Welcher geschlossene Kopfhörer mit guter Außendämmung für (Gesangs-)Aufnahmen?

Hallo,
probiere deinen eigenen Sony WH1000XM3 einfach aus, das kostet ja gar nichts. Die Geräuschdämmung nach außen sollte ja auch über Bluetooth testbar sein

Wenn das nicht so viel taugt, nimmt den bewährten DT-770 pro in 48 oder gar 32 Ohm, der wird regelmäßig in Studios benutzt, wird also von Geräuschdämmung und Klang selbst für Profiansprüche gut genug sein.
Ersatzteile gibt es auch.

Ich würde da überhaupt nicht mit exotischen Firmen experimentieren.

Grüße
 
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Cool, die hatte ich gar nicht mehr auf den Schirm, das sind doch ehemalige AKG Ingeneure die ne neue Firma aufgemacht haben, oder?

ist da daskomplette kopfteil aus Metall, oder ist da auch Plastik verbaut?
Soweit ich sehe Metall.
 
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Nochmal was zur Impedanz...

Das sagt eher was darüber aus wieviel Leistung vom Kopfhörerverstärker (bzw dem Gerät wo der KH angeschlossen ist) am Kopfhörer ankommt. IdR geben Verstärker an höheren Impedanzen weniger Leistung aus und deswegen ist es mit hochohmigen KHs oft leiser.

Aber es gibt da noch eine weitere zT sogar wichtigere Angabe - den Wirkungsgrad (manchmal auch Effizienz oder Schalldruckpegel genannt) der sagt etwas darüber aus wie laut der KH dann mit einer gegebenen Leistung spielt. Der wird idR in dB/mW angegeben. Einige Hersteller wie AKG geben den aber auch in dB/V an, daher aufpassen beim Vergleich. Die DT770/880/990 haben einen mittelprächtigen Wirkungsgrad von ca 96dB/mW

Mal 2 Beispiele:
Habe hier einen älteren Beyerdynamic T90 mit 250 Ohm. Da der aber mit 102dB/mW einen hohen Wirkungsgrad hat spielt der deutlich lauter als ein DT 770pro mit 250 Ohm.
Ein AKG K701 hat 62ohm und 105dB/V (ungefähr 91dB/mW). Der ist kaum lauter als ein DT770 mit 250Ohm und 96dB/mW

Hier noch eine Übersicht und Orientierungshilfe wieviel Leistung man für Kopfhörer so braucht.

DT770pro finde ich bequem und klanglich gut (mir aber etwas zu betonter Bass & Höhen) EQ ist toll (Oratory1990 presets zB) aber nicht immer machbar. Wenn man mag könnte man auch Schaumstoff in die BassReflexÖffnungen packen um den Bass abzuschwächen und/oder Klopapier unter die Treibeabdeckungen (siehe auch hier) tun um die Höhen ein wenig abzumildern. Oder andere Abdeckungen nutzen zB die des Amiron Wireless (falls es die noch gibt)

Da ich Geschlossene nicht so mag kenne ich nicht so Viele. Der Superlux HD330pro (Edit:660pro) ist eine DT770 Kopie und soll ganz gut sein.

Hatte mal einen DT900proX (wird als Offen vermarktet ist aber eher Halboffen) fand den klanglich gut, Tragekomfort war für mich aber nicht so dolle... Der DT700proX wäre geschlossen recht effizient mit 100dB/mW und mit 48ohm auch recht niederohmig. Abnehmbares Kabel...

Den Sony auf jeden Fall mal probieren. Isolation nach Außen könnte man KH musik spielend einfach auf den Oberschenkel setzen. Bei Bluetooth KHs könnte es sein, dass sie passiv über Kabel schlecht klingen oder aktiv über Kabel eine Latenz haben (Beim Bose700 zB - eingeschaltet/aktiv eine IMO leicht spürbare Latenz beim Gitarrespielen), müsste man ausprobieren falls einem das wichtig ist...
 
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Möchte kurz @basstian85 bzgl. Lautstärke und Ohmzahl etc. aus eigener Erfahrung, insbesondere was die genannten Beyerdynamics angeht, bestätigen:
Der DT 700 Pro X mit seinen 48 Ohm ist schon eine ganze Schippe lauter als der DT 770 in der Version 32 Ohm.
Liegt wohl an der unterschiedlichen Treiber-Technik.
(Habe beide)
VG, Christian
 
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@Burkie
Uppsa. Meinte den 660pro.
 
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Wird der Spulenwicklung aus dünnem Draht gewickelt, steigt die Impedanz, aber die bewegte Masse nimmt ab, und die Membran kann den Audiosignalen "flinker" folgen.
Um den Frequenzgang zu begradigen, werden zu laute Frequenzen (durch "bauliche" Maßnahmen in der Kopfhörermuschel) bedämpft auf das Niveau der leiseren, wodurch die Lautstärke bzw. der Wirkungsgrad absinkt.
Durch verbesserte Treiber (etwa, stärkere Magnete und andere konstruktive Maßnahmen) erhöht sich der Wirkungsgrad.

Eigentlich sollten professionelle Interfaces oder Mischpulte an ihren Kopfhöreranschlüssen schon genügend Spannung bereitstellen, um die gängigen Kopfhörer (DT-770 pro 250Ohm) durchaus laut machen zu können.

Vom Handling her finde ich die DT-770 Kopfhörer noch am praktischsten.

Grüße
 
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Der DT770 Pro ist eine gute Wahl. Aber auch der DT150 ist vor allem für den Schlagzeuger optimal.
 
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Vielen Dank für die weiteren Antworten und sorry für die späte Rückmeldung, ich komme gerade mal wieder zu nix.

wenn du die teile he hast, dann probiers halt mal ;)
Hallo,
probiere deinen eigenen Sony WH1000XM3 einfach aus, das kostet ja gar nichts. Die Geräuschdämmung nach außen sollte ja auch über Bluetooth testbar sein

Werde ich machen, wenn ich (s.o.) mal die Zeit dazu finde - evtl. am kommenden Wochenende. Ich habe ein Audiointerface und ein brauchbares Mikrofon hier und würde dann einfach mal mit Kabel über die Backingspuren der letzten Aufnahmen singen und mit den älteren Gesangsspuren vergleichen. Wenn das deutlich besser ist, belasse ich's für die nächste Aufnahmesession erst mal dabei. Wenn nicht, wäre Plan B, mal hier vor Ort beim Session vorbeizufahren, zu schauen, was die von den hier genannten Modellen da haben, und dann einen davon mitzunehmen.

das sehe ich anders, da du mit schlechten Klang auch weniger "fühlst" und somit auch weniger Feeling in die aufnahme fließt.

zumindest ist bei mir an der gitarre bei gutem Sound die Aufnahme immer besser als wenns über schlechte Abhöre eingespielt wäre.

Ist natürlich ein Aspekt, wobei ich zumindest für mich nach wie vor vermuten würde, daß "gut genug" beim Sound hier ausreichend ist. Aber da ist vermutlich auch jeder Jeck anders.

Wenn das nicht so viel taugt, nimmt den bewährten DT-770 pro in 48 oder gar 32 Ohm, der wird regelmäßig in Studios benutzt, wird also von Geräuschdämmung und Klang selbst für Profiansprüche gut genug sein.
Ersatzteile gibt es auch.

Den würde ich dann zumindest auch ausprobieren, ist wohl in allen Varianten bei Session vorrätig.

Aber auch der DT150 ist vor allem für den Schlagzeuger optimal.

Schlagzeuger haben wir nicht am Start. Wäre natürlich trotzdem eine Überlegung wert, wobei ich mir, wenn ich die Bilder ansehe, nur schwer vorstellen kann, daß der nicht eher unbequem ist - käme aber auf einen Versuch an.

Hier noch eine Übersicht und Orientierungshilfe wieviel Leistung man für Kopfhörer so braucht.

DT770pro finde ich bequem und klanglich gut (mir aber etwas zu betonter Bass & Höhen) EQ ist toll (Oratory1990 presets zB) aber nicht immer machbar. Wenn man mag könnte man auch Schaumstoff in die BassReflexÖffnungen packen um den Bass abzuschwächen und/oder Klopapier unter die Treibeabdeckungen (siehe auch hier) tun um die Höhen ein wenig abzumildern. Oder andere Abdeckungen nutzen zB die des Amiron Wireless (falls es die noch gibt)

Danke für die Links! Den zur Impedanz habe ich überflogen, muss mal schauen, ob ich die Spezifikationen der beteiligten Geräte rausbekomme.

Der Superlux HD330pro (Edit:660pro) ist eine DT770 Kopie und soll ganz gut sein.

Alle Superlux, die ich bis jetzt in den Händen hatte, erschienen mir mechanisch eher wenig robust, insofern würde ich dann im Sinner der Nachhaltigkeit wahrscheinlich eher zum Original greifen. Trotzdem danke für den Tip!
 
Letztes Wochenende bin ich dann doch nicht mehr zum Ausprobieren gekommen - aber eben, und ich kann das vorläufige amtliche Endergebnis verkünden, welches da lautet: Viel Lärm um nichts. Oder doch eher: Viel Lärm um wenig Lärm? Oder wenig Lärm um nichts? Oder was jetzt?

Etwas detaillierter: Ich habe mit dem Sony über die (ziemlich weit aufgedrehten) Instrumentalspuren vom letzten Mal gesungen und habe praktisch kein Übersprechen auf die Gesangsspur, egal ob ich den Kopfhörer passiv oder mit eingeschaltetem ANC verwendet habe. Als 2. Versuch habe ich mich dann ohne zu Singen einfach nur mit dem Kopfhörer vor dem Mikrofon sitzend aufgenommen. Wenn ich die Spuren bei extremer Lautstärke abhöre, kann ich die Instrumente leise im Hintergrund hören, allerdings deutlich leiser als meine Atemgeräusche.

Zum Vergleich habe ich das Experiment auch noch mit meinem offenen Superlux HD 681 Evo durchgeführt - mit ähnlichem Ergebnis. Auf den "stillen" Spuren war der Background etwas lauter als mit dem Sony, aber immer noch leiser als mein Atmen.

Bei der Gelegenheit habe ich natürlich auch noch mal in die Gesangsspuren unserer letzten Aufnahmen reingehört und festgestellt, dass der laute Background, an den ich mich erinnert habe, nur auf einigen wenigen Spuren zu hören war, auf denen aber in der Tat ziemlich laut. Ich vermute daher, dass wir bei der Aufnahme dieser Spuren irgendwas falsch gemacht haben und das Übersprechen nicht aus dem Kopfhörer des Sängers, sondern aus irgendeiner anderen Schallquelle kam, die eigentlich hätte still sein müssen. Was genau das war - Lautsprecher, offen rumliegender 2. Kopfhörer oder was auch immer - kriege ich nicht mehr rekonstruiert, ist aber letztlich auch egal, der verwendete Kopfhörer war jedenfalls offenbar unschuldig.

Fazit: Ich werde vorerst keinen neuen Kopfhörer kaufen, nehme zu den nächsten Aufnahmen den Sony sicherheitshalber und zum Vergleich mit und wir werden auf jeden Fall gleich nach der Aufnahme noch mal die Einzeltracks kontrollieren und ggfs. noch mal neu aufnehmen, wenn wir den gleichen Fehler noch mal machen.

Euch allen trotzdem noch mal herzlichen Dank für die Beratung. Wenn ich doch mal einen neuen Kopfhörer kaufen will, habe ich jetzt auf jeden Fall ein paar gute Tips, die ich ausprobieren werde. Und vielleicht nutzt der Thread ja auch mal jemand anderem in der gleichen oder einer ähnlichen Situation.
 
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Hallo,

Backingtracks leise auf den Gesangsspuren sollten im Grunde kein großes Problem darstellen. Weil, man mischt den Gesang ja eh mit den Backingtracks zusammen.
Nerviger sind Click-Tracks, die "durchpiepsen"...

Jedenfalls, erstmal viel Erfolg mit deinen Aufnahmen.

Grüße
 
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Backingtracks leise auf den Gesangsspuren sollten im Grunde kein großes Problem darstellen. Weil, man mischt den Gesang ja eh mit den Backingtracks zusammen.
Nerviger sind Click-Tracks, die "durchpiepsen"...

Oder eben laute Backingtracks auf den Gesangsspuren. :D Die hatten mich beim letzten Mal genervt, aber das waren wohl die verunglückten Ausreißer.

Jedenfalls, erstmal viel Erfolg mit deinen Aufnahmen.

Danke!
 

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