Mal im Ernst: Wer kann bei einer Rockband vor der Bühne wirklich unterschiedliche Korpushölzer "erhören"?! Da hängt ein Verstärker dazwischen, evtl. x Effekte, dann wird das Ganze von einem Mikro abgenommen, durch ein Mischpult gejagt, wieder durch die PA Boxen... das ist doch Hokus Pokus, oder bestenfalls fünftrangig.
Grüße, Blech
Wenn der Gitarrist alleine spielt, halte ich das nicht für unausgeschlossen, allerdings wird man eher die Mensur, Saitentyp und Stärke, Plektyp und Stärke, Tonabnehmertyp, Bunddrahthärte und Griffbrettholztyp, Brückenkonstruktion, Amptyp und Speaker, Zerrpedale, Kabeltyp und Länge wahrnehmen als das Korpusholz, die Menge der Holzklötze der Stromgitarre oder gar den Lack auf dem Holz
Oh man, mir platzt echt der Schädel. Seid ihr denn alle so faul z.B. zwei ESP Horizon (die gibt es ja an jeder Ecke), einmal Mahagoni und einmal Erle, in die Hand zu nehmen und die zu vergleichen? Oder zumindest zwei Bretter zu nehmen und abzuklopfen?
Was willst du, die Akustik testen? Eine EGitarre ist keine Akustikklampfe, die Erste war ein Bakelitklotz und das nicht ohne Grund.
Zudem ist jener Satz, der gerne gebraucht wird, absoluter Murks: "Die klingt schon unplugged ausgewogen und laut".. wenn eine E-Gitarre schon dann laut ist, kann sie nicht mehr viel Sustain haben, das geht dadurch nämlich flöten.
Das Holz entscheidet ob der Klang warm/kalt, rotzig oder ausgeglichen, sustainreich oder knallig und kurz etc. klingt. Die Tonabnehmer und der ganze Rattenschwanz können nur mit dem arbeiten, was vorn rein kommt - und das entscheidet eben das Holz und die verwendete Hardware. Mit den Pickups, Amp etc. kann man den Sound verändern, aber man kann nicht aus dem Nichts Klänge erzeugen die nicht da sind.
Der wichtigste Punkt ist die Hardware, stimmt dort alles hast du schon einen großen Schritt zum ordentlichen (d.h. fehlerfreien!) Klang gefunden. Wenn ich knalligen Klang will, nehme ich eine längere Mensur, harte Bunddrähte, Ahornhals ohne Griffbrett und Saiten aus Edelstahl ohne Nickel. Für warmen Klang: Kürzere Mensur, weicheren Bunddraht, pure Nickel Saiten, stimme die Gitarre evtl. noch tiefer und greife nicht zu SingleCoils.
Das würde die ganzen hirnrissigen (will niemandem auf die Füße treten, aber es ist nun mal so) Behauptungen "Holz sei egal" etc. sofort beenden. Leute, das ist Humbug! Holz ist auch bei einer E-Gitarre das, was den Klang formt. wer es nicht glaubt, darf auch gern mal eine Graphit- oder Alugitarre anspielen und sich wieder melden.
Acrylklampfe (!)
Aber weil Holz ja soviel bedeutet, schau dir das einmal an:
http://www.youtube.com/watch?v=VMz2KoIxWIY
noch krasser, der Kandidat:
http://www.youtube.com/watch?v=jWtHV5vGhJE&feature=related
..der Amp macht viel aus, mehr als die meisten glauben.
unplugged mit dem Blechkanister

:
http://www.youtube.com/watch?v=4qHUbF6PmbU
Mal unabhängig von all dem, ich bin mir relativ sicher, je mehr mit Downtunings und fetten Saiten sowie Zerre gearbeitet wird, desdo unwichtiger werden die kleinen Nuancen die das Korpusholz wirklich dem Klang zufügen. Die meisten Billiggitarren versagen einfach kläglich gegen ihre teureren Gegenparts (die mit dem besseren Holz!), weil sie mit schlechter HW bestückt auch noch über selten ordentlich abgerichtete Bünde (meist aus nicht hochwertigem Material)/falsch (wenn überhaupt) gekerbten Saitenreiter/schlecht gekerbte Sättel verfügen, zusätzlich auch noch über schlechte Saiten/Pickups/Verkabelung/Caps verfügen, was nicht nur Spielspass, sondern auch mehr Klang klaut wie schlechtes Holz, gerade "beim schnellen anspielen im Laden".