Klärst du mich bitte auf welches Problem du mit meinem Deutsch hast?
Sehr gerne. Ich habe kein Problem damit.
Du erwähntest in Deinem Post, dass das Fachmagazin, für das Du als freier Mitarbeiter geschrieben hast, trotz (relativ) hoher Auflage, pleite ging, obwohl die Personalkosten durch freie Mitarbeiter niedrig gehalten wurden.
Eine Pleite passiert nicht so einfach. Du bist nicht darauf eingegangen, welche Gründe bei Euch vorlagen. Ich missbrauchte Deine Rechtschreibung für die spekulative Annahme mit sarkastischem Ton, dass sich Eure Kunden deshalb zurückzogen.
Vielleicht kannst Du ja mal darstellen, welche Faktoren bei Euch vorlagen, die zur Einstellung der Publikation führten (und damit zur Umorientierung der Redakteure und sonstigen Mitarbeiter).
Sowohl bei Online-Angeboten wie auch in Print-Bereichen - große Verlage - stelle ich als Leser fest, dass sich keine nennenswerte Mühe mehr gemacht wird richtig zu schreiben bzw. ein professionelles Lektorat vor Druckfreigabe durchführen zu lassen. Und das finde ich schlimm, wenn bei kommerzieller Textarbeit keinen Wert mehr auf sowas gelegt wird.
Das ist genauso wie ein nicht sorgfältig arbeitender Handwerker.
In der Studienzeit führte Ehrlichkeit in der mündlichen Diplomhauptprüfung aller Wahrscheinlichkeit nach zu Punktabzug.
Der Professor fragte mich, mit welcher Literatur ich mich auf die Prüfung vorbereitete. Ich führte Sammelbände auf und auch die Monographie des Professors selbst zu dieser Thematik. Er wollte meine Meinung zu seiner Publikation wissen. Ich entgegnete, dass sie schön komprimiert eine der Theorien der Internationalen Beziehungen sowie ihren Entwickler darstellt. Die vielen Fehler in der Rechtschreibung und auch in der Semantik hätten mich aber sehr überrascht für ein Werk aus diesem renommierten Wissenschaftsverlag. Da wurde er schroff bei der Aussage, es hätte kein professionelles Lektorat gegeben.
Also muss ich ihn wohl gekränkt haben, weil es dann seine eigene Leistung war.
Ich bin gewiss selbst nicht fehlerfrei: Mir fallen woanders Fehler auf, in eigenen Schriftstücken leider manchmal erst später - auf der anderen Weise verdiene ich jedoch nicht mein Geld mit Publikationen. Dennoch habe ich den Anspruch, im Ideal ohne Fehler zu schreiben.