Ich persönlich besitze einen EB-3 von 71 und kann die Kritik nicht teilen. Meines Erachtens klingt der Bass in allen Einstellungen ohne Einschränkungen brauchbar.
Garantiert würde ich bei einem solchen Bass nicht rumschrauben.
Ich unterscheide schon zwischen Kritik und Ideen dazu, was man besser machen würde. Die alten EB-3 mag ich so wie sie sind, durchaus. Aber weil ich das Instrument kenne, und zwar nicht nur von den paar Minuten beim MusicStore her, habe ich halt so meine Vorstellungen davon, was ich anders haben möchte, bzw. wo Gibson in (nicht nur?) meinen Augen das Potential des Instruments nicht ausreizte.
So viel ist das gar nicht:
Der Bass wäre also m.E. noch besser als er es so schon ist, wenn der Sidewinder einen Ticken mehr Höhen brächte und der Steg-PU in der Position, in der er bei SG-Bass und EB-11 ist. Und wenn beide Tonabnehmer in etwa gleich laut wären.
Und dazu reichen reversible Modifikationen: die Spulen des Sidewinders von seriell nach parallel umlöten (was reversibel ist, ihm einen Ticken mehr Brillianz gibt und ihn leiser macht, ohne dass sich der Charakter grundsätzlich ändert) und den StegPU mit den Polschrauben vom Steg weg montiere (was diesen etwas voller klingen lässt und ebenfalls reversibel ist).
Das sind in meinen Augen sehr behutsame Modifikationen, durch die so ein Bass gewänne, ohne dass sich der Grundcharakter ändert. Wenn ich tatsächlich einen 71er EB-3 besäße, würde ich mir die Schrauberei in realiter vermutlich verkneifen, auf jeden Fall aber auf reversible Modifikationen beschränken - für alles andere ist so ein Instrument viel zu wertvoll.