Allround Synth als Ergänzung gesucht

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Moin Forum,

lese seit einiger Zeit hier im Forum mit und freue mich immer über das geballte Wissen hier und die Interessanten Beiträge.
Man kann echt was lernen hier! (nu aber genug geschleimt)

Hab mich auch mal angemeldet, um aktiv am Geschehen teilzunehmen und möchte mit einer Frage im eigenen Interesse beginnen.

Suche einen Synthie als Ergänzung zu meinem Motif XS. Der Motif kann ja schon viel in Sachen Naturinstrumente, die Presets Synths kommen mir persönlich zu kurz und die Möglichkeiten der (live)Bearbeitung ist so dolle nicht.
Musikalisch spiele ich querbeet von Schlager bis Oldie und Charts. Jedoch nur als Hobby, kein Gewerbe. Will also keine Sounds unbedingt neu erfinden.

Habe mich mal ein wenig schlau gemacht und folgende Modelle in die engere Auswahl genommen. Meine Überlegung dazu hab ich mal in Klammern geschrieben.

Evtl. habt ihr ja Anregungen, Tipps oder sogar Katastrophenwarnungen bei den Geräten. Sollte max.61 Taster sein, Budget bis 800,-€.
  • Korg KingKorg (einer meiner Favoriten)
  • Studiologic Sledge (fehlt mir irgendwie das Display/Bedienung gut?)
  • Alesis Fusion (mehr Workstation aber auch als Synth zu gebrauchen?!)
  • Roland V-Synth (die erste Version, die zweite ist über Budget)
  • Technics WSA1 (bitte nicht lachen, fand den Sound gar nicht schlecht)
  • Waldorf Blofeld (Bedienung sagt mir nicht ganz so zu/Mehrfachmenü etc.)
 
Eigenschaft
 
Klanglich finde ich den Studiologic für elektronik sehr toll.

Der Techniks ist ein einzigartiges Vintage gerät was sehr viel charme und klangliche vielfalt durch physical modelling bietet.

Der Korg kling sehr warm und analog. Schön für flächen aber eventuell nicht so durchsetzungsfähig.

Der Alesis Fusion sagt mir persönlich klanglich überhaupt nicht zu. Ist aber reine Geschmackssache.

Der V-Synth ist ein klasse Teil und einzigartig im klang und konzept. Der formant Filter ist echt geil. Gefällt mir auch sehr gut.

Der Blofeld ist sicher nicht schlecht und bietet ja auch sampling option. Bedienung ist ein wenig umständlich.

PS. Herlich willkommen im Forum.
 
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Danke für die Infos!
Sampling ist zwar im Blofeld (optional) und im Fusion drin, ist aber kein muss (mach ich wenn nötig mit meinem Motif)
In den KingKorg Demos klingt der in meinen Ohren nicht nur nach Fläche, hat auch coole Stabs/Leads m.M.n-> nur leider keine FM Synthese.
Live hab ich das Gerät noch nicht gehört. Den V-Synth (erste Generation) bekommt man ja auch günstig. Fand ich auch sehr interessant.
Evtl. kommen ja noch Vorschläge hier :)
 
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In den KingKorg Demos klingt der in meinen Ohren nicht nur nach Fläche, hat auch coole Stabs/Leads m.M.n-> nur leider keine FM Synthese.
Eine richtige 6-OP-Synthese wie im DX7 wird er wohl nicht haben, aber die verfügbaren OSC-Modelle könntest du dir trotzdem etwas genauer anschauen. Etwas ähnliches sollte möglich sein, habe mich aber nicht näher damit beschäftigt. Wenn du nicht selbst schrauben möchtest, dann sollte der Fokus wohl eher auf den Werk-Presets liegen bzw. auf der Möglichkeit welche nachzuladen. Ich habe den KingKorg nur auf der Musikmesse ausprobiert und er hat mir schon ganz gut gefallen. Aber ohne mich intensiv damit beschäftigt zu haben kann ich keine Empfehlung aussprechen, sondern nur sagen, dass ich mich aus deiner Liste bzw. bei diesem Budget wohl für ihn entscheiden würde. ;)
Bzw. ich habe einen Electribe Sampler 2, der angeblich dieselbe Engine haben soll (nicht dieselben Möglichkeiten), und ich finde den Klang ziemlich gut - frisch, sauber, lebendig.
 
Wie beschrieben, wollte jetzt den Sound nicht neu erfinden. Dafür reicht mein Synth Horizont auch nicht aus. Aber paar Filterfahrten und Experimente sollten schon drin sein. Als reine Presetschleuder hab ich das Motif.
Wichtig sind mir Wiedererkennungswerte in Sachen Sound, sowas wie Jump Brass oder Sounds vom D50/M1 sollten schon abgebildet sein.
 
Du könntest eventuell auch nach einem gebrauchten Nord Lead 2 ausschau halten.
 
KingKorg hat ja Regler für Filter etc. Im Prinzip hat der Motif das zwar auch, wenn du aber was anderes willst. Ich würde den KingKorg nehmen, aber wie gesagt, ohne ihn gut zu kennen. Klänge wie D50/M1 sollten auch möglich sein, weil es ja auch digitale Wellenformen und Samples gibt, nur halt nicht der volle Vorrat aus D50 und M1.
 
-> nur leider keine FM Synthese.



...dafür Korg's eigenes Gebräu mit namen 'VPM' - variable phase modulation! ;)
Genau jene ist auch in der Oszillator-Sektion des KingKorgs auf Wellenform-Ebene zu finden. Damit sind durchaus schöne FM-Bell-Sounds machbar! - hier eine Demonstration davon (bei 4:33)

...hier nur ein Beispiel eines Pianos mit VPM-Synthese, aus einem Korg PA-Arranger.

Und auch etwas in D-50-Pad Gefilde vordringen kann man damit.


Der Sledge ist sehr 'hands on', kann Wavetable-Synthese und Samples abfeuern, dafür sind - verglichen mit einem KingKorg - die Modulationsmöglichkeiten stark eingeschränkt (siehe bei 7:00)


Der Technics WSA ist ein schönes Produkt, aber wahrscheinlich nicht so 'hands on', wie du es gerne haben möchtest, ausserdem riecht er halt noch ein wenig mehr nach ROMpler...

...anyway... hier ist ein Demo von unserem geschätzen Musiker Lanze:





Alesis Fusion - Kandidat auf die eierlegende Wollmilchsau (sofern es sie überhaupt je gab...)

Das Problem: Das Ding war buggy from the get-go - also zumindest anfangs; hat sich jetzt (rund eine Dekade später...) dank Firmware-Updates praktisch erledigt, aber der Image-Schaden- bzw. der fahle Nachgeschmack blieb.

Die Möglichkeiten der Modulationsmatrix indes sind schier endlos - dafür ist der 'hands on'-Appeal mit vier Encodern nicht gerade berauschend!


Zum V-Synth kann ich nicht viel sagen, ausser dass es eine wahre 'Loop-Mangling'-Maschine ist. Wenn das dein Metier ist, dürfte es zum V-Synth kaum Alternativen geben...


Wenn es für 800€ irgendwie machbar wäre, würde ich mich vielleicht auch nach einem Access Virus TI umsehen, der mit Ausnahme von Sampling so ziemlich alles kann und auch noch Multitimbralität beherscht.



HTH
:hat:
 
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Hi, ich denke auch der King Kong wäre für dich die passende Wahl. Lg
 
Wie schon geschrieben ist der Korg auch mein Favorit. Was mich "stört" sind diese zergliederten Mini-Displays.

Beim V-Synth hat man einen schönen Touch auf dem man auch mal irgendwas routen kann und die Übersicht behält.

Beim Korg gehen da viele Sachen über Doppelbelegung und Shift Taster. Was meinst Du mit 'Loop-Mangling'-Maschine?

An den Acces TI hab ich auch schon gedacht, schien mir aber nicht so intuitiv und die Tastatur soll nicht gut spielbar sein. Schien mir eher so im Techno/House Klangbereich zu liegen?!

Den Nord Lead hab ich mal in ausprobiert. Die Plastikkiste ist irgendwie nicht mein Geschmack. Auch wenn ich jetzt evtl. daneben liege, gibt es für das Geld woanders vermutlich mehr.

Der WSA steht bei mir auch hinten an, zumal er weder USB noch sonstige Schnittstellen besitzt.

Der Fusion kam in die Wahl, weil er viel bietet für echt ne schmale Mark!
 
Was meinst Du mit 'Loop-Mangling'-Maschine?


...Sample-Loop laden (Drum-Groove, Mönch-Chant, etc.) und durch den Wolf drehen...



und die Tastatur soll nicht gut spielbar sein.

...das wäre mir neu... die Viren haben normalerweise sehr gute Fatar-Keybeds verbaut!


Beim Korg gehen da viele Sachen über Doppelbelegung und Shift Taster.

Das ist u.a. dem Fakt geschuldet, dass der KingKorg bei voller Entfaltung bis zu 12 Oszillatoren erklingen lassen kann.

Vergleiche nun die Grösse mit den drei Oszis des Sledge, bzw. rechne die Abmessungen des Sledge mal auf zwölf Oszis hoch! ;-)
 
Wobei der Roland doch eigentlich auch ganz klassisch drei Oszillatoren nebeneinander hat, die man dann entsprechend weiter modulieren kann. Dieses Loop Schrauben ist mir gar nicht so bewusst.


Die Viren habe ich mal in der Bucht geschaut, selten unter 1200,- als Tastaturversion :(

Wie kommst Du beim Korg auf 12 Oszis? Dachte der hat 3-Oszillator x 2-Timbre ?!
 
Wie kommst Du beim Korg auf 12 Oszis? Dachte der hat 3-Oszillator x 2-Timbre ?!


...schon in der Oszi-Sektion gibt's sogenannte "Dual OSC" Wellenformen als Saw-, Square-, Tri- und Sine-Varianten. :) (...und JA! - man kann sie auf Oktaven/Intervalle stimmen!)


...d.h. 2-Oszillator-Wellenform x 3 Oszillatoren x 2 Timbres ...zwölf Oszis. ;)
 
Im Unison Modus ist der King Korg mit seinen 12 gleichzeitig feuernden Oszis der King ;)

Klingt da richtig Fett.
 
...muha... wenn es nur der Unison-Voice-Modus wäre... aber da ist der Spass längst nicht vorbei!

:whistle:



Der Wellenform-Vorrat des KK kennt auch 'Unison OSC' in den vier o.g. Geschmacksrichtungen... :w00t:


Zitat:
"These oscillator types stack five oscillators, each outputting a basic waveform,
and mix the output. You can create thick, rich sounds by playing just a single note."


'Control 1' übernimmt dabei den Detune-Parameter...
"detunes the pitch of the five oscillators.Increasing this value will broaden the pitch difference between the oscillators, creating a thicker sound."



5-Oszillator-Wellenform x 3 Oszillatoren x 2 Timbres ...

...dreissig Oszis. :eek: - ....Muhaha... :evil: :D
 
Ihr scheint mir eindeutig Korg Fans zu sein :D

Wie sich das anhört, kann ich ja nen Haken an meine Alternativen machen ;)
 
Ihr scheint mir eindeutig Korg Fans zu sein :D


...die Nords sind ja auch nett... aber ein NL2 irgendwie 'alt', und ein NL3 einfach nicht im Budget...

...auch der Sledge ist nett, wenn er auch gegenüber dem KK beim 'hands-on' und bei den Wavetables gewinnt, dafür beim Funktionsumfang, insb. Oszis und Modulationsroutings verliert...

...und solange uns Novation eine grössere Version des UltraNovas schuldig bleibt, sind mMn. Sledge und KK die aktuellsten und zugänglichsten noch im Budget befindlichen VA's...


;)
 
Wie schon geschrieben ist der Korg auch mein Favorit. Was mich "stört" sind diese zergliederten Mini-Displays.
Tja - da muss man wohl Kompromisse eingehen... Hier dann z.B. zugunsten des Klangs. Wobei etwas Bedienelemente und Regler usw. hat er schon.
Ich habe mir z.B. vor ein paar Tagen den UltraNova geholt. Naja, GAS und so. :D
Die Bedienung ist bei dem schon ganz gut gelöst, weil das Display bis zu 8 Parameter gleichzeitig anzeigt und darüber 8 Encoder sind, die zudem auch als Taster fungieren können. 8 Taster über dem Display gibt es aber auch.
Außerdem werden per dedizierten Tastern die Funktionsbereiche wie OSC, Filter, ENV, LFO usw. aufgerufen.
Layern ist nur auf der OSC-Ebene möglich, das Ding ist monotimbral, also auch keine Splits, die 3 OSC's lassen sich aber getrennt modulieren - per ENV (es gibt 6!), LFO usw.
Aber: Im Grundsound klingt die Kiste für mich nach Plastik, die Werk-Presets sind für mich kaum einsetzbar.
Mir wird aber im Sequencer-Forum Mut gemacht, dass man aus der Kiste doch was rausholen kann, und die zusätzlichen Patches von der Novation-Website habe ich noch gar nicht ausprobiert. Im Prinzip gehen aber auch so D50-ähnliche Sounds (Digi-Glöckchen mit VA-Fläche - Fantasy - schön! :tongue:), nur für mich halt etwas flach und plastikmäßig im Sound. Außerdem Stereo nicht auf der OSC-Ebene möglich, sondern für die Summe (auch per Modulationen) oder durch Effekte wie Chorus, Delay.
Wegen des Klangs hätte ich lieber den KingKorg genommen, aber ich wollte was kompaktes, und das Bedienkonzept hat mir zugesagt. Naja, jetzt habe ich nun das Ding. Ob ich den KingKorg noch hole weiß ich nicht. Eigentlich habe ich gar keinen Platz dafür. Hätte mein Electribe Sampler 2 nur dieselben Möglichkeiten, weil die Engine soll dieselbe sein. Naja.
 
An den Acces TI hab ich auch schon gedacht, schien mir aber nicht so intuitiv und die Tastatur soll nicht gut spielbar sein. Schien mir eher so im Techno/House Klangbereich zu liegen?!
Zumindest Virus kb und KC haben eine ziemlich gute Tastatur, und der kb liegt locker in deinem Budget. Vom Klang her sagen einige, man muß dem Virus den Trance schon gewaltsam ausprügeln. Würde ich jetzt so nicht unterstreichen, selbst wenn man Presets verwendet.

Der Wellenform-Vorrat des KK kennt auch 'Unison OSC' in den vier o.g. Geschmacksrichtungen... :w00t:
Kurzum: "Unison OSC" ist "SuperSaw" auf Korgisch. (Womit wir wieder bei Trance wären...)


Martman
 
Was mir noch einfällt: Beim Live Spielen möchte man ja die Sounds schnell und gezielt umschalten. Beim KingKorg kann man sich, glaube ich, die Favorites direkt auf die entsprechenden Taster am Bedienpanel legen. Nicht jeder Synth bietet die Möglichkeit zur schnellen und gezielten Soundwahl, außer man macht externe Umschaltung per MIDI.
 

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