Ansonsten finde ich das gar nicht so sehr OT, wenn sich Pianisten über Blockflöten unterhalten.
Naja, aber das könnte man ja z.B. in auch in einem dementsprechenden Blockflötenthread machen, oder
Und deshalb poste ich auch ein Flockblöden-Video. Man kann nämlich ganz schön abgefahrene Sachen mit dieser durchlöcherten Holzröhre produzieren
Absolut

Ich hoffe auch, dass man meine diesbezügliche - mit einem Zwinkersmiley versehene - Bemerkung nicht als Angriff auf bestimmte Instrumentengruppen verstanden hat.
In letzter Zeit hört man hier öfters: Ich bin Anfänger und ich kann das Stück XYZ komplett spielen, und das nach 3/5/7 Tagen oder Ähnliches.
Das und ähnliches kennt man aus dem Gitarrenbereich auch. Und manchmal ist es auch erstaunlicherweise so. Vielleicht trügt mich auch meine Wahrnehmung (mit der ich allerdings nicht allein da stehe) Die Kinder von heute "erlernen" schneller. Ich brauche gar nicht weit zu schauen. Meine Tochter hat mich sehr schnell auf dem Klavier überholt. Gut, das war jetzt auch keine große Kunst

Aber ich habe nicht -wie sie - mit 17 eine dreisätzige Sinfonie geschrieben. Mein Sohn hat relativ spät mit Gitarre spielen angefangen (mit 12) Nach einem Jahr hab ich förmlich seine Zimmertür aufgerissen, weil ich nicht glauben konnte, dass er da gerade spielt

Beide brauchte ich aber auch nie zum üben anhalten. Sie haben anscheinend meinen natürlichen Ehrgeiz geerbt

Ich denke die "Schnelligkeit" mit der heute gelernt wird, ist eine Kombination aus eigenem Willen, Ehrgeiz, gutem Unterricht, Y-Tube-Vids, DIY-Material und Talent.
Ich beobachte aber auch, dass viele Gitarristen sich nur auf einen, oder sehr wenige Stile einschießen. Z.B. Metal. Kaum einer ist in der Lage auch auf einer akustischen Gitarre brauchbare Töne hervor zubringen. Bei den angehenden Klavierspieler(inne)n beobachte ich, dass vermehrt Popstücke Teil des Unterrichts ausmachen, was dazu führt, dass gewisse Schwierigkeitsgrade oder Hürden, die die klassischen Stücke bieten, schwer oder nicht erreicht werden.
Da frage ich mich, der durch jahrelangen Unterricht und jahrelange harte Bühnenschule gegangen ist bzw. gehen musste: Wie kann so was funktionieren ? Haben diese Leute automatisch den richtigen Fingersatz,
Aus eigerner Erfahrung: Nein
Wie kriegen die das hin irgendwelche 16tel-Läufe mal ebenso vom Blatt zu spielen ?
Auch hier kann ich nur für mich selbst sprechen: Nur mit ganz großem selbstdisziplinarischem Aufwand!
Irgendwie frage ich mich ob ich, sowie viele meiner Kollegen, da irgendwas falsch gemacht haben ?
Nein
Oder spielen diese Leute einfach nur stark vereinfachte Anfänger-Versionen, die über die berühmten Themen einfach nicht raus gehen ? BZW. wie kann jemand, der vom Klavierspielen wenig bis keine Ahnung hat, komplexe Dinge aus Aufnahmen heraushören ?
Das soll sich jetzt nicht überheblich anhören und wenn jemand das wirklich kann; dann: "HUT Ab" ! - ich versteh es halt nur einfach nicht....
Das sind ja mehrere verschiedene Dinge. Es gab schon immer Leute, die gut "was raushören" konnten. Ich selbst zähle zu diesem Leuten. Dafür habe ich meine Schwierigkeiten sofort vom Blatt zu spielen. Und natürlich gibt es heutzutage vereinfachte Notenversionen von div. Stücken. Aber es gibt auf YTube jede Menge Anleitungen auch das komplizierte Zeug zu spielen. Und es gibt nicht weinige, die es schaffen sich da durchzuwühlen. Diese Leute wissen dann halt nicht in welcher Tonart sie spielen, welchen Fingersatz sie gerade benutzen usw. Woher auch? Aber wenn es diesen Leuten auf diese Weise Spaß macht, ist es halt auch okay.
Wenn du denkst du bist gut, geh an eine Musikhochschule und höre mal was da manche Studenten, vorrangig aus osteuropa oder Japan, da son abliefern. Wenn du da mithalten kannst bist du richtig gut
Nunja, zum einen haben diese Studenten eine ganz andere musikalische Erziehung und zum anderen sollte man da auch wirklich differenzieren. Ja, diese Studenten können "gut" Klavier spielen. Aber ich habe schon viele von ihnen gehört, und die meisten sind wirklich sehr virtuos, aber "schön" finde ich das häufig nicht.
Lasst euch nicht verrückt machen. Spiel was ihr wollt wie ihr es wollt !
Falls es dich beruhigt, ich spiele seit ca. 1 Jahr und kann langsam mein erstes Stück
Bin allerdings 50+, bei einem Jugendlichen geht das natürlich viel schneller. Das sehe ich bei meiner Tochter, aber auch die hat für "River flows in you" bereits einige Monate geübt.
Da braucht man sich als Erwachsener wirklich keine Illusion zu machen. Ich kenn soviele, die mit ihren Kindern zusammen anfangen und nach ein paar Monaten die Segel streichen müssen

Das ist aber überhaupt nicht schlimm. Für die Kinder ist das häufig ein Ansporn und oft das erste Mal, dass sie was können, was den Eltern nicht sofort gelingt. Ist trotzdem immer eine Frage wie beide Seiten damit umgehen. Es sollte nicht in einer Art Konkurrenzkampf ausarten.