habe die ewig in Gebrauch und ich schätze sie.

Die Audio Technica sind ähnlich, aber als ich die mal aufhatte, klangen die um einiges "luftiger" durch die andere Höhenauflösung. Wäre vielleicht cool um einen anderen Kopfhörer als Referenz beim Mischen zu hören (nee, ich mische nicht mit Kopfhörern, aber so für Details ist das schon cool). Die kann ich mir auch von meinem Bassisten für ein paar Tage ausleihen um die nochmal ein bisschen mehr auf Herz und Nieren zu prüfen. Das abnehmbare Kabel find' ich herrlich.

Zwischen den beiden überlege ich schon eine ganze Zeit, aber zu den Überlegungen hat sich ein dritter Kandidat geschlichen: DT990 Pro
Wenn ich jemand anderen aufnehme und wir im selben Raum sind, sitze ich meist immer noch weit genug weg, dass ich Übersprechen ins Mikro (hoffentlich) verhindern kann. Da der 770er und 990er sich nur in der Bauweise unterscheiden, könnten die ja ähnlich klingen, oder?
Ich arbeite in einem unbearbeitetem Wohnraum, meine Monitore stehen an einer Ecke, weil geht nicht anders. Ein offener Kopfhörer könnte beim Mixing helfen.
Coronabedingt unterrichte ich zur Zeit zwei Tage die Woche per Skype und trage dabei meine DT770, aber das ermüdet schon nach einer Weile, da wären ein Paar offene Kopfhörer vielleicht cool.

Das waren so meine bisherigen Überlegungen. Sind die Überlegungen nachvollziehbar und logisch oder zum Beispiel beim 990er komplett doof? Wie würdet ihr handeln?

Liebe Grüße
 
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d*moll
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Coronabedingt unterrichte ich zur Zeit zwei Tage die Woche per Skype und trage dabei meine DT770, aber das ermüdet schon nach einer Weile, da wären ein Paar offene Kopfhörer vielleicht cool.

...

Ja das liegt zum einen an der miesen Auflösung die Skype überträgt und zum anderen an den geschlossenen Hörern die eine (für meinen Geschmack) deutliche Überbetonung in den Höhen und im Bass haben. Ich hatte zwar nicht die von dir genannten sondern die 1770 und 1990 - die 1770 habe ich nach 3min wieder in die Kiste getan und zurück geschickt. FAIL. die 1990 waren sehr Detailgetreu und haben eine super Auflösung, allerdings waren auch dort die Höhen zu sehr hervorgehoben und mich hat es nach 10min schon so genervt dass ich nicht weiter hören wollte. Ich muss dazu sagen, ich bin eher beim Musizieren auf klassischen Instumenten unterwegs und schon sehr empfindlich was zu scharfe Höhen angeht. Wenn du den 770 magst ... dann nimm den doch. Für Recording ist der 990 nichts wegen der offenen Bauweise.

Zum Mixen ist es was anderes...

Also klare Prioitäten setzen und dann entscheiden. Bei den Preisen kann man auch mal alle KH bestellen und selber zu Hause vergleichen. Nix anderes hilft bei deiner Entscheidung.
 
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Tino_von_zuHause
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Hallo Freund*Innen,
ich wollte mal beitragen, was mir anfangs selbst beim Versuch einen Song zu mischen, aufgefallen ist.
Wenn ich mit einen Kopfhörer mischte, z.B. den DT 990 Pro,
Beyerdynamic DT 990 Pro 250 Ohm Studio Headphone Review - Sonarworks Blog.jpg

und nicht beachtete wie "vorzüglich" der Kopfhörer klingt,
ich dann meinen Mix auf verschiedenen Anlagen gegenhörte, klang es immer "anders mittelmäßig", jedenfalls nicht so wie es gerne gehabt hätte.

Jetzt verwende ich eine Korrektur per Software, für Kopfhörer und NahfeldMonitore.
Da habe ich eine Rangehensweise entwickelt, die mich schneller Richtung guten Mix brachte und bringt.
Zum Mixen verwende ich eine Einstellung die ich mir als gute Mitte erkoren habe und wenn der Mix halbwegs klingt, teste/höre ich wie es z.B. bei "gänzlich linearer" Einstellung klingt, oder auch ganz ohne Korrektur. Wenn beide Richtungen eine gute Mitte ergeben, habe ich eine recht gute Kompatibilität, - Auto-, KüchenRadio etc.

Ich kann das gar nicht genug Praisen, meine Begeisterung für die Software ist ungebremst.
Warum soll ich mich daran gewöhnen, daß meine Kopfhörer beim Mixen scharfe ß-Laute wiedergeben müssen, - damit es auf anderen Abhören nicht zu muffig klingt?
Ich hoffe Ihr versteht was ich sagen will, aber ohne solche Betrachtung kann man nur hoffen daß es mit anderen Kopfhörern/Monitoren besser wird.
Der Hinweis "Referenz"-Kopförer sagt GAR NICHTS, schade eigentlich.

Die eigenen Kopfhörer kann man online testen, so es ein Profil gibt:

Sonarworks Reference Online-Demo
https://www.sonarworks.com/reference/demo-player

Bei den KopfhörerTests kann man sich an einem PunkteSystem richten
https://www.sonarworks.com/blog/gear-reviews/


Lass mal hören, ob Dir die Onlin-Demo was gibt/bringt!?

Fragen im Umgang mit der Software kann ich beantworten.


Liebe Grüße,
Tino
 
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gitarre1994
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Hey ihr beiden!

Danke für eure guten Antworten! Ich hab' mittlerweile einen gebrauchten ATH M50X auf Kleinanzeigen für wenig Geld gefunden. Da, wo ich unterrichte, wird der Präsenzunterricht ab März wieder aufgenommen. Nichtsdestoweniger sehe ich einen weiteren Lockdown kommen, da wären andere Kopfhörer schon ganz cool.

@d*moll : Danke für den Tipp mit der Priorität, das hatte ich -warum auch immer- irgendwie nicht so richtig überlegt. Priorität bei mir läge im Recorden und Unterrichten. Für's Abmischen wären die für Detailarbeiten gedacht, sonst mische ich einfach auf meinen Monitoren :)

@Tino_von_zuHause : Danke für den Tipp mit der Software :) ich hatte allerdings nicht vor komplett auf Kopfhörern zu mixen sondern eher auf meinen Monitoren und meine Kopfhörer dann als Referenz zu nutzen...

Jetzt hab' ich beide da: 770 und ATH M50x...Dann ist klar, was ich mir als nächstes hole, oder? Ich muss mich nur davor behüten, dass ich in so einen Konsumrausch falle und dann noch den 990 kaufe, obwohl ich den jetzt erstmal nicht wirklich brauche ...

Liebsten Dank euch beiden :)
 
Trommler53842
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Den DT990 pro brauchte ich nicht wirklich, habe aber neulich bei den Aktionspreisen zugeschlagen.
Eine übertriebene Höhenwiedergabe konnte nicht wirklich feststellen, dafür aber einen aufgeräumten, straffen Keller (Bässe), wie ich es vorher nur auf Genelec-Monitoren gehört habe.

Nachteil: Der Stahlbügel ist recht straff, was aber über die Polsterung wieder gut eingefangen wird.
 
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Tino_von_zuHause
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Danke für den Tipp mit der Software :) ich hatte allerdings nicht vor komplett auf Kopfhörern zu mixen sondern eher auf meinen Monitoren und meine Kopfhörer dann als Referenz zu nutzen...

Hi gitarre1994,
Ja, genau dafür ist die Software (mit MessMikrofon).
Monitore bzw. räumlichkeit einmessen, für optimalen Sound am Abhörplatz.
Es ist möglich, zwischen originalem Sound der Monitore und korrigiertem Sound, stufenlos zu schwenken, wie ein A/B-Vergleich.
Für das originale Messmikrofon gibt es eine Kalibrierungs-Datei als download, damit wird das Messmikro 100% linear...

Für Kopfhörer, auch für die von Dir genannten, beinhaltet das Programm Presets, korrigierte Frequenzgänge.
Auch hiermit kann man zwischen originalem Frequenzgang der Kopfhörer und korrigiertem Frequenzgang, stufenlos schwenken, wie ein A/B-Vergleich.

Das ist süßeste Software für's Studio, Home oder Profi, aber wie erklärt man die süße? Das muss man selber kosten...
...möglichst täglich :)

Man kann hier schauen, ob die eigenen Kopfhörer vertreten sind und online ausprobieren.
Und auch eine 14-tage Demo runterladen (Messmikro nicht im dowload enthalten :) ).
SoundID Reference software calibrates your speakers and studio headphones
https://www.sonarworks.com/soundid-reference

SoundID Reference for Speakers & Headphones / How it works?



Liebe Grüße,
Tino
 

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