Bus Kompression

Guitarsound1705
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Hallo zusammen! Ich mische gerade einen meiner Songs und möchte es diesmal endlich richtig machen. Ich habe einen Basismix erstellt: Die Lautstärke aller Spuren ist angepasst, ich habe High und Low Cuts gemacht, Hall und Delays eingefügt und mit Equalizern Frequenzbereiche für Synthesizer, Gitarre, Drum Bus, Voc Bus und Bass festgelegt. Mein Mix klingt jetzt schon recht sauber, aber es fehlt ihm an Druck. Um ihm mehr Druck zu verleihen, dachte ich daran, die Spuren zu gruppieren: alle Synthesizer, alle Gitarren, den Bass, das Schlagzeug und den Gesang. Diese Gruppen würde ich dann durch mein heiß angefahrenes Bandgerät schicken zur Sättigung und Kompression. Mir ist natürlich klar, dass ich wegen Banddrift nicht alles gleichzeitig aufnehmen kann. Ich wäre für jeden Tipp dankbar, und falls ich etwas falsch mache, wäre ich für einen kleinen Hinweis dankbar. Danke!
 
Ich würde auf jeden Fall bevor es in die Bandmaschine geht an den Einzelspuren ansetzen. Speziell Gitarren haben oft Spitzen die man nicht unbedingt brauchen kann. Drums ebenso. Das sind oft plus 3 und mehr dB einzelner Peaks die keinen musikalischen Wert haben. Werden die alle auf einem Bus zusammengeführt werden die alle den Kompressor triggern und damit alles runterziehen. Das ist sicher nicht das was man will.

Also erst in den Einzelspuren die Peaks kontrollieren. Gruppen Bilden für Drums Bass, Gitarren, Vocal und Keys. Eventuell noch andere je nach Arrangement. Das auf einen MixBus. Und da kommt der MixBus Kompressor rein.
 
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Das Ausspielen über ein Bandgerät und wieder aufnehmen ist ja sehr zeitaufwändig. Auch wenn es mit deinem Gerät zu einem besseren Ergebnis führen könnte, würde ich den Ansatz erstmal mit Bandsättigungsplugins, d.h. Emulationen von Bandmaschinen probieren.
Da gibt es ja schon gute Sachen, z.B. von WAVES. Wenn du damit zum gewünschten Ergebnis kommst, kannst du es immer noch über die echte Maschine machen.
Ansonsten hilft zum Analysieren mit visueller Unterstützung z.B. das Plugin Tonal Balance, oder zum Aufspüren evtl. Unerwünschter Resonanzen so etwas wie Waves Curves Equator oder Soothe.
 
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Das Ausspielen über ein Bandgerät und wieder aufnehmen ist ja sehr zeitaufwändig. Auch wenn es mit deinem Gerät zu einem besseren Ergebnis führen könnte, würde ich den Ansatz erstmal mit Bandsättigungsplugins, d.h. Emulationen von Bandmaschinen probieren.
Da gibt es ja schon gute Sachen, z.B. von WAVES. Wenn du damit zum gewünschten Ergebnis kommst, kannst du es immer noch über die echte Maschine machen.
Ansonsten hilft zum Analysieren mit visueller Unterstützung z.B. das Plugin Tonal Balance, oder zum Aufspüren evtl. Unerwünschter Resonanzen so etwas wie Waves Curves Equator oder Soothe.


Danke für deine Tipps 🙏, wenn ich nochmal fragen dürfte. Welche Spuren würdest Du empfehlen mir genau anzuschauen mit den empfohlenen Plugins ? Würdest Du sagen einfach jede einmal einzeln durchgehen oder eher zum checken meiner Busse ?
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Ich würde auf jeden Fall bevor es in die Bandmaschine geht an den Einzelspuren ansetzen. Speziell Gitarren haben oft Spitzen die man nicht unbedingt brauchen kann. Drums ebenso. Das sind oft plus 3 und mehr dB einzelner Peaks die keinen musikalischen Wert haben. Werden die alle auf einem Bus zusammengeführt werden die alle den Kompressor triggern und damit alles runterziehen. Das ist sicher nicht das was man will.

Also erst in den Einzelspuren die Peaks kontrollieren. Gruppen Bilden für Drums Bass, Gitarren, Vocal und Keys. Eventuell noch andere je nach Arrangement. Das auf einen MixBus. Und da kommt der MixBus Kompressor rein.


Super Danke 🙏, das ist wirklich gut zu wissen, werde ich auf jeden Fall checken.
Wenn ich nochmal was anderes fragen dürfte. In wie weit würdest Du die Buss Gruppen EQ'en ? Würdest Du die Frequenz der einzelnen Instrumente schon so aufteilen dass das schon vor der MixBus-Compression passt oder verteilst dann das ganze mit einem EQ auf den einzelnen Bussen ?
 
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Hast du vielleicht eine Hörprobe?

Deine Fragen sind zu konkret ohne den Track zu kennen: "Was ist zu tun?"
Beim Mischen gibts leider keine allgemeingültigen Rezepte.

Bsp:
Du hast eine Gitarrenaufnahme die etwas dumpf klingt. --> Dann dreh Höhen rein um sie aufzufrischen.
Aber, wenn die Gitarre untenrum zu wenig Druck macht, ist Höhen reindrehen vermutlich ziemlich das Falscheste was man machen kann. Hier wäre Bässe anheben angesagt, ggf sogar Höhen absenken.

Gut möglich dass wir den Begriff "Druck" verschieden verstehen. MMn fehlen dann tiefe Frequenzen, oder zB Kick und Bass maskieren sich gegenseitig, und keines von Beidem kann sich so richtig entfalten. Das kriegst mit einem Summenkompressor oder Sättigung nicht in den Griff. Da führt EQ'en in den Einzelspuren eher zum Ziel.
 
Wenn ich nochmal was anderes fragen dürfte. In wie weit würdest Du die Buss Gruppen EQ'en ?

Ja. Erst am Stereo Out zeigt sich ob sich da was beisst. Entweder soweit ich es identifizieren kann verwende ich dann den EQ der Spur welche den Sound liefert der ein anderes Instrument stört oder wenn es nur eine Feinabstimmung sein soll, zum Beispiel die ganze Gruppe etwas dunkler im Sound oder Höhen rauf oder runter dann eben einen breiten EQ in der Gruppe.

Vor der Bandmaschine sollte dann auf jeden Fall noch ein Master Kompressor rein. Eine Bandmaschine kann man zwar gut zur Sättigung des Sound verwenden aber so richtig als Summen Kompressor taugt die nicht.

Und man darf auch nicht zu viele Pegel auf die Bandmaschine geben. Die sind in der Regel auf dBVU kalibriert. Das ist analog Pegel. 0 dBVU sind meistens -18 dBFS.

Es stellt sich auch die Frage ob es überhaupt einen Mehrwert bringt eine echte Bandmaschine zu verwenden. Das muss dann schon eine sehr gute Mischung sein wo alles stimmt und die Bandmaschine sollte ebenfalls was ordentliches sein und zudem noch gut gepflegt und eingemessen. Sonst macht man da mehr kaputt als das es Nutzen bringt.

Und noch ein Hinweis, auch auf den Eingang von FX Kanälen gehört ein EQ. Prima für Feinabstimmungen des Gesamtklanges.
 
Ich bin da bei @Zelo01 . Zunächst ist es wichtig, die Maskierung der Einzelspuren zu prüfen und mit EQ anzupassen. Kick und Bass sind da ja die Klassiker, weil sie frequenzmäßig eng zusammenliegen. Und Synthis können ja ebenfalls sehr tiefe Töne liefern. Und mehr Instrumente im Bassbereich einfach zu stapeln wird nicht einfach zu mehr Druck führen.
Die Bearbeitung von Gruppen oder dem Master ist Feinschliff, wenn die Instrumente aufgeräumt sind.
Und auch der Hinweis auf die FX von @adrachin ist wichtig. Nicht nur auf dem Eingang, sondern ggf auch nach dem Effekt, um z.B. aus einem Hall tiefe Frequenzen rauszunehmen.
 
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