das wäre eine interessante frage für mich: höre ich falsch, oder die anderen?
bin ich bei höhen zu empfindlich? ich behaupte - nein.
Das war wohl klar, dass du das behauptest.
geht man davon aus, daß CDs in der regel perfekt gemischt sind,
Auch da habe ich schon so allerlei, hmm, sonderbares erleben können. Und oft sind auch die eigenen Hörgewohnheiten einem Wandel ausgesetzt. Zumal es ja auch so ist, dass man ganz gerne mal genrebezogene Affinitäten hat und innerhalb eines Genres sich auch die Mischgewohnheiten im Studio sehr ähnlich sein werden.
Ich kann mich mich an zwei für mich markante Einschnitte erinnern. Zum einen waren die CDs So und Us von Peter Gabriel extrem unterschiedlich. ICh war nach So dessen Sound, der für damalige Hörgewohnheiten normal war, sehr gewohnt. Und dann kam Us raus und war vergleichsweise dumpf (vergleiche mal die Tracks
Slegdehammer mit
Steam) Nach und nach hatte ich aber dann so meinen Frieden gefunden und Us, allein schon wegen der tollen Songs, gemocht. Später wurde der Sound von Gabriel wieder höhenlastiger siehe
Steam Live. War wohl nur so eine Phase.
Zum anderen horch dir mal
Simply Irresistible oder
Addicted to Love von Robert Palmer an. Für die Zeit, 1988, war das ein extrem ungewöhnlicher Drumsound mit extrem viel Raum, speziell die Kick Drum im ersten Song war schon bemerkenswert. Wir hatten damla recht viel mit dem HR16 Drumcomputer gearbeite, der staubtrockene Sample hatte. Was haben wir da Zeit in meinem Studio verbracht um den Palmer Sound mit unseren Mitteln raus zu kitzeln. Wir haben da uns einen hallraum gebastelt, letztendlich aber dann mit dem Rocktron Intelliverb eine passende Raumsimulation gefunden.
Oder nimm Prince her, der hatte damals die Soundvorstellungen der Welt komplett über den Haufen geworfen.
Ich behaupte mal, dass auch du wohl nicht alles was jemals in unterschiedlichsten Genres auf Tonträger gebannt wurde, auch regelmäßig hörst um damit einer Gewöhnung an eine bestimmte Soundvorstellung vorzubeugen.
Nachtrag: Ich habe gerade auf Youtube den Palmer Robert weiter laufen lassen. Da kam dann I didn't mean to turn you on (1985) und gleich danach Mercy, Mercy Me (1990) und letzteres war wieder extrem zischfrisch gemixt. Interessanterweise also umgekehrt zur Entwicklung von Herrn Gabriel.
Zudem ist es bei CD Produktionen inzwischen üblich in einem Mastering Schritt die klanglichen Eigenschaften des Gessamtwerkes zu optimieren. So etwas kann man live nicht machen. Da hat man verschiedene Eingangssignale, die man in einen Bezig zueinander bringen muss (der eigentlich Vorgang des MIschens). Dazu kommt dass man die sog. Moneychannels auch noch etwas prominenter gestalten muss.
sogar ein paar internationale sänger aus amerika, und italien + deutsche bands und etwas aktuelle tanzmusik auf technobasis.
und alle wurden vom selben Typ gemischt und es gab auch immer Band mit Sänger oder war da auch mal (Halb)playback dabei oder gar einfach nur Konserve?
Edit: Ich hab gerade mal per duröhre etwa in das Thema Stoner Rock reingehört, da ist extrem viel mit einem dicken Knödel im unteren Mittenbereich zu hören. Kaum Songs die ein für mich aufgeräumtes Klangbild haben. Wohl deshalb nicht so mein Ding.