lediglich die Display-Auflösung scheint mir interessant zu sein. Aber wie macht sich das bemerkbar? Wird jetzt alles quasi "halb so groß" auf dem iPad 3 dargestellt, so dass man mehr Platz für Icons etc. hat?
Kurz gesagt:
- An den Größen der dargestellten Inhalte ändert sich rein gar nichts.
- Alle feinen Details (Linien, Buchstaben, winzige Bilddetails) nähern sich dem qualitativen Ideal von echten, gedruckten Grafiken an. Also keine sichtbaren Treppen, Einzelpixel und Schwarze Stege zwischen den Pixeln.
Ein Vorteil ist das vor allem bei vektorbasierten Inhalten wie z.B. Schrift und vermutlich vielen UI-Elemente, die unbegrenzt skalierbar sind.
Alles, was als Pixelbild vorliegt, profitiert nur in dem Fall davon, dass es hochauflösend genug ist. Sprich: ein Foto aus der Digicam mit >3MP profitiert von dem neuen Display, ein 800x600-Bild von einer Webseite wird hingegen exakt so aussehen wie beim alten iPad.
Schau Dir mal kleine Schrift auf dem Bildschirm ganz genau an: Du wirst feststellen, daß die Buchstaben pixelige Treppenkanten haben und Rundungen durch Kantenpixel in unterschiedlichen Graustufen dargestellt, die aus der Ferne betrachtet verschwimmen.
"Echte", gedruckte Schrift hingegen ist immer gestochen scharf und somit weniger ermüdend - und zudem ansehnlicher.
Die Messlatte für Printdarstellungen liegt bei ca. 300 dpi (Pixel pro Inch), das neue iPad erreicht das mit 264 dpi nicht ganz, ist aber so nah dran wie kein anderes Tablet. Lediglich manche Smartphones Töpfen das noch, z.B. Das iPhone mit derzeit 334 dpi.
Ob man das braucht, muss jeder für sich entscheiden - das Display vom 2er ist auch nicht von schlechten Eltern, nur eben pixelig. Es ist auf jeden Fall ein großer Schritt in Richtung ideale Darstellung.