[okp]Razor;3859968 schrieb:
Du glaubst doch selbst nicht, dass die sich vor jedem Album hinsetzen und sich überlegen "Mhh wie müssen wir die Songs schreiben um möglichst viel Kohle damit zu machen?", oder?
Man darf nich vergessen, das hinter Popbands, wie Green Day, immer auch eine Plattenfirma steht, die nichts anderes will als volle Kassen. Da spielt die Hitverdächtigkeit eines Songs ganz sicher ne Rolle...
[QUOTE='[okp]Razor]Dieses ganze "true-punk" Getue ist doch genauso ein großer Unsinn, wie die ganzen "Kommerz!"-Rufe, die bei jedem Album aufkommen, das nicht nur auf einem albanischen Undergroundlabel erschienen ist.
Green Day waren zu Beginn ihrer Karriere wohl mehr Punk als jeder, der sie jetzt kritisiert, nicht mehr "true punk" zu sein (man sollte dabei evtl. auch mal die Zeit vor Dookie in Betracht ziehen, die Band bestand als das erschien bereits seit sieben Jahren). Nur hatten sie halt das Glück mit ihrer Musik groß raus zu kommen, was sich wohl jeder Musiker (auch "true Punks") wünscht.[/QUOTE]
"Glück" besteht im Musikbusiness darin von irgendeinem Archloch-Scout "entdeckt" zu werden. Der fragt einen dann ob man nen Arsch voll Kohle verdienen will und zeigt auf ein weißes Blatt Papier mit viel Kleingedrucktem. Wenn man sich an dem Punkt zum unterschreiben entscheidet hat man ne bewusste Entscheidung für das Pop-Business, industrielle Vermarktung seiner Musik und kommerzielle Ausschlachtung der Band getroffen. Mir kann Niemand erzählen, dass man "einfach nur Glück hatte" und sich ne Platte deshalb Millionenfach verkauft.
Punkrock hat sich (zumindest vor den Sex Pistols) gegen diese Ausschlachtung und Vermarktung gewehrt. Meiner Meinung nach aus ziemlich guten Gründen. Und das man trotzdem gute Musik machen und über annehmbare Vertriebswege unters Volk bringen kann zeigen zig teils ziemlich große Indiependentlabel wie REVELATION, EQUAL VISION, RIVALRY RECORDS und sogar BRIDGE NINE. Es muss nicht immer das albanische Untergrundlabel sein (ich meine Bridge Nine verkauft Klingeltöne und Alben bei iTunes - da kann man echt nicht von nem "albanischen Untergrundlabel" sprechen).
Aber die Diskussion wollte ich eigentlich auch gar nicht lostreten. Ich find Green Day einfach langweilig. Es gibt bessere Pop-Punk-Kapellen, die daneben auch noch weitgehend frei vom Einfluss der populären Kulturindustrie sind.