Live-Aufbau mit Laptop / Welches Interface?

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AnnaD
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Hallo Forum,

ich beschäftige mich mit einem möglichen Live-Aufbau mit einem (Windows)-Laptop (oder Ultrabook) als Klangerzeuger. Ich habe damit wenig Erfahrung, stelle mir den Aufbau aber nach dem, was ich bisher gelesen habe, so vor wie das Bild im Anhang. Ist das Prinzip so richtig?

Für mich stellt sich nun die Frage nach einem passenden Audiointerface. Was mir dabei wichtig ist: Ich möchte mich natürlich selbst per Kopfhörer abhören können, gleichzeitig aber auch den Kopfhöreroutput vom Mischpult (mit den anderen Instrumenten) verarbeiten. Im besten Fall mit einem Regler, um das Mischverhältnis der beiden Quellen flexibel einstellen zu können. Außerdem sollte das Interface für den Fall der Fälle auch Midi-In und -Out-Anschlüsse haben. Habt ihr Tipps?

Vielen Dank :)
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Was ist denn derzeit an Equipment für dein Setup konkret vorhanden?

Gruß Claus
 
Für diesen Aufbau ist noch nicht viel vorhanden, ich möchte mich komplett neu aufstellen. Was das Keyboard angeht, muss ich mir noch weiterführende Gedanken machen. Beim Laptop neige ich zu einem Pro Audio Ultrabook von Digital AudionetworX. In-Ears von Ultimate Ears sind vorhanden. Mischpult auch, da kann ich aber gerade keine genaueren Angaben machen.
 
Mir ist bei Mixer, Interface und Laptop nicht klar, welche Funktionen die Geräte für dich jeweils erfüllen sollen.
Der Laptop nur als "Live Klangerzeuger"? Da wäre je nach gewünschtem Klangspektrum ein Synthesizer oder Stage Piano (im weitesten Sinn) die Alternative und würde natürlich auch als Keyboard dienen.

Der konkrete Verwendungszweck bestimmt beim Interface und beim Mxier die Art, die Kanalanzahl, die Funktionen der Klangregelung und des Routings.
Soll der Mixer analog oder digital sein, ein Livemixer mit Verstärkung oder ohne sein, welche Instrumente und wieviele Mikrofone sollen angeschlossen werden...
Je nach tatsächlichem Bedarf gibt es integrierte Lösungen von Mixer, Interface, Verstärkung samt digitalem Mehrspuraufnahmegerät.
Nach deiner Skizze müsste das Recording im Laptop stattfinden (MIDI, Audio, beides?), allerdings sind die "Pfeile" der Signalwege dann so nicht ganz stimmig.

Mit dem Kopfhörer kannst Du allen verschiedenen Punkten deines Setups abhören. Es kommt halt darauf an, was genau zu hören sein soll.

Was fehlt ist die Wiedergabe, sprich Aktivboxen bzw. Live-PA. Auch da gibt es integrierte Lösungen, also samt einfachem Eingangsmixer und Verstärkung sowieso.

Gruß Claus
 
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Ja, du hast recht. Da fehlen noch Informationen, entschuldige. Ich überlege, dieses Settings in meinen Bands (PopRock & Melodic Rock) zu verwenden. In beiden ist bereits Mischpult (für alle Instrumente) und PA vorhanden. Mit meinem aktuellen Eqipment (Motif XS) bin ich immer mit Klinkenkabel dort angeschlossen gewesen. Ich bin nun auf der Suche nach Equipment, das ich in beiden Proberäumen, live und auch zu Hause verwenden kann. Wichtig ist für mich, dass ich das Equipment gut transportieren kann, wenn nötig auch im Bus. Daher möchte ich an alle Einsatzorte Master-Keyboards stellen und den Rest (Laptop + Audiointerface ) zum jeweiligen Einsatzort mitnehmen. Die Master-Keyboards sollen dabei wirklich nur als Input dienen, die komplette Klangerzeugung soll der Laptop mit VSTs und im Zusammenspiel mit einem Audiointerface übernehmen.

Konkret auf deine Fragen bezogen: Auf ein klangerzeugendes Keyboard möchte ich zugunsten klangerzeugendem Laptop + Interface verzichten. Standard-Mischpulte sind jeweils schon vorhanden, Audiointerfaces sind da nicht integriert. Es geht mir tatsächlich gar nicht ums Recording, sondern in erster Linie um ein Live- bzw. Proberaum-Setting. Aufnahmen müssen mit meinem Equipment nicht stattfinden.
 
Ich möchte mich natürlich selbst per Kopfhörer abhören können, gleichzeitig aber auch den Kopfhöreroutput vom Mischpult (mit den anderen Instrumenten) verarbeiten
Üblicherweise kommt der Monitorsound immer vom Mischpult, wo du ja auch "dabei" bist und je nach Pult (Digital) kannst du (oder der Mischpultmensch) dir einen freigestalteten Monitorsound (Keyboard bitte lauter...) machen.
Sofern einfache Analogmixer am Start sind und kein dez. Monitormischpult dabei ist, musst du insoweit improvisieren, das ein Kleinmixer die beiden Kopfhörersignale (Pult Und Interface) bekommt und dein KH dort angeschlossen ist, das ist aber eine Improvisation, bedarf spezieller Kabel (Stereoklinke auf 2 x Monoklinke für die KH Inputs, und ob dann die Signalstärken des KH Signals (lauterer Pegel wie der normale Line Pegel) sauber verarbeitet werden, ist nicht klar.
Alternativ kannst du dir (für ein Minimischpult) die Line Pegel vom Pult (AUX send etc.) holen und ein Interface mit 4 Line Ausgängen holen, das dann auf 3/4 den Keyboardsound ans Minimischpult ausgibt.
Ist aber alles, wie gesagt, ein unüblicher Krux, dein Monitor sollte vom Hauptmischer kommen.

Zum Interface:
https://www.thomann.de/de/steinberg_ur22_mk2.htm
Anschluss ans Pult mit 2 symmetrischen (TRS) Klinkenkabeln
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Wie hast du es bis dato gemacht, denn deine "neue" Konstruktion mit Masterkeyboard und Interface ist anschlusstechnisch gesehen (nach aussen) erstmal nichts anders wie der Motiv auch. (Lineausgänge vom Motiv zum Pult, ggf Kopfhörer am Motiv), und jetzt Lineaugände vom Interface und ggf. KH am Interface)
 
Dass ich ein "eigenes" Monitorsignal vom Mischer bekommen habe, war tatsächlich bisher live eher selten der Fall. Mag an der Größe der Locations und entsprechender Hardware vor Ort gelegen haben, aber - wenn überhaupt - habe ich ein "allgemeines" Monitoring-Signal bekommen. Um mich selbst gut genug zu hören, habe ich dann in etwa so gearbeitet, wie du es beschreibst: Ich habe das allgemeine Monitoring vom Mischer in ein Minimischpult gegeben, den Motif-Output dazu, habe die beiden gemischt und mit Kopfhörer abgehört. Meine Hoffnung war nun, dass dieses Zusammenmischen der Signale vom Motif und Mischer durch ein Audiointerface miterledigt werden könnte, damit ich das Minimischpult nicht mehr brauche.
 
Wenn ich mir das Steinberg UR22 MK2 so anschaue... Wäre das nicht damit realisierbar? Angenommen, ich bekomme das allgemeine Monitor-Signal vom Mischer zurück und gehe damit in den Line-In des Interfaces. Kann ich nicht dann einen Kopfhörer anschließen und mit dem Regler "Mix" (mit Input vs. DAW an den Polen) einstellen, ob ich nur das Signal vom Mischer höre oder eben noch das selbst erzeugte Signal? Dann müsste ich es nur hinkriegen, dass das Inputsignal nicht direkt durch den Mainout wieder ausgegeben wird. Oder ist das totaler Quatsch?
 
Das Problem ist, das die 2 Line Outputs das Keyboard (PC) Signal und das Monitorsignal wieder zum Pult schicken, so das einen Schleife entsteht.
Es könnte mit einem 4 Kanal Interface mit ebenso 4 Ausgängen gehen, das Routing Optionen (Software) anbietet (USB Signal auf Lineout 1/2, Monitorsignal auf Lineout 3/4, der nicht angeschlossen ans Pult ist.
Da kenne ich aber nicht die einzelnen Geräte so gut, wer von denen das kann.
Aber du könntest diese Frage (interface mit Routingfunktion) in einem neuen Thread stellen.
Schnell geschaut, scheint das Tascam dies zu können:
https://www.thomann.de/de/tascam_us_4x4.htm
https://www.tascam.eu/de/docs/US-2x2_4x4_Referenz_RevG.pdf

aber hier nochmal selbst lesen bzw. fragen hier ?
 
Wenn ich mir das Steinberg UR22 MK2 so anschaue... Wäre das nicht damit realisierbar? Angenommen, ich bekomme das allgemeine Monitor-Signal vom Mischer zurück und gehe damit in den Line-In des Interfaces. Kann ich nicht dann einen Kopfhörer anschließen und mit dem Regler "Mix" (mit Input vs. DAW an den Polen) einstellen, ob ich nur das Signal vom Mischer höre oder eben noch das selbst erzeugte Signal? Dann müsste ich es nur hinkriegen, dass das Inputsignal nicht direkt durch den Mainout wieder ausgegeben wird. Oder ist das totaler Quatsch?

Ja, das müsste gehen. Das Inputsignal der LineIns wird NICHT automatisch wieder an den Outputs ausgegeben (dieses "Loopback" kann/müsste im Treiber des Interface separat geschaltet werden). Durch den Mix-Regler kannst du dann für den Kopfhörerausgang festlegen, wie das Verhältnis von den Inputs (über Direct Monitoring) zum DAW-/USB-/VST-Signal ist (welches aus den Outputs zum Mixer geht).

Allerdings ist das Direct Monitoring-Signal nur Mono. Aber wenn du eh nur einen Auxweg vom Pult bekommst (= ein Monosignal), wäre das für dich egal.

Ich finde es übrigens völlig üblich, sich sein Keyboardsignal fürs InEar separat vom Bandmix regeln zu können - mache ich seit Jahren genau so (aber nicht mit Laptop/Interface)...
 
Das Inputsignal der LineIns wird NICHT automatisch wieder an den Outputs ausgegeben
na, das ja mal sehr interessant und wäre die Lösung, aber, Frage dazu, wenn der TE ein Mono (z.B. Aux Signal vom Pult bekommt = Ein Monoklinkenkabel z.B. hat er auch das Pultsignal nur auf einem Ohr, ist vielleicht irritierend, oder könnte mann dies via Adapter (Monoklinke auf 2 x Monoklinke auf beide Kanäle des Interfaces bringen.
Anm.
Der TE hat (auf mein Anraten) dazu einen neuen Thread aufgemacht:
https://www.musiker-board.de/thread...-routingfunktion-gesucht.699225/#post-8855068
 
Oh ja, das ist eine sehr interessante Information!

Ich hätte aber - zumindest im einen Proberaum - die Möglichkeit, die Summe der Band stereo zu bekommen, was natürlich schöner ist. Daher hätte ich schon gern das Direcit Monitoring in stereo. Aber das müsste doch auch gehen, wenn ich das Stereosignal vom Mischpult auf zwei Monoklinken bekomme (mit entsprechendem Kabel oder Adapter oder so) und dann eben beide Eingänge nutze, oder?

Mhmm...

Im anderen Thread wurde das Focusrite Scarlett 4i4 vorgeschlagen. Das erfüllt meine Ansprüche offenbar auch, ist allerdings ein ganzes Stück teurer - und ich glaube es hat nicht diesen schönen Regler, um den Mix zwischen VST und Direct Monitoring einzustellen.
 
Ich habe mit dem Steinberg nicht so gute Erfahrungen gemacht. Hatte seltsame Aussetzer, die mehrere Sekunden lang gingen und dann kam der Sound langsam fadend wieder zurück. Ganz komisch.

Ich kann die Focusrite Karten empfehlen. Mit der Mixer Software, die im Treiber integriert ist, kannst du auch alles so routen wie du es brauchst.

Übriges: Loopback bezeichnet die Funktion, wenn an Signal, welches an den Ausgängen anliegt, wieder zurück auf die Eingänge geroutet werden kann. Anders herum ist es nur normales Mixing, was entweder in der Treiber Software (und hier in der Regel ohne Latenz) oder im Host gemacht werden kann.
 
Ich hätte aber - zumindest im einen Proberaum - die Möglichkeit, die Summe der Band stereo zu bekommen, was natürlich schöner ist. Daher hätte ich schon gern das Direcit Monitoring in stereo. Aber das müsste doch auch gehen, wenn ich das Stereosignal vom Mischpult auf zwei Monoklinken bekomme (mit entsprechendem Kabel oder Adapter oder so) und dann eben beide Eingänge nutze, oder?

Das kann ich mir nun selbst beantworten: Ich hatte da wohl einen Denkfehler. Die beiden Linein-Signale werden zu einem Monosignal gemischt. Per Kopfhörer höre ich das Linein also auch bei zwei Monosignalen, die zu einem Stereosignal gehören, nur mono. Total schade, weil ich den Mix-Regler (Linein vs. VST) so klasse finde und noch kein anderes Interface gefunden habe, das dies bietet.
 
Ich hab in einem 2HE Rack ein MOTU 828 Interface, ein Sennheiser In Ear Sender und ein kleines 9,5" Patch-Panel. Oben drauf steht mein Macbook, super transportabel, schnell einsatzbereit - mehr brauch ich nicht. Nutze ich im Proberaum, live mit der Coverband, bei Projekt-Gigs und auch Jam Sessions.
KeyRack.jpg

Normalerweise hab ich eine Kurzweil Workstation und ein Nord Stage als Keyboard, die ich auch über das MOTU mische, mir reicht aber auch z.B. für Session ein beliebiges Midi-fähiges Keyboard.

Das MOTU Interface hat mit 8 INs und 8 OUTs sicherlich mehr, als Du benötigst, aber es ist ein hochwertiges und zuverlässiges Interface, vom Preis-, Leistungs- und Qualitäts-Verhältnis für mich die beste Option, die man auch ruhigenden Gewissens gebraucht kaufen kann. Ein Motu Ultralite bietet bei halber Größe fast genauso viel wie das größere 828, ist aber auf dem Gebrauchtmarkt meistens teurer. Auf jeden Fall hast Du mit dem Interface alle Optionen: integrierter Mixer für bis zu 4 Stereoquellen, sogar noch SPDIF für einen weiteren und wenn alles nicht reicht sogar noch über ADAT erweiterbar. Bietet einen Mono- oder Stereo-Einschleifweg für ein Monitorsignal vom FOH, das beliebig geroutet werden kann, entweder direkt auf die Phones, wenn man nicht wie ich eine separate Funkstrecke für den In-Ear Mix nutzt, oder auf einen der Ausgänge. Direct Monitoring ist gegeben, komfortables Mischen über die Cuemix Software, bei Bedarf noch mit Kompressor, Gate, Limiter Multiband EQ und sogar Reverb (hab ich z.B. für meine Akkustikgitarre genutzt, als ich die noch über die Keyboardsumme gefahren hab).
 
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