Effektgerät zwischen Bass u. Amp oder an Effect Send und Return

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Hallo, ist es egal, ob ich
1 .mit dem Bass in ein Effektgerät, z.B. GT-6B, gehe, und von dort in den Amp,
oder
2. mit dem Bass in den Amp, und das Effekt gerät über die Buchsen Effect Send und Effect Return anschließe?

Bei der 1. Möglichkeit bleiben die einmal gespeicherten Effekte im richtigen Lautstärkeverhältnis, egal, wie laut ich den Amp stelle.
Bei der 2. Möglichkeit werden Effekte, die ich bei Zimmerlautstärke getestet und gespeichert habe, wenn ich den Amp dann deutlich lauter stelle, leiser als der Bypass-Sound und die leicht angezerrten sind zudem viel zu verzerrt.

Wenn ich Möglichkeit 1.nutze, habe ich keine Soundprobleme, ich frage mich halt nur, wofür dann der extra Schaltweg ist, und ob was kaputt gehen kann bei dauerndem Gebrauch von 1.

Der Amp ist ein Hartke LH 500.

Danke Im Voraus
Ralf
 
Eigenschaft
 
Das liegt daran dass du bei 2. den Preamp des Amps umgehst und direkt in die Endstufe gehst. Daher übergehst du den EQ wo du vielleicht die Bässe geboostet hast oder so.
Denke ich

Kaputt gehen kann nix wenn du den normalen Input benutzt
 
Du kannst auch nur in das Effektgerät und vom Effektgerät direkt in den Return.
Dann benutzt du quasi das Effektgerät als Vorstufe. Andernfalls ist das Gerät vor oder hinter der Vorstufe. Wenn es hinter der Vorstufe sitzt, wird es natürlich mit extrasaft aus der Vorstufe angeblasen und es vererrt mehr. Entscheide dich für eine Möglichkeit und stell dann alle Sounds mit dieser ein. Die Klangregelung vom Amp solltest du dann konstant lassen und nach Möglchkeit nur das Effektgerät umstellen.
Ich würde dir mal raten das Effektgerät als Vorstufe zu verwenden und direkt damit in den Effektreturn vom Amp zu gehen.
 
Der Effekt-Weg ist primär für Rackgeräte gedacht. Diese arbeiten meist auf Line-Pegel und nicht auf "Instrument"-Pegel wie die meisten Bodentreter.

Die meisten Hersteller von Bodentretern geben in ihren Manuals an, das ihre Geräte zwischen Amp und Instrument stecken sollen... von daher, go for it!
 
Besten Dank, Problem gelöst, gehe jetzt Bass-Effekt-Amp, mit dem Wissen, nix geht kaputt.
 
Du kannst den Effektweg natürlich auch für Effekte benutzen, die -wenn sie hinter der Vorstufe platziert werden- besser klingen. Darunter fallen zB. Effekte wie Delay oder Phaser. Solche Effekte vor die Vorstufe zu klemmen ist aber natürlich auch nicht verboten! Hier sollte dein Ohr entscheiden. Kaputt kannst du damit aber auf jeden Fall nichts machen. ;)
 
ich kapere hier mal ganz frech mit ner anderen Frage, zum thema platzierung vorm amp oder im effektweg...

ich hab schon öfter gelesen/gehört, daß ein verzerrer mit nem aktiven bass betrieben schwierig einzustellen sei bzw. es sich schwerer gestaltet einen 'schönen' Sound zu finden. wie ist das, wenn die zerre im effektweg hängt, gibts den unterschied dann auch?

neugierige grüße
Karsten
 
ich hab schon öfter gelesen/gehört, daß ein verzerrer mit nem aktiven bass betrieben schwierig einzustellen sei bzw. es sich schwerer gestaltet einen 'schönen' Sound zu finden. wie ist das, wenn die zerre im effektweg hängt, gibts den unterschied dann auch?
Das Problem mit dem meisten Aktiven Bässen ist, das sie einen zu starken Pegel haben für die meisten Verzerrer. Der Pegel im Effektweg ist üblicherweise noch höher... und dürfte damit die gleichen Probleme mit sich bringen.

Ein weiteres Problem sind der Anteil höhen. Aktive Bässe haben typischerweise etwas mehr Höhen und gehen im Frequenzgang etwas höher. Und wenn man diese Frequenzen durch einen Verzerrer jagd klingt es halt schnell fies und unangenhem... Ändert sich auch nicht im Effektweg...
 
Das alte Outputmärchen der aktiven und passiven Bässe.
Die Unterscheidung sollte starker und schwacher Output heissen, jedenfalls wenn es darum geht ob ein Effekt zuviel Pegel bekommt. Mein Ibanez BTB hat noch geboostet kaum so viel Output wie mein Precision.

Effekte in den Effektweg ist eher ein Ding der Gitten, bei denen oftmals die verschiedenen Vorstufkanäle das Signal zerren. Wenn man nun z.B. den Hall in den Effektweg hängt, kann man verhindern dass das Nachhallen des gespielten Tons auch noch verzerrt wird (was ganz komisch tönt).
 
Das Problem mit dem meisten Aktiven Bässen ist, das sie einen zu starken Pegel haben für die meisten Verzerrer. ...

ich meine mich zu erinnern, gelesen zu haben, daß das eher mit unterschiedlichen wiederständen im output von aktiven und passiven bässen zu tun haben soll, kann das sein?
 
ja

beim aktiven bass geht eine eventuelle belastung und damit ein runtersetzen der oberen grenzfrequenz (und resonanz) der pickups flöten.
da das aber n paar verzerrer vorsehen klingts mit aktivem bass etwas zu spitz

gleiches problem hat man aber auch wenn man dann den verzerrer in den effektweg legt...
mit dem unterschied dsas man dann eventuell per EQ am amp vor dem zerrer die höhen etwas bedämpfen kann

aber ganz ehrlich?? die Praxisrelevanz dieser tatsache scheint mir ein wenig zweifelhaft
 
ja

beim aktiven bass geht eine eventuelle belastung und damit ein runtersetzen der oberen grenzfrequenz (und resonanz) der pickups flöten.
da das aber n paar verzerrer vorsehen klingts mit aktivem bass etwas zu spitz

Ganz extrem ist dieser Effekt bei bestimmten, alten fuzz-Schaltkreisen (z.b. fuzz face). Die sind mit aktiv gebufferten Signalen quasi nicht benutzbar.
 
Also ganz ehrlich: Meiner Meinung nach gehört das Effektgerät GRUNDSÄTZLICH eingeschliffen. Denn nur so kann ich den Effektanteil einstellen. D.h.: Ich habe immer die Möglichkeit, mein Effektgerät im Output herunter zu regeln. Dadurch wird der Direktanteil vom Bass etwas mehr. Sehr sinnvoll ist dieses bei Bodentretern, bei Multieffektgeräten kann der Direkt- oder Effektanteil in den parametern eingestellt werden.
 
Also ganz ehrlich: Meiner Meinung nach gehört das Effektgerät GRUNDSÄTZLICH eingeschliffen. Denn nur so kann ich den Effektanteil einstellen. D.h.: Ich habe immer die Möglichkeit, mein Effektgerät im Output herunter zu regeln. Dadurch wird der Direktanteil vom Bass etwas mehr. Sehr sinnvoll ist dieses bei Bodentretern, bei Multieffektgeräten kann der Direkt- oder Effektanteil in den parametern eingestellt werden.

Unsinn. Es gibt, wie oben beschrieben, genug Effekte, die damit überhaupt nicht klar kommen beziehungsweise dann eher bescheiden klingen. Das ganze kann man einfach nicht so pauschal sagen.
Was bringt mir z.B. ein Fuzz, wenn es einfach nur noch schrill klingt, weil es nicht den Pickup sondern den Amp vor sich hat?
Was bringt es mir, wenn mein Effekt mit dem Pegel im Effectsloop nicht klarkommt und deswegen zerrt?
Und vor allem: Was, wenn der Effectsloop gar nicht ermöglicht das cleane Signal dazuzumischen?
 
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Also ganz ehrlich: Meiner Meinung nach gehört das Effektgerät GRUNDSÄTZLICH eingeschliffen. Denn nur so kann ich den Effektanteil einstellen. D.h.: Ich habe immer die Möglichkeit, mein Effektgerät im Output herunter zu regeln. Dadurch wird der Direktanteil vom Bass etwas mehr. Sehr sinnvoll ist dieses bei Bodentretern, bei Multieffektgeräten kann der Direkt- oder Effektanteil in den parametern eingestellt werden.
Du beziehst dich hier auf parallele Effektwege. Bei Bass-Amps sind die Effektwege allerdings üblicherweise seriell. Damit fällt der Vorteil den du nennst weg...

Zudem ist der Effektweg für andere Pegel ausgelegt als Bodentreter... siehe dune2k.
 
Du beziehst dich hier auf parallele Effektwege. Bei Bass-Amps sind die Effektwege allerdings üblicherweise seriell. Damit fällt der Vorteil den du nennst weg...

Zudem ist der Effektweg für andere Pegel ausgelegt als Bodentreter... siehe dune2k.

Ich beziehe mich hier auf Multieffekt-Geräte. Eigentlich haben alle neueren Bassamps Send und Return-Wege. Da kann man 19"-Effekte wunderbar einschleifen. Ein Vorteil dabei ist auch, dass das lästige Brummen verschwindet. Schalte mal ein Delay, einen Chorus und vielleicht noch nen Fuzz hintereinander und gehe damit in den Amp. Da rauscht und brummt es aber ganz gewaltig. Außerdem hast du bei 19" Effekten den Vorteil, dass du nur einen Bodentreter vor dir hast und nicht eine Ansammlung von kleinen Effekt-Kästen. Ich benutze z. B. ausschließlich Gitarren-Effektgeräte. Die kann man wunderbar für Bass-Sounds einstellen.

---------- Post hinzugefügt um 08:17:59 ---------- Letzter Beitrag war um 08:11:22 ----------

Unsinn. Es gibt, wie oben beschrieben, genug Effekte, die damit überhaupt nicht klar kommen beziehungsweise dann eher bescheiden klingen. Das ganze kann man einfach nicht so pauschal sagen.
Was bringt mir z.B. ein Fuzz, wenn es einfach nur noch schrill klingt, weil es nicht den Pickup sondern den Amp vor sich hat?

Bei Multieffekt-Geräten kann man Pre- oder Post-Amp/EQ usw. programmieren.

Was bringt es mir, wenn mein Effekt mit dem Pegel im Effectsloop nicht klarkommt und deswegen zerrt?

Die meisten Pegel lassen sich aber einstellen. Wenn schon nicht am AMp so doch zumenst am Effekt-Gerät (Input/Output).

Und vor allem: Was, wenn der Effectsloop gar nicht ermöglicht das cleane Signal dazuzumischen?

Normalerweise haben Bass-Amps immer NUR cleane Signale. M.E. wird das Zerren über das Effektgerät erzeugt.
 
Normalerweise haben Bass-Amps immer NUR cleane Signale. M.E. wird das Zerren über das Effektgerät erzeugt.

Es ging - wie gesagt - um das Mischen. Wenn der Effektloop nicht parallel ist, dann kann man nur zwischen Effektgerät ja / Effektgerät nein wählen, was eben manchmal nicht ausreicht, gerade bei Einzeltretern.
 

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