Westerngitarre bis 1500€ Taylor?

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Hallo zusammen,

nach langer Lesephase eröffne ich hier ein neues Thema um Hilfe im Wald der Westerngitarre zu bekommen.
Durch zwei Besuche im Musikladen konnte ich schon ein paar Eindrücke sammeln, die ich unten näher erläutere.

(1) Wie hoch ist das (eingeplante) Budget? Wo liegt die finanzielle Grenze, die auf keinen Fall überschritten werden soll?
Zuerst war das Budget bei bis zu 1000€ mittlerweile ist es bei bis zu 1500€ - Absolute Obergrenze ist 2200/2500€ - aber so viel muss und soll nicht unbedingt ausgegeben werden.

(2) Soll es eine Westerngitarre, Klassische Gitarre, 12-String, oder sonstiges sein?
WESTERNGITARRE

(3) Welche Arten des Kaufs kommen in Frage? Neukauf, Gebrauchtkauf? Internet- oder Ladenkauf? In letzterem Falle: Möchtest du eine Empfehlung für ein Fachgeschäft? Wenn ja, welche Gegend?
Neukauf - Internet möglich aber lieber im Laden - Ladentips brauche ich nicht unbedingt

(4) Wo setzt du das Instrument primär ein (Zu Hause, Bühne, Studio?) und wie groß ist deine Erfahrung mit akustischen Gitarren?
Wo: Zu Hause - Bei Freunden - Auf Reisen
Würde mich schon zu den Fortgeschrittenen zählen - Spiele seit 15 Jahren Gitarre (aber immer mal wieder mit kleineren und größeren Pausen

(5) Suchst du eine Gitarre für einen bestimmten Stil ?
Nein, ein wohlklingender Allrounder soll es sein

(6) Welche Korpustypen / Korpusgrößen kommen für dich in Frage?
Eher die etwas kleineren (keine Jumbo oder Dreadnought) - vorne liegt bisher Grand Auditorium

(7) Welche Sattelbreite würdest du bevorzugen? Gibt es Vorlieben zu Halsdicke oder -form?
Schmal und Dünn - gut bespielbar für kleine Hände

(8) Welche Features sind dir besonders wichtig?
[] Massive Decke
[] Massiver Boden und Zargen
[x] schöner, ausgewogener Klang
[x] sehr gute Bespielbarkeit
[x] Cutaway
[] Tonabnehmer

(9) Hast du Wünsche bezüglich der Holzsorten?
Nicht unbedingt - aber Koaholz gefällt mir optisch und akustisch sehr gut :)

(10) Weitere Wünsche wie Optik, klangliche Eigenschaften (mit Vergleich?) oder sonstiges:
Klanglich soll die Gitarre ausgewogen klingen - nicht zu viele Mitten - Bassbereich sollte nicht zu dünn klingen - klare Höhen
Optisch stehe ich auf unlackierte Gitarren - ich mag es nicht so glänzend - aber die Optik stelle ich erstmal hintenan!



Kleine Chronik meiner bisherigen Suche:

Meine Besuche im Musikladen haben mich bisher auf die Marke Taylor gebracht.
(Wie ich hier gelesen habe sind nicht alle Fan davon und oft wird ein schlechtes Preis/Leistungsverhältnis bemängelt)
Allerdings gefiel mir der Klang ziemlich gut und die Bespielbarkeit war bei allen Modellen echt super.

Zuerst habe ich nachdem ich die Mini-Martins (Ed Sheeran, usw.) ausprobiert habe eine Taylor-Mini-GS in Koa angespielt - diese gefiel mir klanglich super ist mein Kandidat 1
Allerdings sehe ich diese Gitarre (die natürlich Soundeinbußen auf Grund ihrer Größe hinnehmen muss) eher als On-The-Road-Gitarre und Couch/Fungitarre.

Danach bekam ich eine Yamaha (sorry ich weiß das Modell nicht mehr) für ca 680€ in die Hand gedrückt.
Die Gitarre klang mir zu mittenbetont und war gefühlt immer superlaut egal wie ich sie angepielt habe (fehlende Dynamik) - die Yamaha kam nicht richtig in Frage.
Eine Dowina Campus Gace klang echt super für ihre Preisklasse (400€) konnte dann aber nicht mit der Yamaha oder den Taylors mithalten.

Als nächstes spielte ich eine Taylor 114ce (Kandidat 2) an - Für 900€ gut in meinem Budget bis 1000€.
Optisch super - schön bespielbar - klanglich ordentlich - nicht so auffälliger PU (den brauche ich eher selten) - Dynamik (also das die Gitarre die Intensität des Anschlagens wiedergibt) besser als bei der Yamaha.

Ok, man muss ja mal kurz schauen oder besser gesagt hören was in der Preisklasse darüber so geht:
Also habe ich natürlich die 214ce (1200€) (Kandidat 3) gezückt und von dieser Gitarre war ich echt beeindruckt! Bespielbarkeit wie 114
Klanglich nochmal viel besser und differenzierter (man hört die einzelnen Seiten oder Frequenzbereiche heraus) als die 114 - supergeniale Dynamik (die Gitarre gibt die Intensität der rechten Hand genau wieder)
Ich versuch es mal so zu beschreiben: Ab hier klingt die Gitarre nicht mehr nach einem wohlklingenden Kasten sondern nach einer richtigen (hochwertigen) Gitarre.
Optisch ist die 214 leider nicht so schön wie die 114 weil mir die Lackierung der Decke nicht gefällt - ich mag es lieber matt.
Auch das Schlagbrett/Pickguard in braun/rot-meliert gefällt mir leider überhaupt nicht. Das Koaholz an der Seite und der unauffällige PU sind klasse!
(Es war passiert: Die Budgetgrenze wurde spontan angehoben von 1000 auf 1500€.)

Allerdings kann ich mir diesen Soundunterschied zwischen der 114 und 214 nicht erklären, da sich beide in der Specs nicht so viel unterscheiden...
Lag es vllt daran dass bei der 114er die Saiten älter waren oder WARUM war der Klangunterschied so krass???

Abschluss war dann die 314ce (Kandidat 4) (2100€) - vollmassiv - in der besseren Produktionsstätte gebaut - mit Koffer - optisch ein Träumchen mit schönen Bundinlays (keine Dots mehr) - klanglich auch super.
Aber der akustische Sprung von der 214 auf die 314 war nicht so groß wie von der 114 auf die 214.

Sorry für den langen Text, ich bin auf Eure Meinungen gespannt!
Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe :)
 
Eigenschaft
 
Schau doch auch mal hier rein, um dir einige Anregungen zu holen:

https://www.musiker-board.de/threads/westerngitarre-fuer-fingerstyle-bis-zu-2500.683991/
https://www.musiker-board.de/thread...ingerstyle-percussive-budget-max-1000.680642/
https://www.musiker-board.de/threads/neue-oder-gebrauchte-gitarre-bis-2000-larrivee.682034/

eine Taylor-Mini-GS in Koa angespielt - diese gefiel mir klanglich super ist mein Kandidat 1
Allerdings sehe ich diese Gitarre (die natürlich Soundeinbußen auf Grund ihrer Größe hinnehmen muss) eher als On-The-Road-Gitarre und Couch/Fungitarre

Genau. Super Ding für Reise. Hals kann man auch ab machen, falls es mal sein muss. Ansonsten findest du für dein Budget sicher noch besseres.

Ich persönlich bin von den anderen Taylors nicht ganz so überzeugt und würde mir was anderes holen. Aber muss sich jeder selbst ein Bild machen...
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Koaholz gefällt mir optisch und akustisch sehr gut :)

https://www.musikhaus.org/shop/Maestro/i/maestro-raffles-k-csb-a-56415
https://reverb.com/item/6927551-larrivee-l-03-koa-spice-koa-inlays-und-bindings-2017

Oh, da merke ich grad, dass letztere kein Cut hat. Naja, lasse sie trotzdem mal stehen.

--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Allerdings kann ich mir diesen Soundunterschied zwischen der 114 und 214 nicht erklären, da sich beide in der Specs nicht so viel unterscheiden..

Würd ich spontan auf Serienstreuung zurückführen. Wüsste ansonsten nicht, worin die sich signifikant unterscheiden. Aber vllt. weiß ein Taylor-Fan hier mehr.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Klanglich soll die Gitarre ausgewogen klingen - nicht zu viele Mitten - Bassbereich sollte nicht zu dünn klingen - klare Höhen

Da könnte man vllt. auch mal Richtung Palisander schauen.
 
Genau. Super Ding für Reise. Hals kann man auch ab machen, falls es mal sein muss. Ansonsten findest du für dein Budget sicher noch besseres.

Also, den Hals kann bei der Taylor GS-Mini nicht abmachen! Und ich nutze sie auch nicht als Reisegitarre, sondern als vollwertige Akustik. Sie ist nur unwesentlich kleiner als "normale" Gitarren, das zugehörige Gig-Bag ist auch recht voluminös. Ob ich also die Seagull S6 mit zur Probe nehme oder die Taylor - das macht keinen nennenswerten Unterschied.
Und in der Lautstärke ist sie auch nur unwesentlich leiser als die S6.

In meinen Augen ist das mit der "Reise-Gitarre" also eher Marketing. Für mich ist sie eine bezahlbare, handliche Akustik-Gitarre für jeden Tag. Nicht mehr und nicht weniger. Gibt sicher viel bessere (teurere) und auch schlechtere. Mir gefällt sie jedenfalls.


Und mit D.Addario-Saiten klingt sie richtig gut! (Elixir mag ich nicht....)
 
Also, den Hals kann bei der Taylor GS-Mini nicht abmachen!

Das kann man sehr wohl! Ich hatte sie selbst und habe sie für die Reise nach China zerlegt. Korpus in Handgepäck, Hals in anderen Koffer (Gitarrenkoffer in Handgepäck ist Glücksspiel und wollte ich nicht riskieren). Kann man im übrigen meines Wissens bei allen aktuellen Taylors machen.
 
Sie ist nur unwesentlich kleiner als "normale" Gitarren, das zugehörige Gig-Bag ist auch recht voluminös. Ob ich also die Seagull S6 mit zur Probe nehme oder die Taylor - das macht keinen nennenswerten Unterschied.

Das ist ja prinzipiell richtig und in dieser Situation tatsächlich ziemlich egal. Aber: Die GS-mini ist eben zerlegbar und der Korpus passt in einen Koffer, der den offiziellen Maßen der Fluggesellschaften für Handgepäck entspricht. Auf die Seagull und viele andere Gitarren trifft dies sicher nicht zu.

Mir sind so einige faltbare oder zerlegbare Gitarren bekannt, die als Reisegitarren beworben werden, aber außerhalb der Maße für Handgepäck liegen. Das finde ich fragwürdig und da finde ich persönlich die Lösung mit der GS mini besser - auch wenn das Zerlegen und wieder Zusammenbauen ein paar Minuten länger dauert.

Für mich ist sie daher als günstige Reisegitarre optimal, wenn man die Aktion mit dem Zerlegen nicht ständig durchführen muss, also länger an einem Ort bleibt. Bei einem Flug am Tag wäre es sicher auf Dauer nervig.

Bei größerem Budget wäre beim Fokus auf Reisequalitäten für mich noch die Journey OF660 interessant. Damit kann man auch mal paddeln wenns sein muss:

https://journeyinstruments.com/product/carbon-fiber-of660/
 
Zuletzt bearbeitet:
Als nächstes spielte ich eine Taylor 114ce (Kandidat 2) an - Für 900€ gut in meinem Budget bis 1000€.
Optisch super - schön bespielbar - klanglich ordentlich - nicht so auffälliger PU (den brauche ich eher selten) - Dynamik (also das die Gitarre die Intensität des Anschlagens wiedergibt) besser als bei der Yamaha.

Ok, man muss ja mal kurz schauen oder besser gesagt hören was in der Preisklasse darüber so geht:
Also habe ich natürlich die 214ce (1200€) (Kandidat 3) gezückt und von dieser Gitarre war ich echt beeindruckt! Bespielbarkeit wie 114
Klanglich nochmal viel besser und differenzierter (man hört die einzelnen Seiten oder Frequenzbereiche heraus) als die 114 - supergeniale Dynamik (die Gitarre gibt die Intensität der rechten Hand genau wieder)
Ich versuch es mal so zu beschreiben: Ab hier klingt die Gitarre nicht mehr nach einem wohlklingenden Kasten sondern nach einer richtigen (hochwertigen) Gitarre.
Optisch ist die 214 leider nicht so schön wie die 114 weil mir die Lackierung der Decke nicht gefällt - ich mag es lieber matt.
Auch das Schlagbrett/Pickguard in braun/rot-meliert gefällt mir leider überhaupt nicht. Das Koaholz an der Seite und der unauffällige PU sind klasse!
(Es war passiert: Die Budgetgrenze wurde spontan angehoben von 1000 auf 1500€.)

Allerdings kann ich mir diesen Soundunterschied zwischen der 114 und 214 nicht erklären, da sich beide in der Specs nicht so viel unterscheiden...
Lag es vllt daran dass bei der 114er die Saiten älter waren oder WARUM war der Klangunterschied so krass???

Abschluss war dann die 314ce (Kandidat 4) (2100€) - vollmassiv - in der besseren Produktionsstätte gebaut - mit Koffer - optisch ein Träumchen mit schönen Bundinlays (keine Dots mehr) - klanglich auch super.
Aber der akustische Sprung von der 214 auf die 314 war nicht so groß wie von der 114 auf die 214.
Der Klangunterschied zwischen 114 und 214 kann zum einem an der Lackierung der Decke liegen, und zum anderen (wahrscheinlich eher) am anderen Klangholz (Walnuss vs. Koa).

Schau dir doch ruhig mal die 224ce noch an, die hat auch eine Decke aus Koa (die 214ce hat Fichte):
https://www.thomann.de/de/taylor_224ce_k_dlx_2018.htm
Sie hat denselben schmalen Hals wie alle 114er und 214er. Die 314 ist breiter, hast du das beim Spielen gemerkt?

Ich habe lange zwischen der 214ce und der 224ce geschwankt. Letzten Endes hat der Geldbeutel gesiegt und es ist die 214 geworden. Aber die 224 ist definitiv eine tolle Gitarre!

Gruß
Thoralf
 
Das kann man sehr wohl! Ich hatte sie selbst und habe sie für die Reise nach China zerlegt. Korpus in Handgepäck, Hals in anderen Koffer (Gitarrenkoffer in Handgepäck ist Glücksspiel und wollte ich nicht riskieren). Kann man im übrigen meines Wissens bei allen aktuellen Taylors machen.

Da hast Du Recht! Der Hals ist innen im Korpus mit zwei Schrauben festgemacht. Falls der Hals nicht zusätzlich verleimt ist, kann man ihn abschrauben. Das ist bei meiner Seagull S6 genauso gelöst, die kann man für eine Überseereise dann natürlich auch genauso zerlegen. Viele andere Gitarren wahrscheinlich genauso, unabhängig von der Größe.

Ich dachte, wenn wir hier über Reisegitarren reden, eher an solche Modelle, wo der Hals einklappbar ist. Da gibt es ja einiges auf dem Markt, zumindest kennen ich einige Werbeanzeigen aus Musikmagazinen, wo solche Gitarren angeboten wurden. Da konnte man den Hals einklappen (wobei sogar die Saiten drauf bleiben konnten) und nach dem Auspacken einfach wieder auseinanderklappen, Hals einrasten, Stimmen, losspielen. DAS wäre für mich eine Reisegitarre, aber egal.....haben wir ja jetzt geklärt!

EDIT: Hab jetzt erst deinen EInwand mit dem Handgepäck wahrgenommen. Da stimmt, das klappt mit der Seagull dann sicher nicht mehr!
 
Da konnte man den Hals einklappen (wobei sogar die Saiten drauf bleiben konnten) und nach dem Auspacken einfach wieder auseinanderklappen, Hals einrasten, Stimmen, losspielen. DAS wäre für mich eine Reisegitarre, aber egal.....haben wir ja jetzt geklärt!

Ja, das wäre das Optimum, wenn sie denn auch Handgepäckmaße erfüllt. Gibt es aber glaub ich nicht für das Geld der GS-mini.
 
Allerdings kann ich mir diesen Soundunterschied zwischen der 114 und 214 nicht erklären, da sich beide in der Specs nicht so viel unterscheiden... Lag es vllt daran dass bei der 114er die Saiten älter waren oder WARUM war der Klangunterschied so krass???
Mit dieser Frage hat sich (natürlich) schon jemand beschäftigt; das Ergebnis war dieser Artikel.

Das schließt nicht aus, dass die Serienstreuung eine Rolle gespielt hat, und ist ersma nix als eine Meinung - aber vielleicht auch eine Anregung für einen Direktvergleich.

Ansonsten finde ich es immer wichtig zu überlegen, ob eine Gitarre nicht nur beim ersten Kontakt überzeugt, sondern auch auf längere Sicht vom Klang her interessant bleibt.
 
Gerade gesehen..., ja, du kannst davon ausgehen, dass der Unterschied auf das Korpusholz zurückzuführen ist, jenseits aller Serienstreuung (die die Taylor meiner - allerdings begrenzten - Erfahrung nach nicht sonderlich groß ist).
 
Hi,

...natürlich sind Geschmäcker unterschiedlich und auch nicht zu diskutieren!!!!
Dennoch gibt es immer Gründe warum jemand nen gewissen Geschmack hat oder Dinge (in diesem Fall Gitarren) ablehnt.

Ich mag Taylors nicht--das sollte dich in keinster Weise davon abhalten eine zu kaufen, aber ich finde es wichtig dir den Grund dafür zu nennen-vorallem deswegen, weil es um einen Aspekt geht der so einigen Taylor Besitzern mit der Zeit auffällt: die Gitarren klingen zu perfekt! Das ist im Geschäft erst mal sehr beeindruckend und sicherlich der Grund für die Verkaufszahlen des Herstellers.
Dieser ständigen überbordenden Schönheit im Klang kann man sich gar nicht erwehren, sie ist immer da-ne Taylor neigt stark dazu immer perfekt zu klingen, fast egal wie du da grad dranlangst.
Das ist gut für Gitarristen die in jeder Situation (zB für Gigs usw.) wollen dass die Gitarre gut klingt, auch wenn sie selbst mal nicht so gut drauf sind.
Mit der Zeit kann es jedoch vorkommen, dass dich dieser Klang nicht mehr fasziniert und langweilt, da er dadurch auch recht starr ist und ein Stück deiner Ausdruckskraft beim Spielen weg nimmt-hängt natürlich stark davon ab welche Musik du mit der Gitarre spielst.

Ich hatte so manchen Kunden der sich nicht so richtig erklären konnte warum er auf seiner eigentlich so geliebten Taylor nicht mehr so gern spielt-obwohl sie doch (immer) so schön klingt....um dann herauszufinden, dass genau das das Problem ist und eine "leicht zickige" Klänge-Maschine auf Dauer zwar mehr Arbeit erfordert aber inspirierender ist-und vor allem bleibt.

Achte etwas darauf ob das für dich so wirkt wenn du wieder Taylors anspielst.

Ausnahmen (die ich kenne) sind die älteren Mahagoni und Fichtendecken GS Minis.

Der Punkt den ich beisteuern wollte...

Gruss,
Bernie
 
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Vielen Dank für eure Antworten.

Das kann man sehr wohl! Ich hatte sie selbst und habe sie für die Reise nach China zerlegt. Korpus in Handgepäck, Hals in anderen Koffer (Gitarrenkoffer in Handgepäck ist Glücksspiel und wollte ich nicht riskieren). Kann man im übrigen meines Wissens bei allen aktuellen Taylors machen.
Das wusste ich auch noch nicht - echt super! Habe mir mittlerweile eine Mini GS Koa organisiert und bin aber weiterhin auf der Suche nach einer "erwachsenen/großen" Westerngitarre.

Schau dir doch ruhig mal die 224ce noch an, die hat auch eine Decke aus Koa (die 214ce hat Fichte):
https://www.thomann.de/de/taylor_224ce_k_dlx_2018.htm
Sie hat denselben schmalen Hals wie alle 114er und 214er. Die 314 ist breiter, hast du das beim Spielen gemerkt?
Oh schick! Ziemlich dunkel aber werd ich mal antesten beim nächsten Besuch... Das mit dem breiteren Hals hab ich nicht bemerkt :D

Da könnte man vllt. auch mal Richtung Palisander schauen.
Werd ich mir beim nächten Besuch auch mal raussuchen und anspielen.

Ansonsten finde ich es immer wichtig zu überlegen, ob eine Gitarre nicht nur beim ersten Kontakt überzeugt, sondern auch auf längere Sicht vom Klang her interessant bleibt.
Was genau meinst Du damit? Natürlich suche ich Etwas was auf lange Sicht Spaß macht und überzeugt ;)


Hab mir auch vorgenommen bei nächsten Besuch ein paar Exemplare von Furch und Lakewood in die Hand zu nehmen...
 
....der Unterschied zwischen den 100er und 200er Modellen kommt von der Konzeption und Abstimmung. Die 100er hat den straighten unkomplexen Ton einer Einsteigergitarre und erschliesst sich viel schneller-bietet somit mehr "Plug&Play" auch für Einsteiger. Die 200er Serie ist schon komplexer und hat von der Abstimmung her diesen typischen "Taylor 3 D Schönklang", der darüber dann noch variiert und perfektioniert wird.

Es gibt so manchen (guten) Hersteller, der seine Einsteigerserie klanglich so konzipiert um speziell Einsteiger damit anzusprechen-die mit komplexen Instrumenten oft noch nicht so klar kommen.

Was ich vorher ansprach ist wahrscheinlich das, was saitenstauber auch meint wenn er davon schreibt, dass die Gitarre auf lange Sicht vom Klang her überzeugen muss.
 
Vermutlich meine ich das, was Du "Schönklang" nennst; ich habe für mich " Hifi-Klang" als passend empfunden, aber Schönklang (mit Gänsefüßchen) trifft die Sache vermutlich besser: ein exzellenter Klang ... der jedenfalls mich aber auf Dauer wohl nicht überzeugt, weil etwas zu fehlen scheint.

Was mich tröstet: Mir fallen auch nur wenige Leute ein, die als (semi) professionelle Fingerstyler mit einer T auf die Bühne gehen - von den Flatpickern ganz zu schweigen. Und das trotz der über jeden Zweifel erhabenen Bespielbarkeit...
 
Die Ts sind sehr verbreitet bei den Songwritern, an Pickern waren es wohl vor ein paar Jahren noch mehr (mal die alten AMR-Cover ansehen, sind bei mir aber auch aus den Augen).
 
Danke für die sehr bildliche Erklärung Bernie, ich denke ich verstehe was ihr meint :)
Habt ihr anderweitige Empfehlungen im Bereich 1000€/1500€ die ich mir mal näher ansehen/anspielen könnte?
Bin auch nicht unbedingt nur auf Taylors fixiert... Auch nicht zwangsweise auf Koaholz...

Hauptsache eine nicht zu große Gitarre mit schönen, ausgewogenen Klang bei dem die Bässe nicht zu kurz kommen, mit Cutaway und guter Bespielbarkeit.
Optimal dazu wäre noch ein mattes Finish bzw halt das die Gitarre nicht ganz so "glänzend/shiny" ist...
 
...ich finde zB. dass Lakewoods ähnlich ausgewogen klingen wie Taylors, aber dennoch genügend Umsetzung des Spielers zulassen...du wolltest doch eh Lakewood testen. Optimal sind natürlich Gitarren bei denen es genau andersrum geht wie bei den Taylors teilweise...wo der Spieler erst nach ner Zeit entdeckt wieviel mehr noch in dem Instrument steckt als man es beim schon positiven Antesten vermuten konnte.

Gute Erfahrungen was die andauernde Freude und Staunen über ein immer besser werdendes Instrument angeht habe ich zB. mit Eastman Gitarren gemacht, früher auch mal die amerikanischen Guilds, doch auch Lakewoods haben durchaus dieses Langzeits-Zufriedenheits-Potenzial...

Sicherlich gibt´s da noch mehr Hersteller-das sind halt die mit denen ich im Verkauf gute Erfahrungen gemacht habe.
Das ist im Laden natürlich schwierig einzuschätzen, man braucht schon etwas Erfahrung um solche Faktoren gleich tendeziell richtig zu beurteilen...

Gruss,
Bernie
 
Habt ihr anderweitige Empfehlungen im Bereich 1000€/1500€ die ich mir mal näher ansehen/anspielen könnte?

Hast du in die oben verlinkten Threads mal rein geschaut? Es gibt noch eine ganze Menge abseits des absoluten Mainstreams. Die von Bernie genannten. Dann z.B. noch Furch, Larrivee, Duke, Dowina, Avian, Maestro, BSG, Blueridge...
 
Dem kann ich mich nur anschließen. Gerade bei den Vorgaben - außer was die Bespielbarkeit betrifft - würde ich Taylor so eher in die Kategorie der als Letzte in Frage kommenden Gitarren einordnen. Der gewünschte Cut geht zudem fast immer mit einem TA zusammen. Die meisten Gitarristen brauchen den so gut wie nie (auch weil die Gitarren in den hohen Lagen nur selten noch vernünftig klingen), also würde ich mir die Notwendigkeit nochmal überlegen.
 
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... die Gitarren klingen zu perfekt! Das ist im Geschäft erst mal sehr beeindruckend und sicherlich der Grund für die Verkaufszahlen des Herstellers.
Dieser ständigen überbordenden Schönheit im Klang kann man sich gar nicht erwehren, sie ist immer da-ne Taylor neigt stark dazu immer perfekt zu klingen, fast egal wie du da grad dranlangst.
Das ist gut für Gitarristen die in jeder Situation (zB für Gigs usw.) wollen dass die Gitarre gut klingt, auch wenn sie selbst mal nicht so gut drauf sind....

Ich suche gerade das Problem ;)
 

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