Abgehen auf der Bühne

von tobias155, 03.06.18.

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  1. tobias155

    tobias155 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.18   #1
    Hallo,

    ich spiele seit 1,5 Jahren in einer Band. Bin ursprünglich als Keyboarder angefangen, aber da ich auch Gitarre spiele und wir unseren Stil jetzt eher in Richtung Rock ändern, spiele ich nun doch fast nur noch E-Gitarre. Keyboard nur noch bei 3 Songs.

    Habt ihr ein paar Tipps, wie ich auf der Bühne mehr abgehen kann und mehr zur Rampensau werde? Ich bin halt immernoch sehr auf das fehlerfreie Spielen konzentriert und sehe deswegen auch wohl eher konzentriert/ernst auf der Bühne aus. Auch wenn ich schon versuche zu lachen und ins Publikum zu gucken.
     
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  2. Dr Dulle

    Dr Dulle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.18   #2
    Ja indem du die Songs wirklich wie im Schlaf spielen kannst. Erst dann hast du
    genügend "Freiraum" dich auch auf andere Sachen zu fokussieren.

    Ansonsten ist Authentizität unglaublich wichtig um gut rüber zu kommen.
    Lieber konzentriert und ehrlich, als Rampsau und dabei aufgesetzt.
    Man kann lockerer werden , sich weiterentwickeln usw.
    Aber Rampensau können echt nur wenige.
     
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  3. Blues-Opa

    Blues-Opa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.18   #3
    So seh ich das auch.

    Ich denke mal, man muss auch von seiner Mentalität her der Typ dafür sein.
    Und sollte sich auch irgendwo selber treu bleiben, authentisch bleiben.
    "Rampensau" kann man nicht lernen … ;)
    Und muss man auch nicht.
     
  4. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.18   #4
    Der beste Weg ist mMn, es einfach zu machen. An den Reaktionen wirst Du merken, ob deine Art auf positive Reaktionen stösst, oder eher nicht.
    Und die "Rolle" des total coolen, absolut Unbeteiligten, kannst Du natürlich nicht übernehmen - die hat nämlich schon der Basser :D
    Schwierig wird es ja nur, wenn alle Basser sein wollen und niemand Frontmann.
    Aber irgendwo zwischen Basser und Rampensauce findet jedeR seinen/ihren Ausdruck.
     
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  5. tobias155

    tobias155 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.18   #5
    Ja, das im Schlaf spielen ist wohl wirklich ein Punkt. Ich muss halt immernoch gucken, wo ich hingreife, da ich Lead-Gitarre spiele und da auch sauber spielen muss.

    Bin vom Typ her jetzt auch nicht unbedingt super schüchtern aber schon ein Perfektionist und will keine Fehler machen. Glaube einfach das ich noch mehr Übung und Routine auf der Bühne brauche. An sich habe ich auch kein Problem damit rumzuspringen etc.
     
  6. Dr Dulle

    Dr Dulle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.18   #6
    Äh da stehst du dir u.U. selbst im Weg ....?

    Für mich ist ein Konzert gut wenn echte Gefühle vorkommen und die Show "gut" ist.
    Perfektion und echte Gefühle stehen sich aber im Weg da echte Gefühle eben nie perfekt sind.

    :opa:
     
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  7. kypdurron

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    Erstellt: 03.06.18   #7
    Bei schwierigen Passagen konzentriert auszusehen, finde ich total unproblematisch. Wobei es natürlich total subjektiv ist, was schwierig im Einzelfall/für den Einzelnen bedeutet. Dass bei einigen Takten pro Passage keine Luft für Hampelei ist, heißt aber ja nichts für die übrigen Takte? Selbst bei extrem verkopfter Musik wie von Genesis und Dream Theater hat man ja Passagen, wo man hüpfen, sich hinwerfen oder die Gitarre herumwirbeln kann ... und ja, beseelt und schlampig sind oft gute Kumpels auf der Bühne ... außer die Rhythmusgruppe ist straight, dann merkt es keiner :D
     
  8. Luckie

    Luckie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.18   #8
    Lass es langsam angehen. Das kommt mit der Zeit automatisch.
     
  9. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 03.06.18   #9
    Sowas fängt, wie alles an der Gitarre, mit Übung an.
    Stell Dich daheim vor den Spiegel, und machs dort, erstmal ohne zu Spielen. Du brauchst ja ein Ziel.
    Dann spielste was super simples, und fängst langsam an, dabei abzugehen.
    Dann steigerst Du die Technik, machst es mal bei der Probe, und dann iwann auf nem Gig :)
     
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  10. Luckie

    Luckie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.18   #10
    Hm. Also so was üben? Ich weiß ja nicht. Entweder es kommt oder es kommt nicht mit der Zeit. Alles andere wirkt aufgesetzt. Klar, das ein oder andere kann man mal bei den Proben mal ausprobieren: Breitbeinig in der Grätsche spielen; mal hinhocken.. Ach, guck selbst: ;)



    Klar die Choreographie muss man zumindest absprechen oder so.
     
  11. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 03.06.18   #11
    Nicht das Abgehen per se üben, sondern das Bewegen beim Gitarre Spielen.
    Einerseits Headbanging oder was auch immer, ich bin aber auch ne Zeit lang mit Gitarre beim Üben immer rumgelaufen, um mich auf der Bühne frei bewegen zu können.

    Hat wenige Monate gedauert, bis ich mich fast unabhängig vom Spiel bewegen konnte :)

    Die Tipps habe ich übrigens von meinem alten Gitarrenlehrer, fand sie auch anfangs komisch. Bringt aber sauviel!
     
  12. tobias155

    tobias155 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.18   #12
    Danke erstmal für die Tipps! Ich denke, zu Hause etwas üben vor dem Spiegel/Kamera und die Parts zu 100 % beherrschen (ohne auf die Finger schauen zu müssen) sind schon mal die Quintessenz dafür.
    Muss auch gar nicht so krass sein, im Refrain singe ich auch oft Backings mit und stehe dann eh am Mikrofon. :D
     
  13. stoffl.s

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    Erstellt: 04.06.18   #13
    Ja, da hilft nur üben. Der oben verlinkte Springsteen hat zB in seiner Jugend irrsinnig viel getanzt und die Bewegungen stundenlang geübt. Du wirst daher auch nicht von heute auf morgen zur Rampensau. Ich bin es bis heute nicht, aber ich üb das auch zu wenig. Bin schon froh, wenn ich mich einigermassen frei bewegen kann beim spielen, von Show machen bin ich noch ein ordentliches Stück entfernt.
    Und es ist nicht schlecht, dir zu den Stücken eine Art Choreographie auszudenken - du hast ja durch das Background Singen im Refrain sowieso einen Anker. Wichtig ist, dass diese Choreographie authentisch wirkt und nicht aufgesetzt.
    Und schau dir ruhig Videos von Gitarristen an, wie sie sich bewegen. Angefangen von Springsteen und Nils Lofgren in der E-Street Band (der Dritte im Bunde, Steve van Zandt ist daneben richtig stoisch), Angus Young oder die Gitarristen von Iron Maiden. Die sich viel bewegen UND sehr exakt spielen...
     
  14. RockTone

    RockTone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.18   #14
    ein Punkt - finde ich - sollte noch sein.. es muss auch zu dir passen, es gibt ja Leute, da passt das halt nicht und ich denke, dann würde es auch "gestellt" wirken.

    Wenn du da eher extrovertiert bist, kommt das eigentlich mit der Zeit auch von alleine, die Konzentration auf die Gitarre geht dann eher in Fleisch und Blut über, sodaß du gar nicht mehr
    aufs Griffbrett / Finger etc. versteift bist und dich um das Geschehen drum herum kümmern kannst.
     
  15. stoffl.s

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    Erstellt: 04.06.18   #15
    Das ist sowieso Voraussetzung!
     
  16. Blues-Opa

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    Erstellt: 04.06.18   #16
    Damit sind wir wieder bei meiner ersten Antwort am Anfang :)
     
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  17. InTune

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    Erstellt: 06.06.18   #17
    Ein Anfang ist auch, mit den Mitmusikern schon im Probenraum zu interagieren/etwas Party zu machen. Wenn das funktioniert, geht das auch auf der Bühne. Von da ist es nur noch ein kleiner Schritt, auch das Publikum zu unterhalten.
    Interaktion ist IMO viel wichtiger, als eingeübte Posen!
     
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  18. stoffl.s

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    Erstellt: 07.06.18   #18
    Das eine schliesst ja das andere nicht aus. Als Beispiel fällt mir da Ritchie Blackmore ein - schaut euch mal Videos von Purple Auftritten aus den 70er Jahren an. Zum Teil steht er angewurzelt da und konzentriert sich auf sein Griffbrett und dann wieder sucht der den Blickkontakt mit seinen Mitmusikern - vor allem Jon Lord - um zu kommunizieren. Begleitet von entsprechenden Armbewegungen ergibt sich da durchaus einige Dynamik.
     
  19. InTune

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    Erstellt: 07.06.18   #19
    Ja, da kommt dann aber auch die schwierige Sache mit dem Charisma ins Spiel.
    Das kann man IMO wirklich nicht lernen, sondern das hat man (oder nicht).
    Wer alleine durch seine Anwesenheit auf der Bühne schon "Präsenz" hat, hat da natürlich einen Riesenvorteil. Und jemand wie Blackmore braucht da kein "Abgehen".
     
  20. stoffl.s

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    Erstellt: 07.06.18   #20
    Wobei Blackmore auch ganz schön abgehen kann.
     
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