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Eben ist es immerhin Marketing. Und bis neulich dachte ich auch, wer kann sowas ernst nehmen? Es sollen doch bloß Träume erzeugt werden. Das weiss jeder, und besinnt sich beim Einschalten der Vernunft selbstverständlich. Aber wie das Beispiel Yamaha zeigt, meinen und nehmen es manche ernst, sehr ernst.
Ich bin davon ausgegangen, dass "Knurren" für einen Fender im Allgemeinen der Klang ist, der gewünscht wird. Es ist legendär. Wenn also Fender behauptet, der Bass knurre um so mehr zurück, wie seine Robustheit geprüft wird, dann ist damit so etwas wie ein Einspielen gemeint. Nun mag es nicht das Holz sein das eingespielt werden kann, sondern vieleicht auch die so oft als klangbestimmend erkannte Stahlwinkel-Brücke.
Ich ziehe meine Behauptung also zurück, weil es sich bei der gemeinten Aussage offenbar um einen Teil von Vermarktungstechniken handelt, die ich nicht verstehen kann. Ausserdem behauptet Fender nicht, was sich ändert, wenn der Bass - sie schreiben: "missbraucht" wird. Die Einschätzung, dass es Holzeigenschaften sind, ist meine freie Interpretation, die vieleicht mit meiner technischen Unwissenheit entschuldigt werden kann. Es geht auch nicht ums Einspielen, sondern um eine nicht sachgerechte Behandlung, zu der das Spielen per Definition nicht gehört.
Im Gegenteil behaupte ich, dass Fender-Bässe nicht angezweifelt werden können. Sie sind Teil der Kulturgeschichte, und damit über jede Kritik erhaben. Dass der Ansatz einer Auseinandersetzung mit dieser Ikone nur als "Erguss" abstoßend wirken kann, ist von daher ein völlig gerechtfertigter Hinweis.
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Zum Thema: "Es soll ja sogar international erfolgreiche Musiker geben, die Bass für verzichtbar halten und ihre Musik auch ohne Bass produzieren."
Und ohne e-Gitarristen. Immerhin bleibt das materielle Erbe der 50er Jahre als Teil der Kulturgeschichte uns erhalten. Bitte unverändert!