Kaufberatung: Workstation/ROMpler als Zweitboard für Coverband gesucht

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Hallo liebes Forum, :hat:

ich bin gerade neu in einer Classic-Coverrock-Band eingestiegen und musste doch sehr schnell einsehen, dass ich nur mit meiner Crumar Mojo 61 und dem kleinen Blofi als Sidekick nicht auskomme.
Die Mojo soll auf jeden Fall das Hauptboard bleiben, damit decke ich schon den Großteil der Songs ab und das look + feel (neudeutsch) passt einfach, aber ich brauche definitiv noch ein potentes Zweitboard, weil a) die Sounds der Mojo beim halbwegs originalgetreuen Covern dann doch nicht ausreichen und ich auch b) bei diversen Songs auf Tastatursplits angewiesen bin.
Da ich keinen Sequenzer benötige, muss ich nicht zwingend eine Workstation sein, aber die meisten Einsteiger-ROMpler sind ja meines Wissens eher 2-fach multitimbral und das reicht nicht.
Der Blofeld dient bei mir derzeit sowohl als Klangerzeuger für VA, als auch als ROMpler (SAMPler) für Arme. Am einfachsten wäre es, wenn ich den mit dem neuen ROMpler ersetzen könnte.

Vom iPad bin ich übrigens kuriert, bitte nicht vorschlagen, das ist nichts für mich...

Was brauche ich also im Detail:
- Brot und Butter-Sounds in guter Qualität (also nicht auf Juno Di-Qualität)
- halbwegs ordentliche Bläser
- wichtig: wegen Schwerpunkt auf 60er+ 70er -> GUTE Mellotronsounds (die üblichen Verdächtigen: Violins, Flute, Choir); derzeit habe ich die im Blofeld laufen, aber das ist nicht der Weisheit letzter Schluss
- Multitimbralität, meistens wird wohl eine einfach splitbare Tastatur genügen, aber manchmal werde ich mehr brauchen, also 4fach sollte es sein.
- Masterkeyboardeigenschaften: ich kenne mich mit Workstations nicht aus; falls es damit möglich ist, nur mit einzelnen Tastatursplitbereich einen externen Klangerzeuger anzusteuern (und mit den anderen interne Sounds), dann wäre das auf jeden Fall ein Pluspunkt. Dann würde ich ggf. den Blofeld im Setup lassen (nimmt ja nicht viel Platz weg), außerdem überlege ich, mir mittelfristig einen Minimoog-Clone zuzulegen - den könnte ich dann auch darüber steuern...
- Tastatur: ich habe ja einen Aftertouch-Fetisch, aber den bekomme ich in der gesuchten Preislage wohl nicht (außer mit dem Studiologic Compact 2(x)). Ansonsten am liebsten leicht gewichtet, Synth-Action ist aber kein KO-Kriterium, aber total schwammig und mies sollte sie nicht sein...
- Samplefunktion brauche ich eher nicht (höchstens für die Mellotronsachen), ONE SHOTs wäre nice to have - da findet sich mit Sicherheit Verwendung für, aber wenn nicht, dann nicht...

Meine bisherigen Kandidaten:

- Roland FA 06:
gebraucht ca. 600 EUR, Mellotron ist wohl ich im normalen ROM kein ordentliches enthalten, es gibt da aber die EXP-02 Erweiterung. Bei 629 Waveforms auf 25 MB weiß ich aber auch nicht, ob das was taugt... kennt die zufällig jemand? Ansonsten wäre ich mit den SN-Sounds glaube ich ganz gut bedient, die ganze olle PCM-Library kenne ich noch vom Juno Di, die könnten die Roländer mal gerne merklich ausdünnen (aber das nur am Rande). Wenn ich recht informiert bin, hat der FA ja auch einen potenten VA an Bord, dann könnte ich den Blofeld auch wieder abstoßen... Kann mir jemand etwas über die Masterkeyboardeigenschaften (s.o.) sagen? Der FA ist natürlich auch schon am Ende seines Zyklus angelangt...

- Korg Kross 2:
spottbillig, ziemlich neu, bin mir über die Qualität des ganzen aber noch nicht im klaren... ist das technisch nur ein Kross 1 in neuem Gewand? Das Display verheißt jedenfalls wenig Spaß beim Schrauben und Editieren... Mellotron-Sounds sind laut waveformliste enthalten, aber die Qualität habe ich noch nicht auschecken können.

- Yamaha MX 49/61:
gebraucht sehr günstig, Tron-Sounds sind drauf... weiß jemand, was die taugen? Kann der externe Klangerzeuger ansteuern? Vorteil wäre die geringe Größe, 49 Tasten würden mir nämlich eventuell schon reichen... ich überlege allerdings, ob nicht bald schon ein Nachfolger als kleiner Bruder des MODX kommen könnte? Die alte Generation (MX, MOXF) finde ich vom Design wegen dieser Kleinteiligkeit der Bedienelemente sehr wenig ansprechend... der ist aber glaube ich auch nur 1-fach splitbar, oder?

- Yamaha MODX 61:
eigentlich habe ich das notwendige Kleingeld dafür gerade nicht, ansonsten ist der natürlich vom Preis/Leistungsverhältnis aktuell kaum zu toppen; FM brauche ich nicht wirklich; nen VA hat der nicht, oder?

Was meint Ihr???

Und: nein, ich werde die Mojo nicht verkaufen und auf einen Nord Stage sparen, danke, nächster Vorschlag! ;)

---

(1) Welches Budget steht dir zur Verfügung? (Bitte unbedingt angeben!)
allerhöchstens 1000 € (der Elektriker will noch Geld, der Maler auch, der GaLa-Bauer, der Fassadenbauer etc.... ich muss ein bisschen sparen gerade)
[x] Gebrauchtkauf möglich

(2) Ist bereits Equipment vorhanden, das weiterbenutzt werden soll?
[x] ja: Crumar Mojo 61, Waldorf Blofeld Desktop (letzterer ist vorhanden, muss aber nicht zwingend weiterverwendet werden)
[ ] nein

(3) Wie schätzt du deine spieltechnische Erfahrung mit Tasteninstrumenten ein?
[ ] Anfänger
[x] Fortgeschrittener
[ ] ambitionierter Fortgeschrittener
[ ] Profi (Berufsmusiker)

(4a) Wo wirst du das Instrument bevorzugt einsetzen?
[x] Zuhause
[ ] auf der Bühne
[x] im Proberaum
[ ] im Studio

(4b) Wie oft wirst du es bewegen?
1x/Woche

(4c) Welches Gewicht willst du maximal schleppen?
bis zu 10 kg

(5) Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument (als Klavierersatz, in der Live-Band, als Soundlieferant im Studio, als Alleinunterhalter-Board, ...)
Naturinstrumente, Splits&Layers, ggf. Synths, ggf. Masterkey

(6) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
Rockcover Schwerpunkt 70er, teilweise 60er/80er und auch ein paar neuere Sachen...

(7) Welche Gerätetypen kommen für dich in Frage?
[x] Klangerzeugung und Tastatur im selben Gerät (Standalone-Geräte)
[ ] Computer + Soundkarte + MIDI-Masterkeyboard (Computer-Software plus separate Tastatur)
[x] Expander + MIDI-Masterkeyboard (Einzelgeräte jeweils für Klangerzeugung und Tastatur)
[ ] Wie oben, aber Expander 19-Zoll-Rack geeignet

(8) Welche Tastaturgrößen kommen für dich infrage?
[ ] 25
[ ] 37
[x] 49
[x] 61 (Standardgröße Keyboards/Orgeln)
[x] 73/76
[ ] 88 (Standardgröße Klavier)

(9) Welche Tastaturtypen kommen für dich infrage?
[x] leicht- bzw. ungewichtet (Standard Keyboards/Orgeln/Synthesizer)
[ ] Hammermechanik (wie beim Klavier)

(10) Soll dein Instrument "Spezialist" auf einem bestimmten Soundgebiet sein?
[ ] ja: ___________________________________ _______________
[x] nein, lieber ein Allrounder

(11) Welche Funktionen sind dir besonders wichtig?
[x] Standard-Sounds (Piano, E-Piano, Orgeln, Streicher, Bläser etc.)
[x] Synthese (Sounds mit subtraktiver Synthese, FM, DSP u.ä. erstellen)
[ ] Sampling (Sounds und Geräusche aufnehmen und triggern)
[ ] Sequenzer/Midi-Recorder (Songs/Performances/Backings aufnehmen und abspielen)
[ ] Audio-Recorder (Audio aufnehmen/laden und abspielen)
[ ] Begleitautomatik / Rhythmusgerät
[x] Masterkeyboardeigenschaften (zum Ansteuern anderer Geräte)
[ ] Eingebaute Lautsprecher
[ ] Eingebaute Effekte (falls gewünscht, konkret: __________)
[ ] sonstiges: ___________________________________ _______________

(12) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? (klavierähnliches Aussehen, wohnzimmertauglich etc.)
wenn's zum Thema Classic Rock passt schön, wenn nicht auch nicht schlimm...

(13) Sonst noch was? Extrawünsche, Hinweise oder Anmerkungen?
___________________________________ _______________
 
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Zwei Überlegungen:

1. Kurzweil PC3 ist für unter 1000€ locker zu bekommen und damit hast du aus meiner Sicht alles was du brauchst. Die Bläser fallen etwas ab, aber die kann man mit ein wenig Arbeit auch auf ein Niveau bekommen, dass man sie in der Band nutzen kann. Da ist die Spielweise entscheidender. Meine Meinung.
2. Du spar noch etwas, tust den Blo an die Sonne guckst nach einem Kronos 61 der ersten oder X serie. Die bekommt man für 1500€, regelmäßig auch schonmal da drunter. 1200€ und 1300€ habe ich auch schon mehrfach gesehen. Damit hast du dann wirklich alles, inklusive dem VA, einen Sampler, der auch nutzbar ist und bist für spätere eventualitäten gut gerüstet.

Ansonsten würde ich von deinen oben genannten vermutlich den MODX nehmen. Aber da fehlt eben nicht viel bis zum kleinen Kronos.

Gruß
Thorsten
 
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Ja, schon einmal vielen Dank für die Überlegungen...

Einen Kurzweil möchte ich ehrlich gesagt nicht so gerne, ich hatte vor einigen Jahren mal den abgespeckten PC3 LE6 und ich bin weder mit den Sounds noch mit der Bedienung wirklich warm geworden.

Kronos hatte ich auch mal kurz überlegt. Ich hatte da Bedenken, weil der Ur-Kronos ja auch schon 8 Jahre auf dem Buckel hat. Ist der technisch noch up-to-date? Und muss man nicht befürchten, dass der so langsam abraucht? Werkelt da nicht ein halbwegs "normaler" PC drin? Ich hatte jedenfalls persönlich noch nie einen PC, der 8 Jahre unbeschadet überstanden hat... oder sind da bei den Kronossen keine entsprechenden Probleme bekannt?
 
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xavier
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Ich hätte jetzt Kurzweil PC 361 empfohlen, gerade wegen der Mellotronsounds, die mMn deutlich besser sind als bei anderen Kandidaten. Aftertouch gibt es auch und eine gute Tastatatur. Gerade als Masterkeyboard herausragend und die Soundqualität ist für mein Empfinden besser als bei günstigen Konkurrenten, vor allem live (im Vergleich hatte ich z.B. Roland Juno G und Yamaha MX).
Die ganzen Billigbretter (Roland FA 06, Korg Krome/Kross, Yamaha MX) haben eher schlechte Tastaturen. Wenn das nicht stört kann man da wahrscheinlich auch zugreifen.
Roland Jupiter 50 würde ich noch empfehlen.
 
mojkarma
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@Archivicious, bei deiner Angst um die Aktualität der empfohlenen Geräte ist es kaum möglich, etwas vorzuschlagen, denn keine von uns hat eine Glaskugel. Und überhaupt, Hand anlegen wirst du selbst müssen. Bei Sounds sind wir halt alle sehr subjektiv.
Der Fa von Roland kann zwei SRX Karten laden. Jede hat 64 Mb an Samplematerial und mathematische Überlegungen in der Richtung "wie viel Mb/Kb ist das pro Sample" sind einfach sinnlos und sagen nichts über die Qualität. Ob ein Nachfolger kommt? Du hast zwei Möglichkeiten. Kaufen oder Warten. Vielleicht wartest du 3 Monate, vielleicht auch 3 Jahre.
Der Fa kann durch die SRX Pakete erweitert werden. Eine SRX Karte ist dediziert für Brass. Das dürfte dich zufrieden stellen, wie aber gesagt, es hängt viel davon ab, wie man es spielt.
Der Kross ist so wie er ist, müsste man probieren. Selbiges gilt für den MX von Yamaha und - noch einmal - niemand weiß wann und falls dieser überhaupt abgelöst wird.
Der MX kann übrigens alle 16 Parts auf einmal spielen ist also keinesfalls bitimbral, aber was nützen dir 4 Parts bei 49 Tasten, außer für Layer. Es könne lediglich nur zwei Parts vom Keyboard aus programmiert werden, aber über den mitgelieferten Editor hat man Zugriff auf alle 16 Parts des Keyboards.
 
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HI ! Schlagt mich nicht, aber ich würde hier auch noch einen Motif XF6 oder XS6 ins Rennen schicken. Sollt preislich hinkommen und klingt immer noch sehr brauchbar.
 
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Ich erwarte durchaus keine Weissagungen über die Zukunft. Ich lege meine Überlegungen dar und freue mich über jeden, der meine Überlegungen kommentiert oder mir seine Überlegungen zu meinen Wünschen und Anforderungen mitteilt.

Ich benötige das Board auch ausschließlich im Live-Kontext. Dass da neue GB-große Samples nicht unbedingt besser klingen als ältere, die ein hundertstel der Größe besitzen, ist mir bewusst, dennoch gibt es da nicht nur subjektive Wahrnehmung zur Qualität, will ich jedenfalls meinen. Aber vermutlich reichen die Sounds der meisten 5-10 Jahre alten Mittelklasse-Synths/Workstations völlig aus - wobei (da sind wir wieder bei der Subjektivität) ich mit den alten Kurzweil Sounds nie wirklich glücklich wurde (obwohl sie ja im Livekontext immer hochgelobt werden).

Der Fa ist ja durchaus aktuell mein Favorit - Nachfolger hieße hier ja auch, dass ich diesen erstmal nur neu bekomme und dann vermutlich irgendwo im Preisbereich des MODX.
Sind die Axial-EXP eigentlich mit den SRX-Boards identisch?

An meinem alten Blofeld Keyboard (auch 49 Tasten) hatte ich bei einzelnen Songs öfter drei Tastaturbereiche gesplittet, vier zugegebenerweise nur selten, dann auch eher mit Effektsounds. Aber du hast schon recht - es dürfte sich als unnötige Selbstbeschränkung herausstellen. Von Gewicht her macht es bei einem Plastikbomber auch nicht wirklich einen merklichen Unterschied.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
HI ! Schlagt mich nicht, aber ich würde hier auch noch einen Motif XF6 oder XS6 ins Rennen schicken. Sollt preislich hinkommen und klingt immer noch sehr brauchbar.
Können tut der's bestimmt noch und ich will's auch nicht von vornerein ausschließen, aber lieber wäre mir etwas leichteres. Ist zwar für live, aber nicht im Sinne von Welttour und built-as-a-tank, also kann es ruhig mehr Plastik sein...
 
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Ich würde auch uneingeschränkt einen PC3 empfehlen, aber wenn Dir Kurzweil nicht gefällt...
Einen MX49 hab ich mal im Laden angetestet, den fand ich von den Sounds schon recht cool, vor allem die Brass Sounds. Aber die Tastatur war unterirdisch. Zu Mellotron und Masterkeyboard-Eigenschaften kann ich leider nichts sagen.
 
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xavier
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Die Mellotron-Sounds vom Yamaha MX sind mies. Am besten sind hier meiner Meinung nach Kurzweil und Nord. der Microkorg XL+ hat auch einen schönen Mellotronsound.
Bei Yamaha und Roland ist mir da noch nie was besonderes aufgefallen.

Das Einsteiger-Rompler überwiegend nur 2-fach multitimbral sein sollen kann ich nicht bestätigen. Ich gehe davon aus, dass das ebenso wenig ein Problem sein dürfte wie ungenügende Masterkeyboardfähigkeiten.

So schlecht würde ich den Roland Juno Di übrigens auch nicht einschätzen. Sonst würde z.B. Cory Henry den wohl auch nicht benutzen: https://www.youtube.com/watch?time_continue=129&v=A07PEALVTT8

Als Einsteiger ist man meines Erachtens gut beraten nicht mit zu vielen Keyboards und einer zu großen Soundauswahl zu starten. Das erschlägt einen eher und führt dazu, dass man zu viel Zeit in Überlegungen steckt welchen Sound man von welchem Keyboard verwendet. Ich würde mir daher gar keine Gedanken machen ob man noch Zugriff auf zahlreiche Soundlibraries hat, sondern mich eher beschränken. Roland FA oder der Yamaha MX haben von Haus aus schon so viele Sounds, dass man damit locker alles erschlagen kann. Bei einer Classic-Coverrockband braucht man in der Regel auch keine so große Soundvielfalt, wie z.B. bei einer Tribute-Band.
 
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So schlecht würde ich den Roland Juno Di übrigens auch nicht einschätzen. Sonst würde z.B. Cory Henry den wohl auch nicht benutzen: https://www.youtube.com/watch?time_continue=129&v=A07PEALVTT8
https://www.youtube.com/watch?time_continue=129&v=A07PEALVTT8
Hängt natürlich davon ab, wofür man ihn nutzt. Er hat eine ordentliche Batterie an Synthsounds an Bord, aber die Naturinstrumente finde ich eher bescheiden - manche besser, viele schlechter (ich hatte einige Jahre einen, wobei die Tastatur auch nicht gut ist). Was ich eigentlich abschätzig mit "oller PCM-Library vom Juno-Di" meinte, ist, dass da über Generationen von Synths alle möglichen Patches gesammelt und aufs ROM gebrannt werden, egal ob gut oder schlecht, gammeligste GM-Sounds, die kein Mensch heutzutage noch gebrauchen würde, FX-Sounds, einfach alles. (Ist vermutlich bei anderen Herstellern auch so, aber beim Roland VR-09 z.B. ist die Auswahl deutlich besser). Mir wäre es ja auch viel lieber, wenn man von den 2000 Patches 95% aus dem ROM verbannen könnte... siehe auch dein nächster Post.
Als Einsteiger ist man meines Erachtens gut beraten nicht mit zu vielen Keyboards und einer zu großen Soundauswahl zu starten. Das erschlägt einen eher und führt dazu, dass man zu viel Zeit in Überlegungen steckt welchen Sound man von welchem Keyboard verwendet. Ich würde mir daher gar keine Gedanken machen ob man noch Zugriff auf zahlreiche Soundlibraries hat, sondern mich eher beschränken. Roland FA oder der Yamaha MX haben von Haus aus schon so viele Sounds, dass man damit locker alles erschlagen kann. Bei einer Classic-Coverrockband braucht man in der Regel auch keine so große Soundvielfalt, wie z.B. bei einer Tribute-Band.
Da bin ich eigentlich ganz bei dir. In der Hinsicht mag ich das Konzept von Nord, nur das in den Speicher zu packen, was man wirklich nutzen will. Daher hatte ich mir auch die Mojo geholt: Hammond-Clone, 2 Combo-Orgeln, 1 Rhodes, 1 Wurli, 1 Clavi, 1 Piano - das wars (aber um Klassen bessere Tastatur als die Waterfall der Nords, auch wenns eigentlich die gleiche nur modifiziert ist)! Aber ganz komme ich in der Band jetzt einfach nicht damit aus...
Hätte also nichts dagegen, wenn ich mir für das 2. Board nur die fehlenden Patches aufspielen könnte und keine riesigen Libraries, aber das geht bei normalen Romplern ja leider nicht. Geht mir also gar nicht um den Zugriff auf Soundlibraries, damit ich mein 17. Upright Piano draufladen kann sondern nur darum, dass ich alle benötigten Sounds einmal in guter Qualität an Bord habe.
 
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Ich fuerchte wir suchen uns immer wieder Gruende was zu kaufen. Momentan liebäugle ich mit yamaha cp 73, habe mir aber ein Kaufverbot auferlegt.
 
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Ich fuerchte wir suchen uns immer wieder Gruende was zu kaufen. Momentan liebäugle ich mit yamaha cp 73, habe mir aber ein Kaufverbot auferlegt.
Stimmt zwar meistens bei mir, aber jetzt brauche ich zur Abwechslung wirklich was .;)
Ich horte meine Boards ja nicht, sondern verkaufe den alten Kram immer - daher habe derzeit tatsächlich nichts, was ich für meinen Zweck einsetzen könnte...
 
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xavier
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Ich würde das Crumar Mojo als Zweitboard verwenden, d.h. als oberes Board, vorrangig für Orgel- und Clavisounds und darunter eine Workstation mit gewichteter Tastatur kaufen, also z.B. ein Roland FA 08 oder ein Yamaha Moxf8. Gebraucht sind die beide für jeweils unter 1000 Euro zu bekommen.
Das Crumar ist als Hauptboard mit den 8 Sounds und den vergleichsweise geringen Einstellmöglichkeiten im Live-Kontext einfach zu limitiert um als Hauptboard zu funktionieren.
Mit FA08 oder Moxf8 kannst du auch die A- und E-Pianosounds vom Crumar ansteuern. Spieltechnisch bringt es einen weiter, wenn man mit gewichteter Tastatur spielt und das macht auch mehr Spaß, weil man den Klang besser formen kann.
Wahrscheinlich gehen diese Überlegungen in eine ganz andere Richtung als von dir angestrebt, aber vielleicht hilft es ja trotzdem weiter.
 
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Das ansteuern muss man testen, am besten vor dem Kauf.

habe die vox conti mit de Kawai mp 7 angesteuert und fand die dynamikumsetzung nicht gut.
 
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Ich würde das Crumar Mojo als Zweitboard verwenden, d.h. als oberes Board, vorrangig für Orgel- und Clavisounds und darunter eine Workstation mit gewichteter Tastatur kaufen, also z.B. ein Roland FA 08 oder ein Yamaha Moxf8. Gebraucht sind die beide für jeweils unter 1000 Euro zu bekommen.
Hmmm... verstehe deine Beweggründe, aber ich hatte mir auch etwas dabei gedacht, auf die Hammermechanik zu verzichten.
Als Nichtpianist finde ich es ziemlich schwierig, Orgel- und Synthparts auf einer Hammermechanik zu spielen (wobei ich Hammermechaniken von Workstations noch nie getestet habe, die von meinen bisherigen Stagepianos waren mir dafür jedenfalls zu schwer). Daher hatte ich mir extra die Mojo angelacht, da man auf der hervorragenden halbgewichteten Tastatur sowohl super orgeln als auch ziemlich nuanciert E-/A-Pianos spielen kann - zumindest für meine Ansprüche völlig ausreichend.
Von daher wäre das Zweite Board dann auch eher halbgewichtet für Synths und Natursounds und ggf. noch dem einen oder anderen zus. E-/A-Piano.
Das war für mich der Kompromiss, um auf keinen Fall mehr als 2 Boards im Setup zu haben, denn eine Hammermechanik/Clonewheel-Kombi hat mich bisher noch nicht überzeugt, und eine für meine Zwecke geeignete leicht-/halbgewichtete Clonewheel-/Synth-/Natur-Kombi hatte ich auch nicht auf dem Schirm. Klar, Kronos 61 hätte da sicherlich funktioniert (ich schätze mal, die CX3-Engine kann mehr, als bei der Vox Continental gezeigt), aber so weit hatte ich damals noch nicht gedacht.
Das Crumar ist als Hauptboard mit den 8 Sounds und den vergleichsweise geringen Einstellmöglichkeiten im Live-Kontext einfach zu limitiert um als Hauptboard zu funktionieren.
Hängt natürlich immer von den Anforderungen ab, aber für den jetzigen Einsatzzweck ist es in der Tat nicht ausreichend.
Wobei ich weiterhin sagen würde, dass ich rein mengenmäßig 75% der Anforderungen damit gedeckt bekomme (ich muss nicht in 10 Songs 10 verschiedene E-Piano-Sounds auffahren), nur leider nicht alles...und es gibt natürlich auch Songs, bei denen ich schnell zwischen Orgel und Rhodes wechseln muss, da komme ich händisch mit der Mojo auch nicht weit.
Werde mir die Hammermechanisierten Workstations aber auch mal ansehen, vielleicht gibt es da ja Klaviaturen, mit denen ich flexibel arbeiten kann.
 
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Casio px 5 s oder Nachfolger. Wiegt nicht viel, hammermechanik nicht zu schwergaengig.


Oder yamaha modx 8, same.
 
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Hmmm... verstehe deine Beweggründe, aber ich hatte mir auch etwas dabei gedacht, auf die Hammermechanik zu verzichten.
Als Nichtpianist finde ich es ziemlich schwierig, Orgel- und Synthparts auf einer Hammermechanik zu spielen (wobei ich Hammermechaniken von Workstations noch nie getestet habe, die von meinen bisherigen Stagepianos waren mir dafür jedenfalls zu schwer).
Ich kann Xavier‘s Idee nur unterstützen, verstehe aber auch Deine Beweggründe. Doch es gibt für so gut wie jede Workstation auch eine nicht-Hammer Version, 61 oder 76 Tasten, bei Clavia sogar eine 73er Waterfall.
 
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Friesenjörg
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Ich benutze für "Alles-außer-Orgel" einen Korg Krome 88 und bin absolut zufrieden.
Piano, Rhodes und Wurli finde ich persönlich (vor allem im Bezug auf die Preisklasse) wirklich gut. Mit den Tron-Sounds bin ich auch zufrieden, benötige sie zugegebenermaßen aber nicht so oft.
Bläser musste ich zwar im "Baukastenprinzip" einige Einzelsounds schichten, aber das Ergebnis paßt.
Lediglich für "Analog-Sounds" muss man u.U. Kompromisse eingehen, wobei er ab Werk sogar einige "einfache" Sounds (z.B. Flächen) an Board hat, die man gut einsetzen kann.

Dadurch, dass es mit dem neuen Krome ex jetzt einen Nachfolger gibt, sollte der alte gebraucht wohl auch im Preis fallen.
 
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Hmmm... ich glaube, ich schieße mir erst mal einen Einsteiger Rompler à la Juno DS oder Yamaha MX, damit ich erstmal was zum arbeiten habe. Und wenn ich dann mal wieder im schönen Köln bin, gehe ich in aller Ruhe Geräte und Tastaturen ausprobieren.
Würde mich nicht wundern, wenn ich bis dahin merke, dass ich mit nem ollen Rompler EIGENTLICH auch ganz gut auskomme und mir mal wieder viel zu viele Gedanken gemacht habe... :D

Schönen Dank an Euch für den bisherigen Input!
 
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hervshahn
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Ich hätte jetzt mal sofort den MODX6 genannt, wenn der wie von dir gesagt aber eigentlich teuer ist dann evtl ein guter gebrauchter MOXF6....
 

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