Floyd Rose Messerkanten kaputt nach einem Monat?

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Malstra
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Guten Tag zusammen :)

Ich habe mir vor ziemlich genau einem Monat eine Schecter Synyster Custom-S mit Floyd Rose zugelegt. Bis auf die üblichen Einstellereien war ich auch recht zufrieden mit der Gitarre.
Nun ist mir seit einigen Tagen aufgefallen, das wenn ich das Tremolo benutze, die Töne nicht in ihre Ausgangsposition zurückkommen ( beim Runterdrücken bleiben sie tiefer, beim Ziehen höher).
Ein Bekannter von mir der Gitarren beruflich einstellt hat das FR dann mal ausgebaut und meinte das die Messerkanten wohl angeraut wären ( habe es mir selber mal angschaut, der Goldene Lack ( ist ein 1500er FR in gold) ist schon etwas angekratzt)
ER hat mich auch gefragt ob ich an den Bolzen bei voller Spannung rumgeschraubt hätte, das habe ich aber nicht getan... und selbst wenn, ein 350 euro edelstahl FR sollte sowas doch zumindest einmalig verkraften können oder?

Kommt mir aufjedenfall ziemlich komisch vor, habe die Gitarre bei einem Schecter Händler in der Nähe gekauft.. Ich hoffe mal nicht das da das FR jetzt schon kaputt ist... kann mir da jemand eine Auskunft geben? Bin wirklich ein wenig beängstigt, ist ne 1500
euro gitarre und dafür habe ich seeeeeehr lange gespart...

Lieben Gruß,
Lars
 
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Wenn die Gitarre erst einen Monat alt ist, ab zum Händler, reklamieren und gut ist. Ich kenne das FR 1500 nicht, aber länger wie einen Monat sollte das schon halten. Ich würde da selbst jetzt auch nichts mehr einschrauben.
 
Er hat mich auch gefragt ob ich an den Bolzen bei voller Spannung rumgeschraubt hätte [...]
Das war mein erster Gedanke, als ich das Thread-Thema gelesen habe.

[...] das habe ich aber nicht getan...
Gut!

[...] und selbst wenn, ein 350 euro edelstahl FR sollte sowas doch zumindest einmalig verkraften können oder?
Nein, eine so gewaltsame Malträtierung unter voller Belastung durch den Saitenzug muss auch ein Floyd Rose nicht aushalten. Das ist ein Präzisionsgerät, das bei falscher Behandlung Schaden nimmt.
Diese Frage Deinerseits verleitet mich zur vorsichtigen Gegenfrage, ob Du nicht vielleicht doch... also, so ein kleines bisschen... ganz wenig... nur einmal... an den Bolzen geschraubt hast, als die Saiten unter voller Spannung standen?
Die Formulierung "Und selbst wenn [xyz]" ist schließlich meist das Eingeständnis, dass doch [xyz].
 
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Ich wundere mich immer, dass wann immer Metall mit bewegtem Metall in Berührung kommt, das Schmieren selbstverständlich ist, aber ausgerechnet bei Trems nicht(?).
Daher mein Tipp:
Trems von Anfang an immer mit dem fettesten Mittel schmieren. Z.B. Fahrrad-Kettenfett, natürlich sehr plaziert aufgetragen und immer wieder mal erneuert.
Verlängert die Lebensdauer von Messerkanten und Bolzen ins fast Unendliche.
Kann bei Dir evtl. auch noch was retten.
 
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Genau so ist es. Jedes Schmiermittel ist besser als kein Schmiermittel. Da kann auch der Lippenstift der Freundin hilfreich sein...

Ihr habt alle keine Freundin? Dann vielleicht Gänseschmalz aus Muttis Kühlschrank? Dann aber besonders sparsam auftragen wegen der Geruchsbelästigung...
 
Moin!

Ich wundere mich immer, dass wann immer Metall mit bewegtem Metall in Berührung kommt, das Schmieren selbstverständlich ist, aber ausgerechnet bei Trems nicht(?).

Das geht noch weiter... Eigentlich ist eine ideale Materialpaarung ebenso selbstverständlich, aber bei Trems gibts nur undefinierte Legierungen, die schlimmstenfalls für beide Partner identisch sind.

Ist halt eine Gitarre und daher nur "Low End".

Schicken Gruß,
Etna

*edit*
 
Grund: Na, na, na....
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Statler
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Eigentlich sollte das nach ner Zeit wieder stimmstabil werden. Solche Drehungen unter Vollspannung sind Gift, aber auch das Auf- und Abbewegen des FR belastet das Material. Normalerweise "beißt" sich die Messerkante wieder in den Bolzen, nach ner Zeit. Ihr könnt doch nicht ernsthaft davon ausgehen, dass Dive-Bombs und dergleichen keine Auswirkungen auf das Material haben.
Renkt sich wieder ein.
Ansonsten guck dir die Auflageflächen doch mal genauer an. Prüfe ohne Saitenspannung, ob irgendwas nicht stimmt, Spiel usw.
 
Schmieren würde ich die Messerkanten nicht, weil das der einzige Punkt ist, wo die Schwingungen von den Saiten von / zum Body gehen - und ausserdem der einzige Punkt, wo der Saitenzug abgefangen wird. Das könnte den Klang verändern.

Mich wundert, dass der "Gold"-Überzug auch auf den Messerkanten aufgetragen ist (auch auf den Bolzen?). Der ist nicht sonderlich stabil und mich wundert nicht, dass der leidet.

Ich nehme mal stark an, dass du mit der Gitarre so nicht zufrieden bist. Also würde ich versuchen, die zurückzugeben (Vorausgesetzt, du bist wirklich pfleglich mit dem Floyd-Rose umgegangen). Der Laden kann natürlich stattdessen auch eine Nachbesserung anbieten, vielleicht ist dir das sogar lieber. Ich würde dabei nicht auf den Zustand der Messerkanten eingehen, sondern eine reine Zustandsbeschreibung (Floyd Rose kehrt nicht in den Zustand vor dem Wibbeln zurück) abliefern. Dann ist die Wahrscheinlichkeit geringer, sich in Diskussionen zu verwickeln. Wobei ich eh' davon ausgehe, dass die Begeisterung sich in Grenzen hält, wenn du mit der Gitarre wieder auftauchst.
 
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Und falls Du tatsächlich unter voller Saitenspannung an den Bolzen geschraubt haben solltest: In diesem Fall wäre eine Reklamation eine dreiste Unverschämtheit.
 
Und falls Du tatsächlich unter voller Saitenspannung an den Bolzen geschraubt haben solltest: In diesem Fall wäre eine Reklamation eine dreiste Unverschämtheit.

Auch wenn es sinnvoll sein mag, die Saiten zu entspannen, mache ich auch, da Floyd Rose selbst in keiner Weise eine solche Notwendigkeit erklären ("When tuning is complete, check the action of the strings off the neck. If your action is to high or to low, adjust the action with the two rocker screws (bridge pivot screws) using the 3mm Allen wrench. This adjustment will slightly change your tuning") und man diverse andere Videos/Tutorials zT. renommierter Hersteller/Techniker findet, die das ebenfalls vernachlässigen, hätte eine Reklamation unter diesen Umständen mit einer "dreisten Unverschämtheit" recht wenig zu tun und es ist auch anzunehmen, dass dadurch kein übermäßiger Verschleiß entsteht.
 
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Wenn es sich immer wieder verstimmt und überhaupt nicht besser wird, dann ist das Metal nicht hart genug. Bei meiner Schecter war beim 2ten jährlichen Halseinstellen der 6-Kant Kopf ausgeleiert, obwohl ich den Originalschlüssel verwendete. Mir ist sowas bei all meinen anderen Gitarren noch nie vorgekommen.
 
Schmieren würde ich die Messerkanten nicht, weil das der einzige Punkt ist, wo die Schwingungen von den Saiten von / zum Body gehen - und ausserdem der einzige Punkt, wo der Saitenzug abgefangen wird. Das könnte den Klang verändern.

Diesen Einfluss würde ich als höchstens minimal einschätzen. Was soll da passieren? Soll die Dämpfung eines mehreren kg schweren Schwingungssystems durch etwas Kettenfett sich merklich erhöhen und die Gitarre auf einmal kein Sustain mehr haben?
 
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Ich hatte eher den Schwingungsübergang zwischen Messerkante und Bolzen im Auge. Ob das jetzt konkret viel ausmacht, weiss ich nicht. Beachte das "könnte"!

Zumindest hatte @Rockin'Daddy hier mal berichtet, dass die Schmierung einer Rollen-Tuneomatic-Bridge Auswirkungen auf den Klang hatte. Zugegebenermassen ist da die Auflagfläche viel grösser.
 
@Malstra falls sich eine technischen Lösung deines Problems ergibt, wäre ich daran sehr interessiert, da es bei meinem originalen Floyd Rose ebenfalls ähnlich auftritt (leider blieb der Austausch fast aller relevanten Teile (Baseplate (zu Lockmeister), Höhenverstellschrauben, Nut Caps, Federn) ohne Effekt). Bei mir ist vor allem der Downbend problematisch, der Upbend bringt es tendentiell wieder in neutrale Stellung zurück.
 
@Malstra

Kann es seinn, dass deine Federn irgendwo hängen/reiben oder das Erdungskabel im Weg ist?
 
kann mir da jemand eine Auskunft geben?

Das kann per Ferndiagnose und erst recht nicht ohne ein gutes Foto niemand sagen. Unter aufgeraut versteht ja jeder etwas anderes. Auch wär meine Frage, wie schlimm ist es denn tatsächlich ist (also per Stimmgerät gemessen)?

Eine Verstimmung um ein paar Cents ist auch bei dem besten und optimal eingestellten Tremolo normal. Sofern Reibung da ist, und das ist halt physikalisch immer der Fall, wird das Tremolo nach Benutzung nie zu 100% in die Ausgangslage zurückkehren (zu 99,5% vielleicht schon, aber nie zu 100%). Nur ist das in den meistens Fällen ausreichend gering, sodass man das nicht hört, und die Verstimmung vielleicht ein Strich auf dem Stimmgerät bedeutet.

Kommt allerdings eine schlechte Einstellung dazu, kann die Verstimmung auch bei einem guten FR hörbar werden. Deswegen wäre meine zweite Frage: Ist es optimal eingestellt? Und das nicht nur parallel zur Längsachse der Gitarre, sondern auch zur Querachse? Die hohen Saiten ziehen ja schwächer als die Tiefen. Wenn im Federfach die Federn mitsamt ihrer Federhalterung auf neutral stehen, werden die hohen Saiten stärker gezogen als sie eigentlich sollten. Das macht auch einen mehr oder weniger kleinen Unterschied aus. Liegt die Verstimmung bei einem Halbton und ist es optimal eingestellt, dann ist wirklich was faul. (Und dann bin ich auch mit meinem Latein am Ende).

Zwar kann man bei 1500€ ein eingestelltes FR erwarten, aber Soll- und Istzustand ist halt nicht dasselbe.

Zum Lack: Jetzt fehlt natürlich ein Foto um sich ein genaues Bild zu machen. So ein paar Mikrodellen würde ich sagen sind relativ normal. Sind das ,,größere" Spuren ist das wieder ein Zeichen darauf, dass die Einstellung nicht gut war. Ist das mit dem Fingernagel deutlich spürbar, dann ist wieder was faul.

Grüße :)

PS: Und mal ne kleine Nebenfrage: Welches Öl benutzen eigentlich die andern zur Tremolopflege, außer das angesprochene Fahrradkettenöl?
 
Am Auflagepunkt der Messerkanten habe ich dieses völlig überteuerte Zeug von Big Bends, zur Pflege vom Rest nehme ich Ballistol.
@Malstra du kannst auch mal bei geschlossenem Klemmsattel Druck auf die Saite zwischen Mechanik und Sattel ausüben. Sollte sich dabei die Saite verstimmen, lässt das Rückschlüsse auf die Funktion von Klemmböckchen/Sattel zu.
 
Die hohen Saiten ziehen ja schwächer als die Tiefen.

Ja, das stimmt zwar aber die Differenz ist normalerweise seher gering. Bei einem 10-46er Saitensatz zieht die hohe e-Saite mit 16,2 lb/in, die tiefe E-Saite mit 17,5 lb/in, wogegen diese bei drop D z.B. mit nur noch 12,8 lb/in ziehen würde.

Die Zugkraft ist also keineswegs direkt proportional zur Saitendicke.

Am Auflagepunkt der Messerkanten habe ich dieses völlig überteuerte Zeug von Big Bends, zur Pflege vom Rest nehme ich Ballistol.

Ballistol ist ok zur Pflege von Metallteilen sofern diese Pflege benötigen, also beispielsweise als Korrosionsschutz, zumal es relativ hautfreundlich ist. Das ist Vaseline aber auch. (wenn ihr so heiße licks spielt dass es Schmauchspuren an der Gitarre hinterlässt, ist Ballistol aber besser ;-))

Spezielle Gitarrenpflegeprodukte bzw. -schmiermittel halte ich für Bauernfängerei. Sie sind entweder in Kleinstgebinde umgefüllte Industrieöle die überteuert angeboten werden, oder nicht mal das und einfach nur unterlegen.

Ich würde an Messerkanten ein druckfestes Fett oder Öl verwenden. Das bekommt Ihr in Eurer KFZ-Werkstatt bestimmt umsonst abgefüllt wenn ihr gute Kunden seid...

Ach ja - weil Fahrradkettenöl erwähnt wurde: Den Liter Rapsöl gibts bei Al-Di für einen Euro. Das kann man auch im 30 ml Fläschchen mit kultigem label im Hardcore-Mountainbikeshop als high performance Bio-Kettenöl für 13,90 € kaufen. Und man kann es als Nahrungsmittel verwenden wenn mal das gute Salatöl alle ist. Ich verwende es in der Kettensäge und wette mal ganz selbstsicher dass die schneller dreht als Eure Fahrradkette.

Würde ich mir auch eher aufs Griffbrett schmieren als "Lemon-Oil", obwohl ich es dafür nicht empfehlen würde.
 
Ach ja - weil Fahrradkettenöl erwähnt wurde: Den Liter Rapsöl gibts bei Al-Di für einen Euro. Das kann man auch im 30 ml Fläschchen mit kultigem label im Hardcore-Mountainbikeshop als high performance Bio-Kettenöl für 13,90 € kaufen.

Solche Sachen kommen halt raus, wenn wundergläugige Konsumenten von der für-mich-das-Beste-Fraktion nicht mehr auf die Inhalsstoffeliste schauen - echt frech.

PS: Ich erwähnte KettenFETT, nicht -öl, weil viel weniger flüssig ist und in der Bolzenkerbe bleibt.

PS 2: Und zur Befürchtung, dass gefettete Trems weniger Schwingungen leiten:
Habe ich bei meinen Gitten noch nie erlebt (aus Erfahrung spricht sich's besser als aus Vermutung!)

PS 3: Wo ist @Malstra ???
 
PS: Ich erwähnte KettenFETT, nicht -öl, weil viel weniger flüssig ist und in der Bolzenkerbe bleibt.
Z.B. Fahrrad-Kettenfett

Sorry, ich kenne Kettenfett aus den 70ern für Motorradketten, aber das musste man erhitzen damit es zwischen Kettenrollen und -laschen einziehen konnte. Dann kenne ich noch Kettenfett für Industrieketten, wie es z.B. bei Hebezeugen Anwendung findet. Beide wären sicher auch für Trems geeignet, wie von Dir empfohlen. Auf Fahrradketten hatte ich in über zwanzig Jahren Radsport immer nur Öle verwendet und mr waren Fette für die Anwendung gar nicht bekannt und ich halte sie dort auch nicht für sinnvoll, eben weil sie nicht zur eigentlichen Schmierstelle vordringen können.

PS 2: Und zur Befürchtung, dass gefettete Trems weniger Schwingungen leiten:
Habe ich bei meinen Gitten noch nie erlebt (aus Erfahrung spricht sich's besser als aus Vermutung!)

Ich glaube da kannst Du ich ruhig auf Deine Ohren verlassen. So hoch ist das Dämpfungsvermögen von Fetten sicher nicht, dass man das hören könnte - solange man nicht einen Streifen Bauchspeck in die Kerben legt.

Trems muss man fetten! Auch bei neuen Gitarren gleich beim ersten setup und zwar an allen Stellen an denen Reibung zwischen Metallen stattfindet. Hersteller sparen mit Fetten damit die Gitarren im Verkaufsraum nicht schmutzig aussehen. Fette kriechen und binden Staub.
 

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