Sorry, Ritchie Blackmore (gegen beliebigen "Guitar Hero" auszutauschen) klingt mit ´ner Mexico-Strat an ´nem Marshall MG mit 100% Sicherheit anders, als mit ´ner LTD EC50 an ´nem Mesa Boogie MarkII.
Ich _erkenne_ Ritchie Blackmore wenn er spielt, scheissegal was. Ich hab so ziemlich wirklich alles was man von Deep Purple haben kann und kenn seine Spielweise etc. mittlerweile "recht" gut.
Ende vom Lied: Ich habe den Herren auch schon erkannt, als bei nem Freund im Hintergrund ein Lied von "Blackmore's Night" gedudelt hat - und ich das weder gewusst, noch vorher gekannt habe.
Und da haben wir den feinen Unterschied zwischen Strat + Marshall und akustischem Geklimper auf Gitarren und Lauten. Viel mehr Unterschied im Sound(!) GEHT eigentlich gar nicht mehr.
Es klingt freilich anders, aber es ist IRGENDWAS an der Spielweise, was mich ihn erkennen lässt - und DAS wird gemeinhin als "Ton" bezeichnet. Die Ausdrucksweise, Notenwahl, typisches Timing etc., wurde ja alles schon genannt. Weiß der Deifi was da alles mit reinkommt, auf jeden Fall gibts das - und das hat mitm "Sound" nichts oder nur sehr wenig zu tun.
Diese Sache mit Blackmore erkennen ist übrigens so ziemlich das einzige was ich meinem (behaupte ich relativ schlechtem) Gehör zutraue. Gitarrenholz am Klang unterscheiden - keine Chance.
Mir ist der Sinn des Threads unverständlich.
Was soll das aus differenzieren der Parameter bringen.
Optimierungspotential?
Wenn ich weiß in welche Richtung mein Sound gehen soll, hilft mir das doch massiv, den Sound meinen Bedürfnissen anzupassen?
Sieht man doch oft genug hier im Technikbereich. Da fragen Leute mit 800€-Gitarren und 80€-Verstärkern, welche Tonabnehmer (bis 200€) sie sich kaufen sollen, weil ihr Sound so scheisse ist und nicht das was sie sich vorstellen.
Totaler Bullshit - und hat auch nix mitm Ton zu tun. Wenn da mal eindeutig klargemacht werden würde, welcher Faktor sich auf WAS auswirkt, könnte man das halbe Forum hier in die Tonne treten, weil einfach derart viele Fragen nicht mehr kommen müssten.
Wobei man halt drauf achten muss, dass es nicht nur um Sound geht, wenn man was optimieren will. Ich behaupte/denke z.B. dass man mit einer Gitarre den Sound zwar in gewissen Grenzen ändern kann, den WESENTLICH größeren Anteil an "Änderungen" hat die Gitarre aber beim Ton. Weil man je nach Geometrie, Wohlfühlen etc. einfach anders/mehr spielt, was sich wiederrum positiv auf die Tonbildung auswirkt.
Umgekehrt beim Verstärker: Was Soundtechnisch möglich ist, klassiert jede andere Komponente der Klangkette aus, bei der Tonbildung hat er aber nur marginalen Einfluss. Den dann z.B. darüber dass er Pinch-Harmonics sehr fein überträgt und genau so wie man das will. Was passiert - man spielt sie öfter, verbessert dadurch seine Koordination und eignet sich hier einen eigenen Stil an -> Ton gebildet. Dieser Einfluss ist aber wohl wesentlich geringer zu beurteilen als der an der Gitarren.
Schlussendlich gibts noch Mitteldinger, z.B. Plektrum/Finger. Wirkt sich mehr oder weniger stark auf beides aus. Ich kann z.B. mit n paar bestimmten Plektren nichmal mehr Smoke on the Water sinnvoll spielen (-> Ton), und der Sound lässt sich allein schon über Anschlagsstärke variieren.
Dabei sollten diverse Leute endlich mal drauf klar kommen, dass es nicht EIN Kriterium gibt, wo man alles drauf zuschachteln können muss, sondern selbst mit meinem SEHR allgemeinen Ansatz von Ton und Sound schonmal mindestens zwei Stück, die in unterschiedlichen Stärken beeinflusst werden.
Diese ganzen Diskussionen "was wichtiger ist", sind zum Beispiel der größte Bullshit den die Welt je gesehen hat. Da wird per Definition aneinander vorbeigeredet und keiner raffts und keinen störts, solang man sich streiten kann
Soviel dazu von meiner Seite. Ich möchte nochmal betonen, dass alle meine Einschätzungen der Wertigkeiten in diesem Post subjektiver Natur sind.
Mit "DAS IS ABER FOLL ANDERS WEIL...!1!!" braucht ihr mir also garnicht zu kommen.
