Welcher Synthi?

G
Gulpi
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
22.04.12
Registriert
01.03.12
Beiträge
2
Kekse
0
Hallo zusammen,

nach vielen Stunden Sufen, Lesen, Hören bin ich immer noch nicht schlauer und hoffe auf eure Hilfe!

Ich suche einen Ersatz für meinen guten alten Roand D-20, beim dem leider die Tastatur den Geist aufgibt (hab' ich schon mehrfach auseinandergenommen und gereinigt, aber jetzt scheint er endgültig den Geist aufzugeben). Ich brauche das Gerät für Live Gigs und da überwiegend für Brot-und-Butter Sounds. Am D-20 liebe ich die druckvollen Synth-Sounds und den warmen Klang. Ich hatte angenommen, dass nach über 20 Jahren Entwicklung ein einfaches Gerät neuester Generation ja mindestens so gut klingen sollte wie meine alte D-20 Mühle, aber das war dann wohl nichts. Ich hab' mal einen Yamaha MM6 ausprobiert, und das Ding hat mir überhaupt nicht gefallen. Die Sounds ohne Druck, die Tastatur ganz übel. Jetzt geistern in den Foren einige Alternativen rum, von denen ich nicht weiß ob sie welche sind:

Roland Di/Gi/Stage
Yamaha MOXx
Korg X/M50
Kurzweil PC3
usw.

Könnt ihr mir einen Tip geben? Ach ja: Ich spiele überwiegend Stage Piano (im Proberaum Yamaha P80, zuhause Roland RD700NX) und brauche den Synth als Ergänzung. Hier noch der Vollständigkeit halber der Fragebogen:

(1) Welches Budget steht dir zur Verfügung? (Bitte unbedingt angeben!)
bis ~1000 €
[ ] Gebrauchtkauf möglich

(2) Ist bereits Equipment vorhanden, das weiterbenutzt werden soll?
[ ] ja: ___________________________________ _______________
[ ] nein

(3) Wie schätzt du deine spieltechnische Erfahrung mit Tasteninstrumenten ein?
[ ] Anfänger
[ ] Fortgeschrittener
[x] ambitionierter Fortgeschrittener
[ ] Profi (Berufsmusiker)

(4a) Wo wirst du das Instrument einsetzen?
[ ] Zuhause
[x ] auf der Bühne
[ ] im Proberaum
[ ] im Studio

(4b) Wie oft wirst du es bewegen?
_______bei jedem Gig ...____________________________ _______________

(4c) Welches Gewicht willst du maximal schleppen?
bis zu _10__ kg

(5) Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument (als Klavierersatz, in der Live-Band, als Soundlieferant im Studio, als Alleinunterhalter-Board, ...)
__________Live-Band, Ergänzung zum Stage Piano_________________________ _______________

(6) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
________________Soul/Pop/Rock cover___________________ _______________

(7) Welche Instrumenttypen kommen für dich infrage?
[x ] Klangerzeugung und Tastatur in einem Gerät
[ ] Klangerzeugung ohne Tastatur plus ggf. externe Tastatur (Rack-Expander + MIDI-Masterkeyboard)
[ ] Computer-Software plus ggf. externe Tastatur (VSTi + MIDI-Masterkeyboard)

(8) Welche Tastaturgrößen kommen für dich infrage?
[ ] 25
[ ] 37
[ ] 49
[x ] 61 (Standardgröße Keyboards/Orgeln)
[ x] 73/76
[ ] 88 (Standardgröße Klavier)

(9) Welche Tastaturtypen kommen für dich infrage?
[x ] leicht- bzw. ungewichtet (Standard Keyboards/Orgeln/Synthesizer)
[ ] Druckpunkttastatur (typisch für Sakralorgeln)
[x ] Hammermechanik (wie beim Klavier)

(10) Soll dein Instrument "Spezialist" auf einem bestimmten Soundgebiet sein?
[ ] ja: ___________________________________ _______________
[x ] nein, lieber ein Allrounder

(11) Welche Funktionen sind dir besonders wichtig?
[x ] Standard-Sounds (Piano, E-Piano, Orgeln, Streicher, Bläser etc.)
[ ] Synthese (Soundbearbeitung)
[ ] Sampling (eigene Sounds aufnehmen und spielen)
[ ] Sequencer (Songs aufnehmen und abspielen)
[ ] Begleitautomatik / Rhythmusgerät
[ ] Masterkeyboardeigenschaften (zum Ansteuern anderer Geräte)
[ ] Eingebaute Lautsprecher
[ ] Eingebaute Effekte (falls gewünscht, konkret: __________)
[ ] sonstiges: _______druckvolle Synth Sounds_____________________ _______________

(12) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? (klavierähnliches Aussehen, wohnzimmertauglich etc.)
________________gerne ein kompaktes Gerät___________________ _______________

(13) Sonst noch was? Extrawünsche, Hinweise oder Anmerkungen?
___________________________________ _______________


Besten Dank schon mal im Voraus!
 
Eigenschaft
 
Hey,

also ich kann dir den Kurzwel PC3 wirklich wärmstens empfehlen. Habe damals meinen PC361 neu für 999€ abgestaubt. Nun hab ich festgestellt, dass es den PC3 gar nicht mehr so gibt, sondern den PC3K oder den PC3LE. Wobei ich glaube, dass der Unterschied zwischen den Modellen nur in den Fadern und der Polyphonie liegt... der LE im Gegenastz zu K hat keine Fader, dafür aber Drehregler, 64 Stimmen Polyphonie (K 128). Dafür hat er aber 8 Pads. Der Preis liegt bei erschwinglichen 949€.
Schau mal, ob du ihn irgendwo anspielen kannst. Die Presetsounds sind echt klasse (v.a. die orchestralen Klänge, aber auch die Synthies sind gut und die Vintage-Keys sind in Ordnung), und mit der VAST-Technologie, viel Zeit und dem benötigten Know-How lässt noch mehr rausholen. Hat auch ne eigene B3-Emulation, die KB3, lässt sich durchaus hören.
Man braucht ein bisschen, bis man sich reingefunden hat, aber dann ist alles einigermaßen logisch und konsequent. Hoffe ich konnte dir helfen.

Grüße,

Viktor
 
Den PC3 61 gibt es noch beim Store

http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Kurzweil-PC3-61-Synthesizer-Workstation/art-SYN0003445-000

Hab ihn mir auch letztens gegönnt und bin total zufrieden vom Sound wie auch von der Qualität.
Spiele ihn als Ergänzung zu meinem Rhodes und das funktioniert ganz gut.
Bin gerad erst dabei mich reinzuarbeiten....aber das schafft man (hab ich vorher auch nicht gedacht ;) )

Nur die 10 Kilo Marke kann der Kurze nicht einhalten.
Zu den anderen Modellen kann ich leider nichts sagen.

Gruß
Tobi
 
Nur die 10 Kilo Marke kann der Kurze nicht einhalten.i
Der MoX kann dies (unter anderem ;) )
Aber auch sonst denke ich schon, solltest Du Dich einmal mit dem MoX befassen denn der is wirklich `ne geile Kiste in Sachen Preis/Leistung.
Hilfreich dazu vielleicht für Dich mein Testbericht zum MoX und zwar HIER

Aber letztendlich ersetzt kein Testbericht, keine Empfehlung von anderen das eigene Antesten der unterschiedlichen Keys. Da merkt man dann schon eher wo man gleich von Anfang an "wohl fühlt".
 
Wie sieht's denn bei dem Kurzweil mit der Tastatur aus? Kann die was?

Und generell: habt ihr Erfahrung mit den Geräten im Live-Einsatz? Interessant wären Bedienbarkeit (z.B. Sounds wechseln) und ob der Sound eine ausreichende Durchsetzungsfähigkeit hat. Da ich primär was für den Live Einsatz suche, kann es ruhig etwas deftiger sein. Die hörenswerten Soundbeispiele von Musiker Lanze (s.o.) sind wirklich beeindruckend, ich hab' nur so meine Befürchtungen, dass die Sounds schon zu filigran sind und sich gegen Drums und Gitarren nicht so recht durchsetzen können.

Wie sieht es mit den Roland oder Korg Geräten aus?

Gruß,

Peter
 
Wie sieht's denn bei dem Kurzweil mit der Tastatur aus? Kann die was?

Keine Ahnung, was diese Frage bedeuten soll. Kommt außerdem aufs Modell des PC3 an.

PC361 hat eine Fatar TP-9, das Zweitbeste bei den Synth-Tastaturen überhaupt (die beste ist eine TP-8S, unterscheidet sich aber nur um Nuancen). Gegenüber der D20 eine 100% Verbesserung, kein Vergleich mit der Tastaturen einer MM-6 oder einer Korg M50-61, die genauso gruselig sind wie die der D20. Die größeren PC3-Modelle, also mit 76 Tasten, haben eine TP8-Piano drin, sieht aus wie eine Klaviertastatur, hat aber Federn statt Hammermechanik, mir persönlich zu schwammig, weil der Federdruck mit dem Tastenweg zunimmt, während er bei der TP9 über den ganzen Weg konstant straff bleibt. Muß man mögen. Im PC3LE6 steckt, das ist eine Ausnahme, ebenfalls eine TP8-Piano drin.

D20 druckvoll und warm? Also, ich weiß nicht, da meinen wir offenbar verschiedene Geräte. Ich fand den D20 fürchterlich dünn und steril, genau wie alle anderen kleinen D-Modelle damals. Der D-110 hatte ein paar nette Demos, der Rest dagegen war "fieps-tröt-klicker-röchel" (da steckte überall die gleiche Elektronik drin). Auf den zur gleichen Zeit erschienenen Ensoniq SQ-1/2/R traf die Bezeichnung "druckvoll und warm" wirklich zu, und da hatte ich den direkten Vergleich, mein SQ-R hat die kleinen D-Kisten regelrecht weggeblasen. Der JV-80 später war da schon ein ganz anderes Kaliber, ebenso der JV-1080 (hatte ich lange, konnt ich aber irgendwann nimmer hören).

Yamaha MM ist auch so eine Fiepskiste, zusammengespart weils billig sein soll. Wenn schon, dann eine MO(x) oder gleich ne Motif, da kommt bissl mehr Druck raus. Oder halt ein Kurzweil.
Hatte sehr lange den besagten Ensoniq SQ-R und als der weg war, fehlte immer dieser Soundcharakter, hatte dann zwischendurch mal TS-10/12 etc gehabt. Der PC361 ist der erste Synth, der mir meine alten Ensoniqs prima ersetzen konnte, auch was den wirklich druckvollen, warmen Sound angeht. Hör Dir den mal an, dagegen wird Dir der D20 wirklich wie eine Fiepskiste vorkommen.

Und generell: habt ihr Erfahrung mit den Geräten im Live-Einsatz? Interessant wären Bedienbarkeit (z.B. Sounds wechseln) und ob der Sound eine ausreichende Durchsetzungsfähigkeit hat. Da ich primär was für den Live Einsatz suche, kann es ruhig etwas deftiger sein. Die hörenswerten Soundbeispiele von Musiker Lanze (s.o.) sind wirklich beeindruckend, ich hab' nur so meine Befürchtungen, dass die Sounds schon zu filigran sind und sich gegen Drums und Gitarren nicht so recht durchsetzen können.

Bei Kurzweils brauchst Dir da keine Sorgen zu machen, sowohl vom schnellen Soundwechsel als vom Durchsetzen her. Gibt hier etliche Kollegen, die ihre PC3s live einsetzen, dazu wurde der PC3 schießlich entwickelt. Hat hier einen großen Kurzweil-Thread als Sammelbecken, einfach da mal reinschauen und drin suchen.

Von meiner Seite also auch ein Votum pro Kurzweil PC3(61). Hatte sehr viele Kisten, die hier ein- und ausgingen, mehr Schein als Sein, der PC361 ist einer der besten Synths, die ich je besessen habe, und den geb ich nimmer her.
 
Hi,

Der PC3 ist wie microbug gesagt hat für den Live-Einsatz konzipiert, und das merkt man auch. Bei der Bedienbarkeit heißt das unter anderem, dass es solche Späße hat wie "Sounds bleiben liegen, solange du die Taste nicht loslässt, auch wenn du mittendrin den Sound wechselst". Ebenfalls für den Live-Einsatz gedacht ist der Quick-Access-Modus, wo du pro Seite 10 verschiedene Programme / Setups abspeichern kannst um sie dann mit einem Tastendruck aufzurufen.
Ob sich der Sound sich gegen Gitarre oder Drums durchsetzt, regelt euer Mischer - bzw du - mit dem richtigen EQing, aber das ist eigentlich klar und bei jedem Keyboard so. Das was der PC3 jedenfalls von sich gibt eignet sich hervorragend, um damit zu arbeiten. Bei mir braucht der PC3 sich nicht hinter den anderen Klangerzeugern (XV 5080 und Motif XS Rack) verstecken.
Die Tastatur ist gut (ich spreche von dem PC361), ein guter Kompromiss und fürs orgeln, Piano spielen und synthesizern; für mich mehr als ausreichend (Auch wenn ich für's Piano meistens den Doepfer verwende).

Zu den anderen Geräten, die du genannt hast:
Den Roland D hab ich mal angespielt, hat mich irgendwie nicht so vom Hocker gerissen... der Yahama MM genauso wenig. Da könnte der MO-X schon eher punkten... habe ihn zwar noch nicht gespielt, aber er benutzt soweit ich weiß die Klangerzeugung vom Motif XS, die ist schon okay. KORG X50 ist auch kein Vergleich zum PC3, ist aber (wie der MM eigentlich) auch eine andere Preiskategorie.

Am besten du fährst mal in ein großes Musikgeschäft und hörst dir alle Synths mal in Ruhe an, das hilft mehr als Kaufemfehlungen, die können eigentlich nur eine grobe Richtung vorgeben...

MfG,

Viktor
 
Da könnte der MO-X schon eher punkten... habe ihn zwar noch nicht gespielt, aber er benutzt soweit ich weiß die Klangerzeugung vom Motif XS, die ist schon okay.
Er hat genau die gleichen Preset Voices wie der Motif XS (identischer Wave ROM). Is aber halt "nur" 64 stimmig.
 
Würde vor dem Hintergrund Deines Suchprofils auch den Yamaha MO-X empfehlen. Den D-20 schlägt er um viele, viele Längen.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben