Der Look von Keyboards auf der Bühne

Ich habe mir mattschwarze Folie gekauft, um die Markennamen auf meinen Keyboards abzukleben. Aus technischen wie optischen Gründen bin ich komplett vor Jahren auf Winkelstecker an den Kabeln umgestiegen (weniger mechanische Belastung der meist nicht verschraubten Buchsen, Kabel lassen sich schöner ordnen). Die Folie habe ich noch nicht aufgeklebt, seit langem und durch die Pandemie keine Auftritte mehr am Keyboard… auch wieder egal.
 
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Mahlzeit zusammen.
Also Leute mit Instrumenten auf der Bühne (egal welche) und die auch damit umgehen können,
gefallen mir 1000 mal besser als "Knöppedreher" mit MacBook.

Gruß
SlapBummPop
Bin gespannt was die "es zählt nur was hinten rauskommt"-Fraktion hierzu sagt ;)
 
So vereint man Rock und Electro ;-) Aufdrucke auf Keyboards sind da wohl allen Zuschauern egal:





Und selbst da steht einfach nur ein popeliger X-Ständer mitten auf der Bühne. Das Aussehen des Keys ist da wohl herzlich egal.
 
Das hier ist mein neues Synth-Setup, das ich neben der Gitarre live spielen werde - sieht ganz cool aus, wie ich finde - und ist weit von den Plastikbombern entfernt :)

Das ist ja auf jeden Fall mal außergewöhnlich und verbindet zwei extreme Gegensätze:
  • Einerseits einen virtuelle Minimoog (oder andere virtuelle Instrumente) auf dem Lifestyle-iPad incl. dem "wunderderschönen" zerbrechlichen Adapter-Gebamsel
  • und andererseits ein echtes altes (!) Roland Space-Echo mit Tonband (das gäbe es ja auch virtuell)
Ich habe in dieser Konstellation einen Mittelweg gewählt: einen echten Analog-Monosynth und nur die digitale Bodentreter-Version des Space-Echo. :)

Was sagt den der imagegerecht "böse und dämonische" Metal-Mensch zu dem eigentlich wenig robust-bühnentauglichen und zerbrechlichem Gefrickel?

Und ich habe auf Bühne bisher mehr abgeklebte penetrant leuchtende Apple-Logos gesehen (die gab es ja früher auf den MacBooks und das Leuchten ließ sich auch nicht abschalten) als abgeklebte Hersteller-Schriftzüge auf Synthesizern.

Viele Grüße
Torsten
 
Und ich habe auf Bühne bisher mehr abgeklebte penetrant leuchtende Apple-Logos gesehen (die gab es ja früher auf den MacBooks und das Leuchten ließ sich auch nicht abschalten) als abgeklebte Hersteller-Schriftzüge auf Synthesizern.
Wobei die Schriftzüge auf Synthesizern auch nicht leuchten - jemand hat weiter vorn geschrieben, dass ein leuchtend und im Takt blinkender Schriftzug auf einem Synthesizer tatsächlich abgeklebt wurde, weil er nervte.

Was das Apple-Logo angeht, könnte ich mir vorstellen, dass das gerne deshalb abgeklebt wird, weil es die Assoziation weckt, da ginge irgendetwas vor sich, was nichts mit "ehrlicher" Musik zu tun hat (eine Aussage wie die von @SlapBummPop bestätigt dies bzw. legt dies nahe). Auf der anderen Seite ist es in DJ-Kreisen oftmals üblich, das Apple-Logo schön auffällig leuchten zu lassen, aber dort hat das Publikum auch wieder andere Erwartungen als bei einem Live-Konzert.
 
Was das Apple-Logo angeht, könnte ich mir vorstellen, dass das gerne deshalb abgeklebt wird, weil es die Assoziation weckt, da ginge irgendetwas vor sich, was nichts mit "ehrlicher" Musik zu tun hat.
Und bei einem Laptop mit nicht leuchtendem Logo oder einer anderen Marke wäre die Musik wieder „ehrlich“?!
 
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Und bei einem Laptop mit nicht leuchtendem Logo oder einer anderen Marke wäre die Musik wieder „ehrlich“?!
Nein, das habe ich nicht gesagt. Aber ein leuchtender Apfel zieht die Aufmerksamkeit halt direkt darauf, dass hier ein Computer auf der Bühne steht.
 
Ich finde es immer ganz interessant zu sehen um welche Instrumente es sich handelt. egal ob Baß, Keyboard, Gitarre,
Schlagzeug, Flügel, Akkordeon etc..
Und ich finde auch nicht daß Keyboards nur weil sie schwarz sind und große Aufdrucke haben häßlich wären.
 
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Wobei die Schriftzüge auf Synthesizern auch nicht leuchten
Das kommt aber teilweise so langsam in Mode.
Zum Beispiel beim Orgel-Clone "Mojo" leutchet mittlerweile immerhin schon das kleine Logo zwischen den Manualen:

1646823529368.png


Das könnte sich ja auswachsen. :D

Was das Apple-Logo angeht, könnte ich mir vorstellen, dass das gerne deshalb abgeklebt wird, weil es die Assoziation weckt, da ginge irgendetwas vor sich, was nichts mit "ehrlicher" Musik zu tun hat (eine Aussage wie die von @SlapBummPop bestätigt dies bzw. legt dies nahe).
Genau darauf wollte ich hinaus.
 
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Und bei einem Laptop mit nicht leuchtendem Logo oder einer anderen Marke wäre die Musik wieder „ehrlich“?!
Ich vermute auch, da geht es eher nur um das störende weiße Licht auf der Bühne, dass den Gesamtkontext stört. Und es ist ja durchaus so, dass die überwiegende Anzahl eher Apple Produkte nutzt, z.B. mit Apple MainStage software.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Das könnte sich ja auswachsen. :D
In meinem Korg Krome EX ist ne LED im O drin. Lässt sich aber abschalten.
 
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Was sagt den der imagegerecht "böse und dämonische" Metal-Mensch zu dem eigentlich wenig robust-bühnentauglichen und zerbrechlichem Gefrickel?
Ja, die Wahl ist ein Kompromiss, in dieser Form ist das aber die flexibelste Möglichkeit. Das Setup wird eh' am Bühnenrand stehen und so nicht in die Quere kommen.

Im Vorfeld dachte ich auch über einen Synth nach, mir kam da der Microkorg in den Sinn. Nach viel Recherche habe ich mich dann aber doch dagegen entschieden, weil das iPad einfach mehr Möglichkeiten bietet, als es ein einzelner Synth kann. Vor allem ist auch hier die Minimoog-App hervorzuheben, die nicht nur fantastisch klingt, sondern auch im Gegensatz zum Hardware-Moog einfach mehr bietet (Polyphonie, Presets).
Und durch das Space Echo bekommt der Sound generell einen noch analogeren Touch, das kriegt man so nicht mit ner App hin.

Und was Metaler dazu sagen? Keine Ahnung - in Desertrock-Doom Gefilden findet das Setup ziemlichen Anklang - es erweitert ja auch die Soundpalette ungemein :)
 
Ich finde es immer ganz interessant zu sehen um welche Instrumente es sich handelt. egal ob Baß, Keyboard, Gitarre,
Schlagzeug, Flügel, Akkordeon etc..
Und ich finde auch nicht daß Keyboards nur weil sie schwarz sind und große Aufdrucke haben häßlich wären.
Da fand ich einen Beitrag weiter vorne recht erhellend, da wurde gesagt, dass man vielen Instrumenten wie Bass, Gitarre und Co nunmal auch schon durch die Form ansieht, von welchem Hersteller sie sein könnten (gibt natürlich auch Klone, aber zumindest ist die Marke bzw. die Form allein schon durch die Optik präsent, also selbst ein Strat-Clone ist ja immer noch für die meisten Zuschauer erstmal eine Strat). Bei einem Keyboard sieht man von hinten aber nur noch einen schmalen schwarzen Balken, also "muss" der Hersteller quasi sein Logo dort aufbringen, um überhaupt noch irgendeinem Zuschauer vermitteln zu können, um welches Instrument es sich dabei handelt.

Auf der anderen Seite gibt es auch viele Instrumente, die im Prinzip alle gleich aussehen, z.B. klassische Instrumente wie ein Cello usw, da steht auch nicht groß der Markenname drauf bzw. es würde mit Sicherheit ziemlich doof oder zumindest ungewohnt aussehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was das Apple-Logo angeht, könnte ich mir vorstellen, dass das gerne deshalb abgeklebt wird, weil es die Assoziation weckt, da ginge irgendetwas vor sich, was nichts mit "ehrlicher" Musik zu tun hat (eine Aussage wie die von @SlapBummPop bestätigt dies bzw. legt dies nahe). Auf der anderen Seite ist es in DJ-Kreisen oftmals üblich, das Apple-Logo schön auffällig leuchten zu lassen, aber dort hat das Publikum auch wieder andere Erwartungen als bei einem Live-Konzert.
Genau das meinte ich. In der Disco ist mir das egal, da stört mich auch kein MacBook, Hauptsache die Musik und der Sound macht Freude.
Aber bei einem Konzert, da erwarte ich doch ein bisschen mehr aber das ist meine Meinung!


Gruß
SlapBummPop
 
Auf der anderen Seite gibt es auch viele Instrumente, die im Prinzip alle gleich aussehen, z.B. klassische Instrumente wie ein Cello usw, da steht auch nicht groß der Markenname drauf bzw. es würde mit Sicherheit ziemlich doof oder zumindest ungewohnt aussehen.
Bei klassischen Streich- bzw. Saiteninstrumenten tatsächlich unüblich. Bei Klavieren und Flügeln hat der Herstellername (vorzugsweise groß und in Gold) aber ein sehr lange Tradition. Warum bei Keyboards auf einmal damit aufhören?
 
Bei klassischen Streich- bzw. Saiteninstrumenten tatsächlich unüblich. Bei Klavieren und Flügeln hat der Herstellername (vorzugsweise groß und in Gold) aber ein sehr lange Tradition. Warum bei Keyboards auf einmal damit aufhören?
1646826575281.png


Ist diese Beschriftung zum Spieler hin gerichtet, oder zum Publikum?


Hier ein anderes Beispiel:
1646826606984.png


Sieht das eher "klassisch", stilvoll aus, oder eher "in your face" so wie beim Roland V-Synth GT?
 
Aber bei einem Konzert, da erwarte ich doch ein bisschen mehr aber das ist meine Meinung!

Vor allem, da es @Guvnor ja primär um Metal geht.
Und gerade Apple-Podukte passen meiner Meinung nach nicht zu der anarchischen, dämonischen, erdigen usw. Attitüde des Metal.

In Zeiten, wo jeder Jugendliche mit seinem Computer zuhause "Beats bauen" kann, ohne überhaupt ein Instrument selbst spielen zu müssen, rufen Computer mehr denn je Assoziationen hervor, die nichts mehr mit handgemachter Musik zu tun haben.
Mag ungerechtfertigt sein, ist aber sicher so.

Bei Klavieren und Flügeln hat der Herstellername (vorzugsweise groß und in Gold) aber ein sehr lange Tradition. Warum bei Keyboards auf einmal damit aufhören?
Ich denke da vor allem an frühere Zeiten, wo Klaviere noch mit vielen Schnörkeln, Goldmedaillen, "Königl. Hofliefernant"-Hinweisen versehen waren.

Erschwerend kommt bei "Keyboards" hinzu, dass die meisten Leute nur (billige) Alleinunterhalter-Tischhupen kennen, denn schon aus Kostengründen wird man zunächst oft so ein Instrument kaufen, wenn man "Keyboard" lernen will.
Die Musikschulen stehen auch voll davon (und kaum/keine Synthesizer).

Mir ist aufgefallen, dass z. B. Korg früher, als sie noch keine Alleinunterhalter-Keyboards bauten, nur "KORG" hinten auf dem Instrument stehen hatten. Dann war es ja klar, dass es sich um einen Synthesizer handeln muss.
Ungefähr seit des die "PA-Musikanten" gibt, wird zusätzlich noch das Modell (Triton, Oasys, Kronos usw.) hinten aufgedruckt.
Das war bei Polysix, Poly 61 usw. in den 80ern noch nicht der fall. Da stand "nur" KORG.
 
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Naja nicht primär um Metal, aber schon auch. Aber sagen wir mal, es geht mir um Bands, bei denen ein stimmiges Bühnenbild ein stückweit erwartet wird, also keine Schulbands oder sowas.

Ich hatte ja weiter vorne auch mal ein Rockabilly-Beispiel gepostet. Da wäre man sich sicherlich schnell einig, dass ein Ibanez E-Bass irgendwie komisch wirken würde, oder eine Kramer Baretta als Gitarre. Selbst das Mikrofon muss in der Rockabilly-Band passen :)

Also von daher müsste man doch schon irgendwo ein Verständnis dafür aufbringen können, dass der Look eines Instruments eben nicht in allen Fällen komplett egal ist. Man kann natürlich immer neue Wege gehen und bestimmte Stile verbinden usw, so gibt es ja auch Punkabilly und Psychobilly usw, aber dies sind wiederum Sonderfälle und auch hier wird ja wieder bewusst ein gewisser Look gewählt, es ist also unterm Strich wieder der gleiche Sachverhalt.
 
Naja das kann man jetzt aber auch von beiden Seiten betrachten. Die Veränderung im Sound und im Image muss nicht immer Intention des Künstlers bzw. der Band sein, denn auch das kann durchaus vom Management eingefordert/gewollt sein worden ;) vielleicht wäre es einer Band ja lieber gewesen, ihr Stammpublikum zu bedienen, weil sie sich selbst in dem Sound am wohlsten fühlen?
Da muss ich gerade an die oben schon einmal erwähnten ZZ Top denken; der Stilbruch mit Eliminator erscheint ja zunächst einem wie die finstere Machenschaft eines Yuppie-Managers mit dem Ziel die Integrität einer ehrlichen Bluesband zu opfern und gegen Dollars, Dollars und noch ein paar Dollars mehr einzutauschen.
Tatsächlich kam die Idee von Billy Gibbons himself - angeblich maßgeblich beeinflusst von dem Rock/Disco/Pop Billy Idols frühen Soloplatten (zumindest schreibt Billy Idol das so in seiner Biographie). Ob Billy G. jetzt den "neuen" Sound so viel geiler fand, oder ob er sich davon in erster Linie die Erschließung einer neuer Hörerschaft (=Dollars, Dollars und noch ein paar Dollars mehr) erhofft hat, das weiß natürlich nur er selbst...
 
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Ist das jetzt eigentlich ein Fakt, dass die angesprochenen Keyboards hässlich sind, oder fällt das noch unter Meinung und Geschmack? Aus dem Thread werde ich nicht schlau...
Ich hatte irgendwann schon einmal darauf hingewiesen: auf sequencer.de gibt es jeweils einen Thread zu den schönsten und einen zu den hässlichsten Synthesizerdesigns aller Zeiten. Fast jeder Synth, der im einen Thread als Positivbeispiel genannt wird, taucht auch im anderen Thread als Negativbeispiel auf.

Soll heißen: es ist offensichtlich schon sehr viel Geschmack mit im Spiel.
 
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Ich hatte irgendwann schon einmal darauf hingewiesen: auf sequencer.de gibt es jeweils einen Thread zu den schönsten und einen zu den hässlichsten Synthesizerdesigns aller Zeiten. Fast jeder Synth, der im einen Thread als Positivbeispiel genannt wird, taucht auch im anderen Thread als Negativbeispiel auf.

Soll heißen: es ist offensichtlich schon sehr viel Geschmack mit im Spiel.
Man kann daraus schließen, dass es immer irgendjemanden gibt, der irgendetwas schön oder hässlich findet, aber ein wirkliches Stimmungsbild würde sich daraus nicht ableiten lassen.

Nehmen wir mal an, das wäre auf Gitarren bezogen: Sobald einer sagt, er fand Les Pauls schon immer hässlich, landet diese sehr beliebte Gitarre auch im "hässlichsten Gitarren aller Zeiten"-Thread. Und wenn irgendeinem Individuum die Firebird X besonders gut gefällt, dann würde sie im "schönsten Gitarren aller Zeiten"-Thread landen. Und würde das jetzt tatsächlich irgendwas aussagen, ausser, dass es immer irgendjemanden gibt, der etwas allgemein als schönes geltendes hässlich findet und umgekehrt?

Wie wäre das, wenn jemand den Fiat Multipla schön findet und in einem "die schönsten Autos aller Zeiten"-Thread postet? Kann man den dann auf einmal nicht mehr als Paradebeispiel für Hässlichkeit verwenden?
 

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