Fotostory: Leslie Eigenbau

Keine Ahnung... aber einen technischen Redakteur mit Humor haben sie ;)
 
Wie sacht man im Pott so schön? "Ker, watt hab ich mir de Finger gebrochen!"

Ich habe zwar an vieles gedacht bei der Planung der Elektronik-Kiste - aber nicht daran, dass meine Fingerchen beim Montieren da auch noch irgendwo dazwischen passen müssen ;)

Aber es ist (bis auf die NF-Kabel) vollbracht, durchgemessen und kann Montag zur Elektrofachkraft zwecks Erteilung der Absolution (hoffentlich)...

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P.S. - über folgendes Originalzitat aus dem Datenblatt der Relais musste ich doch schmunzeln:

"Bedenken Sie daß ein unqualifizierter Umgang mit Strom Schmerzen, bleibende gesundheitliche Schäden oder Ihren Tod zur Folge haben kann. Zu den Folgen des Todes informieren Sie sich in ihrer Bibel."

Hallo .jens,
bin seit längerem dabei, bei meinem SOLTON die Geschwindigkeitsschaltung umzubauen (Stromlose Fußschalter). Bin kein Elektroniker, aber wenn ich das richtig sehe, schaltest Du mit dem Relais auch die Geschwindigkeit der Motoren? Ich bastle da an einer Platine 'rum, wenn deine Relais bei mir auch funktionieren würden, könnte ich mir viel Arbeit sparen.

Gruß Bobbes
 
Die funktionieren - habe ich im alten Leslie (auch so eine Art Solton-Derivat) schon getestet. Die sind etwas überdimensioniert mit 25A Nennstrom, und dementsprechend nicht ganz umsonst zu haben. Es gibt sie auch ein oder zwei Nummern kleiner - 10A Nennstrom sollten es aber wahrscheinlich mindestens sein (Korrekturfaktor bei induktiver Last und nicht näher bekannter Anlaufstrom...). Ich habe nach Rücksprache mit einem befreundeten Elektriker die 25A-Dinger genommen, um ganz auf der sicheren Seite zu sein. Wichtig ist, dass die Relais einen Nulldurchgangsschalter haben (Knacken im Audiozweig) und für das Schalten induktiver Lasten (Motoren) geeignet sind. Die haben dann einen sog. "Snubber" integriert, der die Stromspitzen auffängt (im Prinzip ein RC-Glied).

Jedes Relais ist für eine Geschwindigkeit zuständig - ein Relais "Fast", eins "Slow". Die 6V DC, die ich zum Schalten benutze, gehen mit + an beide Relais, die Masse (-) geht an den Schaft eines Klinkensteckers und wird dort vom Fußschalter entweder auf den Ring (Slow) oder Tip (Fast) gezogen.
 
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Hallo Jens,
Vielen Dank für deine ausführliche Erläuterung, aber da bin ich zu sehr Laie, um das zu verstehen. Kannst dummir vielleicht die genauen Daten (Hersteller, Modell und Bezugsadresse) geben? Eine Klinkenbuchse dranhängen und die Motoren samt Strom anzuschließen, traue ich mir dann zu.

Momentan baue ich nach einem Bauplan eines kompetenten Kollegen aus einem Nachbarforum, aber das ist für mich eine mords Fummelei.

Gruß Bobbes
 
Da schau her... ich hab sogar noch eine Skizze gefunden ;)

So ist die Schaltung im Leslie (die mechanischen Relais muss man sich durch die SSRs ersetzt denken. Statt der 9V sind es bei mir jetzt 6V, es tut aber auch jede andere Gleichspannung, die in dem Bereich liegt, den das Datenblatt vorgibt):
Motorschaltung1.png


...und der Fußschalter ist wie folgt verdrahtet:
Motorschaltung2.png


Zwei Dinge sind wichtig:
1) bitte mit 230V nicht "basteln", sondern nur mit soliden Vorkenntnissen arbeiten - im Zweifel einen Fachmann fragen / machen lassen. z.B. sind für die verlinkten Relais Anschlüsse mit gecrimpten Kabelschuhen vorgesehen - wer nicht weiß, wie die sauber verarbeitet werden, sollte sich helfen lassen.
2) Bei der Beschaltung des Fußschalters ist es wichtig, dass slow und fast nicht gleichzeitig aktiviert werden können - die Leslie-Motorstacks werden überlastet, wenn beide Motoren gleichzeitig Spannung bekommen. Daran sollte man auch später denken und nicht mal aus Versehen einen anderen Fußschalter anschließen, bei dem das möglich ist.
 
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Super, vielen Dank, muss ich mich mit befassen
LG Bobbes
 
So, langsam nähern wir uns dem großen Finale - heute habe ich tatsächlich die (voraussichtlich) letzten Holzarbeiten erledigt.

Bereits letzte Woche hatte ich noch so ein paar Kleinigkeiten erledigt, wie z.B. das "Fach", in dem später der Preamp sitzen wird. Im wesentlichen sind das ein paar Leisten als Führung/Anschlag auf der Unterseite der oberen Schublade:
MB-Leslie-154.jpg
...und ein Holzwinkel an der Seitenwand sowie ein in eine der Leisten eingeschobener Alu-Halter - in das ganze Kostrukt wird dann der Preamp von außen eingeschoben und dann durch die Rückwand fixiert:

MB-Leslie-155.jpg

Dann waren heute die letzten vier größeren Löcher dran, die mit Neutrik-D-Steckern bestückt, später die Kabeldurchführung aus dem mittleren Abteil nach unten bilden, wo der Amp sitzt. 4 Löcher, das bedeutet: 1x Strom (Powercon), 1x NF-Signal (verriegelbare Klinke) und 2x verstärktes Signal (Speakon). Der Verstärker wird mono angefahren (logisch), auf beide Kanäle verzweigt und etwas unkonventionell im Bi-Amping-Betrieb verwendet - je eine Endstufe für Bass und Horn, allerdings mit passiven Weichen (also hinter der Endstufe).

MB-Leslie-156.jpg MB-Leslie-157.jpg

Dann noch ein paar Leisten spendiert, die die Rückwandverschraubung erlauben:

MB-Leslie-158.jpg

Und so sieht das dann später von hinten aus - der Preamp oben fehlt auf dem Bild, der liegt noch im Proberaum. Das Anschlusspanel unten ist allerdings schonmal montiert. Nicht wundern: es sind natürlich 6 Schrauben vorgesehen (siehe Löcher), aber da nach dem Foto alles wieder zum Lackieren auseinandergenommen wird, war ich faul und habe nur eine benutzt... ;)

MB-Leslie-159.jpg MB-Leslie-160.jpg
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Damit bleiben jetzt noch als nächste Schritte:

- Verfüllen der Poren in den Louvres
- Lackieren, lackieren, lackieren,... (das wird wohl eine Weile dauern, sind noch einige Flächen, mit 3 Schichten und Zwischenschliff etc...)
- Mechanik einbauen und justieren
- Elektrik einbauen
- Audiohardware einbauen und Frequenzweiche abstimmen.

...und als Schmankerl habe ich mir heute gerade ein schönes maßgeschneidertes und gepolstertes Kunstleder-Cover bestellt, damit das gute Stück dann auch beim Transport gut eingepackt werden kann.
 
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Verfüllen / spachteln der "Kampfspuren" vom Fräsen der Louvres: einiges ließ sich ja schon wegschleifen. Die übrig gebliebenen Poren fülle ich nach erfolgreichen Vorversuchen mit Holzkitt auf Wasserbasis auf. Sieht schon ganz gut aus (vorher / nachher):

MB-Leslie-161.jpg MB-Leslie-162.jpg

Der leicht gelbliche Farbstich verschwindet noch: zum einen wird das ganze nochmal beigeschliffen, d.h. der Kitt bleibt nur da sichtbar, wo vorher wirklich ein Loch war, nicht drumherum. Und selbst wenn dann die vormaligen Löcher einen etwas anderen Farbton haben als das Holz - es wird immer noch besser aussehen als die "Krater".
Zum anderen habe ich bei meinen Vorversuchen gesehen, dass nach Schleifen und Lackieren der Farbton des Kitts nahezu nicht mehr vom Holz zu unterscheiden ist. ;)
 
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So, nachdem bei den letzten Teilen der Grundschliff erledigt ist, kann es endlich losgehen:

MB-Leslie-163.jpg

Bitte Daumen drücken, dass das Finish so wird, wie ich es mir vorstelle...! ;)

Ach ja, und diese Woche ist das bestellte Kunstleder-Cover von C&C angekommen - passt perfekt. Dort, wo das Griffloch ist, wölbt sich der schmale Streifen noch etwas nach oben, das kann aber eine Nachwirkung des zusammengefalteten Transports sein. Ich denke, das wird sich mit der Zeit noch "glatthängen".

MB-Leslie-164.jpg MB-Leslie-165.jpg
 
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Während eine Lackschicht nach der anderen trocknet (ca. die Hälfte aller Sessions habe ich geschafft), war ich nicht ganz untätig.

Zum einen habe ich mich nochmal den Motoren gewidmet: Upper und Lower-Stack muss ich tauschen, weil die Anschlussleitungen recht unterschiedlich lang sind (und damit für den ehemals oberen Motorstack zu kurz). Das bedeutet: bei den Slow-Motoren muss ich jeweils das Federpaket tauschen (von hängend auf stehend und umgekehrt). Kein Problem, denn jetzt, wo die Motoren eh noch ausgebaut sind, ist sowieso ein guter Zeitpunkt, um nochmal alles zu reinigen und neu zu ölen.

MB-Leslie-166.jpg MB-Leslie-167.jpg

Zum anderen habe ich mir aus dickem Moosgummi noch ein paar "Extensions" für einige Grommets geschnitzt - der Grund ist einfach: Zwar sind die meisten Grommets noch schön weich, aber einige davon sind etwas "platt" und haben wegen der dann zu langen mittleren Alu-Hülse etwas Spiel. Bis ich neue Grommets besorgt habe, verhindern die "Zusatzgrommets", dass irgendwelche losen Unterlegscheiben Geräusche machen. Als Zusatznutzen verspreche ich mir davon, dass der untere Motor etwas weicher aufgehängt sein wird als nur mit den Grommets - den verschraube ich ja im Gegensatz zum Original an drei und nicht nur zwei Punkten, weil mir die Blattfeder etwas schwach erscheint für einen liegenden Transport.

MB-Leslie-168.jpg MB-Leslie-169.jpg

Bevor ich neue Grommets bestelle, sammle ich erstmal noch, was möglicherweise noch so fehlt: Bis jetzt stehen zwei Handvoll Grommets, zwei Federsets für die Slow-Motoren (im Moment: eins selbst gezimmert, eins reichlich ausgeleiert) und neue O-Ringe für die Antriebsscheiben auf der Liste. Wenn mein DIY-Riemenspanner mir am Ende zu unzuverlässig erscheint, gönne ich mir da auch noch einen originalen, mal sehen... Wer eine gute Bezugsquelle in D kennt für derlei Kleinteile: ich bin immer dankbar für Tipps. Bryan Davenport wäre vermutlich sonst mein erster Anlaufpunkt.
 
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Die Schleiferei ist echt eine Geduldsprobe... Es sind doch relativ große Flächen, wenn man es recht bedenkt. Und auf der anderen Seite sehr filigrane Details (Louvres...). Aber: meine Liste mit den noch zu erledigenden Lackierungen und Zwischenschliffen (ohne die hätte ich den Überblick verloren, welches Teil schon wie oft gestrichen wurde...) füllt sich und hat nur noch wenige weiße Flecken.

MB-Leslie-170.jpg

Genaugenommen müssen noch zwei Seiten final geschliffen werden, und dann noch 5 Lackiersessions. Ob das dieses Wochenende noch was wird, ist fraglich - aber es ist Land in Sicht!
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PS: die Ausbesserungen in den Louvres sind leider doch recht deutlich zu sehen. Das liegt daran, dass das Hirnholz durch den Lack stärker nachdunkelt als in der Fläche. Zudem ist beim Spachteln immer recht großflächig um die Löcher herum soviel Holzpaste in die Fasern eingesickert, dass es jetzt leider doch in den Louvres recht "scheckig" ist. Zumindest aber nicht so, dass es von weitem auffällt...

Es zeichnet sich aber immerhin ab, dass der gewählte Parkettlack seinen Zweck, die Oberfläche des weichen Paulownia-Holzes etwas widerstandsfähiger zu machen, durchaus erfüllt. Es ist immer noch weiches Holz, aber die Oberfläche ist nicht mehr so kratzempfindlich wie vorher ;)
 
Grund: Tippfehler
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Es geht nichts über eine gute Buchführung - selbst beim Basteln :great:
 
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So, alle Schleifarbeiten erledigt (hoffentlich...), und die erste der "letzten" Lackschichten ist drauf. Jetzt heißt es warten und Daumen drücken ;)
 
Um die Spannung schonmal rauszunehmen: gut isses geworden ;) (Fotos und Details folgen später...)
Nochmal lackieren muss ich also wahrscheinlich nicht. Die "Schokoladenseite" vorne ist richtig gut geworden - an den Seiten und an einigen anderen Stellen ist es nicht ganz perfekt - ich werde also wahrscheinlich nochmal alles mit feinem Schleifpapier (600 bis 1000) einmal "sachte" abschleifen.

Der Grund: Hochglanz geht mit dem Lack und ohne Lackierkabine eh nicht - dementsprechend haben sich auch ein paar Staubkörner verewigt, die auf jeden Fall noch weg müssen. Zum zweiten hat mir die Optik und Haptik eigentlich nach dem letzten Zwischenschliff (320) schon sehr gut gefallen - eigentlich noch besser als nach der finalen Lackierung. Nur war da der Lack noch zu dünn und an einigen kleinen Stellen wieder (fast) bis aufs Holz runter, das will ich auf jeden Fall vermeiden. Aber insgesamt war das Finish so schon genau richtig - matt glänzend und sehr homogen. Das werde ich mit Glück wieder erreichen, gleichzeitig die wenigen Staubpickel mit wegwischen und die Lackdicke nicht wesentlich reduzieren.

Und dann kann endlich die Montage starten...
 
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Hier die versprochenen Fotos...

MB-Leslie-171.jpg MB-Leslie-172.jpg MB-Leslie-173.jpg MB-Leslie-174.jpg MB-Leslie-175.jpg

Und: in der Tat war mit ein paar sanften Wischern mit der 1000er Schleifpappe das Gröbste an Staubeinschlüssen weg. Ich hab hier und da noch etwas nachgearbeitet und nun fühlt es sich wirklich auch edel an. Dass der Lack an den Stellen, wo das Schleifpapier noch etwas zu tun hatte, ganz leicht stumpf/matt geworden ist, stört nicht weiter. Erstmal könnte man das vermutlich noch rauspolieren (bzw. mit einer Silikon- oder Möbelpolitur noch verschwinden lassen), vor allem aber fällt das aus mehr als 30cm Entfernung wirklich nicht auf, weil bei dem offenporigen Holz die Maserung als Oberflächentextur sowieso immer wieder durchkommt (das würde wahrscheinlich auch die nächsten 2-3 Lackschichten noch so bleiben).
Ob ich da nochmal eine Endbehandlung mache (und wenn ja, welche) überlege ich noch. Erstmal ist es jetzt geschützt und reif für die freie Wildbahn, das ist die Hauptsache. Wenn es wirklich noch eine finale Lackierung obendrauf geben sollte, sind Temperaturen über 20°C sowieso besser als das Wetter jetzt (auch wenn mein Keller nicht kalt ist - aber kühler als im Sommer ist es da schon...). Also lasse ich mir mit der Entscheidung noch Zeit und sehe erstmal zu, dass jetzt endlich alle Teile zusammengebaut werden.

Angefangen habe ich da schonmal mit dem Lagerbügel für das untere Lager der Trommel:

MB-Leslie-176.jpg MB-Leslie-177.jpg MB-Leslie-178.jpg MB-Leslie-180.jpg

...und dem einsetzen der Einschlagmuttern, um genau diesen zu befestigen:

MB-Leslie-179.jpg

Dann wird es nochmal spannend - bei der Frage nämlich, wie sauber die Trommel jetzt nach dem Lackieren in den Lagern läuft (ohne Lack saß ja der Bügel sehr stramm auf der Achse), und wie gut ich die Trommel dann ausgewuchtet bekomme. Das werde ich als erstes machen, weil das bei liegendem Leslie am besten geht. Und je weniger Zeug da schon drin ist, umso besser komme ich an alles dran und umso leichter kann man das Ganze auch auf den Rücken, die Seite, wieder auf die "Füße" wuppen, ohne sich die Bandscheiben kaputt zu machen ;)
 
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Also dann: Trommel und Bügel montieren:

MB-Leslie-181.jpg

Hier nochmal die Ansicht im eingebauten Zustand:

MB-Leslie-182.jpg MB-Leslie-183.jpg

Und dann das Leslie auf die Seite legen und auswuchten. Eigentlich müsste man das machen, indem die Trommel mit der Achse auf zwei absolut ebene, gerade Kanten gelegt wird. Das ist aber nicht ganz einfach, dafür eine Vorrichtung zu basteln - also habe ich einfach die Lager genommen, in denen sie sowieso läuft. Dabei allerdings muss ich in Kauf nehmen, dass die Restreibung das ganze Unterfangen mit Geduld zu absolvieren ist. Aber nach ca. 20 Minuten hatte ich das richtige Gewicht - Feintuning muss ich dann vornehmen, wenn der Motor drin ist und man sich das mal dynamisch anschauen kann.
Ich konnte mich zum Schluss nicht ganz entscheiden zwischen 7 Karosseriescheiben (mit Schraube und Mutter 33g) und 8 Scheiben (37g) - ich habe jetzt erstmal 8 genommen. Wenn ich irgendwann merke, dass 7 besser sind, ist es einfacher, eine wieder runter zu nehmen als dann wieder die richtigen Scheiben rauszusuchen... ;)

MB-Leslie-184.jpg

Ganz nebenbei - ich habe gerade noch ein Zitat von mir selbst gefunden, aus Beitrag #11 in diesem Thread:
Wenn das fertige Stück genau wie in der Zeichnung ist, sollten es ziemlich genau 35g sein, die ich zum Auswuchten brauche ;)
I-love-it-when-a-plan-comes-together-300x220.jpg


:D

Als nächstes, bevor dann die Trommel endgültig eingebaut und die Schrauben mit Loctite gesichert werden, muss ich an drei Dinge denken, an die man bei eingebauter Trommel nicht mehr drankommt:

1) den Antriebsriemen nicht vergessen (und Öl, selbstverständlich)
2) die Einschlagmuttern für das Bass-Chassis (check!)
MB-Leslie-185.jpg
3) den Reedschalter für die LED. Leider hat es mir gerade, als ich den einbauen wollte, den alten Reedschalter (nur ein Glasröhrchen - also nicht ein vergossener) in der Hand zerbröselt - da muss ich also erst Ersatz besorgen.

Nun denn. Das hält mich nicht auf ;)
 
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Nunja... Alternativ wollte ich dann mal den Motor einbauen, um einen Test der Trommel zu machen. Sowohl dies als auch der probeweise Einbau des Chassis scheitern vorerst an fehlenden Schrauben der richtigen Länge. Immerhin konnte schonmal sicher stellen, dass der Speaker grundsätzlich passt:

MB-Leslie-186.jpg

...und habe mich dann auf andere Dinge verlegt. Zunächst mal die Buchsen für den Amp (Stromversorgung, Signal, 2x Speakon):
MB-Leslie-187.jpg MB-Leslie-188.jpg

Dann die endgültige Positionierung und Fixierung der "Schaltzentrale":
MB-Leslie-189.jpg MB-Leslie-190.jpg

Und dann schließlich die Montage der Bodengruppe, die ich zum Lackieren abgenommen hatte (dafür waren alle Schrauben da, wie man sieht ;) ):
MB-Leslie-191.jpg MB-Leslie-192.jpg MB-Leslie-193.jpg

Neue Rollen hatte ich mir auch gegönnt, weil ich von dem alten Satz erstens nur eine arretierbare hatte (die Praxis zeigt: zwei sind besser ;) ), und zweitens die Kugellager schon etwas ausgelatscht waren. Leider passen die neuen Rollen nicht ganz in die Bohrungen der alten, weil die Grundplatten etwas kleiner sind. Aber zumindest konnte ich die so verschrauben, dass man die alten Löcher nicht mehr sieht ;)

Und zu guter Letzt habe ich dann noch den Amp eingebaut - und dabei zu meiner großen Freude festgestellt, dass die beiden Speakon-Kabel, die ich noch rumliegen hatte, bereits genau die richtige Länge haben - spart Arbeit :D

MB-Leslie-194.jpg
 
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Hmmm... ich bin seit gestern zum ersten Mal etwas zwiegespalten - mir sind zwei dumme Fehler passiert. Einer ist "gerade nochmal gutgegangen", beim zweiten bin ich mir noch nicht sicher, wie ich das löse.

Aber der Reihe nach:

Zunächst wurde die Verkabelung der unteren Etage vervollständigt - inklusive sicherer Verlegung der Kabel, damit die sich nicht im Rotor verfangen:

MB-Leslie-195.jpg MB-Leslie-196.jpg MB-Leslie-197.jpg

Dann habe ich den zerbrochenen Reed-Sensor ersetzt, die Anschlussbeinchen verlängert und in die dafür vorgesehene Aussparung gesetzt - die Beinchen schauen jetzt oben raus, so wie es sein soll (Bildmitte).

MB-Leslie-198.jpg MB-Leslie-199.jpg

Gute Nachricht vorab: der Reed-Sensor funktioniert einwandfrei und liefert bei jeder Trommelumdrehung kurz ein Signal (über etwa 5-10° Drehwinkel). Die LED werde ich also wahrscheinlich am oberen Ende der Stromtoleranz betreiben, damit die Helligkeit mit den permanent leuchtenden mithalten kann - bei einer Anschaltdauer von nur ein paar Prozent der Zeit pro Umdrehung ist das wohl verkraftbar, der ein paar mehr mA zu geben.

Jetzt kommt allerdings Fehler Nummer 1:

Beim Anzeichnen der Nuten für den Treibriemen ist mir wohl irgendwas verrutscht - eigentlich sollte der Riemen in der Mitte der Nut laufen und zu beiden Seiten 5-6mm Platz haben. Das war schonmal nix:

MB-Leslie-200.jpg

Allerdings passt es so gerade, und der Riemen läuft sauber, ohne zu schleifen. Wenn er das irgendwann doch tut, muss ich wohl oder übel nochmal nacharbeiten - aber erstmal gibt es dafür keinen Grund. Puh... Wäre auch zu blöd gewesen, wenn ich mich ausgerechnet über etwas hätte ärgern müssen, was auf Bild Nummer 200 dieser Story zu sehen ist :D

Dann zum ersten Mal alles zusammenbauen (unten): Trommel, Motor, Riemen etc...

MB-Leslie-201.jpg MB-Leslie-202.jpg

Bei der Höhe der Schublade habe ich mich zum Glück nicht vermessen, da sind genau die paar mm Platz über dem Amp, die ich vorgesehen hatte ;)

Die Elektronik tut auch, was sie soll: Die Relais schalten und der Motor läuft schön ruhig... (slow/fast)

MB-Leslie-203a.jpg MB-Leslie-203b.jpg

Der dynamische Test lief dann auch soweit ganz gut - der Motor lässt sich bezüglich der Riemenspannung schön bequem justieren (Benton empfiehlt ja als Indiz für die ideale Riemenspannung, wenn der Motor beim Beschleunigen der Trommel zwischenzeitlich kurz Schlupf bekommt und der Motor schonmal ganz hochdreht, während die Trommel erst ca. zur Hälfte beschleunigt hat). Nachdem ich dann doch wieder eine Scheibe des Gegengewichts abgenommen hatte, lief dann die Trommel auch mechanisch sehr schön ruhig und leise.

Aber: hier ist Fehler Nummer 2...

Ich habe leider einen Helikopter gebaut - ich werde mal im nächsten Beitrag ein Video versuchen einzubinden. Es macht bei jeder Umdrehung 4 mal vernehmlich "Plopp", und zwar dann, wenn die senkrechten Wände der Trommel an der Stütze des Lagerbügels vorbeikommen - da sind nur wenige mm Platz, und die Luft muss irgendwo hin. :(
Jedenfalls weiß ich jetzt, wofür die Stoffbespannung der Originale da ist, und warum die (Kanten der) Wände der Originaltrommeln leicht gecurvt sind, wie man hier und hier sehen kann. Zwar haben die typischen Leslies alles diesen Bügel nicht (mehr), aber auf älteren Patentzeichungen gab es den noch - ich nehme also an, dass genau dieser Punkt in das Design der Trommel eingeflossen ist, um eben zu vermeiden, dass da zwei parallele Holzflächen sehr eng aneinander vorbei flitzen. Etwas mehr Platz für die Luft und ein variabler Abstand an den Rändern und der Mitte sollte dieses "Blob"-Geräusch eigentlich mindern - zu spät, leider. An der zusammengebauten Trommel möchte ich ungern herumsägen, fräsen oder dremeln. Ich hoffe, dass das später nicht zu sehr stört - sonst muss ich da doch nochmal dran (inkl. nachbeizen, lackieren,...)

Hmpf. Ärgerlich - zumal ich anfangs tatsächlich drüber nachgedacht habe, dieses Feature auch zu imitieren.

Naja. Erstmal gibt es noch ein Bild zum Schluss, nachdem auch der Speaker noch drin ist - und dann versuche ich mal das Video einzubinden...

MB-Leslie-204.jpg
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Ich bin mal gespannt, ob das so funktioniert - ein Vorschaubild sehe ich jedenfalls nicht... Auf Mobilgeräten wird man das "ploppen" nicht hören - mit Kopfhörern und auf größeren Lautsprechern schon. Und ich habe es gestern leider auch sehr deutlich gehört...
 
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Am Desktop mit externen Speakern hört man es deutlich .... wird aber dann wirklich interessant, ob man das im "echten" Betrieb auch noch hört.
 

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