Road Worn Strat's

jens
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Ich stehe ja auf diese Relic Strats.
Aber wie sieht es mit der Bespielkarkeit und dem Sound aus?
Hat jemand von euch schon praktische erfahrungen mit dieser neuen Serie ??

Ist das nur Relic-Show ?

Schließlich sind es "nur" Mexicans und liegen sie spürbar qualitativ und klanglich über die anderen Classics aus Mexico?
Ich meine für den preis von gut 900,- sollte man was erwarten oder ?
 
Eigenschaft
 
hi jens!

ich habe bisher 2 strats und eine tele in der hand gehabt.
sie klangen alle klasse - insbesondere die tele (kein wunder, haha) - und die nahezu lackfreien hälse fühlten sich sehr gut an.
eine der strats hatte leider eine unmögliche saitenlage und überdies ziemlich scharfkantige bünde - die andere hatte auch eine ziemlich heftige saitenlage, die bünde waren aber besser.
die tele war einwandfrei bespielbar - allerdings war da das schlagbrett unter den saiten hochgebogen...

insgesamt fand ich die gitarren klasse, hätte aber probleme eine solche gitarre unbesehen zu kaufen...


cheers - 68.
 
Ich hatte vor kurzem die Chance eine Road Worn 60s Strat anzuspielen. ( Aber nur kurz )
Die Bespielbarkeit ist meiner Meinung nach etwas besser als die der normalen Classic, weil der Hals hinten schon künstlich "runtergespielt" ist.
Die Jumbo Bünde tragen auf jeden Fall zu einem moderneren Spielgefül bei. Das war für mich aber etwas ungewohnt, weil ich eigentlich die Vintage Bünde gewöhnt bin.
Den Sound fand ich trotz der Tex-Mex ( mochte ich eigentlich nie so ) gut, aber meine Classic mit den 57'/62' hat mir etwas besser gefallen.
Kann schlecht erklären was ich besser fand, aber meine Classic klang einfach "runder". ;)
Den Relic Style fand ich eigentlich optisch ziemlich ansprechend, bloß das einzige was mich etwas stört ist, dass alle Road Worn Strats relativ gleich aussehen.

Ob der Aufpreis gerechtfertig ist, finde ich schwer zu beurteilen.
Meiner Meinung nach ist das Konzept mit Relics in niedrigen Preisregionen eigentlich gelungen.
Trotzdem würde ich die 400€ mehr dafür nicht ausgeben, weil das Modell das ich angespielt habe mich nicht so überzeugt hat, dass ich sagen würde das Welten zwischen der und meiner Classic liegen. ;)
Ich habe auch schon von einer relativen hohen Qualitätsstreunung gelesen.
Aber das muss jeder selbst entscheiden.

Greetz
Butze
 
Stimmt. CHEERIO!!!:p Da steht nur drin, dass ich sie albern finde, was die Optik angeht.
Und edit an den TO: Strats. Nicht Strat´s.
Und nochmal edit: Für diesen Preis würd´ich mir viel lieber eine US-Standard nehmen, die ich dann im Laufe der Jahre selber "age".:D
 
kommt dann nur drauf ob er die will wegen dem aging oder wegen der vintage specs

oh @goldtop unten hab ich überlesen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
hi!

Ich stehe ja auf diese Relic Strats.
Aber wie sieht es mit der Bespielkarkeit und dem Sound aus?
Hat jemand von euch schon praktische erfahrungen mit dieser neuen Serie ??

ich denke die fragestellung ist klar und deutlich formuliert.
was spielt es da für eine rolle was schmendrick - oder irgendjemand anderer - vom "aging" hält?


cheers - 68.
 
Hab sowohl die Road Worn Strats, als auch die Tele angespielt und mir auch gleich eine '62 Strat in Weiss mitgenommen. Von der Bespielbarkeit sind alle hervorragend was höchstwahrscheinlich an dem "abgespielten" Hals liegt, es flutscht auf jeden Fall.Wobei man natürlich daruf achten muss, dass die '62 Strat ein C-Shaping hat und die '57 ein V-Shaping, das muss man dann mit sich selber aus machen was einem besser liegt.
Der Sound ist bei den '62 mit Rosewood GB um einiges besser viel wärmer und einfach angenehmer für Ohr als die '57 mit Maple GB (das auch doof aussieht), welche doch sehr knallig waren. Die TexMex-PUs sind in Ordung man kann aber mit anderen sicher noch mehr rausholen, die Basis ist vorhanden.
Ich kann sie nur empfehlen, klingen toll, bespielen sich super und sehen noch geil aus (die Einfarbigen mehr als die Sunbursts)

Bis denne
 
Also einfarbige mit Rosewood gibt es nur die Olympicwhite.
Die gefällt mir nicht sonderlich. Leider gibt es nur vier farben und nur zwei mit rosewood.
Ich werde wohl die 3tone sunburst nehmen.

Ich weiß nicht so recht ob ich noch zuwarten soll. Ich hoffe ja ein wenig, dass der Straßenpreis noch fällt.

Gibt es noch weitere praktische Erfahrungen mit dieser Serie ?
 
Nun ich habe die Road Worn sunburst 62's gekauft und sie ist ihr Geld allemal wert.
Die Relic ausführung empfinde ich als sehr gut gelungen !
Sie klingt auch wie eine 62's Strat. Toller Vintage sound.
Ich würde sie mit der American Vintage auf eine Stufe stellen ( meine Meinung, und ich habe einige Strats u.a. auch ein Fender Custom Shop Modell )

Ich habe auch ne gute "erwischt" und der verkäufer hätte sie auch gerne für sich gekauft.

Für Vintage Fans eine absolut tolle Gitarre mit gutem Preis-Leistungsverhältnis.

Antesten !
 
Glückwunsch :great:
Langsam kriege ich das Gefühl, dass ich sie doch mal genauer antesten sollte. :gruebel:
Vielleicht wär sie ja doch etwas für mich, wenn die Tex-Mex Teile nicht wären. :rolleyes:
 
Gibt es hier keine weiteren Road Worn Strat User, die ein wenig ihr Erfahrungen mit ihren Strats mit mir teilen wollen ?
 
Gibt es hier keine weiteren Road Worn Strat User, die ein wenig ihr Erfahrungen mit ihren Strats mit mir teilen wollen ?

ich habs hier im board schonmal in einem anderen zusammenhang ähnlich gepostet, aber hier passt es auch gut hin:

Fender kündigt die "RoWo-Serie" an.. da denk ich doch:
Na super, ne Aldi-Custom-Shop für Poser....

Ums kurz zu machen: Ich habe mir ne 60ger sunburst gekauft ! (Die hellen Hälse der 50s sehen dann doch zu grausam aus).
Das ist in meiner wirklich langen Stratomaniac-Laufbahn ein wirklich positiv heraussragendes Instrument.
Der Relic-Hype ist da zweitrangig, Zumal ich mit allen Vorbehalten getestet habe.
Ein großes Manko war allerdings zu überwinden:
Die Grundeinstellung ist/war unter aller Sau !! Konnte aber in einer kurzen Intensivmaßnahme im Laden schon erträglich behoben werden.
Es lohnt sich, wenn sich die Gelegenheit bietet, mehrere zu testen, da ich feststellen konnte wie sehr diese Strats qualitativ untereinander variierten. Bei dem Preis allerdings schon wieder fast nur was für Fans!
Zuhause die Feinarbeiten (Hals, Trem, Saitenlage) waren schnell und wirkungsvoll umzusetzen, ran an den Amp und: ich bereue nichts!

Sie besticht durch ein Handling der Oberklasse und eine Tonentfaltung die ich gerne als "Strat pur" im weitesten Sinne bezeichnen möchte. An dieser Stelle sei erwähnt dass m.E. besonders das Stiefkind Mittelpickup alleine einen sehr prägnanten Charakter zeigt und sowas von nach Strat klingt.....

Aber, selbst hören macht schlau, daher verzichte ich auf weitere Soundschwelgereien.

Am Ende zählt eh nur das was gefällt und was raus kommt oder mit anderen Worten: ich habe auch schon übelste Sounds mit weitaus teureren Instrumenten gehört und zugegebener Maßen auch selbst produziert.
Hinsichtlich der Grundsatzdiskussionen "Neue Gitarre alt und kaputt gekauft" bin ich mittlerweile schmerzfrei.
 
Ich sehe den Sinn nicht darin, mir eine Gitarre zu kaufen, die aussieht als wenn ein Trecker drüber gefahren ist :eek:

Wer würde sich schon ein Auto kaufen, dass aussieht wie ein verrosteter Opel Ascona zum Preis eines Neuwagens? :D
 
Sämtliche 50er Strats und Teles der Road-Worn-Serie, die ich getestet habe, waren gut eingestellt, hatten einen guten Klang (für Mexikanerinnen allemal) und ließen sich überaus angenehm bespielen. Auch der Entschluss, werksmäßig 10er Strings aufzuziehen, fand ich sehr gut. Wie immer bei Fender empfiehlt es sich auf jeden Fall, selbst anzutesten; es gibt doch einige Unterschiede im Feeling, finde ich. -
Und der Fall Road Worn oder nicht ist eben eine Einstellungssache. Persönlich finde ich das Ganze ja schwer absurd, weil da eben genau keine Individualität vorherrscht, wie sie gemäß Firmenpolitik lanciert wird. Bei der Road-W.-Serie merkt man das natürlich ganz extrem, da ja die Cuts, Dongs etc. alle an den gleichen Stellen sind. Außerdem muss jedem klar sein, dass sich ein Hals genau so nicht abnutzt. Aber bitte. Meine Empfehlung: Leg läppische 100 Euro drauf und kauf dir eine American Standard, die sind in der Regel erheblich besser, von der Bundbearbeitung bis zum Schwingungsverhalten, überhaupt keine Frage. Und die haben dann in 10 Jahren eine eigene Geschichte, nämlich deine.
 
Falls es jemanden interessiert.

Hier ein Bericht zu den Road Worns von einem Strat Sammler (und Spieler).

Bei der Road-W.-Serie merkt man das natürlich ganz extrem, da ja die Cuts, Dongs etc. alle an den gleichen Stellen sind. Außerdem muss jedem klar sein, dass sich ein Hals genau so nicht abnutzt

was auch ziemlich logisch ist. Warum sollte man dem hauseigenen CS Konkurrenz machen? Die Road Worns lassen sich so auch von einem weniger versierten Käufer sehr gut von den CS Relics unterscheiden.

Ich kann mir 'nen Kauf momentan nicht leisten, aber die Road Worns die ich bis jetzt in den Händen hatte, haben mich schon fast überzeugt. Wenn der Tag kommen sollte wo ich mir 'ne Strat kaufe, werde ich aber trotzdem nicht einfach blind 'ne RW mitnehmen, sondern definitiv auch die Americans anspielen. Was dann am Ende für mich besser ist, kommt halt mit nach Hause. Ob vermackelt oder absolut neu aussehend, spielt dann keine Rolle für mich.
 
Mann, was bin ich froh, dass meine (damals NEU gekaufte) 94er Strat mittlerweile ganz von alleine "road worn" ist (wenn auch nicht so heavy wie die gefakten neuen). :p
 
Hi
komme gerade auf Hamburg und war dort im Musikladen.
Habe mich ein wenig umgeschaut und habe immer mit Strats geliebäugelt.
Nunja die American Standard kenne ich schon von einem Kumpel und nunja, da viel mir dann was ein - ne Road Worn.
Ich spielte sie erstmal eine halbe Stunde an um dann erfreut festzustellen, dass auch noch neue Saiten drauf waren - also erstmal richtig benden, damit die Stimmstabilität kam.
Zur Optik:
Der Body ist ganz nett gemacht - es wirkt nicht zu viel, manchmal etwas komisch ("wie kommt denn da ein dong hin?" :D) aber da kann man drüber hinwegsehen. Es ist halt wie 3121funk schon sagte, nicht unbedingt natürlich.
Der Hals war mir etwas zu viel am Griffbrett - in den tieferen Bünden war der Lack fast komplett weg => wieder etwas unnatürlich.
Die Halsrückseite war soweit ganz nett und ließ sich super greifen - genau mein Profil und so wie ich es bei Strats mag - kein Lack :)
Zu den Mechaniken, Potis & Pickguard:
Mechaniken sahen gut aus, da gabs wirklich nichts zu meckern - soweit stimmstabil. Die Verstimmung nach Tremoloeinsatz konnte ich nun nicht beurteilen, da es nicht zum Einsatz des Tremolos kam.
Die Potis waren soweit gut geaged, was mich störte war das Pickguard. Es wurde von einem gelben Rand "geschmückt" - quasi ein Burst ins brandneue weiß hinein. Da hätte man einfach generell ein dunkleres Pickguard nehmen sollen - außerdem hat es zwischen den Schrauben Wellen geschlagen.
Zum Sound:
Das typische Singlecoil brummen - aber großes Plus. Sie ließ einfach nichts piepen. Es kam einfach nicht dazu. Getestet wurde sie am neuen Fireball 100 von Engl und am Hughes&Kettner Statesman.
Den Fireball mochte nicht nur ich, sondern auch die Gitarre :) Wunderbar perlige Cleantöne und ein absolut ansprechender Distortion Kanal. Bei dem Amp hab ich mal wahrgenommen wie es ist, wenn man immer gesagt bekommt "mit einer Stratocaster kann man eindeutig auch Metal und sonstige härtere Sachen spielen".
Sie lieferte ein gutes Fundament und schnitt sich ihren Weg durch den Raum - kürzer Dreher am Volumepoti und zack wurde der Amp wieder zu cleanen Sounds oder Crunch verdonnert. Da sah man wie gut beide aufeinander reagierten. Beim Statesman passte der Crunch Channel mehr zu mir. Denn wenn ich eine Strat in der Hand halte kippt bei mir ein Schalter um und in meinen Fingern wollen aufeinmal alle möglichen, je gelernten Blues-Licks raus. Aber nunja das lag am Soundbild des Amps - der war halt klassisch und der Engl modern.

Soweit eine Super Gitarre, die es durchaus wert ist gekauft zu werden und mich schon überzeugt hat. Aufpassen muss man dennoch trotzdem bei kleinen Feinheiten in Sachen Verarbeitung.

mfg KG
 

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